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	<title>Kultur &#8211; Hafencity Zeitung</title>
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	<description>Nachrichten von der Hamburger Stadtküste</description>
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	<title>Kultur &#8211; Hafencity Zeitung</title>
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		<title>»Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausstellung. Die Hamburger Kunsthalle zeigt jetzt mit »SKULPTURAL. Die neuen Galerien« noch bis April 2027 erstmals ihre Skulpturen- und Münzsammlung – eine Entdeckungsreise „Es ist eine wunderbare Ausstellung. Man erlebt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Ausstellung. Die Hamburger Kunsthalle zeigt jetzt mit <a href="https://hamburger-kunsthalle.de/de/ausstellungen/skulptural">»SKULPTURAL. Die neuen Galerien«</a> noch bis April 2027 erstmals ihre Skulpturen- und Münzsammlung – eine Entdeckungsreise</em></strong></p>



<p><strong>„Es ist eine wunderbare Ausstellung.</strong> Man erlebt die Räume noch einmal vollkommen neu, und ich finde es großartig, wie Münzen, Skulpturen und Gemälde zusammengezogen werden, um gemeinsam zu Themenbereichen neue Geschichten zu erzählen. Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken“, zieht Kultursenator <strong><em>Dr. Carsten Brosda</em></strong> nach einem Presserundgang zur Ausstellung <strong><em>„Skulptural. Die neuen Galerien“</em></strong> in den komplett neu konzipierten Räumen sein Resümee. Wieder einmal hat die ­<strong>Hamburger Kunsthalle</strong> es geschafft, künstlerisch, kuratorisch und emotional zu überraschen, denn das Thema hat auf den ersten Blick wenig Sex-Appeal: Münzen. Wer ist schon Numismatiker?! Doch wer sich auf die <em>Skulptural</em>-Schau einlässt, kann eine faszinierende Reise aus dem vorchristlichen Rom und Athen bis in die Gegenwart erleben.<br><em>Foto oben: <strong>Münz-Skulpturen-Schatzheber für die Hamburger Kunsthalle</strong> und die neue Ausstellung „Skulptural. Die neuen Galerien“ (v. l.): Kultursenator Dr. Carsten Brosda, Sammlungsleiterin und Kuratorin Dr. Annabelle Görgen-Lammers, Stifter Dorit und Alexander Otto sowie Kunsthallen-Direktor Prof. Dr. Alexander Klar.© Catrin-Anja Eichinger</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="727" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879-727x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2340537" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879-727x1024.jpg 727w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879-213x300.jpg 213w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879-768x1082.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879.jpg 963w" sizes="(max-width: 727px) 100vw, 727px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Münzvitrine »Athenas Attribute« im Säulensaal des Café Liebermann.</strong> Mit der Lupe können kleine Münzreliefs zu <br>großen plastischen Porträts wachsen. © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p>Mit <em>Skulptural. Die neuen Galerien</em> präsentiert die Hamburger Kunsthalle erstmals die gesamte Bandbreite ihrer Skulpturensammlung, ergänzt um ausgewählte Spitzenleihgaben, unter anderem vom Musée d’Orsay in Paris, und im Kontext aller Kunstgattungen. In einer medien- und epochen-übergreifenden Schau werden fast 1.000 große und kleine Skulpturen, Reliefs, Gemälde, Grafiken, Fotos, Raum- und Videoinstallationen aus 2.500 Jahren Bildgeschichte präsentiert. Auf einem abwechslungsreichen „Parcours“ durch die neuen Räume ergebn sich überraschende Gegenüberstellungen und Korrespondenzen – von der Antike bis zur Gegenwart, von der zweiten zur dritten Dimension, von Miniatur bis monumental. Ein Schwerpunkt liegt bei den neu entdeckten Beständen auf Münz-, Medaillen- und Reliefkunst aus Gold, Silber und Bronze. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden diese rund 6.000 Kleinstskulpturen an der Kunsthalle erstmals umfassend gesichtet, bestimmt, restauriert sowie digitalisiert und fortlaufend in ihren Kontexten erforscht. Eine Auswahl von rund 650 dieser Werke ist Teil der Schau.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340538" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52.jpg 1444w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Münzvitrine »Athenas Attribute« im Säulensaal des Café Liebermann.</strong> Mit der Lupe können kleine Münzreliefs zu großen plastischen Porträts wachsen. © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p>Immer wieder stellt sich ein Staunen ein, welche Energie, Grazie und auch Wucht die Minitur­medaillen unter den Lupen, die an allen Münzvitrinen liegen, entfalten können – gerade im Zusammenspiel zum Beispiel mit den mächtigen Bronzeplastiken von <em>Auguste Rodin</em> oder der nur 34,5 Zentimeter hohen <em>»Eule«</em> von <em>Pablo Picasso,</em> deren listig dreinschauende Weisheit alle Eulen-Klugheits-Klischees lässig karikiert. Solche Blickintensitäten schaffen auch die kleinen Preziosen, die „scupltures en miniatures“, wie sie der erste Kunsthallendirektor Alfred Lichtwark genannt hat.</p>



<p>Zum Wohlfühlen im antiken Medaillenkosmos tragen die modern-analogen Glas-Münzvitrinen mit ihren Lupen sowie die digitalen Infoscreens an den Münzvitrinen bei und: ihre Umgebung. Die Gestaltung der neuen Räume wie auch das groß angelegte Münzenforschungsprojekt der Kunsthalle wurden durch die millionenschwere Förderung der <strong>Dorit &amp; Alexander Otto Stiftung </strong>möglich. „Seit meiner Kindheit begeistere ich mich für die Numismatik“, so Unternehmer und Stifter <strong><em>Alexander Otto.</em></strong>&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340539" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71.jpg 1444w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Digitale Touchscreens informieren an den Münzvitrinen </strong>die Besucher mit Nummern­navigation über Historisch-Künstlerisches und Numismatiker über Fachliches. © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p>Umso mehr freue sich Otto, „mit unserer Stiftung dazu beizutragen, mit den Münzen und Medaillen einen lange verborgenen Schatz der Kunsthalle wieder sichtbar zu machen und ihre Restaurierung und wissenschaftliche Erforschung zu ermöglichen“. Und Kultursenator <em>Carsten Brosda </em>betont die Ausstrahlung der neuen Räume, die Inhalte und Museumsumfeld neu erschließen kann: „Durch das kluge Ausstellungskonzept öffnet sich auch ein ganz neues Erlebnis von Sammlung und Gebäudeensemble, das die Geschichte des Museums gänzlich neu erfahrbar macht.“</p>



<p>Beim Rundgang mit der Kuratorin, Sammlungs- und Forschungsleiterin <strong><em>Dr. Annabelle Görgen-Lammers</em></strong> wird ihre Begeisterung für kleinste Details und historische Korrespondenten in 2.500 Jahren Kultur- und Kunstgeschichte lebendig. „Selten kann man noch Sammlungsschätze entdecken und grundlegend erforschen: 6.000 Objekte, die von Anfang an nach rein künstlerischen Kriterien als Grundlage und integraler Teil der Skulpturenabteilung gesammelt wurden!“ Es sei für sie „ein Herzensanliegen, die Funde und ersten Erkenntnisse zu ihren historischen wie aktuellen Kontexten auf möglichst anregende, heutige Weise zugänglich zu machen“. Das gelingt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="408" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Picasso_Eule_1952.jpg" alt="" class="wp-image-2340577" style="width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Picasso_Eule_1952.jpg 600w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Picasso_Eule_1952-300x204.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>»Die Eule«, Pablo Picasso, 12.12.1952;</strong> gebrannter Ton, bemalt, 34 x 25 x 34,5 cm. Hamburger Kunsthalle, erworben 1956. © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2025; Foto: © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford</em></figcaption></figure>



<p>Man ist nach dem Rundgang überrascht, welche Erzählungen die rund 650 Münzkunst-Medaillen, die <em>sculptures en miniature,</em> mit einzelnen Bildern und Kleinst- und Großskulpturen bieten. Da kommuniziert die mächtige Göttinnen-Skulptur <em>­Athena</em> im Café Liebermann mit dem Münzentisch „Athenas Attribute“, im vorletzten Saal treffen Rodin- auf Picasso-Skulpturen, und den Abschluss in der Rotunde bildet der lässig weibliche zeitgenössische <em>Wunschbrunnen</em> der Französin Laure Prouvost. Da bewegen sich Münzbänder neben Birnen mit knallroten Brustwarzen an einer stilisierten Beton-Palme sowie mit bunt-lüsternen Murano­glas-Fischen samt knallroten Mäulern im Brunnenbecken; und leise plätschert das Wasser und verbreitet bei stillen Besuchern eine meditative Atmosphäre. Von Athenas 1.600 v. Chr. bis zu Rodins Emo-Skulpturen und Prouvosts Wunschbrunnen von 2026 werden Zeitläufte erzählt, die überraschen und faszinieren. Noch bis 11. April 2027 in der Hamburger Kunsthalle: <em>Skulptural. Die neuen Galerien.</em> Für Kunst-Neugierige, die Unerwartetes und neue Perspektiven schätzen, ein Muss. <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>



<p><strong>Info </strong>Weitere Informationen zur Ausstellung <strong>„Sculptural. Die neuen Galerien“ </strong>finden Sie unter: <strong><a href="https://hamburger-kunsthalle.de/de/ausstellungen/skulptural">hamburger-kunsthalle.de</a></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="531" height="709" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_prouvost_the_breast_wishing_fountain_2026.jpg" alt="" class="wp-image-2340569" style="width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_prouvost_the_breast_wishing_fountain_2026.jpg 531w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_prouvost_the_breast_wishing_fountain_2026-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 531px) 100vw, 531px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>»Der Brust wünschende Brunnen aus Großmutters Labor« </strong>in der Rotunde der Kunsthalle bildet den Abschluss des Münz-Skulpturen-Rundgangs. | »The Breast Wishing Fountain From Grandma’s Lab«, Laure Prouvost; 2026, Beton, Terrazzo, Muranoglas,  150 x 150 x 230 cm; Dauerleihgabe der Dr. Heinz H. O. Schröder Stiftung, erworben 2026. © Courtesy of the Artist and Gallery carlier | gebauer / VG Bild-Kunst; © Hamburger Kunsthalle / bpk. Foto: Christoph Irrgang</em></figcaption></figure>



<p></p>
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			</item>
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		<title>»Zeitgenössische Kunst sichtbar machen!«</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/zeitgenoessische-kunst-sichtbar-machen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zeitgenoessische-kunst-sichtbar-machen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausstellung. Das Westfield Hamburg-Überseequartier präsentiert zusammen mit der AffenfaustGalerie die Kunstinstallation »Aquarell« von Tomislav Topić Diverse Farbflächen hängen in Pastell unter der Decke. Sie fließen, sie verändern sich mit jedem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Ausstellung. Das <a href="https://www.westfield.com/de/germany/hamburg">Westfield Hamburg-Überseequartier</a> präsentiert zusammen mit der Affenfaust<br>Galerie die <a href="https://www.westfield.com/de/germany/hamburg/news/eine-kunstinstallation-fur-das-westfield-hamburg-uberseequartier/136206">Kunstinstallation »Aquarell«</a> von Tomislav Topić</em></strong></p>



<p><strong>Diverse Farbflächen hängen in Pastell unter der Decke.</strong> Sie fließen, sie verändern sich mit jedem Schritt. Im <strong>Westfield Hamburg-Überseequartier </strong>ist seit dem 22. April die Installation <strong><em>„Aquarell“</em></strong> des Berliner Künstlers <strong>Tomislav Topić</strong> zu sehen. Es ist die erste großformatige Arbeit dieser Art seit der Eröffnung des Westfield-Quartiers im Frühjahr 2025. Das Werk befindet sich im sogenannten <em>Premium Loop</em>, direkt vor Breuninger. Es wirkt leicht, fast schwebend. Gleichzeitig greift es in die Architektur ein. Linien, Flächen und transparente Farbschichten überlagern sich. Je nach Blickwinkel entsteht ein anderes Bild. Wer stehen bleibt, sieht andere Übergänge als jemand, der zügig vorbeigeht. Das Werk reagiert auf Bewegung, Licht und Perspektive. <br><em>Foto oben: <strong>Westfield-Überseequartier-Künstler Tomislav Topić: </strong>„Ich sehe meine Arbeiten nicht als Objekte, sondern als Situationen. Farbe bekommt einen Raum, in dem sie reagieren kann – auf Licht, auf Bewegung, auf Architektur.“ URW</em></p>



<p><em>Topić </em>arbeitet abstrakt. Er verzichtet bewusst auf konkrete Motive. Ihn interessiert, wie Farbe im Raum funktioniert. „Ich sehe meine Arbeiten nicht als Objekte, sondern als Situationen“, sagt er. „Farbe bekommt einen Raum, in dem sie reagieren kann – auf Licht, auf Bewegung, auf Architektur. Gerade in öffentlichen Räumen entsteht dadurch etwas Lebendiges, das sich ständig verändert und nie ganz greifbar ist.“ Er arbeitet bewusst im öffentlichen Raum, an Orten, an denen Menschen nicht mit Kunst rechnen. „Das ist ja das Spannende dabei, dass man, ohne in eine Galerie oder ein Museum zu gehen, Kunst entdecken kann“, sagt <em>Topić.</em> Seine Installationen entstehen analog, oft von Hand bemalt und auf speziellen Gitterstrukturen aufgebaut. Daraus ergibt sich ein visueller Effekt. „So entsteht ein Moiré-Effekt. Dieser führt dazu, dass ein analoger Körper fast digital erscheint, fast wie ein ­Hologramm.“</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-85ee60863452c875263cdf21f555652f"><strong><em>»In erster Linie sind wir ein Quartier und keine klassische ­Shoppingmall. Es geht uns darum, besondere Erlebnisse zu schaffen. Kunst im Alltag ­erlebbar zu machen, frei zugänglich und ohne Hürden, ist uns wichtig.«</em><br>Karen Mester-Lichtsinn, Senior Marketing Manager Westfield Hamburg-Überseequartier</strong></p>



<p>Genau das passiert im Überseequartier. Unter der Decke schimmert ein Körper, der sich nicht sofort einordnen lässt. Erst beim Gehen, beim Verweilen, beim Wechsel der Perspektive wird er lesbar. „Vielleicht lädt es dazu ein, kurz zu verweilen und sich von der Ästhetik mitreißen zu lassen“, sagt der Künstler.</p>



<p>Die Situation ist bewusst gewählt. Viele Besucher kommen zum Einkaufen. Kunst steht nicht im Vordergrund. Für <em>Topić </em>liegt darin ein Reiz. „Es ist immer spannend zu sehen, ob Menschen das überhaupt wahrnehmen, wie sie es wahrnehmen und ob sie sich Zeit nehmen“, sagt er. Der Kontrast ist durchaus gewollt. „Vielleicht ist dieser Gegensatz gar nicht so schlecht, dass Menschen zum materiellen Konsum kommen, aber ein Gefühl entsteht, das eher emotional wirkt.“</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="408" height="611" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Westfield_Hamburg-Ueberseequartier_07_Aquarell_Tomislav_Topic_DSC05934.jpg" alt="" class="wp-image-2340572" style="width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Westfield_Hamburg-Ueberseequartier_07_Aquarell_Tomislav_Topic_DSC05934.jpg 408w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Westfield_Hamburg-Ueberseequartier_07_Aquarell_Tomislav_Topic_DSC05934-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 408px) 100vw, 408px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Künstler Tomislav Topić </strong>zum Ausstellungsumfeld Shopping-Quartier: „Es ist immer Spannend zu sehen, ob Menschen das überhaupt wahrnehmen, wie sie es wahrnehmen und ob sie sich Zeit nehmen.“ © URW</em></figcaption></figure>



<p>Die Installation ist in Zusammenarbeit mit der <strong>Affenfaust Galerie</strong> entstanden. Die Galerie aus St. Pauli zählt seit Jahren zu den wichtigen Orten für zeitgenössische Kunst in Hamburg. Sie zeigt Malerei, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen und arbeitet regelmäßig im öffentlichen Raum. Schon während der Bauphase des Überseequartiers war sie beteiligt. 2022 entstand gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv <strong>Mentalgassi</strong> das Projekt <strong><em>„#unüberseebar“.</em></strong> Auf mehr als 385 Meter Bauzaun waren Porträts aus der Nachbarschaft zu sehen. Die Bilder veränderten sich beim Vorbeigehen. Es war die längste kuratierte Kunstinstallation Norddeutschlands.</p>



<p>Auch jetzt geht es um Bewegung und Wahrnehmung. <em>„Aquarell“ </em>knüpft daran an, wirkt aber offener. Die Arbeit hängt frei im Raum und ist nicht an Wände gebunden. Dadurch verändert sie sich ständig. Farben verschieben sich optisch, Linien scheinen zu wandern. Die Installation nutzt die Höhe des Raumes und macht sie erlebbar.</p>



<p>Für das Quartier ist Kunst kein Zusatz, sondern Konzept-Element. <strong><em>Karen Mester-­Lichtsinn,</em></strong>Senior Marketing Manager im Westfield Hamburg-Überseequartier, sagt: „In erster Linie sind wir ein Quartier und keine klassische Shoppingmall. Es geht uns darum, besondere Erlebnisse zu schaffen.“ Dazu gehören Events, Musik und Kunst. „Kunst im Alltag erlebbar zu machen, frei zugänglich und ohne Hürden, ist uns wichtig.“</p>



<p>Die Wirkung der Installation beschreibt sie konkret: „<em>,Aquarell‘</em> schafft neue Perspektiven für die Wegeführung in unserem Premium Loop und macht zeitgenössische Kunst sichtbar.“ Gleichzeitig gehe es um Verbindung. „So entstehen Erlebnisse, die Community, Stadt und Gäste zusammenbringen – auch über Stadtteilgrenzen hinweg, etwa durch die Zusammenarbeit mit der Affenfaust Galerie.“</p>



<p><em>Topić</em> selbst hebt den Ort hervor. Er hat weltweit gearbeitet, von Singapur bis Miami. Hamburg nimmt für ihn eine besondere Rolle ein. „Ich habe eine tiefe Verbindung zu dieser Stadt. Ich fühle mich hier besonders wohl“, sagt er. Auch das Quartier selbst habe ihn überzeugt. „Hier wurde sehr viel Wert auf Qualität gelegt. Das spürt man. Meine Arbeit wird hier wertgeschätzt.“</p>



<p>„Aquarell“ ist jederzeit zugänglich. Die Installation kostet die Besuchenden nichts. Sie verlangt nur Zeit und Aufmerksamkeit. Wer stehen bleibt, entdeckt Schichten. Wer weitergeht, nimmt Bewegung wahr. Das Werk verändert sich nicht wirklich, aber die Wahrnehmung tut es. Genau darin liegt seine Wirkung. <strong><em>Jimmy Blum</em></strong></p>



<p>INFOS unter: <strong><a href="https://www.westfield.com/de/germany/hamburg/news/eine-kunstinstallation-fur-das-westfield-hamburg-uberseequartier/136206">westfield.com/de/germany/hamburg</a></strong></p>



<p></p>
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		<title>Maritime Zeitreisen für Klein und Groß</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/maritime-zeitreisen-fuer-klein-und-gross/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=maritime-zeitreisen-fuer-klein-und-gross</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 08:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Kaispeicher B. Die wuselnden Dioramen des PLAYMOBIL-Künstlers Oliver Schaffer im Internationalen Maritimen Museum Hamburg sind ein Erlebnis für die ganze Familie „Mama, Papa, das da! Das will ich unbedingt haben!“ [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Kaispeicher B. Die wuselnden Dioramen des <a href="https://www.imm-hamburg.de/eroeffnung-der-sonderausstellung-maritime-geschichte-erleben-mit-playmobil/">PLAYMOBIL-Künstlers Oliver Schaffer </a>im <a href="https://www.imm-hamburg.de">Internationalen Maritimen Museum Hamburg</a> sind ein Erlebnis für die ganze Familie</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="721" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_PLaymobil_Poster_final_cIMMH-721x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2340565" style="aspect-ratio:0.7041140466413573;width:247px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_PLaymobil_Poster_final_cIMMH-721x1024.jpg 721w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_PLaymobil_Poster_final_cIMMH-211x300.jpg 211w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_PLaymobil_Poster_final_cIMMH-768x1090.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_PLaymobil_Poster_final_cIMMH.jpg 839w" sizes="(max-width: 721px) 100vw, 721px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Wikinger-Alarm im IMMH!</strong> Die Ausstellung ist eine Zeitreise durch vergangene Epochen – erzählt mit PLAYMOBIL-Figuren. </em><br><em>© Oliver Schaffer</em></figcaption></figure>



<p><strong>„Mama, Papa, das da! Das will ich unbedingt haben!“</strong> Energisch schnellt der Zeigefinger, begleitet von großen Kinderaugen, in Richtung des legendären ­<strong>PLAYMOBIL</strong>-Piratenschiffs. Diese Szene mag, so oder so ähnlich, vielen bekannt vorkommen, denn seit Generationen rangiert der Spielzeugklassiker auf vielen Wunschzetteln weit oben. Fans der Figuren – und das sind beileibe nicht nur Kinder – kommen in der neuen Sonderausstellung des ­<em>Internationalen ­Maritimen Museums Hamburg (IMMH)</em> ab 8. Mai 2026 auf ihre Kosten. Ihr Titel ist selbsterklärend: ­<strong>„Maritime Geschichte erleben mit PLAYMOBIL“.</strong><br><em>Foto oben: <strong>Keine Luxuskreuzfahrt: </strong>Eine römische Galeere sticht in See. © Oliver Schaffer</em></p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-f67f7f375776e6f8ff73a837ab65dc58"><strong><em>Historische Szenen und aktuelle Bezüge</em></strong></p>



<p>Die Ausstellung nimmt die Besucher:innen mit auf eine Zeitreise durch historische Welten und vergangene Epochen. Zehn Schaulandschaften, die vom renommierten PLAYMOBIL-Diorama-Artist <strong>Oliver Schaffer</strong> eigens für die Ausstellung kreiert wurden, zeigen unter anderem frühe Segler aus dem alten Ägypten, römische Galeeren und natürlich auch die obligatorischen Piraten. Der Themenreigen schlägt auch den Bogen in die Moderne mit der Industrialisierung bis hin zur heutigen Containerschifffahrt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="726" height="726" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil1_cOliver-Schaffer.jpg" alt="" class="wp-image-2340566" style="width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil1_cOliver-Schaffer.jpg 726w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil1_cOliver-Schaffer-300x300.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil1_cOliver-Schaffer-150x150.jpg 150w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil1_cOliver-Schaffer-650x650.jpg 650w" sizes="(max-width: 726px) 100vw, 726px" /><figcaption class="wp-element-caption">Trotz historischem Schwerpunkt: Die moderne Frachtschifffahrt bleibt nicht außen vor. © Oliver Schaffer</figcaption></figure>



<p>„Maritime Geschichte ist etwas unglaublich Faszinierendes, und mit PLAYMOBIL kann ich sie so erzählen, dass sie jeder versteht – Kinder genauso wie Erwachsene“, so der in Hamburg lebende Künstler. Bei der Ausarbeitung der Dioramen stimmte er sich eng mit dem Team des Museums ab. IMMH-Wissenschaftler Jan-Malte Döring-Quaas: „Mit dieser besonderen Ausstellung wollen wir spielerisch aufzeigen, dass das Meer die Menschen nicht trennt, sondern verbindet – durch den Austausch von Waren und Wissen.“ Für den gelungenen Wissenstransfer im IMMH sorgen an jedem Diorama Hörstationen mit kindgerechten Erklärtexten. Erzählerisch miteinander verwoben werden die Statio-<br>nen von den PLAYMOBIL-Figuren Klara und Klaas, die sich mit ihrem Onkel Friedolin auf die Reise durch die Jahrhunderte machen.&nbsp;</p>



<p>Neben historischen Szenen greifen die Dioramen auch aktuelle wissenschaftliche Themen aus der Meeresforschung auf, wie etwa die Erforschung der Arktis oder der Tiefsee.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-f497ea7984f27b322fee7005bff40319"><strong><em>Nicht nur staunen, spielen!</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil4_cOliver-Schaffer.JPG-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-2340568" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil4_cOliver-Schaffer.JPG-1024x682.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil4_cOliver-Schaffer.JPG-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil4_cOliver-Schaffer.JPG-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil4_cOliver-Schaffer.JPG-1536x1024.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Playmobil4_cOliver-Schaffer.JPG.jpg 1613w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Oliver Schaffer über das Gestaltungs­motto seiner Dioramen: </strong>„Warum klein denken, wenn man auch groß ­träumen kann?“ <br>© Oliver Schaffer</em></figcaption></figure>



<p>Ist die Abenteuerlust erst einmal geweckt, darf in der Ausstellung auch angepackt werden. Vier Spieltische laden die Kids zum Bauen und Spielen mit PLAYMOBIL-Figuren ein. Aber es geht noch weiter: In der Zeitreise-Werkstatt können Kinder der Erfinder-Figur Friedolin nacheifern und munter draufloswerkeln, um ihren persönlichen „Zeitreisepass“ zu erstellen. Dass die kunterbunte Ausstellung nicht nur Kinderherzen entern dürfte, liegt auf der Hand<em>.</em> <strong><em>Kai Winn</em></strong></p>



<p><strong>Info</strong> <br><strong>PLAYMOBIL-Figuren entern das IMMH</strong> <br>Die Sonderausstellung <strong><a href="https://www.imm-hamburg.de/eroeffnung-der-sonderausstellung-maritime-geschichte-erleben-mit-playmobil/">„Maritime Geschichte erleben mit PLAYMOBIL“</a></strong> lädt vom 8. Mai bis zum 8. November 2026 große und kleine Besucher zum Staunen ein (täglich 10–18 Uhr). Achtung: Die Ausstellungseröffnung findet am Do., 7. Mai, um 15 Uhr statt – bei freiem Eintritt ab 14 Uhr! <strong><a href="https://www.imm-hamburg.de">imm-hamburg.de</a></strong></p>
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			</item>
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		<title>»Wir sollten mehr Demokratie wagen!«</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/wir-sollten-mehr-demokratie-wagen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wir-sollten-mehr-demokratie-wagen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Jubiläum. Nach 100 Kolumnen »Literatur zur Lage« haben wir mit HCZ-Autor Jan Ehlert über Weltliteratur, das Schreiben, die HafenCity, gute Laune und das Weltgeschehen gesprochen Wissen Sie was, heute verraten [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Jubiläum. Nach 100 Kolumnen »Literatur zur Lage« haben wir mit HCZ-Autor Jan Ehlert über Weltliteratur, das Schreiben, die HafenCity, gute Laune und das Weltgeschehen gesprochen</em></strong></p>



<p><strong>Wissen Sie was,</strong> heute verraten wir Ih­nen mal Geheimnisse der <em>HafenCity Zeitung (HCZ)</em> und lassen Sie in die Gedankenwelten unseres Autors und Kolumnisten <strong><em>Jan Ehlert </em></strong>schauen. Denn der Journalist und Moderator verdelt Monat für Monat unsere gedruckte Zeitung und unsere Website mit seiner wunderbaren Kolumne <strong><em>„Literatur zur Lage“.</em></strong> Und das nun seit über acht Jahren und in der April-Ausgabe mit seiner <strong>100. Kolumne</strong> <em>(Seite 2).</em> Lesen Sie mal, warum für <em>Jan ­Ehlert</em> Weltliteratur die Empathie fördert und der NDR-Podcast <strong><em><a href="https://www.ndr.de/kultur/buch/Podcast-eatREADsleep-Buecher-fuer-dich,podcasteatreadsleep100.html">„eat.READ.sleep“,</a></em></strong> der zu den beliebtesten literarischen Podcasts gehört, auf gute Laune setzt. Ihnen viel Spaß! Und wir bedanken uns bei <em>Jan Ehlert</em> für die treue und verlässliche Anregung, immer wieder über uns und das Weltgeschehen im Kleinen vor Ort nachzudenken und für uns und vor allem für Sie, die Leser:innen, zu schreiben.&nbsp;<br><em>Foto oben: <strong>Jan Ehlert zum Krimi „Tod in der HafenCity“: </strong>„Mir hat besonders gefallen, dass Toni Fabrizi nicht nur<br>diese Disziplin aufgebracht hat, nach Club-20457-Nachtschichten und an den wenigen freien Tagen seinen Krimi zu schreiben, sondern auch seine Figuren aus dem wahren Leben nie verraten hat.“ © Agnes Fitek</em><br><em>Hier finden Sie die <strong>100. Kolumne „Literatur zur Lage«</strong> unter: bbb</em></p>



<p><strong>Herr Ehlert, nach über acht Jahren veröffentlichen wir in der April-Ausgabe 2026 der <em>HafenCity Zeitung </em>wie immer auf Seite zwei Ihre inzwischen 100. Kolumne „Literatur zur Lage“. Was empfinden Sie bei diesem Jubiläum?&nbsp;</strong>Ich bin ein bisschen überrascht und auch ein wenig stolz, dass es jetzt schon eine kleine Tradition geworden ist. Als wir damals 2018 damit anfingen, hätte ich nicht gedacht, dass mir so viel einfallen würde und es auch ein Publikum dafür gibt, das regelmäßig auf diese Art etwas über Literatur erfahren möchte. Leider hat sich die Weltlage seit 2018 nicht so positiv entwickelt, wie ich es gehofft hatte. Umso dringender ist es, dass wir mit dem von uns für diese Kolumne gewählten Blick, mit der Literatur, auf die Weltlage schauen. Dieser kann dabei helfen, uns andere und neue Perspektiven zu eröffnen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-2340289" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-1024x681.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-768x511.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-1536x1022.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399.jpg 1814w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>HCZ-Kolumnist Jan Ehlert </strong>brachte zum Fototermin auf der Pontonbrücke im Sandtorhafen unterhalb der Elbphilharmonie den ersten Band der Sammlung »Weltliteratur – 58 ausgewählte Verführungen« von Autor und NDR-Redakteur Hanjo Kesting mit: „Er war für meinen persönlichen Werdegang wichtig. Es ist meine Hommage an einen Menschen, der mir ­gezeigt hat, dass man mit Weltliteratur auf unsere jetzige Zeit blicken und Menschen damit begeistern und auch ein bisschen klüger und empathischer machen kann.“ © Agnes Fitek</em></figcaption></figure>



<p><strong>Was ist die Grundidee Ihres journalistisch-literarischen Blicks auf Klassiker und aktuelle Bücher sowie deren Korrespondenzen zu gesellschaftspolitischen Ereignissen in Deutschland und zum Weltgeschehen?&nbsp;</strong>Dass es seit Jahrhunderten viel klügere Menschen als Sie und mich gibt, die sich Gedanken darüber gemacht haben, wie man denn mit den Problemen in der Welt und im Umgang mit anderen Menschen am besten verfahren sollte. Und auch: was es für Lösungen gibt. Die Schriftsteller:innen haben das in ihre Essays, Gedichte, Kurzgeschichten und Romane einfließen lassen. Mein Grundgedanke war zu Beginn, dass wir zurückschauen, wie denn Menschen vor uns zum Beispiel mit dem Aufstieg von Autokraten umgegangen sind. Das war seinerzeit eine Veranstaltung, die ich unter dem Titel „Literatur zur Lage“ erstmals 2017 mit der Zeit Stiftung Bucerius gemacht habe. Donald Trump war zum ersten Mal zum US-Präsidenten gewählt worden, und wir sahen damals zugleich, dass auch in Europa autokratische Stimmen immer lauter wurden.&nbsp;<br><br>Und der Zeit Stiftung und mir war bewusst, dass das nicht zum ersten Mal passiert in der Geschichte. Der US-amerikanische Schriftsteller Sinclair Lewis, Literaturnobelpreisträger von 1930, hat damals schon darauf reagiert und in seinem Roman „Das ist bei uns nicht möglich“ dazu geschrieben; auch der britische Dichter und Schriftsteller William Shakespeare hat autokratisches Verhalten wahrgenommen und es in seinen Stücken und Texten verarbeitet, besonders in den Königsdramen. Der Gedanke für die Kolumne „Literatur zur Lage“ war: Vielleicht finden wir in den literarischen Werken der Welt Lösungsansätze und neue Gedanken, wie man auf solche Entwicklungen reagieren kann und ihnen nicht nur hilflos gegenübersteht. Dabei geht es nie darum, Dinge zu bewerten, sondern neue Perspektiven anzubieten. Es gibt halt immer mehr als den eigenen Blick aufs Thema, den man selbst gerade hat. Salopp gesagt: „Schaut mal hier oder lest mal dort“, um neue Türen zu öffnen. Das gab dann 2018 den Anstoß dazu, es zu versuchen, diese Idee monatlich in eine Kolumne zu gießen.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-1ef5bbecd779c351e8647509b44aac4b"><strong><em>»Es gibt halt immer mehr als den eigenen Blick aufs Thema,&nbsp;den man selbst&nbsp;gerade hat. Salopp&nbsp;gesagt: ›Schaut mal hier oder lest mal dort‹, um neue Türen zu öffnen.«&nbsp;</em></strong><br><strong>Jan Ehlert über Weltliteratur</strong></p>



<p><strong>Kennen Sie als Kolumnist die berühmte Angst des Autors und des Journalisten vor dem leeren weißen Blatt Papier?&nbsp;</strong>Ja, natürlich kenne ich die. Sie wissen, wie oft Sie mir manchmal sagen müssen: „Es drängt jetzt wirklich, wann kommt denn der Text?“ Und mir fiel bis dahin nichts Überzeugendes ein. Es gibt selbstverständlich Ereignisse, die sich aufdrängen, wie zum Beispiel der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, als uns beiden sofort klar war, dass das eine Lage ist, auf die wir eingehen müssen und wollen. Zum Glück gibt’s jedoch auch viele Monate, wo nichts wirklich Weltbewegendes oder Schlimmes, Gutes und Wichtiges passiert. Dann trotzdem einen Ansatz für die Idee zur Kolumne zu finden, ist nicht immer einfach. Und da entwickelt sich schon die Sorge vor dem leeren Blatt, und man startet drei- oder viermal neu, bis die richtige Idee zündet. Dabei hilft auch Disziplin, den Text abzugeben, auch wenn bei 100 Kolumnen sicher auch welche dabei waren, die mal weniger gelungen waren.&nbsp;</p>



<p><strong>Was machen Sie, wenn Sie nicht sofort eine Idee für Ihre Kolumne haben?&nbsp;</strong>Indem ich an die Gedanken anknüpfe, die ich beim Lesen von Büchern mit Hamburg-Bezug hatte, gerne auch Bücher junger Autorinnen und Autoren, oder auch von Klassikern, die ich gelesen oder aus einem bestimmten Anlass wiedergelesen habe. Zum Beispiel an „König Lear“ und die Figur des bis zum tragischen Ende unerschütterlich treuen Dieners Graf von Kent, der sinngemäß sagt: „In dem Moment, wo wir anfangen, den Mächtigen zu schmeicheln und nicht mehr Widerrede zu geben, sind wir verloren.“ Da denke ich schon beim Lesen des viel schöneren Originaltextes von Shakespeare: „Damit kannst du mal was machen.“ Das Eingangstor zur Kolumne „Literatur zur Lage“ sind bei weniger überzeugenden Gedanken von mir also immer wieder Bücher, deren Ideen ich dann ausweite.&nbsp;</p>



<p><strong>Häufig erlebt man als Leser:in Ihrer Kolumne, dass seit vielen 100 Jahren die Schriftsteller:innen in ihren Werken häufig Ereignisse, ob persönliche Dramen oder gesellschaftspolitische Konstellationen, schon einmal verarbeitet oder antizipiert haben. Ist das Leben denn eine einzige Folge von Wiederholungen? Lernen wir nichts aus der (Kultur-)Geschichte?&nbsp;</strong>Doch. Das Schöne ist, dass wir schon viel gelernt haben. Glücklicherweise leben wir aktuell trotz aller Kriege und Krisen immer noch mit in den friedlichsten Zeiten, die es weltgeschichtlich je gegeben hat. Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir uns ganz neue Fragen des Minderheitenschutzes und des Zusammenlebens stellen, die über Jahrhunderte hinweg keine Rolle spielten. Und wir lernen auch ständig weiter dank der Literatur, die immer auch Minderheiten eine Stimme gegeben hat und uns dadurch immer wieder ein Fenster zur Empathie öffnet, wir können uns durch die Literatur immer wieder in neue, andere Lebensentwürfe hineinversetzen. Trotzdem, ja, stehen wir als Menschen immer wieder vor ähnlichen oder gleichen Lebensfragen: Wie entscheide und verhalte ich mich? Werde ich von anderen Menschen gemocht? Was will ich wie in Zukunft anders und besser machen? Oder wie schaffe ich es, für mich ein sozial erträgliches und finanziell abgesichertes Leben zu führen? Ähnliche Fragen stellen sich in unterschiedlichen Jahrhunderten und unterschiedlichen Kulturen immer wieder.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-408-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-2340292" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-408-1024x682.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-408-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-408-768x511.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-408-1536x1022.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-408.jpg 1779w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Jan Ehlert an seinem Lieblingsort Traditionsschiffhafen:</strong> „Wir lernen auch ständig weiter dank der Literatur, die immer auch Minderheiten eine Stimme gegeben hat und uns dadurch immer wieder ein Fenster zur Empathie öffnet. <br>Durch die Literatur können wir uns in neue und andere Lebensentwürfe hineinversetzen.“ © Agnes Fitek</em></figcaption></figure>



<p><strong>Oder wie gehe ich mit Eifersucht um?&nbsp;</strong>Auch das. Uns bewegen immer wieder urmenschliche Themen und Bedürfnisse und Fragen: Wie gehen wir damit um, dass Menschen an die Macht kommen, die vielleicht andere Vorstellungen davon haben, wie man Macht ausüben sollte, als wir? Deswegen sind Shakespeares Stücke mit ihren Macht- und Liebe-Themen, die er auf der Bühne verhandelt, immer wieder in unterschiedlichsten Inszenierungen und Interpretationen gut anzuschauen – wie zum Beispiel „Romeo und Julia“. Ich liebe jemanden, den oder die ich nicht lieben darf, doch die Liebe ist so groß, dass sie sich über alle Hindernisse hinwegsetzt. Das Gefühl kennen weltweit viele Menschen und können sich in die Lage der Figuren hineinversetzen.&nbsp;<br>Das Schöne an der Literatur ist für mich, dass wir mit jedem Buch neue Blicke auf dieses alte Thema kennenlernen, weil dieses Thema immer wieder neu erzählt wird. Insofern helfen Bücher dabei, dass wir etwas über die großen Fragen der Menschheit, noch mehr aber über uns Menschen lernen. Literatur bietet die einzigartige Möglichkeit, unseren Empathie-Muskel mit jeder weiteren Seite zu stärken. Das braucht unsere Gesellschaft unbedingt.&nbsp;</p>



<p><strong>In Ihrem erfolgreichen literarischen Podcast „eat.READ.sleep“, den Sie als Host gestalten, zeigen Sie sich und Ihre Kollegen locker vom Hocker und sind fast immer guter Laune. Sind Sie ein lesender Romantiker, für den das Glas immer halb voll ist?&nbsp;</strong>Natürlich wäre ich gerne Romantiker. Es hilft ja auch nichts, das Glas immer nur halb leer zu sehen. Bei allen Sorgen, die sich die Menschen zu Recht machen, geht es uns gesamtgesellschaftlich noch sehr gut, und es gibt viele großartige Bücher, die sich mit großartigen Themen beschäftigen. Warum soll ich darüber nicht Freude empfinden? Wenn man immer nur Sorgen mit sich herumschleppt, muss man ja verzweifeln. In der Tat versuchen wir mit unserem Podcast „eat.READ.sleep“ gute Laune zu verbreiten, denn wir wollen doch zum Lesen animieren! Das gelingt besser mit guter Laune und Leichtigkeit, auch wenn wir im Podcast natürlich auch über sehr ernste Themen reden. Ernste Themen werden nicht dadurch weniger wichtig, wenn man sie mit einer gewissen Leichtigkeit angeht.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-0247a67b800fd0c292b13193e34364a3"><strong><em>»Man muss&nbsp;Konzentration und ganze Nachmittage aufbringen, um sich in die ›Buddenbrooks‹-Welten hineinzufühlen und hineinzudenken. Die Klick-Kultur&nbsp;könnte dafür sorgen, dass wir die Fähigkeit verlieren, uns auf bestimmte Medien&nbsp;intensiv einzulassen.«<br></em>Jan Ehlert</strong></p>



<p><strong>Leider noch was Ernstes: Wohin entwickelt sich die deutsche Gesellschaft und somit auch Hamburg und die HafenCity, wenn fast alle politischen Akteure und gesellschaftlichen Kräfte die militärische Aufrüstung und Wehrhaftigkeit von Deutschland und propagieren, die AfD demnächst offenbar im Osten regieren wird und zugleich viele Hundert Schüler:innen gegen den Zwangseinzug zur Bundeswehr demonstrieren?&nbsp;</strong>Ich denke, dass wir in Deutschland zu schnell in „ihr seid links oder rechts, ihr seid dafür oder dagegen“ einteilen, statt mit Menschen, die andere Ansichten als wir selbst haben, erst einmal ins Gespräch zu kommen und zuzuhören und Fragen zu stellen: Warum seid ihr so emotional und konfrontativ? Warum denkt ihr das, was ihr denkt? Am Ende ist Demokratie im Idealfall der Konsens, den diejenigen mit den besten Argumenten bestimmen und der die meisten Menschen überzeugt – und sie müssen zulassen, dass die anderen ihre Meinung sagen und ihre Haltung zeigen dürfen. Wir blenden zu oft diejenigen Stimmen aus, die Zweifel anmelden und andere Wege für richtig halten. Wir sollten mehr Demokratie wagen, dann brauchen wir uns auch um die Demokratie keine Sorgen machen. &nbsp;</p>



<p><strong>Zurück zu Literatur und Leichtigkeit. In „eat.READ.sleep“ haben Sie bekannt, dass Sie Bücher wie „Gelb, auch ein schöner Gedanke“ oder „Zweckfreie Kuchenanwendungen“ nur aufgrund des Titels lesen, weil Sie wissen möchten, was sich hinter den Verlockungen des Buchtitels verbirgt. Sind Sie Abenteurer oder Buchkritiker?&nbsp;</strong>Zum Glück sind das nicht die einzigen Bücher, die ich lese <em>(lächelt vielsagend; Anm. d. Red.), </em>sondern Bücher, bei denen mich zunächst nur die Titel ansprechen. Ich mag kreative Titel wie „Zweckfreie Kuchenanwendungen“, bei denen ich nicht so genau weiß, wohin sie mich führen werden. Abenteuerlust gehört zu meinem Beruf dazu, immer wieder Neues zu entdecken auch in Genres, die nicht mein Kerngeschäft sind, wie Fantasy oder Romantasy und Heated Rivalry <em>(Liebesgeschichten mit Magie und leidenschaftliche Rivalität; Anm. d. Red.).</em></p>



<p>Das gehört für mich als Literatur- und Buchkritiker dazu, kennenzulernen, was sich dahinter verbirgt und durch das Lesen angesagte Trends nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern sie auch inhaltlich beurteilen zu können. Ich bin oft überrascht, was für eine gute Qualität sich in solchen Genres verbirgt, die ich sonst nicht gelesen hätte.&nbsp;</p>



<p><strong>Wie viele Bücher lesen Sie pro Woche?&nbsp;</strong>Ich lese immer gleichzeitig viele Bücher, wobei ich für ein Buch mit tausend Seiten natürlich ein wenig länger brauche als für eins mit hundert Seiten. Ich lese mindestens so um die 150 bis 200 Seiten pro Tag.&nbsp; &nbsp;</p>



<p><strong>Wie hoch ist die literarische Trefferquote?&nbsp;</strong>Alles in allem erfreulich hoch. Natürlich gibt es immer wieder Phasen, in denen ich viele Bücher anlese und feststelle: Irgendwie ist nichts dabei. Und dann gibt es wieder Monate, da kann ich mich nicht entscheiden, weil es so viele tolle Bücher gibt, auch von jungen, noch unbekannten Autor:innen. Zum Beispiel das Buch „Gelb, auch ein schöner Gedanke“ von Nefeli Kavouras. Sie schreibt in einer poetischen Sprache darüber, wie das Sterben unser aller Leben verändert. So lange wir solche jungen Stimmen von Schriftsteller:innen haben, mache ich mir um die deutschsprachige Literatur keine Sorgen.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-d8f61c20a39a213ef90852925606cacb"><strong>VITA. Jan Ehlert </strong><em>schreibt seit 2018 jeden Monat für die HafenCity Zeitung (HCZ) die Kolumne <strong>„Literatur zur Lage“</strong> und feiert in der April-HCZ ein Jubiläum mit seiner <strong>100. Kolumne.</strong> Für den 46-jährigen Reporter und Moderator bestimmen Bücher und Kultur sein (Berufs-)Leben und seine Leidenschaft. Jan Ehlert ist seit 2021 Abteilungsleiter Kulturportal im Norddeutschen Rundfunk (NDR). Ferner bestreitet er als Host zusammen mit Katharina Mahrenholtz und Daniel Kaiser seit 2020 mit über 160 Folgen den erfolgreichen Podcast <strong>„eat.READ.sleep“,</strong> in dem die drei Journalisten und Buchkritiker alle 14 Tage Lieblingsbücher, Neuerscheinungen und Bestseller vor­stellen, Tipps und Orientierung geben und ferner „Interviews mit ­Büchermenschen, Fun-Facts und eine literarische Vorspeise“ servieren. „eat.READ.sleep“ gehört mit seiner lässigen Tonlage und literarischen Sachkenntnis zu den beliebtesten Literatur-Podcasts in Deutschland. <br>2005 beendete Jan Ehlert sein Studium als Magister Artium der Film- und Fernsehwissenschaft sowie der Publizistik an der Ruhr-Universität Bochum. Anschließend kehrte der gebürtige Schleswig-Holsteiner aus Bad Oldesloe wieder in den Norden zurück, um sein Volontariat beim NDR anzutreten. Dort entdeckte er schnell seine Liebe zum Radio. Seit 2008 arbeitet er für NDR Kultur als Reporter und Moderator, hauptsächlich zu Themen aus der Literatur und der Kulturpolitik. Für seine journalistische Arbeit wurde er 2012 mit dem Medienpreis der Kinderhospizstiftung ausgezeichnet. Er war von 2014 bis 2017 für die Vernetzung von Kulturthemen im Internet auf den Seiten von ndr.de zuständig. Von 2017 bis 2021 war er Redakteur für die Themen „Religion und Gesellschaft“. Jan Ehlert lebt mit seinem Ehemann in Hannover, wohnte lange in der HafenCity und pendelt aktuell zwischen den NDR-Funkhäusern Hamburg und Hannover.</em></p>



<p><strong>Was ist Ihr jüngstes Lieblingsbuch und warum?&nbsp;</strong>„Die Wut ist ein heller Stern“ von Anja Kampmann liegt mir gerade sehr am Herzen. Ein Buch, in dem sie zurückreist in die 30er-Jahre in Hamburg und am Beispiel einer Artistin erzählt, wie langsam aus dem Blick aus der Zirkuskuppel der Blick auf eine finanziell nicht abgesicherte junge Frau wird, deren Verhältnisse sich in Deutschland Schritt für Schritt verschieben. Es gibt da nicht den einen großen Knall, sondern es sind ganz leise, vorsichtige Verschiebungen, weil Menschen wegschauen, weil Menschen plötzlich nicht mehr füreinander da sind. Das Buch sagt viel darüber aus, wie am Ende demokratiefeindliche Systeme an die Macht kommen können: In dem Augenblick, wo wir selbst alle anfangen zu vergessen, dass wir eine Verantwortung auch für unsere Mitmenschen haben und für sie da sein müssen.&nbsp; &nbsp;</p>



<p><strong>Was muss ein Buch generell leisten, damit Sie dabeibleiben und es bis zum Schluss lesen?&nbsp;</strong>Mir ist Sprache unglaublich wichtig. Man muss merken, dass eine Autorin oder ein Autor ein Gespür für das richtige Wort hat, neue Wörter erfindet und die Sprache ein Abenteuer ermöglicht, weil sie mich überrascht und ich es so nicht schon zwei- oder dreihundertmal gelesen habe. Darüber hinaus wünsche ich mir, dass die Literatur mich mit menschlichen Fragen konfrontiert, die ich mir noch nicht gestellt habe. Ich möchte eine Entwicklung von Figuren im Buch erleben, in die Köpfe anderer Menschen eintauchen, in ihren Welten leben und an ihren Problemen, Herausforderungen, Zielen und Träumen teilhaben. Wenn das gelingt, bleibe ich gerne bis zum Ende dabei. &nbsp;</p>



<p><strong>Sie interviewen und porträtieren Literaturnobelpreisträger und Bestsellerautoren. Was unterscheidet erfolgreiche Schriftsteller:innen von Tausenden von Buchautoren, die im Selbstverlag bei Amazon veröffentlichen und es nie in ein Verlagsprogramm oder auf die „Spiegel“-Bestsellerliste schaffen?&nbsp;</strong>Alle, die einen Roman oder ein Sachbuch beenden, haben meine volle Hochachtung, denn das ist ein anstrengender Prozess. Und sich mit den Themen und Figuren auseinanderzusetzen und die Disziplin aufzubringen, es bis zum Ende auch schreiben zu wollen, ist großartig und verdient allergrößten Respekt. Doch dann beginnt erst die eigentliche Arbeit am Manuskript, die Offenheit, das eigene Buch, das noch nicht perfekt ist, besser zu machen. Das ist die Hauptarbeit, die Lektorinnen und Lektoren von Verlagen leisten.&nbsp;<br>Selbst große Schriftsteller:innen mussten oft Ablehnungen ihrer Werke hinnehmen. Wirklich gute Schreibende nehmen sich das zu Herzen und schreiben ihr Buch teilweise um. Der russische Schriftsteller Nikolai Wassiljewitsch Gogol <em>(1809–1852; Anm. d. Red.) </em>hat seine Romane und Dramen bis zu siebenmal jeweils mit der Hand neu geschrieben, ehe er sie zur Veröffentlichung freigab. Das hervorragende Buch „Die Geschichten in uns“ von Benedict Wells handelt davon, wie lange es dauert, nicht aufzugeben, in einem richtigen Verlag unterzukommen, und von der Überzeugung, dass das eigene Schreiben mit jedem Schreiben immer besser wird. Dieser Wille, selbst immer besser werden zu wollen, bestimmt das Handwerk des Schreibens. Und wirklich gute Autorinnen und Autoren wissen das auch.&nbsp;</p>



<p><strong>Wie beurteilen Sie, dass die Generation Z wie auch die Mehrheit der Gesellschaft Texte nur noch digital als News-Häppchen oder Online-Storys scannt oder Podcasts konsumiert? Lesen im klassischen Sinn ist out, aber der Bücher­absatz steigt jedes Jahr. Wie erklären Sie diesen Widerspruch?&nbsp;</strong>Damit, dass Ihre erste These falsch ist. Lesen ist nicht out. Das zeigt der Bücherabsatz, und das zeigen die langen Schlangen auf den Buchmessen, wo junge Menschen anstehen, um ein Autogramm ihrer Lieblingsautorin oder ihres Lieblingsautors zu bekommen. Weshalb auch die Buchreihe „Save“ der Hamburger Schriftstellerin Mona Kasten, die als „Maxton Hall“-Serie für Prime Video verfilmt wurde, so erfolgreich war. Im Gegenteil: Viele junge Menschen, die lesen, die sich Bücher kaufen, lassen sich mit ihnen vor Bücherregalen auf TikTok und Instagram abbilden. Nein, Lesen ist weiterhin im Trend, und vielleicht sind es eben die neuen Genres wie Romantasy oder Kastens Young-Adult-Bücher „Save“ und Plattformen wie BookTok auf TikTok. Ja, man liest weniger die Klassiker. Aber mal ehrlich, ich habe als Kind auch nicht Dostojewski gelesen. Dafür brauchte ich erst ein bisschen Lebenserfahrung und, ja, auch Muße.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-2340293" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-1024x681.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-768x511.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-1536x1022.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415.jpg 1733w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Jan Ehlert: „ Ich wünsche mir, </strong>dass die Literatur mich mit menschlichen Fragen konfrontiert, die ich mir noch nicht gestellt habe. Ich möchte eine Entwicklung von Figuren im Buch erleben, in die Köpfe anderer Menschen eintauchen, in ihren Welten leben und an ihren Problemen, Herausforderungen, Zielen und Träumen teilhaben. Wenn das gelingt, bleibe ich gerne bis zum Ende dabei. © Agnes Fitek</em></figcaption></figure>



<p><strong>Immersive Erlebnisshows wie „Gustav Klimt“ oder „Von Vermeer bis Van Gogh“ im digitalen Port des Lumières im Westfield-Center boomen. Ende 2026 kommt die global massenerfolgreiche Digitalschau der TeamLab-Künstler aus Tokio mit ihrer ersten Europa-Location, dem UBS Digital Art Museum, in den Baakenhafen. Tritt Erleben an die Stelle von Lesen und ­Virtual Reality an die Stelle von Kunstwerken im Original?&nbsp;</strong>Wie großartig, dass Gustav Klimt, Vermeer und Van Gogh auf diese Art vielen Menschen zugänglich gemacht werden, die sonst eventuell nie einen Bezug zu ihnen bekommen hätten und es sich eben nicht leisten können, nach Wien, Paris oder Amsterdam zu reisen und sich dort die Werke im Original anzuschauen. Warum sollte Kultur nicht auch die neuen digitalen Möglichkeiten umarmen und sich mit ihnen auseinandersetzen und die Möglichkeiten ausnutzen, die es dafür gibt? Als um 1450 Johannes Gutenberg den Buchdruck eingeführt hat, prophezeiten alle den „Untergang des Abendlandes“, weil nicht mehr handschriftlich geschrieben, sondern plötzlich in Massenauflagen gedruckt wurde. Und was ist passiert? Jenseits von mittelalterlichen Zirkeln von Eingeweihten konnten später weltweit viele Millionen von Menschen lesen. So wie heute zum Beispiel durch das Internet alle Werke von Goethe, Schiller oder Shakespeare auf projekt-gutenberg.org mit einem Klick zugänglich sind. Was für ein Geschenk!&nbsp;<br>Nur weil es neue Techniken und Rezeptionen gibt, verschwindet nicht das gute Alte, es wird nur in neue Formen integriert. Ich mache mir eher Sorgen darüber, dass etwas so Wichtiges wie Zeit, die Muße, verloren zu gehen scheint. Zeit, in irgendeine Kulturform, zum Beispiel Bücher, einzutauchen. Denn ein Buch wie die „Buddenbrooks“ von Thomas Mann braucht Zeit. Da kann man nicht mal eben durchscannen, um den Kosmos der Lübecker Unternehmerfamilie, seiner komplexen Figuren und den zeitgeschichtlichen Bezug zu begreifen. Man muss Konzentration und ganze Nachmittage aufbringen, um sich in die „Buddenbrooks“-Welt hineinzufühlen und hineinzudenken. Die Klick-Kultur könnte dafür sorgen, dass wir die Fähigkeit verlieren, uns auf bestimmte Medien intensiv einzulassen.&nbsp;</p>



<p><strong>Sie haben lange in der HafenCity gelebt. Es sollen offenbar 2034 eine begehbare begrünte Kühne-Oper als Hamburgische Staatsoper auf das Baakenhöft kommen und das Naturkundemuseum „Evolutioneum“ in den noch fertig zu bauenden Elbtower. Wie finden Sie diese Kultur-Leuchtturmprojekte?&nbsp;</strong>Ich finde es großartig, dass wir über Kulturprojekte sprechen, die kommen sollen. Dass spannende neue Kulturorte und Leichtturmprojekte in der HafenCity wie offenbar die Kühne-Oper entstehen werden, bringt Menschen in den Stadtteil, die sich sonst für das Quartier nicht interessieren würden – und sie stoßen lebendige Debatten im Stadtteil an. Sie sehen doch an der Elbphilharmonie, so umstritten sie anfangs war, wie sie die HafenCity international sichtbar gemacht hat.&nbsp;</p>



<p><strong>Das stimmt einerseits. Andererseits monieren viele Bewohner:innen, Einzelhandel und Gastronomie, dass sie ein Ufo sei. Die Menschen kommen direkt in die Elbphilharmonie und verlassen sie direkt wieder, ohne sich im Quartier aufzuhalten und zu konsumieren. Das befürchten viele auch von der Kühne-Oper. Außer Verkehrs-, Lärm- und Schadstoffemissionen nix gewonnen für den Stadtteil?&nbsp;</strong>Vielleicht muss man dann auch entsprechende attraktive Angebote machen. Ich erinnere viele Abende in der Elbphilharmonie, wo wir nach 22 Uhr noch etwas trinken und essen wollten, aber es gab kein Angebot in der HafenCity, also sind wir woanders hingegangen in Hamburg. Dass die Elbphilharmonie-Besucher:innen nach einem Konzert den Abend in der HafenCity in einem Restaurant, Bistro oder einer Weinbar ausklingen lassen wollen, halte ich für sehr wahrscheinlich.&nbsp;</p>



<p><strong>Gibt es ein Lieblingslokal in der HafenCity?&nbsp;</strong>Es gab mein Lieblingslokal, den berühmten Club 20457, der jetzt leider seit Jahresbeginn geschlossen hat. Es war nicht nur ein Ort, an den man mit jeder und jedem hingehen konnte, sondern wo ich mich einfach gerne aufgehalten habe. Der Raum hat auf eine wunderbare Art Demokratie gelebt, weil man in diesem Raum schlicht sein durfte, egal, wer man war. Ob ich nach einem Elbphilharmonie-Besuch im Anzug oder im Kapuzenpulli zu einem Treffen mit alten Schulfreunden dorthin ging, man war dort immer willkommen und kam auch in den Austausch mit ganz anderen Menschen. Der Ort hat der HafenCity richtig gut getan, und es fehlen meiner Meinung nach grundsätzlich auch gesamtgesellschaftlich solche Orte, an denen Menschen aus unterschiedlichsten Lebenswelten zusammenkommen können.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-ddc34ffa597b253297968fa643d2ea21"><strong><em>»Für mich ist&nbsp;vollendeter Genuss aber auch eine&nbsp;wunderbar gedeckte Tafel, an der ich mit Freunden und guten Getränken sitze&nbsp;und bis spät in die Nacht gemeinsam über Bücher und Weltpolitik rede. Man schafft einen Ort,&nbsp;wo jeder sein darf, wie er ist, man sich auch mal streitet und&nbsp;am Ende trotzdem nach einem guten&nbsp;Essen und einem letzten Absacker&nbsp;als Freunde wieder auseinandergeht.«<br></em>Jan Ehlert</strong></p>



<p><strong>Wie hat sich die HafenCity verändert, nachdem Sie 2019 umständehalber nach Hannover gezogen sind?&nbsp;</strong>Sie hat sich stark verändert, strahlt nicht mehr diesen Pioniergeist aus, den ich noch kennengelernt habe, als ich ab 2014 hier fünf Jahre gelebt habe – und das ist gut so.&nbsp;</p>



<p><strong>Warum?&nbsp;</strong>Weil sie sich erweitert hat, viele junge Familien sind dazugezogen, heute ist alles viel diverser. Durch diese Erweiterung, unter anderem auch Richtung Osten mit dem Baakenhafen, wird es ein anderer Stadtteil, und die Menschen müssen neu miteinander aushandeln, wie sie sich in der HafenCity begegnen, welche Orte sie haben und wo sie sich treffen wollen. Das ist für alle ein spannender Prozess, den hoffentlich viele Bewohner:innen mitbestimmen werden.&nbsp;</p>



<p><strong>Zum Jahreswechsel ist der erste Stadtteil-Krimi „Tod in der HafenCity“ des Club-20457-Gründers Antonio „Toni“ Fabrizi mit viel Lokalkolorit erschienen, der an echten Quartiersorten spielt. Wie finden Sie das?&nbsp;</strong>Absolut großartig. Wo, wenn nicht in einer persönlich geführten Bar – ich weiß, wovon ich rede, da ich selbst mal hinter der Theke gestanden habe –, erfährt man so viele Geheimnisse, Träume und Geschichten von Menschen. Das Material liegt quasi auf dem Tresen. Mir hat besonders gefallen, dass Toni Fabrizi nicht nur diese Disziplin aufgebracht hat, nach Nachtschichten und an den wenigen freien Tagen seinen Krimi zu schreiben, sondern auch seine Figuren aus dem wahren Leben nie verraten hat.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="609" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-407-1024x609.jpg" alt="" class="wp-image-2340291" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-407-1024x609.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-407-300x179.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-407-768x457.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-407.jpg 1198w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Jan Ehlert: „&nbsp;Lesen ist für mich Erholung</strong> und der so oft zitierte Urlaub im Kopf. Ich bin mit meinen Gedanken ganz plötzlich anderswo und kann all meine Sorgen ausblenden. Lesen ist für mich das beste Mittel gegen Stress im Alltag!“ © Agnes Fitek </em></figcaption></figure>



<p><strong>Viele Leser:innen erkennen sich wieder, obwohl sie nicht immer den Anstoß für Toni Fabrizis Figuren gegeben haben.&nbsp;</strong>Eben weil er niemanden von seinen Clubgästen bloßgestellt und es zugleich geschafft hat, sie charakterlich so einzufangen, dass sie sich wiederzuerkennen glauben. Das zeigt Toni Fabrizis große Beobachtungsgabe. Für die HafenCity ist es ein Geschenk, weil man gemeinsam liest, gemeinsam rätselt und gemeinsam Orte wieder- oder neu entdeckt. Das trägt zur starken Identifikation mit dem Stadtteil bei.&nbsp;</p>



<p><strong>Welches sind Ihre Lieblingsorte?&nbsp;</strong>Ich liebe den Traditionsschiffhafen, den Sandtorhafen zu Füßen der Elbphilharmonie. Gerade wenn das Wetter nicht so schön ist und man nur zuschauen kann, wie das Wasser anbrandet, Schiffe an- und ablegen. Oder die Terrasse des früheren Unilever-Hauses am Strandkai zur Elbe hin, wo die Schiffe vorüberziehen. Das Wasser ist das Besondere dieses Stadtteils, der für mich deshalb besonders lebenswert ist.&nbsp;</p>



<p><strong>Beim <em>HCZ</em>-Fotoshooting im Sandtorhafen haben Sie Band eins der dreibändigen Ausgabe „Weltliteratur“ von Hanjo Kesting mitgebracht. Warum?&nbsp;</strong>Weil der Titel „Weltliteratur“ gut zu meiner Kolumne „Literatur zur Lage“ passt, in der ich Werke der Weltgeschichte mir und den Leser:innen wieder ins Gedächtnis rufe. Und Hanjo Kesting, NDR-Redakteur und Autor, war für meinen persönlichen Werdegang wichtig. Es ist meine Hommage an einen Menschen, der mir gezeigt hat, dass man mit Weltliteratur auf unsere jetzige Zeit blicken und Menschen damit begeistern und auch ein bisschen klüger und empathischer machen kann.&nbsp;</p>



<p><strong>Wie erholen Sie sich vom täglichen Lesestress?&nbsp;</strong>Lesen ist für mich Erholung und der so oft zitierte Urlaub im Kopf. Ich bin mit meinen Gedanken ganz plötzlich anderswo und kann all meine Sorgen ausblenden. Lesen ist für mich das beste Mittel gegen Stress im Alltag!&nbsp;</p>



<p><strong>Im Podcast „eat.READ.sleep“ geht es immer auch literarisch garniert ums Essen. Was ist für Sie vollendeter Genuss? </strong>Lesen ist erst mal eine sehr einsame Tätigkeit. Essen hingegen verbindet. Da kommen Menschen zusammen, lassen es sich gemeinsam gut gehen, man isst und kommt dann ins Gespräch – wie im Podcast. Man sitzt gemeinsam am Tisch und redet. Für mich ist vollendeter Genuss aber auch eine wunderbar gedeckte Tafel, an der ich mit Freunden und guten Getränken sitze und bis spät in die Nacht gemeinsam über Bücher und Weltpolitik rede. Man schafft einen Ort, wo jeder sein darf, wie er ist, man sich auch mal streitet und am Ende trotzdem nach einem guten Essen und einem letzten Absacker als Freunde wieder auseinandergeht. <strong><em>Das Gespräch führte</em></strong> <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>



<p>Mehr von Jan Ehlert im <strong><em>NDR-Podcast </em></strong>unter: <strong><a href="https://www.ndr.de/kultur/buch/Podcast-eatREADsleep-Buecher-fuer-dich,podcasteatreadsleep100.html">»eat.READ.sleep«</a></strong></p>
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			</item>
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		<title>»Ich bin einfach open-minded!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 23:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Konzert. HCZ-Autorin Dagmar Leischow sprach mit Johannes Oerding übers Album »Heimat« und sein Volksparkstadion-Event – als FC-St.-Pauli-Fan Er ist wohl inzwischen neben Udo Lindenberg Hamburgs berühmtester Hutträger: Johannes Oerding. Auch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Konzert. HCZ-Autorin Dagmar Leischow sprach mit <a href="https://kj.de/artist/3261/johannes-oerding.html">Johannes Oerding</a> übers Album »Heimat« und sein Volksparkstadion-Event – als FC-St.-Pauli-Fan</em></strong></p>



<p><strong>Er ist wohl inzwischen neben Udo Lindenberg </strong>Hamburgs berühmtester Hutträger: <strong>Johannes Oerding.</strong> Auch während des Interviews im Büro seiner Booking-Agentur auf St. Pauli trägt er den für ihn typischen schwarzen Pork Pie. Gestresst wirkt er überhaupt nicht, dabei muss der 44-Jährige zwischen der Veröffentlichung seines Albums „Hotel“, das einen dezenten Country-Einschlag hat, und dem Start seiner Tournee gerade jede Menge Termine wuppen. Nach einer einjährigen Weltreise ist er nun wieder bereit, als Musiker voll aufzudrehen. <br><em>Foto oben: <strong>Singer-Songwriter Johannes Oerding:</strong> „Hamburger Regen macht nass, aber tut nicht weh.“ © Tim Tyson</em></p>



<p><strong>Herr Oerding, haben Sie einige Lieder für Ihr Album „Hotel“ wieder in St. Peter-Ording geschrieben?&nbsp;</strong>Diesmal nicht. Die meisten Songs habe ich in meinem Sabbatical geschrieben, als ich auf Weltreise war. Ich habe fünf Kontinente zumindest berührt. In den USA wollte ich unbedingt nach Minneapolis, wo Prince sein Studio hatte. Ansonsten war ich auf Hawaii, in der Karibik, in Japan und in etlichen anderen Ländern.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-18e42f68e565d3750dba9ddb772a8fae"><strong><em>»Wenn man ein Team unterstützt, gehört auch eine gewisse Rivalität dazu. Bei sportlicher&nbsp;Rivalität bin ich immer dabei. Sie endet allerdings bei mir, sobald Fanlager verschiedener Vereine aufeinander losgehen. Das ist für mich absoluter Bullshit.«</em></strong><br><strong>Johannes Oerding</strong></p>



<p><strong>Das Stück „Hamburger Regen“ ist aber zu Hause entstanden, oder?&nbsp;</strong>Nein, auf Waiheke – das ist eine kleine Insel vor Neuseeland. Ich saß mit meiner Gitarre auf dem Balkon, und plötzlich fing es an, monsunartig zu gießen. Weil mich dieser Regen an Hamburg erinnert hat, habe ich nach neun Monaten unterwegs zum ersten Mal Heimweh bekommen. Ich begann ich mit Tränen in den Augen zu singen: „Hamburger Regen macht nass, aber tut gar nicht weh.“ In diesem Moment hat mir selbst der Regen, der mir normalerweise auf den Sack geht, gefehlt. Ich glaube, wenn man auf einmal Sachen vermisst, die einen sonst nerven, hat man einen guten Ort für sich gefunden.&nbsp;</p>



<p><strong>Fühlen Sie sich in Hamburg inzwischen mehr daheim als in Geldern-Kappelen am Niederrhein, wo Sie aufgewachsen sind? </strong>Ja. Ich bin trotzdem froh, dass ich sozusagen meine Grundausbildung auf dem Dorf in der Natur gemacht habe. Aber mein Musikerleben begann erst, nachdem ich mit 19 nach Hamburg gezogen war. Mittlerweile bin ich schon länger im Norden als am linken Niederrhein. In Hamburg ist meine Musik entstanden, hier spielen die Geschichten, von denen meine Songs erzählen. Hamburg ist der wichtigste Ort für mich als Mensch.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_TT_JohannesOerding_12_2671_fullres-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340391" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_TT_JohannesOerding_12_2671_fullres-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_TT_JohannesOerding_12_2671_fullres-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_TT_JohannesOerding_12_2671_fullres-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_TT_JohannesOerding_12_2671_fullres-1536x1025.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_TT_JohannesOerding_12_2671_fullres-2048x1366.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Johannes Oerding:</strong> „In Hamburg ist meine Musik entstanden, hier spielen die Geschichten, von denen meine Songs erzählen. Hamburg ist der wichtigste Ort für mich als Mensch.“ © Tim Tyson</em></figcaption></figure>



<p><strong>Und wie ist es für Sie, wenn Sie heute Ihre alte Heimat besuchen? </strong>Das ist wie Ferien auf dem Ponyhof. Dort ist für mich die Welt in Ordnung. Ich kann einfach wie so ein Junge sein und gelte nicht die ganze Zeit als wichtig.&nbsp;</p>



<p><strong>In Hamburg hingegen steuern Sie auf Ihre größte Show zu – ein Konzert im Volksparkstadion. Wie fühlt es sich für Sie als FC-St.-Pauli-Fan an, dort aufzutreten? </strong>Leider sind Konzerte im Millerntor-Stadion aus Lärmschutzgründen verboten, sonst würde ich natürlich dort spielen. Als ich mich dann für das Volksparkstadion entschieden habe, hatte ich schon ein bisschen Schiss, weil ich mir nicht sicher war, ob wirklich 50.000 Menschen kommen würden. Jetzt weiß ich: Es wird rappelvoll.&nbsp;</p>



<p><strong>Haben Sie dennoch das Gefühl, feindliches Terrain zu betreten? </strong>Mit Sicherheit werde ich mir den ein oder anderen Spruch nicht verkneifen können. Vielleicht habe ich sogar unter meinen Klamotten ein St.-Pauli-Trikot an. Doch ich bin kein so harter Fußballfan, dass ich mit den HSV-Leuten gar nichts zu tun haben will.&nbsp;</p>



<p><strong>Also sind Sie kein Ultra? </strong>Nein. Klar braucht jeder Verein eine gewisse Ultra-Szene, die ihn <em>die hard</em>-mäßig supportet und das Fundament von allem ist. Wenn man ein Team unterstützt, gehört auch eine gewisse Rivalität dazu. Bei sportlicher Rivalität bin ich immer dabei. Sie endet allerdings bei mir, sobald Fanlager verschiedener Vereine aufeinander losgehen. Das ist für mich absoluter Bullshit. Ich bin einfach open-minded und freue mich, dass in Hamburg beide Vereine in der ersten Liga spielen. Es wertet die Stadt doch auf, wenn die Bayern oder die Dortmunder nach Hamburg kommen und wir geile Lokalderbys haben.&nbsp;<strong><em>Dagmar Leischow</em></strong></p>



<p><strong>Info</strong> <strong>Johannes Oerding</strong> tritt Sa., 20. Juni, 18 Uhr, im Volksparkstadion auf. Am Sa., 12. September, 20 Uhr, gastiert er mit der <strong>NDR Bigband</strong> in der <strong>Barclays Arena.</strong> Karten und weitere Informationen unter: <strong><a href="https://kj.de/artist/3261/johannes-oerding.html">kj.de</a></strong></p>
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		<title>»Kleopatra enthüllt ihre Geheimnisse!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 23:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Digitalkunst. Die Schau »Kleopatra – die immersive Ausstellung« zeigt in der ­Halle 7eine interaktive Reise durch das Alte Ägypten und Kleopatras Geschichte Kaum eine Herrscherin fasziniert die Menschen bis heute [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Digitalkunst. Die Schau <a href="https://kleopatra-immersiv.com/hamburg/">»Kleopatra – die immersive Ausstellung«</a> zeigt in der ­Halle 7eine interaktive Reise durch das Alte Ägypten und Kleopatras Geschichte</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="283" height="425" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_KLEO_Keyart_10x15cm_mit_Grafik-Kopie.jpg" alt="" class="wp-image-2340310" style="aspect-ratio:0.6658455882352942;width:120px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_KLEO_Keyart_10x15cm_mit_Grafik-Kopie.jpg 283w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_KLEO_Keyart_10x15cm_mit_Grafik-Kopie-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 283px) 100vw, 283px" /></figure>



<p><strong>Kaum eine Herrscherin fasziniert</strong> die Menschen bis heute so sehr wie ­<strong><em>Kleopatra, </em></strong>die letzte Königin des Alten Ägyptens. Zahlreiche Bücher erzählen von ihr, ihr Wirken lieferte den Stoff für mehrere Verfilmungen – zum Beispiel mit <em>Elizabeth Taylor</em> in der Hauptrolle. Nun erweckt ­<strong><em>„Kleopatra – die ­immersive Ausstellung“</em></strong> die Ikone, die Diplomatie, Ränkespiele und Selbstinszenierung gleichermaßen einzusetzen wusste, vom 17. April bis 9. Juli in der ­<strong>Halle 7</strong> in der Waidmannstraße 26 zu neuem Leben. <br><em>Foto oben: <strong>Besucher:innen betreten den Isis-Tempel </strong>und durchstreifen die legendäre Bibliothek von Alexandria. © MAD | Alegria Exhibition</em></p>



<p>Die Besucher:innen können auf über 2.000 Quadratmeter Fläche eine interaktive Reise durch das Alte Ägypten und <em>Kleopatras</em> Geschichte machen. Dazu beigetragen hat unter anderem der britische Ägyptologe <strong><em>Chris Naunton.</em></strong> „Kleopatra ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der antiken Welt“, bilanziert er. „Es besteht kein Zweifel daran, dass sie zu einer äußerst schwierigen Zeit Pharaonin wurde und es dennoch schaffte, trotz zahlreicher Bedrohungen zu überleben.“</p>



<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-0c5c9cee9980a9f3fbf4edc931d1c282"><em><strong>Gewinnspiel</strong> <br>Die HafenCity Zeitung (HCZ) verlost<strong> ­3x 2 Tickets</strong> für ­<strong>»Kleopatra – die immersive Ausstellung«,</strong> die vom 17. April bis 9. Juli 2026 in der <strong>Halle 7</strong> gezeigt wird. Bitte schrei­ben Sie uns eine<strong>E-Mail </strong>mit Ihrer Adresse und Ihrer Handynummer sowie dem Betreff<strong> »Kleopatra« </strong>an: gewinnspiel@hafencityzeitung.com. Der ­<strong>Einsendeschluss ist Mo., 13. April 2026, 8 Uhr.</strong> Der Rechtsweg ist aus­geschlossen.</em></p>



<p>Die Schau beginnt mit einem Bild, das Symbolcharakter hat. Langsam geht die Sonne unter, ihre Strahlen werden unaufhaltsam schwächer. Das Alte Ägypten ist dem Untergang geweiht, <em>Kleopatras </em>Macht schwindet. Mittels einer Hologramm-Präsentation geht es durch die Geschichte der ptolemäischen Dynastie. Alles beginnt mit der Ankunft Alexanders des Großen und mündet in den letzten Tagen des Alten Ägyptens.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_3142-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340312" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_3142-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_3142-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_3142-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_3142-1536x1025.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_3142.jpg 1592w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>360°-Projektionen, Virtual Reality und Hologramme</strong> lassen das Alte Ägypten lebendig werden. © MAD | Alegria Exhibition</em></figcaption></figure>



<p>Die nächste Station ist ein frei begehbares Metaversum. Mit Virtual-Reality-Brillen tauchen die Besucher:innen in die geheimnisvollen Katakomben von Alexandria ein. Sie erleben die Krönung Alexanders des Großen in der Oase Siwa quasi hautnah mit und stehen im Zelt von Marcus Antonius während der Schlacht von Actium. Dann endlich öffnet sich Kleopatras Welt. Man kriegt nicht nur Einblick in prächtige Paläste sowie private Gemächer, sondern schaut zu, wie die Königin mit der unvergleichlichen Ausstrahlung vor interaktiven Spiegeln selber lebendig wird und ihre Geheimnisse enthüllt.</p>



<p>Danach lädt eine interaktive Karte dazu ein, die faszinierende Stadt Alexandria zu entdecken. Düfte verstärken dieses Erlebnis, das in einer Video-Mapping- und Soundshow gipfelt – projiziert auf eine fünf Meter hohe Nachbildung des Leuchtturms von Alexandria, eines der sieben Weltwunder der Antike. Richtig spannend wird es dann im 360-Grad-Showroom, der Alexandria förmlich zum Leben erwachen lässt. Dort schweben die Besucher:innen über der Stadt, sie wohnen <em>Kleopatras</em> Krönung bei, sie betreten den geheimnisvollen Isis-Tempel und durchstreifen die legendäre Bibliothek. Dabei bekommen sie einen immer tieferen Einblick in <em>Kleopatras</em> Geschichte. Sie hatte zwar einen Sohn mit Julius Caesar, die Liaison der beiden war aber eher ein politisches Bündnis. Die große Liebe der Königin, deren Schicksal die Schlacht von Actium besiegelte, war eigentlich Marcus Antonius.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_1661-rotated-e1774883194612-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340311" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_1661-rotated-e1774883194612-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_1661-rotated-e1774883194612-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_1661-rotated-e1774883194612-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_1661-rotated-e1774883194612-1536x1024.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/HCZ_MAD_Cleopatra_SetVexy_1661-rotated-e1774883194612.jpg 1641w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Ägyptologe Chris Naunton: </strong>„Kleopatra ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten der antiken Welt.“ © MAD | Alegria Exhibition</em></figcaption></figure>



<p>All das mündet in der Ausstellung, die erstmals in Deutschland gezeigt wird, in einer Virtual-Reality-Experience. Man spürt das Erdbeben, das Alexandria ins Meer stürzen ließ, versunkene Tempel und Ruinen begegnen einem, schließlich verfolgt man im Tempel der Isis ­<em>Kleopatras</em> Bestattungsritual mit. <strong><em>Dagmar Leischow</em></strong></p>



<p><strong>Info „Kleopatra – die immersive ­Ausstellung“</strong> läuft vom <strong>17. April bis 9. Juli</strong> in der <strong>Halle 7.</strong> Karten und weitere Informationen unter: <strong><a href="https://kleopatra-immersiv.com/hamburg/">kleopatra-immersiv.com</a></strong></p>



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		<title>»Immer Höchstleistungen!«</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/immer-hoechstleistungen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=immer-hoechstleistungen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Musical. Mit »Abbamania the Show« treten die Kult-Schweden-Exporte in der Barclays Arena auf Als der Abba-Hit „Dancing Queen“ 1976 veröffentlicht wurde, erreichte er in 16 Ländern Platz eins der Charts. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Musical. Mit <a href="http://semmel.de">»Abbamania the Show«</a> treten die Kult-Schweden-Exporte in der Barclays Arena auf</em></strong></p>



<p>Als der Abba-Hit „Dancing Queen“ 1976 veröffentlicht wurde, erreichte er in 16 Ländern Platz eins der Charts. Seinen 50. Geburtstag würdigt <strong>„Abbamania the Show“</strong> am 19. April in der Hamburger <strong>Barclays Arena,</strong> allerdings erst im Finale. „Man merkt immer wieder, dass alle auf diesen Song warten“, sagt ­<strong><em>Navina Heyne.</em></strong> „Alle Generationen schreien auf, wenn ,Dancing Queen‘ kommt.“ Diese Euphorie spornt die Finalistin der Castingshow „Musical Showstar“ und ihre Kollegin <strong><em>Kerstin Löcker </em></strong>auf der Bühne immer wieder zu Höchstleistungen an, wenn sie den Gesangspart von <em>Agnetha </em>und <em>Anni-Frid</em> übernehmen. <br><em>Foto oben: <strong>Knallige Outfits wie in der Abba-Avatar-„Voyager“-Show:</strong> „Ich trage Hellblau, Kerstin Rot. Das ist ein schöner Farbeffekt“, so Navina Heyne (2. v. l.). © Milan Schmalenbach</em></p>



<p>Die beiden singen nicht bloß Abba-Klassiker, sie schlüpfen zudem in einige der ikonischen Kostüme. Hoch im Kurs steht bei <em>Navina Heyne</em> vor allem ein Outfit aus der Avatar-Show „Voyager“, das für <em>„Abbamania“</em> extra kopiert wurde – mit Schlaghose, Fledermaus-Ärmeln und Glitzer: „Ich trage Hellblau, Kerstin Rot. Das ist ein schöner Farbeffekt.“ Ebenso sticht ins Auge, dass es in diesem Jahr ein neues Bühnenbild und noch mehr Lichtdesign gibt. Die Songliste wurde ein wenig verändert, erweitert um „On and On and On“ oder „People Need Love“. Dieses Stück interpretiert <strong><em>Jimmy McGowan</em></strong> alias <em>Björn,</em> <strong><em>Hans Christian Petzoldt </em></strong>begleitet ihn als <em>Benny.</em></p>



<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color wp-elements-8581ee261ac84135475482147f22c6a0"><strong><em>Gewinnspiel <br>Die HafenCity Zeitung verlost2x 2 Tickets für das Musical ­»Abbamania the Show« am Sonntag, 19. April 2026, 19 Uhr, in der Barclays Arena. Bitte schrei­ben Sie uns eine E-Mail mit Ihrer Adresse und Ihrer Handynummer sowie dem Betreff »Abbamania the Show« an: </em>gewinnspiel@hafencityzeitung.com<em>. Der ­Einsendeschluss ist Mo., 13. April 2026, 18 Uhr.Der Rechtsweg ist aus­geschlossen.</em></strong></p>



<p>Ein „Abbamania“-Dauergast ist der schwedische Gitarrist <em>Janne Schaffer,</em> einst Abba-Studiomusiker. „Er wohnt in der Nähe von Agnetha“, verrät <em>Navina Heyne. </em>„Wenn Janne etwas von ihr erzählt, habe ich das Gefühl, ein bisschen aus ihrem Leben mitzubekommen.“ Die 42-Jährige war schon als Kind ein Fan der Sängerin: „Meine Sandkastenfreundin hatte das ,Abba Gold – Greatest Hits‘-Album. Mit den Liedern haben wir unsere eigene ,Mini Playback Show‘ gemacht. Ich war Agnetha, meine dunkelhaarige Freundin Anni-Frid.“</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1007" height="672" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/02_ABBAMANIA-THE-SHOW_Credit_PatrickSchneiderwind.jpg" alt="" class="wp-image-2340279" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/02_ABBAMANIA-THE-SHOW_Credit_PatrickSchneiderwind.jpg 1007w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/02_ABBAMANIA-THE-SHOW_Credit_PatrickSchneiderwind-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/02_ABBAMANIA-THE-SHOW_Credit_PatrickSchneiderwind-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 1007px) 100vw, 1007px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>„Abbamania“-Sängerinnen</strong> Navina Heyne alias Agnetha (l.) und Kerstin Löcker alias Anni-Frid: „Die Songliste wurde erweitert um ,On and On and On‘ oder ,People Need Love‘.“ © Patrick Schneiderwind</em></figcaption></figure>



<p>Aufgewachsen ist <em>Navina ­Heyne</em> in ihrem Geburtsort Berlin, seit sechs Jahren wohnt sie mit ihrem Mann, dem Musical-Darsteller Thomas Borchert, in einem Dorf in der Holsteinischen Schweiz: „Ich habe Berlin nicht einen Tag vermisst, zumal wir von Anfang an von der gesamten Nachbarschaft sehr nett aufgenommen wurden.“ Das Paar hat einen Resthof gekauft. Mit der Sanierung geht es in kleinen Schritten voran, weil die beiden so oft unterwegs sind. „Mein Mann ist überhaupt nicht handwerklich begabt“, gibt <em>Navina Heyne</em> preis. Sie hingegen packt gerne mit an, mithilfe von Video-Tutorials hat sie sich einiges beigebracht – vom Dämmen bis zum Mauern: „Man muss sich nur trauen. Wenn man hinterher sieht, was man alles selber gemacht hat, ist das total schön.“</p>



<p>Zudem bietet ihr der Umbau ihres Hauses einen Ausgleich zur künstlerischen Arbeit. Genau wie die Ruhe auf dem Land, das viele Grün: „Unser Garten ist ein Tierparadies. Zurzeit haben wir einen Fasan, den wir Ferdinand getauft haben. Er klopft mittlerweile sogar an die Fensterscheibe.“&nbsp;</p>



<p>Neben Fauna und Flora fasziniert die Sängerin die gesamte Umgebung. Sie schwärmt von nahe gelegenen Seen, die ideal zum Stand-up-Paddling sind. Inzwischen hat <em>Navina ­Heyne</em> einen Segelschein gemacht. „Ich liebe die Ostsee“, bekennt sie. „Dabei hat meine Familie einen Zweitwohnsitz auf Pellworm und zählt eigentlich zu den Nordseefans.“ <strong><em>Dagmar Leischow</em></strong></p>



<p><strong>Info</strong> <strong>„Abbamania the Show“</strong> indet <strong>So., 19. April, 19 Uhr,</strong> in der <strong>Barclays Arena</strong> in Hamburg statt. Karten und weitere Informationen unter: <strong><a href="http://semmel.de">semmel.de</a></strong></p>



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		<title>Rossinis inniger Dank an den lieben Gott!</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/rossinis-inniger-dank-an-den-lieben-gott/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=rossinis-inniger-dank-an-den-lieben-gott</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 22:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Konzert. Der Tölzer Kammerchor mit der Rossini-Messe »Petite Messe solennelle« in der Elbphilharmonie Hören wir heute »Pe­tite Messe solen­nelle« von Gioachino ­Rossini, mögen wir dabei weniger an eine „kleine“ (petite) [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Konzert. Der Tölzer Kammerchor mit der <a href="https://www.elbphilharmonie.de/de/programm/gioachino-rossini-petite-messe-solennelle/24311">Rossini-Messe »Petite Messe solennelle«</a> in der Elbphilharmonie</em></strong></p>



<p>Hören wir heute <strong><em>»Pe­tite Messe solen­nelle«</em></strong> von <strong>Gioachino ­Rossini, </strong>mögen wir dabei weniger an eine „kleine“ <em>(petite)</em> als vielmehr an eine große Messe mit umfangreicher Chorbesetzung denken. Doch Rossini selber schrieb im Autograf seiner Originalfassung von 1863 vor der Uraufführung am 14. März 1864 im Pariser Salon der Gräﬁn Louise Pillet-Will: „Kleine feierliche Messe, komponiert für mein Landhaus in Passy. Ein paar Sänger dreierlei Geschlechts, Männer, Frauen und Kastraten – Guter Gott, vergib mir meine lässliche Alterssünde. Die später entstandene Orchesterfassung kostete Rossini einige Überwindung und diente vor allem einem Zweck: seine „kleine“ Messe mit ihren „paar Singstimmen“ vor allzu pompösen Bearbeitungen durch Adolphe Sax oder Hector Berlioz zu bewahren. Die Erstfassung offenbart eine innige, facettenreiche Klangsprache. Das zeigt sich bereits an der Chorbesetzung: Nicht nur ist das Vokalensemble klein gehalten, die Singstimmen bestanden zudem aus Frauen, Männern und Kastraten. Begleitet werden sie ausschließlich von zwei historischen Klavieren und einem Harmonium. <br><em>Foto oben: <strong>Rossinis „Petite Messe solennelle“.</strong> Musik der Stille mit dem Kammerchor des Tölzer Knabenchors. © Tölzer Knabenchor</em></p>



<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-75c9322459316306fbae175d4d8c891f"><strong>Gewinnspiel</strong> <br>Die HafenCity Zeitung verlost<strong>5x 2 Tickets</strong> für das Stück ­<strong>»Petite messe solennelle«</strong> von Gioachino Rossini am <strong>So., 12. Juli 2026, 11 Uhr,</strong> im Großen Saal der Elbphilharmonie. Bitte schrei­ben Sie uns eine <strong>E-Mail </strong>mit Ihrer Adresse und Ihrer Handynummer sowie dem Betreff<strong> »Tölzer Knabenchor« </strong>an: <span style="text-decoration: underline;">gewinnspiel@hafencityzeitung.com</span>. Der ­<strong>Einsendeschluss ist Mo., 13. April 2026, 18 Uhr.</strong>Der Rechtsweg ist aus­geschlossen.</p>



<p>Uns die farbenreichen Nuancen der historischen Aufführungspraxis möglichst nahezubringen, ist Ziel dieser Auführung. Dem tragen die kammermusikalische Besetzung und der spezielle Klang historischer Instrumente Rechnung. Der mit fünf Personen pro Stimme besetzte Chor vereint Frauen- und Männerstimmen mit einem Countertenor sowie Knabenstimmen. Die Schönheit dieser ganz besonderen Klangmischung hat bereits Wolfgang Amadeus Mozart im Quartett „Pamina, Drei Knaben“ <em>(„Zwei Herzen, die von Liebe brennen“)</em> aus seiner „Zauberﬂöte“ vorausgeahnt, Rossini greift diese magische Klangschönheit in seiner Messe auf. Getragen wird der Chor vom bald prächtig-orchestralen, bald feinen, sich ätherisch mischenden Ton der beiden französischen Konzertﬂügel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts <em>(Érard/Pleyel)</em> sowie des historischen Harmoniums. Diese homogene Originalbesetzung erlaubt es, Rossinis differenzierte dynamische Angaben – in den feinen Nuancierungen vom fortissimo bis hin zum drei- und vierfachen pianissimo – nicht nur als Lautstärke, sondern als Ausdruck innerer Bewegung zu realisieren: als Staunen, tiefe Ergriffenheit und demütige Bitte – als Musik der Stille.</p>



<p>Wer diesen Klang erlebt, hört die <em>„Petite Messe solennelle“</em> so, wie Rossini sie erdacht hat: nicht als pompös-aufbrausende Messkomposition oder gar als pathetische „Oper in der Kirche“, sondern als sein ganz persönlicher, inniger Dank für ein erfülltes Leben.&nbsp;</p>



<p>Gioachino Rossini, Passy, schrieb 1863: „Lieber Gott – voilà, nun ist diese arme kleine Messe beendet. Habe ich nun wirklich heilige Musik gemacht oder doch vermaledeite Musik? Ich bin für die komische Oper geboren, das weißt Du wohl! Ein wenig Können und ein wenig Herz – das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“ <br><strong><em>Michael Hofstetter/Leopold Lampelsdorfer</em></strong></p>



<p><strong>Info</strong> <br><strong>Gioachino Rossini: ­„Petite Messe solennelle“,</strong> ein Projekt des Kammerchors des <strong>Tölzer Knabenchors,</strong> findet am <em>Sonntag, 12. Juli 2026, um 11 Uhr </em>im Großen Saal der Elbphilharmonie statt. Karten und weitere Informationen unter: <strong><a href="https://www.elbphilharmonie.de/de/programm/gioachino-rossini-petite-messe-solennelle/24311">elbphilharmonie.de</a></strong></p>
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		<title>»Der ›DeLorean‹ gibt zum Schluss eine Sondervorstellung!«</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/der-delorean-gibt-zum-schluss-eine-sondervorstellung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-delorean-gibt-zum-schluss-eine-sondervorstellung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 22:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Musical. Mit „Zurück in die Zukunft“ liefert das Stage Operettenhaus Top-Entertainment Dass „Zurück in die Zukunft“ jemals ein Musical werden würde, hätte sich Bob Gale, der mit Regisseur Robert Zemeckis [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Musical. Mit <a href="https://www.stage-entertainment.de/musicals-shows/zurueck-in-die-zukunft-hamburg">„Zurück in die Zukunft“</a> liefert das <a href="http://www.stage-entertainment.de">Stage Operettenhaus</a> Top-Entertainment</em></strong></p>



<p>Dass <strong><em>„Zurück in die Zukunft“</em></strong> jemals ein Musical werden würde, hätte sich <strong><em>Bob Gale,</em></strong> der mit Regisseur <strong><em>Robert Zemeckis</em></strong> das Drehbuch für den Film geschrieben hat, in den 1980er-Jahren niemals träumen lassen. „Unser Skript wurde 40-mal abgelehnt“, bekennt der Amerikaner bei der Deutschlandpremiere im <strong>Stage Operettenhaus</strong> in Hamburg. Die größte Attraktion dieser Aufführung ist der berühmte <strong><em>DeLorean DMC-12,</em></strong> daran gibt es nichts zu rütteln. Der ziemlich schräge Wissenschaftler <em>Doc Brown</em> hat ihn mit einem Flux-Kompensator in eine Zeitmaschine umfunktioniert. Mit ihr reist <em>Marty McFly</em> zurück ins Jahr 1955 und wirbelt die Zukunft ordentlich durcheinander. <br><em>Foto oben: <strong>Musical „Zurück in die Zukunft“ auf der Reeperbahn im Stage Operettenhaus</strong>: Der „DeLorean DMC-12“ ist wie im Film der Star, den Doc Brown alias Jan Kersjes zur Zeitmaschine umfunktioniert hat und mit dem sich Marty McFly alias Raphael Groß zurück ins Jahr 1955 beamt. © Helen Murray</em></p>



<p>Die Zeitsprünge werden mit Projektionen fantastisch choreografiert – fast wie in einem Film, aber ganz anders als im Originalstreifen von 1985. Gewinnbringend sind auch das Bühnenbild und die Kostüme, entworfen von <em>Tim Hatley. </em>Blitzschnell fahren die Requisiten zur Seite, nach vorne oder nach hinten. Eben noch bewundert man ein mintgrünes Diner, dann sieht man plötzlich ein rosa Mädchenzimmer oder eine Highschool. In den Szenen, die in den 1950ern spielen, tragen die Darstellerinnen stilgerecht Petticoatkleider. Ikonisch ist natürlich der Look von <strong><em>Michael J. Fox</em></strong> alias Marty McFly aus den 1980ern: Jeans, Nike-Turnschuhe, rote Weste. Dieses Outfit hat erwartungsgemäß auch <strong><em>Raphael Groß</em></strong> an, der in Hamburg die Rolle des Hollywoodstars übernimmt. Damit tritt er in große Fußstapfen und bleibt im Vergleich etwas blass, zumindest im ersten Teil. Nach der Pause allerdings dreht er auf. Man muss ihn allein dafür lieben, wie lässig er „Johnny B. Goode“ interpretiert. Genauso stark ist jener Moment, in dem er seinen Vater George, augenscheinlich ein Verlierertyp, endlich überzeugt, seine Mutter Lorraine zu einem Ball einzuladen. Dabei stellt sich der zukünftige Papa dummerweise so ungeschickt an, dass er alles vermasselt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/JPG-72-dpi-RGB-ZIZ_HH_RaphaelGross_als_MartyMcFly_cJohanPersson-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340423" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/JPG-72-dpi-RGB-ZIZ_HH_RaphaelGross_als_MartyMcFly_cJohanPersson-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/JPG-72-dpi-RGB-ZIZ_HH_RaphaelGross_als_MartyMcFly_cJohanPersson-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/JPG-72-dpi-RGB-ZIZ_HH_RaphaelGross_als_MartyMcFly_cJohanPersson-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/JPG-72-dpi-RGB-ZIZ_HH_RaphaelGross_als_MartyMcFly_cJohanPersson-1536x1024.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/JPG-72-dpi-RGB-ZIZ_HH_RaphaelGross_als_MartyMcFly_cJohanPersson-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>„Zurück in die Zukunft“-Szene</strong> mit Raphael Groß alias Marty McFly. © Johan Persson</em></figcaption></figure>



<p>Die Eltern von Marty McFly spielen Terence van der Loo und Sandra Leitner mit einem großen Talent für überspannte Charaktere. Einer überstrahlt jedoch alle: <strong><em>Jan Kersjes</em></strong> als <em>Doc Brown.</em> Er kann ebenso herrlich irre gucken wie Christopher Lloyd seinerzeit. Trotzdem kopiert er den Schauspieler nicht bloß, sondern gibt seiner Figur eine eigene Note. Sein komödiantisches Talent, seine Mimik, seine Gestik: toll! Etliche Sätze, die er oder auch andere Charaktere sagen, sind eins zu eins aus dem Film übernommen. Dazu gesellen sich Songs wie „Future Boy“ und „Ein Hoch auf alle Träumer“ sowie einige Szenen, die man so nicht aus der Kinofassung kennt. Nicht etwa die Libyer erschießen Doc Brown im Musical, er kommt durch seine eigene Nachlässigkeit ums Leben. Vielleicht ein kleines Manko für manchen Cineasten, aber insgesamt macht diese Inszenierung großen Spaß – unabhängig davon, ob man den Film nun kennt oder nicht. Vor allem, wenn am Schluss der DeLorean praktisch noch eine kleine Sondervorstellung gibt. <strong><em>Dagmar Leischow</em></strong></p>



<p><strong>Info </strong><br><strong><a href="https://www.stage-entertainment.de/musicals-shows/zurueck-in-die-zukunft-hamburg">„Zurück in die Zukunft“</a></strong> läuft im Stage Operettenhaus. Karten und weitere Informationen unter: <strong><a href="http://www.stage-entertainment.de">stage-entertainment.de</a></strong></p>



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		<title>Ränkespiele der Mächtigen – ein großer Spaß!</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/raenkespiele-der-maechtigen-ein-grosser-spass/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=raenkespiele-der-maechtigen-ein-grosser-spass</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 22:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hafencityzeitung.com/?p=2340425</guid>

					<description><![CDATA[Theater. Die Komödie »Im weißen Rössl« im Hansa-Theater wird im Zusammenspiel mit dem White Horse Orchestra mit Jazz, Folk, Foxtrott und Marschmusik aufgehübscht Der Zahlkellner Leopold war für den Sänger [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Theater. Die Komödie »Im weißen Rössl« im <a href="https://www.hansa-theater.com">Hansa-Theater </a>wird im Zusammenspiel mit dem White Horse Orchestra mit Jazz, Folk, Foxtrott und Marschmusik aufgehübscht</em></strong></p>



<p><strong>Der Zahlkellner Leopold</strong> war für den Sänger Peter Alexander in der Verfilmung der Operette <strong><em>„Im weißen Rössl“</em></strong> von 1960 eine Paraderolle. Im Fernsehen kam das Singspiel als Klamotte daher, getragen von Stars wie Waltraut Haas, Gunther Philipp oder Karin Dor. Nun bringt <strong><em>Franz Wittenbrink</em></strong> den Klassiker im <strong>Hansa-Theater</strong> auf die Bühne. Seine Inszenierung ist bunt und lustig, hat aber auch Tiefe. Sie beschäftigt sich – zumindest am Rand – mit Tourismus und Übertourismus, mit dem Aufeinandertreffen von Städtern und Landbevölkerung. Der Fabrikant Wilhelm Giesecke, den <em>Michael Prelle</em> als ewigen Nörgler mit Berliner Schnauze zeichnet, beschwert sich darüber, dass in einem beschaulichen österreichischen Örtchen am Wolfgangsee frühmorgens der Hahn kräht. Als er schließlich doch mal, wie die Einheimischen, in eine Krachlederne schlüpft, fühlt er sich wie bei den Kastelruther Spatzen. <br><em>Foto oben: <strong>Das putzmuntere „Rössl“-Ensemble:</strong>Der Zuschauerraum ist in die Aufführung einbezogen, das Publikum scheint direkt im „Rössl“-Garten zu sitzen. © Kerstin Schomburg</em></p>



<p>Noch mehr wurmt es ihn, dass ausgerechnet Dr. Otto Siedler (<em>Stephan Schad),</em> der Rechtsanwalt seines Konkurrenten Sülzheimer, im selben Hotel wie er abgestiegen ist. Bis Sülzheimer junior, der schöne Sigismund (<em>Holger Dexne),</em> anreist. Mit ihm will Giesecke seine Tochter Otilie <em>(Victoria Fleer)</em> verkuppeln, um sein Imperium zu erweitern und einen Rechtsstreit beizulegen, allerdings hat sich Otilie längst in Dr. Siedler verguckt. Den Juristen himmelt auch die fesche „Rössl“-Wirtin Josepha Vogelhuber <em>(Susanne Jansen)</em> an, mit der ihr Zahlkellner Leopold Brandmeyer <em>(Michael Rotschopf)</em> so gerne anbandeln würde.</p>



<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-12c4d32d1259fb9df018692dddb3649c"><em><strong>Gewinnspiel </strong><br>Die HafenCity Zeitung verlost<strong>2x 2 Tickets</strong> für die Vorstellung <strong>»Im ­weißen Rössl«</strong> im Hansa-Theater <strong>am Mittwoch, 15. April 2026, 19.30 Uhr.</strong>Bitte schrei­ben Sie uns eine <strong>E-Mail </strong>mit Ihrer Adresse und Handynummer sowie dem Betreff <strong>»Im weißen Rössl«</strong> an: </em><span style="text-decoration: underline;">gewinn­spiel@hafencity-zeitung.com</span><em>. <strong>Ein­sende­schluss ist am Montag, 13. April 2026, 18 Uhr.</strong>Der Rechtsweg ist aus­ge­schlossen.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="614" height="409" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Im-weissen-Roessl_v.l.n.r.-S.-Jansen_M.-Rotschopf_Foto_Kerstin-Schomburg_215430-scaled-1.jpg" alt="" class="wp-image-2340321" style="aspect-ratio:1.5012416427889208;width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Im-weissen-Roessl_v.l.n.r.-S.-Jansen_M.-Rotschopf_Foto_Kerstin-Schomburg_215430-scaled-1.jpg 614w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Im-weissen-Roessl_v.l.n.r.-S.-Jansen_M.-Rotschopf_Foto_Kerstin-Schomburg_215430-scaled-1-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 614px) 100vw, 614px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Schauspieler Michael Rotschopf</strong> wird als Zahlkellner Leopold von Susanne Jansen als „Rössl“-Wirtin Josepha angehimmelt. © Kerstin Schomburg</em></figcaption></figure>



<p>Das garantiert allerlei Irrungen und Wirrungen, getragen von einem großartigen Ensemble. Gleich zu Beginn entzückt <em>Sabrina Ascacibar</em> als jodelnde Postbotin. Das lispelnde Klärchen <em>(Anneke Schwabe)</em> wirkt vielleicht auf den ersten Blick etwas naiv, entpuppt sich aber als eine Frau, die durchaus weiß, was sie will. Slapstick-Momente, etwa wenn der Piccolo <em>(Eva Mayer)</em> eine Watschn kriegt, wechseln sich ab mit Gassenhauern von „Es muss was Wunderbares sein &#8230;“ über „Im Salzkammergut, da kamma gut lustig sein“ bis zu „Was kann der Sigismund dafür &#8230;“. Die altbekannten Melodien hat <em>Franz Wittenbrink,</em> der an diesem Abend als Pianist ein Teil des wunderbaren White Horse Orchestra ist, ein bisschen aufgehübscht. Mal vereinigt sich Folklore mit Jazz, mal begegnet Wienerlied klassischer Musik, Foxtrott, Marschmusik und Walzer schwingen ebenfalls mit.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="614" height="409" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Im-weissen-Roessl_Orchester_Foto_Kerstin-Schomburg-scaled-1.jpg" alt="" class="wp-image-2340319" style="aspect-ratio:1.5012416427889208;width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Im-weissen-Roessl_Orchester_Foto_Kerstin-Schomburg-scaled-1.jpg 614w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Im-weissen-Roessl_Orchester_Foto_Kerstin-Schomburg-scaled-1-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 614px) 100vw, 614px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Das White Horse Orchestra,</strong> geleitet von Pianist und Regisseur Franz Wittenbrink, mischt die Komödie musikalisch mächtig auf. © Kerstin Schomburg</em></figcaption></figure>



<p>Eine schöne Idee ist, dass der Zuschauer:innenraum sozusagen in die Aufführung einbezogen wird. Das Publikum scheint direkt im „Rössl“-Garten zu sitzen. Dazwischen werden die Klassenverhältnisse zwischen Besitzenden und Ärmeren ausgeleuchtet, die Ränkespiele der Mächtigen und die Unberechenbarkeit der Liebe. Das ist vor allem eins: ein großer Spaß. Der Schlussapplaus für diese gute Unterhaltung hält lange an. <strong><em>Dagmar Leischow</em></strong></p>



<p><strong>Info </strong><br><strong>„Im weißen Rössl“</strong> läuft bis zum 3. Mai im <strong>Hansa-Theater. </strong>Karten und mehr Infos unter: <strong><a href="https://www.hansa-theater.com">hansa-theater.com</a></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="614" height="409" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Im-weissen-Roessl_Sabrina-Ascacibar_Foto_Kerstin-Schomburg_210906-scaled-1.jpg" alt="" class="wp-image-2340320" style="aspect-ratio:1.5012416427889208;width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Im-weissen-Roessl_Sabrina-Ascacibar_Foto_Kerstin-Schomburg_210906-scaled-1.jpg 614w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/Im-weissen-Roessl_Sabrina-Ascacibar_Foto_Kerstin-Schomburg_210906-scaled-1-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 614px) 100vw, 614px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Schauspielerin Sabrina Ascacibar </strong>im Weißen Rössl als Postbotin Kathi, als Kuhmagd und als Präsidentin des Jodelvereins. © Kerstin Schomburg</em></figcaption></figure>
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