Tschüss Schweinehund!

Bei Prime Time Fitness motivieren sich HafenCity-Bewohner gegenseitig

Es gibt unterschiedliche Gründe mit Sport anzufangen. Die Eröffnung von Prime Time Fitness Hamburg vor zwei Jahren und starke Präsenz im Stadtteil haben die schon den einen oder anderen Bewohner motiviert endlich etwas für sich zu tun. Jeder weiß ja eigentlich, dass Sport und Bewegung gesund sind – eigentlich. Doch leider weiß der innere Schweinehund auch eine Menge darüber. Er kennt halt für unsere Bequemlichkeit die besten Ausreden, um gar nicht erst anzufangen. Prime-Time-Geschäftsführer Nils Kuprat ist stolz darauf, dass es in der HafenCity eine großartige Gemeinschaft gibt: „Viele, die sich angemeldet haben, besuchen unseren Sportsclub regelmäßig. Nur wenige kneifen.“

Foto oben: Kontrollcheck durch Trainerin Sarah Schrader bei Lara: Leider weiß der innere Schweinehund viel über uns. Er kennt halt für unsere Bequemlichkeit die besten Ausreden, um gar nicht erst anzufangen. ©Wolfgang Timpe

Trainingsleiterin Sarah Schrader und ihr Team sind den Sportlern immer auf den Fersen. Mindestens alle acht Wochen werden die Mitglieder zu einem Personal Training eingeladen, in dem die Ziele und Erfolge festgehalten und der Trainingsplan neu angepasst wird. 

Trainerin Sarah schrader korrigiert Haltungen bei Lara. ©Wolfgang Timpe
Trainerin Sarah Schrader kontrolliert die Haltungen bei Lara. ©Wolfgang Timpe

In regelmäßigen Personal Trainings werden Ziele und Erfolge festgehalten und der Trainingsplan neu angepasst. 

Trainerin Sarah Schrader

Es gibt unterschiedliche Gründe, mit dem Sport nicht anzufangen. Das kann eine körperliche Einschränkung nach Krankheit oder Unfall sein, so wie die von Uwe Rönn von der Blumenbinderei HafenCity. Er konnte aufgrund einer Verletzung kaum noch ein paar Schritte gehen. Dass er in diesem Sommer am zehn Kilometer langen Alsterlauf teilgenommen hat, hätte er sich noch vor kurzer Zeit nicht vorstellen können. Gezielte Mobilitätsübungen, zweimal wöchentlich Personal Training und ganz viel Motivation haben das bewirkt. 

Martin Lipphardt kann nach einer Verletzung an der Leiste durch das regelmäßige Training im kommenden Frühjahr wieder erfolgreich an einem Marathon teilnehmen. ©Privat
Martin Lipphardt kann nach einer Verletzung an der Leiste
durch das regelmäßige Training im kommenden Frühjahr wieder erfolgreich an einem Marathon teilnehmen. ©Privat

Stressbewältigung und ausgewogene Ernährung

„Das professionelle Coaching bei Prime Time hat für mich alles verändert. Nach der Knie-OP und der Krankengymnastik hat das Trainerteam mit mir weitere gezielte Übungen zur Stabilisation und Beweglichkeit des Knies gemacht. Inzwischen trainiere ich hauptsächlich meine Ausdauer und strebe nächsten Sommer den Halbmarathon an“, erzählt Uwe stolz. 

Angelika Siebel hat trotz Skoliose an Silvester in New York ein rückenfreies Kleid tragen können, da die Erkrankung sich durchs Personal Training enorm verbessert hat. ©Privat
Angelika Siebel hat trotz Skoliose an Silvester in New York
ein rückenfreies Kleid tragen können, da die Erkrankung sich durchs Personal Training
enorm verbessert hat. ©Privat

Die HafenCity-Bewohner sind nicht nur durchtrainierte Sportler. Vielmehr trainieren hier 79-jährige Senioren, um im Alter fit zu bleiben, gemeinsam mit Studentinnen wie der 26-jährige Angelika Siebel, die sich für Silvester in New York ein bestimmtes Kleid zurechtgelegt hat. Sie alle zusammen profitieren von einem besseren Körpergefühl und einem gesünderen Lebensstil. Sarah freut sich: „Für viele Mitglieder, die früher gar keinen Sport gemacht haben, ist ausgewogene Ernährung, ausgleichende Stressbewältigung und regelmäßiges Training eine richtige Selbstverständlichkeit in ihrem Leben geworden. Einige haben inzwischen auch zuhause einen kleinen Sportbereich eingerichtet und Bewegung fest in ihren Alltag integriert.“ 

Panayot Panayotov liebt sein Vorher-Nachher-Bild über alles. Hält es für ihn doch eindeutig seine Ausdauer, seinen Ehrgeiz und seine Disziplin beim Training fest. ©Privat
Panayot Panayotov liebt sein Vorher-Nachher-Bild über alles.
Hält es für ihn doch eindeutig seine Ausdauer, seinen Ehrgeiz und seine Disziplin
beim Training fest. ©Privat

Besonders schön ist es für das Trainerteam, wenn Erfolge gefeiert werden können. Aus einer ursprünglich spaßigen Wette mit Kolleginnen machte ein Prime-Time-Mitglied doch ernst. Innerhalb von wenigen Monaten wurde gelernt, richtige Klimmzüge zu machen und inzwischen wird auch eine beachtliche Anzahl der Übungen geschafft. 

Leonardo Paredes hat sich von dem Trainerteam zum ­regelmäßigen Sport motivieren lassen und kann sich heute ein Leben ohne Training gar nicht mehr vorstellen. ©Privat
Leonardo Paredes hat sich von dem Trainerteam zum ­regelmäßigen
Sport motivieren lassen und kann sich heute ein Leben ohne Training gar nicht
mehr vorstellen. ©Privat

Es gibt unterschiedliche Gründe, mit dem Sport weiterzumachen. Wenn man mit klaren Zielen zu den Trainern kommt, können sie sehr gezielt bei der Umsetzung helfen – sei es bei Schmerzen und Unbeweglichkeit, oder um das Gewicht zu reduzieren, Fitness zu verbessern oder Muskeln oder Kondition aufzubauen. „Die direkten Auswirkungen fühlt man meist schon nach kurzer Zeit, nach zwölf Wochen sieht man die ersten Ergebnisse und hat neue Routinen entwickelt“, erklärt Nils den Weg von der Überwindung des Schweinehunds hin zum Erfolg. „Durch unsere regelmäßigen Körpermessungen und dem Pulssystem „myzone“ motivieren nicht nur wir Trainer die Sportler – inzwischen motiviert sich die HafenCity-Gemeinschaft gegenseitig,“ sagt Fitnessexpertin Sarah, „indem sie ihre Erfolge und Daten vergleichen. Eine wunderbare Dynamik, bei der keiner mitmachen muss, aber jeder gerne kann.“ 

Tobias Müller, Partner bei der Kanzlei Möhrle Happ Luther, litt unter Rückenscherzen, die sich verbessert haben. Im Sommer hat er erfolgreich die Cyclassics mitgemacht. ©Privat
Tobias Müller, Partner bei der Kanzlei Möhrle Happ Luther,
litt unter Rückenscherzen, die sich verbessert haben. Im Sommer hat er erfolgreich die Cyclassics mitgemacht. ©Privat

So auch Karen und Thomas Degen. Das Ehepaar ist meist viermal in der Woche im Fitness-Studio zu sehen. Mit der beginnenden Osteoporose begann Karens Sportkarriere, denn die behandelnde Ärztin hat ihr eindeutig zum präventiven Muskelaufbau geraten. Thomas hatte seit der Schule keinen Sport mehr getrieben – heute fehlt ihm etwas, wenn er den Sport vernachlässigt. „Anstatt beim Chips-Essen auf dem Sofa außer Atem zu kommen, merken wir, wie gut uns die regelmäßige Bewegung tut und der Erfolg uns gemeinsam antreibt“, sind sich beide einig. 

Alexander Ulbrich hat mit dem Zwölf-Wochen-Programm „Figure it out“ angefangen und ist drangeblieben: Sein Körperfettanteil hat sich inzwischen halbiert. ©Privat
Alexander Ulbrich hat mit dem Zwölf-Wochen-Programm
„Figure it out“ angefangen und ist drangeblieben: Sein Körperfettanteil hat
sich inzwischen halbiert. ©Privat

Und besonders motiviert dann die HafenCity-Nachbarschaft: „Wenn wir mal nicht regelmäßig kommen, dann fragen uns die anderen Mitglieder schon, wo wir bleiben“, lacht Karen. Also, wer den Schweinehund erst gar nicht füttern will, kann sich mit Nachbarschaftspflege und individuell getaktetem Sport Gutes tun. Einfach mal ausprobieren und nicht auf den Schweinehund kommen. Melanie Wagner

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