<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Klassik Begeistert &#8211; Hafencity Zeitung</title>
	<atom:link href="https://hafencityzeitung.com/author/klassikbegeistert/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://hafencityzeitung.com</link>
	<description>Nachrichten von der Hamburger Stadtküste</description>
	<lastBuildDate>Tue, 16 Apr 2019 07:44:10 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2019/04/cropped-hcz-icon-1-32x32.png</url>
	<title>Klassik Begeistert &#8211; Hafencity Zeitung</title>
	<link>https://hafencityzeitung.com</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Leidenschaftlich modern</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/leidenschaftlich-modern/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=leidenschaftlich-modern</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Klassik Begeistert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Apr 2018 11:19:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hafencitynews.de/?p=2317393</guid>

					<description><![CDATA[
				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[<strong>Avantgardistische Musiksprache weckt Sehnsucht nach mehr Italien</strong>
<em>Italien, das ist Oper! Zu demonstrieren, dass Italien auch eine sinfonische Tradition hat und selbige wachzurufen, hat sich das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter der Leitung des argentinischen Dirigenten Alejo Pérez zum Ziel gesetzt – beim Philharmonischen Konzert am Sonntagmittag in der Elbphilharmonie direkt am Hamburger Hafen.</em>
Gegen Rossini und Bellini, Verdi und Puccini kämen die Altmeister wie Vivaldi, Albinoni und Corelli nicht an, heißt es im Programm. Auf dem Plan stehen heute aber nicht besagte Altmeister des Barock, sondern Komponisten des 19. Und 20. Jahrhunderts. Auch ohne Puccini kommt dieses Programm nicht aus.
Das Konzert beginnt aber mit einem Anachronismus: Luciano Berios Sinfonia (Uraufführung 1968), ein Klassiker der Moderne. Berios Komposition löst ein, was man von moderner Sinfonik erwartet: Es gibt einen opulenten Orchesterapparat etwa wie bei Gustav Mahler mitsamt Piano, Orgel, reichlich Schlagwerk, auch acht Sängerinnen und Sänger der Neuen Vocalsolisten Stuttgart sind mit von der Partie.
<a href="http://www.hafencitynews.de/wp-content/uploads/2018/04/IMG_2556-e1523099968437.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2317395" src="http://www.hafencitynews.de/wp-content/uploads/2018/04/IMG_2556-e1523099968437-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2018/04/IMG_2556-e1523099968437-225x300.jpg 225w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2018/04/IMG_2556-e1523099968437-768x1024.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2018/04/IMG_2556-e1523099968437.jpg 900w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Der Höreindruck ist freilich ein ganz anderer als bei Mahler. Das Orchester tönt jenseits von Harmonie und Melodie. Die Sänger entpuppen sich als Rezitatoren eines bis zur Unkenntlichkeit verschwurbelten Librettos, eines Flickenteppichs aus Phonemen. Der zweite Satz hingegen eine nicht enden wollende Klage, die zaghaft von Klavierklängen touchiert wird.
Der dritte Satz gleicht schließlich einem schablonenhaft collagenartigen Wust – ein Klangchaos in etwa so, als würden die Spieler unterschiedliche Stücke auf unterschiedlichen Instrumenten üben. Der Satz ist gespickt mit musikalischen Zitaten. Wie ein roter Faden zieht sich das Scherzo aus Mahlers zweiter Sinfonie hindurch, während die Sänger – so scheint es – in sämtlichen europäischen Zungen quasseln. Fazit: Reizüberflutung für das Publikum, purer Stress für das Orchester und seinen Dirigenten. Berios Sinfonia erfüllt ihren Zweck.
Zwischendrin wischt sich Alejo Pérez hastig den Schweiß von der Stirn. Trotzdem spornt der argentinische Dirigent das Philharmonische Staatsorchester zu dynamischen Höhepunkten an, als wolle er das unablässige Gebrabbel einfach niedertönen. Einmal droht das Tempo kurz ins Trudeln zu geraten, aber Pérez bleibt cool, die Spieler konzentriert. Insgesamt gelingt das sinfonische Wagnis hervorragend. Wie man dieses Werk auch auffassen möchte, als Stilexperiment der Avantgarde, als bissiger Kommentar zur Geschichte der Sinfonik oder als Hommage an Gustav Mahler; angesichts der vielfältigen Hörerlebnisse lässt sich der Gesamteindruck kaum auf einen Nenner bringen. Auch wenn man sich irgendwann an die merkwürdige Musiksprache gewöhnt hat, sehnt man sich nach über einer halben Stunde Klangcollage doch nach etwas Milde und Entspannung, eben nach etwas mehr Italianità.
Die zweite Hälfte dürfte dem Geschmack des Opernpublikums mehr entgegenkommen, wenngleich hier niemand mehr singt. Temperament, Feuer und Passione, all das vereint eine Studienabschlussarbeit Giacomo Puccinis, sein Capriccio sinfonico. Die dramatisch wirbelnden Pauken und energisch tremolierenden Streicher lassen große Opernszenen vor dem inneren Auge der Zuhörer entstehen, nicht nur, weil im zweiten Abschnitt die Musik der Eingangsszene aus La Bohème zu hören ist.
Stellenweise fallen die Holzbläser etwas unangenehm mit einer unsauberen Intonation auf. Das Philharmonische Staatsorchester unter Alejo Pérez spielt im Laufe des Satzes aber immer aufgeweckter. Die Crescendi geraten groß und organisch. Leider schmälert ein unpräziser Einsatz hier und da ihre Wirkung.
Die vielleicht spannendste und buchstäblich merkwürdigste Komposition des Abends ist Ferruccio Busonis Berceuse élégiaque. Das Orchester ist deutlich ausgedünnt, ein intimer Klang entsteht; getragen von Streichern und Holzbläsern, umrahmt von Harfe und Celesta. Man vergisst sich selbst in dem scheinbar ziellosen Dahintreiben, der stetig gleichförmigen, einlullenden Melodik dieses „Wiegenlieds“.
Das Konzert beschließt Ottorino Respighis farbenreiche musikalische Malerei Pini di Roma (Pinien von Rom). Mal heiter quietschig überdreht, mal duster misterioso gravitätisch, zeichnet sich diese sinfonische Dichtung durch krasse Szenen und Charakterwechsel aus. Höhepunkt ist der dritte Satz, der eine Vollmondnacht in Rom illustrieren soll. Die träumerische Melodie wandert zwischen Solo-Klarinette und Streichern und erklingt zuletzt auch in der Harfe.
Am Schluss der Komposition steht ein immenses Finale, das, noch bevor der letzte Akkord gänzlich verklungen ist, vom Publikum mit schallendem Applaus und Bravorufen quittiert wird.
Leon Battran
klassik-begeistert.de
&nbsp;]]&gt;		</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Hallelujah für den Messias</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/ein-hallelujah-fuer-den-messias/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=ein-hallelujah-fuer-den-messias</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Klassik Begeistert]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2018 19:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.hafencitynews.de/?p=2314665</guid>

					<description><![CDATA[
				<![CDATA[]]>		]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>				<![CDATA[[caption id="attachment_2314666" align="alignright" width="300"]<a href="http://www.hafencitynews.de/wp-content/uploads/2018/01/Chor-1-1200x675.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2314666" src="http://www.hafencitynews.de/wp-content/uploads/2018/01/Chor-1-1200x675-300x169.jpg" alt="Zum ersten Mal trat ein Laienchor im Großen Saal der Elbphilharmonie auf (Foto: Pressefoto)" width="300" height="169" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2018/01/Chor-1-1200x675-300x169.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2018/01/Chor-1-1200x675-768x432.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2018/01/Chor-1-1200x675-1024x576.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2018/01/Chor-1-1200x675.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> Zum ersten Mal trat ein Laienchor im Großen Saal der Elbphilharmonie auf (Foto: Pressefoto)[/caption]
<strong>Der Symphonische Chor Hamburg sorgte für Standing Ovations mit Händels Meisterwerk</strong>
<em>„King of Kings, Hallelujah, Hallelujah, and Lord of Lords, Hallelujah, Hallelujah!“: der Schlussgesang im zweiten Teil des Messiah von Georg Friedrich Händel (1685-1759) ist eine der ergreifendsten Stellen der Musikgeschichte. Mit festlichem Klang und sich spannungsvoll steigernder, schmetternder Wucht schickten die 150 Sängerinnen und Sänger des Symphonischen Chores Hamburg im Dezember die biblischen Jubelworte in den Großen Saal der Elbphilharmonie. Dieses allseits bekannte „Hallelujah!“ war das Highlight an einem Abend, der rundum begeisterte.</em>
Sonst stets in der Laeiszhalle zu erleben, hatte sich der traditionsreiche Chor um den charismatischen künstlerischen Leiter Matthias Janz in diesem Jahr einen Platz im Spielplan der Elbphilharmonie erkämpfen können – als erster Laienchor der Hansestadt. Auch für das Elbipolis Barockorchester Hamburg und die renommierten Solisten war es eine Premiere im festlichen und selbstverständlich ausverkauften Großen Saal. Der tosende Applaus bereits vor dem ersten Takt der eröffnenden Sinfonia mag da vielleicht nicht unbedingt zur Beruhigung der Nerven beigetragen haben.
Von Nervosität ist aber im Folgenden verblüffend wenig zu bemerken – ein Zeichen der hohen Professionalität aller Beteiligten. Die Mitglieder des in Hamburg ansässigen Orchesters spielen von Beginn an frisch und im Ausdruck höchst engagiert auf den historischen Instrumenten. Mit der instrumentalen Sinfonia eröffnen sie das Oratorium, stimmen uns mit ausgedehnten, epochentypisch punktierten Rhythmen und Phrasierungen in die Zeit Händels ein. Während der Rezitative und Accompagnati stützen und umspielen sie, bei den Arien tanzen die Instrumentalisten in fast immer akkuratem Timing mit den Stimmen der Solisten oder treten selbstbewusst in den gemeinsamen Wettstreit. Scharfkantige Fugati, präzise abgestimmte Rhythmen, ein wunderbar aufgelegter Trompeter – ein Vergnügen! Obwohl alle drei Teile des Oratoriums insgesamt an die 160 Minuten dauern, ist das Stück dank der abwechselnden Struktur der Gattung kurzweilig. Besonders ins Auge sticht der kontrastierende Wechsel des jeweiligen musikalischen und textlichen Ausdrucks der Solistenpartien, den Händel zwar stets mit typisch barocken Zutaten anrichtet, dabei aber meisterlich geschickt und subtil vorgeht. Es beeindruckt Thomas Laske (Bariton) mit spracheverschlagend präzisen Koloraturlinien und durchdringender Vehemenz in musikalischer und textlicher Hinsicht; die Altistin Geneviève Tschumi wiederum mit ihrer schmerz- und wirkungsvollen Interpretation der Arie „He was despised and rejected of men“; Markus Schäfer (Tenor) in flüssigen, klar verständlichen Accompagnati (Bravo an dieser Stelle auch an die gesamte Basso continuo-Gruppe!) und Johanna Winkel mit glockenhellem, scheinbar mühelos fließendem Sopran, der uns friedlich tröstet und im nächsten Moment mit jagenden Streichern im Gepäck ein wahres Feuer entzündet.
Das sind nur wenige Ausschnitte aus den Partien der vier überzeugenden Solisten, denen man an diesem Abend von vorne bis hinten begeistert zuhörte. Und der Chor? Der ist so etwas wie das Herz und die Seele des Konzertes. Matthias Janz ist es auch in diesem Konzert wieder gelungen, der sechsreihigen Wand aus Sängerinnen und Sängern – allein optisch schon äußerst wirkungsvoll – ihr Bestes abzuverlangen. Stimmlich reichhaltig aufgestellt, ausbalanciert und gut miteinander intonierend, berührt der Chor bei jedem Einsatz mit vielfältiger Klangschönheit und gutem textlichen Ausdruck. Dass da bisweilen auch mal ein schneller Lauf nicht ganz im Takt rollt, eine Phrase übereifrig wirkt oder ein Einsatz weniger knackig kommt als noch der vorherige, tut nicht wirklich etwas zur Sache. Es zeigt vielmehr wie komplex der Apparat „Chor“ (und auch die Gattung Oratorium) funktioniert und wie sehr es auf eine gute interne Abstimmung ankommt. Bei einer Konzertlänge von insgesamt 3 ¾ Stunden ist das wiederum eine Leistung für sich. Ein ausdrückliches Bravo an den erfahrenen, souverän dirigierenden Matthias Janz, der alle Beteiligten für diese herrliche Musik zusammenführt, stets auch zusammenhält und am Ende einzelne Rosen aus seinem eigenen Strauß im Orchester verteilt, bis er selbst nichts mehr in der Hand hält. Ohne Aufopferung ist ein solches Konzert nicht zu stemmen – das weiß auch das Publikum und spendet vor den Pausen, nach den Pausen und ganz zum Schluss stehend tosenden Applaus. Ein festliches, euphorisierendes Konzert mit einem einzigen Haken: wie bekommt man das „Hallelujah“ je wieder aus dem Kopf?
&nbsp;
Georg Friedrich Händel,
The Messiah (Der Messias), HWV 56
Symphonischer Chor Hamburg
Elbipolis
Barockorchester Hamburg
Johanna Winkel Sopran
Geneviève Tschumi Alt
Markus Schäfer Tenor
Thomas Laske Bass
Matthias Janz Dirigen
Ricarda Ott, für klassik-begeistert.de
&nbsp;
&nbsp;]]&gt;		</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
