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	<title>Politik &#8211; Hafencity Zeitung</title>
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	<description>Nachrichten von der Hamburger Stadtküste</description>
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	<title>Politik &#8211; Hafencity Zeitung</title>
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		<title>Olympia-Nein: »Diese verpasste Chance wiegt schwer«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jun 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Referendum. Hamburg sagt Nein zu Olympischen und Paralympischen Spielen. Die 54,9 Prozent lassen die No-Olympia-Anhänger jubeln und die Pro-Olympia-Engagierten tragen Trauer Ihre große Enttäuschung wollten die privaten Unterstützer und Initiativen für [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Referendum. Hamburg sagt Nein zu Olympischen und Paralympischen Spielen. Die 54,9 Prozent lassen die No-Olympia-Anhänger jubeln und die Pro-Olympia-Engagierten tragen Trauer</em></strong></p>



<p><strong>Ihre große Enttäuschung </strong>wollten die privaten Unterstützer und Initiativen für Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg 2036, 2040 oder 2044 sowie die Senatsvertreter:innen nicht verbergen. <strong><em>Katharina Fegebank,</em></strong> leidenschaftliche grüne Kämpferin für Olympia und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin: „Der Ausgang dieses Referendums ist eine herbe Enttäuschung und eine verpasste Chance für unsere Stadt“, sagt die Umweltsenatorin nach der Bekanntgabe des vorläufigen Abstimmungsergebnisses. „Wir <em>(der Senat; d. Red.)</em> tun das, was unserer festen Überzeugung nach der Stadt und den Hamburgerinnen und Hamburgern am besten dient. Wir sehen beispielsweise an der höchsten Wahlbeteiligung Deutschlands, dass Olympia in Hamburg so stark emotionalisiert wie nirgends sonst. Die Befürchtungen, dass das Geld an anderer Stelle fehlen würde, die Mieten und das Leben in Hamburg teurer würden oder zu viele Baustellen entstünden, treffen zwar in der Sache nicht zu – überwinden konnten wir sie aber in den vergangenen Wochen bei vielen Menschen nicht“, so Fegebank.<br><em>Foto oben: <strong>Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher </strong>nimmt zur Abstimmungsniederlage im Olympia-Referendum Stellung: „Ich bedauere das Votum sehr.“ © picture alliance/dpa | Georg Wendt</em></p>



<p>Mit 54,9 Prozent Nein-Stimmen von 357.911 Wahlberechtigten und lediglich 45,1 Prozent Ja-Stimmen von 293.819 Abstimmenden fiel die Ablehnung von Olympia bei einer Abstimmungsbeteiligung von 49,5 Prozent überraschend deutlich aus. Dass Volksabstimmungen keine Selbstläufer sind, und schon überhaupt nicht in Hamburg,&nbsp; wussten alle Beteiligten, hatte doch sich die Freie und Hansestadt schon einmal 2015 gegen die Weltspiele entschieden. Auch deshalb hatten neben vielen VIP-Befürwortern wie Kultfußballer <strong><em>Horst Hrubesch</em></strong> oder die Miniaturwunderland-Brüder ­<strong><em>Frederik und Gerrit Braun</em></strong> oder Unternehmer und Stifter <strong><em>Alexander Otto</em></strong> sowie die private OlympJA-Initiative die Werbekommunikation für Olympia befeuert. Und der Senat hatte, mit dem Ersten Bürgermeister <strong><em>Dr. Peter Tschentscher</em></strong> vorweg, in den letzten Wochen mit persönlichen Wahlkampfeinsätzen vor Ort für das durchdachte und durchaus nachhaltige Olympia-Konzept der kurzen Wege mit temporären Spielstätten und renovierten existierenden Anlagen für ein modernes, der Zukunft zugewandtes Hamburg getrommelt. Ohne Erfolg.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-f5fdebc83bd9db56396af8f01105106b"><strong><em>»Olympische und Paralympische Spiele sind nach den heutigen Bedingungen eine große Chance für alle. Sie hätten vielen Entwicklungen Rückenwind gegeben, die wir auch ohne Olympia für unsere Stadt erreichen wollen. Genau das ist jetzt unser Auftrag.«</em><br></strong>Hamburgs Erster BürgermeisterDr. Peter Tschentscher</p>



<p>Auch die millionenschwere Werbe- und Kommunikationskampagne konnte nicht verfangen. Sie produzierte zwar tolle Visualisierungen von temporären Wettkampfstätten in der Speicherstadt oder auf der Binnenalster und einem Olympischen Dorf für viele tausend spätere Wohnnutzungen. Doch die verdrechselten Werbesprüche konterkarierten die Sehnsuchtsoptik der Bilder. Da wurden Slogans plakatiert wie: „Wir packen Hamburg wieder auf die Weltkarte“ durch Olympia oder, hallo, „Die schönste Sprache der Welt: Sport“. Die unglücklichen Sprüche waren nicht verantwortlich für das Nein der Mehrheit der Abstimmenden, aber eine emotionale Olympia-Welle haben sie definitiv nicht ausgelöst.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_HeikeSidmnn–No-Olympia_©picture-alliancedpa-Gregor-Fischer_598171058-B-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340880" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_HeikeSidmnn–No-Olympia_©picture-alliancedpa-Gregor-Fischer_598171058-B-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_HeikeSidmnn–No-Olympia_©picture-alliancedpa-Gregor-Fischer_598171058-B-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_HeikeSidmnn–No-Olympia_©picture-alliancedpa-Gregor-Fischer_598171058-B-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_HeikeSidmnn–No-Olympia_©picture-alliancedpa-Gregor-Fischer_598171058-B-1536x1024.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_HeikeSidmnn–No-Olympia_©picture-alliancedpa-Gregor-Fischer_598171058-B-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Jubelnde No-Olympia-Kämpferin Heike Sudmann:</strong> „Die Probleme der Stadt müssen jetzt und nicht </em><br><em>erst in 14 oder 18 Jahren gelöst werden. Daran werden die Hamburger:innen den Senat messen. Wir Linke wissen, dass keins der Probleme Hamburgs durch Olympia gelöst worden wäre.“ © picture alliance/dpa | Gregor Fischer</em></figcaption></figure>



<p>Was dagegen den Nerv einer Mehrheit der Menschen in Hamburg offenbar „angezündet“ hat, waren die plakativen und häufig geschickt populistisch platzierten und oftmals falschen Zuspitzungen von den Olympiagegnern wie Die Linke, der AfD oder der NOlympia-Initiative. Deren Tenor: Zu viele Milliarden Euro, zu viele neue Baustellen, zu stark steigende Mieten und zu spät kommende Inklusion und nachhaltige Mobilität wurden angenommen. Wie offenbar auch der zentrale Gegnerslogan: „Nein Olympia! Für ein Hamburg, das wir uns alle leisten können.“&nbsp;</p>



<p>Das hat ganz offensichtlich die Menschen überzeugt, für die Politik nicht mehr glaubwürdig und authentisch zu sein scheint, und die reale Furcht vor Gentrifizietung und steigenden Mietkosten haben. Da hat ein modernes, werblich unterstütztes Olympiapaket offenbar nicht überzeugen können. Versprochene Modernität, Internationalität und kosmopolitische Zukunft haben jedenfalls nicht zum Wahlkreuz bei Ja geführt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_A.OttoA_.Dressel_Ja-Olympia_©picture-alliancedpa-Georg-Wendt_598168358-Kopie-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340879" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_A.OttoA_.Dressel_Ja-Olympia_©picture-alliancedpa-Georg-Wendt_598168358-Kopie-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_A.OttoA_.Dressel_Ja-Olympia_©picture-alliancedpa-Georg-Wendt_598168358-Kopie-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_A.OttoA_.Dressel_Ja-Olympia_©picture-alliancedpa-Georg-Wendt_598168358-Kopie-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_A.OttoA_.Dressel_Ja-Olympia_©picture-alliancedpa-Georg-Wendt_598168358-Kopie-1536x1024.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/06/Web_HCZ_A.OttoA_.Dressel_Ja-Olympia_©picture-alliancedpa-Georg-Wendt_598168358-Kopie-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Enttäuschte Pro-Olympia-Kämpfer. </strong>Unternehmer und Sportstifter Alexander Otto (l.) und </em><br><em>Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Zum Sport und zur Politik gehört, auch Niederlagen zu akzeptieren. Ein </em><br><em>sehr enttäuschendes Ergebnis ist es trotzdem“, so Dressel. „Wir werden – jenseits von Parteipolitik – in der politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Mitte dieser Stadt analysieren müssen, warum es uns gemeinsam nicht </em><br><em>mehr gelingt, für solche Projekte Mehrheiten zu erringen.“ © picture alliance/dpa | Georg Wendt</em></figcaption></figure>



<p>So bilanziert Finanzsenator <strong><em>Dr. Andreas Dressel</em></strong> nach vorne schauend: „Zum Sport und zur Politik gehört, auch Niederlagen zu akzeptieren. Ein sehr enttäuschendes Ergebnis ist es trotzdem. Wir werden – jenseits von Parteipolitik – in der politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Mitte dieser Stadt analysieren müssen, warum es uns gemeinsam nicht mehr gelingt, für solche Projekte Mehrheiten zu erringen.“ Und das Sieger-Resümee von <strong><em>Heike Sudmann,</em></strong> Co-Fraktionschefin der Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft, betont nochmal das Soziale des erfolgreichen Olympia-Nein: „Die Probleme der Stadt müssen jetzt und nicht erst in 14 oder 18 Jahren gelöst werden. Daran werden die Hamburger:innen den Senat messen. Wir Linke wissen, dass keins der Probleme Hamburgs durch Olympia gelöst worden wäre.“ Die eigentlichen Olympia-Gelder kommen jedoch nur für Olympia und nicht einfach so vom Bund. Doch davon abgesehen hat die klare einfache NOlympia-Haltung und das immergleiche Mantra gegen Geldverschwendung und für sichere Lebensverhältnisse offenbar überzeugt und die Menschen zum Nein bewegt. </p>



<p>Hamburgs Innen- und Sportsenator <strong><em>Andy Grote</em></strong> zieht auch Kraft aus dem Nein: „Die enorme positive Energie der vergangenen Wochen und Monate wollen wir dennoch nutzen, um wichtige Projekte aus dem Bewerbungskonzept, insbesondere für die Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen umzusetzen.“ Für die Wirtschaftswelt hatte <strong><em>Prof. Norbert Aust</em></strong>, Präses der Handelskammer Hamburg, bis zuletzt für Olympia geworben und warnt: „Eine Ausrichtung hätte Hamburgs Kräfte gebündelt, Prioritäten geschärft und das notwendige Tempo für Investitionen erzeugt. Diese verpasste Chance wiegt schwer.“ Und Unternehmer <strong><em>Alexander Otto,</em></strong> der mit seiner Alexander Otto Sportstiftung die Sport-Infrastruktur Hamburgs unterstützt: „Ich respektiere das Votum der Bürger, doch es ist bedauerlich, dass wir als Stadt nun auf ein wichtiges Werkzeug verzichten, unsere Sportstätten und unser internationales Ansehen grundlegend zu modernisieren.“ <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>
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		<title>»Literatur zur Lage« #102: »Wenn aus Stars Schatten werden«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 22:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kolumne #102. HCZ-Kolumnist Jan Ehlert schreibt in seiner Kolumne »Literatur zur Lage« unter anderem aus gegebenem gesellschaftspolitischem Anlass über den Buckelwal „Timmy“ Einsam steht Sven auf dem Fußballplatz. Hier hat [&#8230;]]]></description>
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<p><strong><em>Kolumne #102. HCZ-Kolumnist Jan Ehlert schreibt in seiner Kolumne »Literatur zur Lage« unter anderem aus gegebenem gesellschaftspolitischem Anlass über den Buckelwal „Timmy“</em></strong></p>



<p><strong>Einsam steht Sven auf dem Fußballplatz.</strong> Hier hat er einst seine größten Erfolge gefeiert, doch das scheint Ewigkeiten her: „Der alte Glanz des Platzes, das Lächeln seiner Freunde, das Gefühl von Unbesiegbarkeit – alles war fort. Nichts war mehr übrig, außer Schlamm, Regen und dem Echo einer Zeit, die er nicht wieder zurückholen konnte.“ So beschreibt Lars-Wilhelm Baumgarten in seinem gerade erschienenen Roman „Tore des Lebens“, was übrig bleibt, wenn der Applaus im Stadion verebbt ist. Wenn aus Stars Schatten werden. <br><em>Foto oben: <strong>Lesung mit Fußballweltmeister Christoph Kramer</strong> und seinem Roman »Das Leben fing im Sommer an«: Sonnige Public-Viewing-Erlebnisse, die uns mitreißen. Und die uns gegen alles bessere Wissen glücklich machen können. © picture alliance  / SZ Photo | Robert Haas</em></p>



<p>Der Sport war schon immer ein Spiel, das Sehnsüchte weckte. Nach dem perfekten Tor, dem noch schnelleren Lauf, dem einzigartigen Sprung. Auch die Fußball-WM, die in diesem Monat beginnt, wird wieder neue Helden schaffen, denen wir zujubeln können. Und andere Karrieren beenden, die wir gleichfalls schnell vergessen. Baumgarten, der lange als Spielervermittler tätig war, kennt den Betrieb, den Druck genauso wie die Euphorie. Das macht seinen Fußballroman so besonders.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-24a2b28bb8f79c2bcaf264266156fc59"><em><strong>»Was bleibt, wenn der Applaus im Stadion verebbt ist?«,­</strong> </em><br>beschreibt der Roman »Tore des Lebens« <br>von Lars-Wilhelm Baumgarten.</p>



<p>Vom unglaublichen Druck erzählt auch der – sprachlich hervorragende – Roman „Routinen“ von Son Lewandowski. Hier geht es nicht um Fußball, sondern ums Kunstturnen. Um Kunstfiguren wie Nadia Comăneci, Dominique Moceanu und Simone Biles, Frauen, die schon als Mädchen Superstars waren. Nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil Eltern und Trainer es so wollten. Lewandowskis Blick auf die harten Trainingsbedingungen, bei denen keine Schwäche, kein Schmerz, keine Süßigkeit zugelassen war, ist erschütternd und lässt diese Sportart in einem ganz anderen Licht erscheinen. Als einen Sport, der am Ende doch nur Kommerz ist, und das auf Kosten seiner Athletinnen und Athleten.&nbsp;</p>



<p>Dass auch Fußball längst nur Kommerz ist, der nur zum Schein noch Teamgeist und Toleranz vor sich herträgt, das beweist nicht zuletzt Fifa-Boss Gianni Infantino beständig aufs Neue. Ein neu geschaffener Friedenspreis für den US-Präsidenten, um ihn gnädig zu stimmen. Eintrittspreise für Gruppenspiele, die sich kaum ein Fan mehr leisten kann. Auch hier kann einem die Lust am Sport schnell vergehen. Wir müssen hinter die Kulissen schauen, gerade wenn es schmerzt.&nbsp;</p>



<p>Und doch: Es bleibt der Traum von einem neuen Sommermärchen, das wir doch so gut gebrauchen könnten. So wie in Christoph Kramers wunderschönem Fußball-Roman „Das Leben fing im Sommer an“, in dem der Weltmeister von 2014 den Sommer beschreibt, der sein Leben veränderte. Vielleicht ist das ja auch diesen Sommer wieder möglich. Ich würde es uns wünschen: Einen Sommer mit sonnigen Public-Viewing-Erlebnissen, die uns mitreißen. Und die uns gegen alles bessere Wissen glücklich machen können.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="681" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-2340289" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-1024x681.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-768x511.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399-1536x1022.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-399.jpg 1814w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Jan Ehlert</strong> ist Journalist und pendelt zwischen Hamburg und Hannover. Seine Passion sind Bücher. Er schreibt <br>monatlich für die <em>HafenCity Zeitung</em> seine ­Kolumne <em>»Literatur zur Lage«.</em> © Agnes Fitek</figcaption></figure>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Editorial 06.26: Mutloses Hamburg!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2026 22:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Wolfgang Timpe, Herausgeber und Chefredakteur der HafenCity Zeitung, über das aktuelle Nein im Referendum zu Olympia und aktuelle Einsichten Was für ein Ergebnis. 49,5 Prozent Abstimmungsbeteiligung und 54,9 Prozent sagen [&#8230;]]]></description>
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<p><strong><em>Wolfgang Timpe, Herausgeber und Chefredakteur der HafenCity Zeitung, über das aktuelle Nein im Referendum zu Olympia und aktuelle Einsichten</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="893" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-893x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2338395" style="aspect-ratio:0.8720831204224153;width:200px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-893x1024.jpg 893w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-262x300.jpg 262w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-768x881.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-1340x1536.jpg 1340w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-1786x2048.jpg 1786w" sizes="(max-width: 893px) 100vw, 893px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>HCZ-Chefredakteur </em><br><em>Wolfgang Timpe © Privat</em></figcaption></figure>



<p><strong>Was für ein Ergebnis.</strong> 49,5 Prozent Abstimmungsbeteiligung und 54,9 Prozent sagen Nein zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Hamburg. Eine rund 50-prozentige Volksabstimmungs-Mehrheit aller Abstimmungsberechtigten sorgt jetzt mit dafür, dass aus dem antiquierten selbstzufriedenen „Tor zur Welt“-Image und dem „Die schönste Stadt der Welt“-Gefühl ein Stillstands-Mythos wird. Kein Zukunftsschub. Ein mutloses Hamburg. <br><em>Foto oben: In die Vison von temporären einzigartigen Olympia-Wettbewerben auf der Binnenalster hatte die Mehrheit der Abstimmungsberechtigten beim Olympiareferendum kein Vertrauen. © Vorprojekt Olympia</em></p>



<p><strong>Das negative Referendum</strong> ist zu akzeptieren und die Stadt geht nicht unter. Demokratie kann halt auch wehtun. Jedoch: Keine vom Bund dank Olympia nachhaltig mitfinanzierte neue Infrastruktur, keine zusätzlichen Gelder für Breitensport und zu modernisierende bestehende Sportstätten. Und kein Weltsport-Ereignis, das internationale Gastfreundschaft und Sichtbarkeit eines modernen Hamburg schafft. </p>



<p><strong>Was bleibt? </strong>Die Leader der Pro-Olympia Kampagne, Bürgermeister, Wirtschaftsführer, Initiativen und Sponsoren konnten erstens emotional nicht genug Fans hinter sich versammeln. Wer zweitens am lautesten populistische Parolen wie Die Linke, AfD und NOlympia brüllt, bekommt die Schlagzeilen und verwandelt mit Copy-and-Paste-NOlympia-Kommentaren positive Olympia-Posts in Anti-Olympia-Foren. Das Referendum dokumentiert auch die zunehmende Spaltung der Stadtgesellschaft und zwingt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu, Menschen erfolgreicher zu verbinden – mit authentischer Emotionalität. <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Endspurt-Interview Olympia: »Die Spiele fügen sich in die Stadt ein!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2026 09:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Referendum. Jetzt gilt’s! Am Sonntag, 31. Mai 2026, entscheiden die Hamburger:innen in einem Volksentscheid, ob die Elbmetropole Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 ausrichten soll. Die HafenCity Zeitung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Referendum. Jetzt gilt’s! Am Sonntag, 31. Mai 2026, entscheiden die Hamburger:innen in einem Volksentscheid, ob die Elbmetropole Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 ausrichten soll. Die HafenCity Zeitung hat aktuell den Innen- und Sportsenator Andy Grote nochmal gefragt, warum er die vergangenen Monate so empatisch für Olympia gekämpft und argumentiert hat</em></strong></p>



<p><strong>Stimmen die Bürger:innen für eine Hamburg-Bewerbung</strong> für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 0der 2044? Erster Bürgermeister <strong>Dr. Peter Tschentscher,</strong> Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin <strong>Katharina Fegebank,</strong> der Senat, die große Mehrheit der Bürgerschaft und die private OlympJA-Initiative sowie u.a. der Unternehmer <strong>Alexander Otto</strong> mit seine Sportstiftung und der zum Teil schon erfolgreich umgesetzten Initiative „104 Projekte für 104 Stadtteile“ Vollgas gegeben – für die letzte Woche vor dem Referendum am Sonntag, 31. Mai 2026. Die HafenCity Zeitung hat gut eine Woche vor dem Volksentscheid noch einmal mit dem Innen- und Sportsenator<strong> Andy Grote</strong> gesprochen, warum Olympia Hamburg nicht nur ein fantastisches Weltsportereignis bescheren könnte, sondern auch, warum es die Stadt, der Stadtentwicklung und der Stadtgesellschaft einen Zukunftsschub geben kann. Viel Spaß beim Informieren auf den letzten Metern. Und nicht vergessen: noch Briefwahl machen oder ab ins Wahllokal am 31. Mai. Hamburg hat eine breite Beteiligung aller Wahlberechtigten verdient. <br><em>Foto oben: <strong>Sportsenator Andy Grote:</strong> „Die Spiele würden mitten im urbanen Leben stattfinden – mit Wettkämpfen an zentralen Orten wie der Binnenalster. So entsteht eine offene, zugängliche und festivalartige Stimmung, die Sport und Stadt auf besondere Weise miteinander verbindet.“ © Thomas Hampel</em></p>



<p><strong>Herr Grote, Sie lassen sich von Ihren positiven Olympia-Vibes für Hamburg nicht abbringen. Ganz kurz, warum soll sich Hamburg auf Olympische und Paralympische Spiele freuen?&nbsp;</strong>Wie Millionen Menschen weltweit habe auch ich bei den Spielen in Paris – sowohl vor Ort als auch vor den Bildschirmen – erlebt, welche Begeisterung und verbindende Kraft Olympische und Paralympische Spiele entfalten können. Kaum ein anderes Ereignis bringt Menschen aus aller Welt so friedlich zusammen und steht zugleich so sehr für fairen Wettbewerb, Respekt und Offenheit.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="540" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_hamburg_olympia_3x3_basketball_c_binnenalster_copyright-neuland-concerts-Kopie.jpg" alt="" class="wp-image-2340559" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_hamburg_olympia_3x3_basketball_c_binnenalster_copyright-neuland-concerts-Kopie.jpg 960w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_hamburg_olympia_3x3_basketball_c_binnenalster_copyright-neuland-concerts-Kopie-300x169.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_hamburg_olympia_3x3_basketball_c_binnenalster_copyright-neuland-concerts-Kopie-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Visualisierung des 3&#215;3 Basketball auf der Binnenalster</strong> aus Anlass der Hamburger Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044. © Neuland Concerts</em></figcaption></figure>



<p><strong>Was war das Besondere an Paris?</strong> Dass Paris eindrucksvoll bewiesen hat, dass sich dieser Mut lohnt: Rund 80 Prozent der Bevölkerung bewerteten die Spiele im Nachhinein positiv. Darüber hinaus profitiert die Stadt langfristig – durch moderne Sportstätten, wichtige Impulse für die Stadtentwicklung und die Wiederbelebung der Seine als öffentlichen Raum. Genau daran möchten wir in Hamburg anknüpfen, mit einem verantwortungsvollen Konzept, das die besondere Schönheit unserer Stadt mit einem emotionalen Sportereignis verbindet und daraus ein internationales Festivalerlebnis macht. </p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-00265d3e380b1558418cfabe0f11c955" style="font-size:18px"><strong><em>»Auf teure Neubauten ausschließlich für die Olympischen und Paralympischen Spiele wird bewusst verzichtet.«<br></em>Andy Grote</strong></p>



<p><strong>2015 hat sich Hamburg in einem Referendum gegen eine Olympiabewerbung entschieden. Warum sollten sich die Hamburgerinnen und Hamburger diesmal anders entscheiden und trotz der aktuellen NOlympia-Kampagne? Was sind die wichtigsten Unterschiede zur damaligen Bewerbung?</strong> Die Olympiabewerbung im Jahr 2015 war noch stark auf Neubauten und die Entwicklung des neuen Stadtteils Grasbrook im Hafen ausgerichtet. Dieser Ansatz hat sich inzwischen grundlegend verändert. Heute steht im Vordergrund, die bestehenden Strukturen Hamburgs zu nutzen, anstatt die Stadt eigens für die Spiele umzubauen. <br>Der Leitgedanke lautet nun: Nicht die Stadt passt sich den Spielen an, sondern die Spiele fügen sich in die Stadt ein. Ein wesentlicher Unterschied zur damaligen Bewerbung ist zudem die umfassende Bürgerbeteiligung. Das aktuelle Konzept wurde gemeinsam mit den Hamburgerinnen und Hamburgern entwickelt und orientiert sich gezielt an ihren Interessen. In allen Bezirken fanden offene Veranstaltungen statt, an denen sich tausende Menschen beteiligt haben. Die dort eingebrachten Ideen bilden heute die Grundlage der Bewerbung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="852" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/01/AndyGrote_©WT_IMG_4883-e1779546631728-1024x852.jpg" alt="" class="wp-image-2339927" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/01/AndyGrote_©WT_IMG_4883-e1779546631728-1024x852.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/01/AndyGrote_©WT_IMG_4883-e1779546631728-300x250.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/01/AndyGrote_©WT_IMG_4883-e1779546631728-768x639.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/01/AndyGrote_©WT_IMG_4883-e1779546631728.jpg 1028w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Schulsenatorin <strong>Ksenija Bekereis</strong> (v.l.), Sportsenator <strong>Andy Grote</strong> und Unternehmer und Stifter <strong>Alexander Otto </strong>zur privat organisierten Olympia-Breitensport-Initiative „104 Projekte für 104 Stadtteile“. Senator Grote: „Je öfter unsere Kinder mit und im Sport aufwachsen, desto weniger wachsen sie im Internet auf. Und das ist wichtig für die Zukunft!“ © Wolfgang Timpe</em></figcaption></figure>



<p><strong>Und die Sportstätten?</strong> Auch bei den Sportstätten wird dieser neue Ansatz deutlich. Der überwiegende Teil ist bereits vorhanden. Rund 76 Prozent der Wettkampfstätten existieren schon, etwa 24 Prozent sollen temporär entstehen – beispielsweise ein Beachvolleyball-Stadion auf dem Heiligengeistfeld. Auf teure Neubauten ausschließlich für die Olympischen und Paralympischen Spiele wird bewusst verzichtet.<br>Ein weiterer zentraler Unterschied betrifft die politische und finanzielle Absicherung. Während 2015 noch viele Fragen ungeklärt waren, gibt es heute ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zu Olympischen Spielen in Deutschland. Im Koalitionsvertrag wurde Unterstützung zugesichert, zudem hat der Bund in einer politischen Vereinbarung seine Mitverantwortung bei der Finanzierung bekräftigt. Dadurch ist die Kostenplanung heute deutlich verlässlicher. Hinzu kommt, dass ein Teil der Ausgaben durch Einnahmen aus Ticketverkäufen, Sponsoring und Zuschüssen des IOC refinanziert werden soll.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-33b5fc1714e23231ac260348de3353fb" style="font-size:18px"><strong><em>»Rund 100 modernisierte und restaurierte Trainingsstätten für die Olympioniken können im Anschluss an die Spiele dem Breitensport übergeben werden, sodass der Hamburger Sport profitiert.«</em><br>Andy Grote</strong></p>



<p><strong>Was soll an neuer moderner Infrastruktur in Hamburg und der HafenCity entstehen, die ohne Olympia nicht kommen würde, wie Sie prophezeien?</strong> Das Hamburger Olympiakonzept umfasst weitaus mehr als die reinen Sportstätten, sondern auch ein umfassendes Programm mit Kultur-Veranstaltungen, Mitmach-Aktionen und Events in der gesamten Stadt, unter anderem Public Viewings und Meet&amp;Greets mit Athletinnen und Athleten – auch in der Hafen City. <br>Darüber hinaus werden in ganz Hamburg rund 100 Trainingsstätten im Zuge der Spiele modernisiert und saniert. Sie dienen den Olympioniken während der Spiele als Trainingsstätten, um dann im Anschluss modernisiert und auf den neuestens Stand gebracht, dem Breitensport übergeben werden zu können, sodass der Hamburger Sport profitiert. Für die Hafen City prüfen wir derzeit die Sanierung Sporthallen HafenCity, Am Hannoverschen Bahnhof 27.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="540" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/hamburg_olympia_radrennen_st.annen_copyright-neuland-concerts.jpg" alt="" class="wp-image-2340300" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/hamburg_olympia_radrennen_st.annen_copyright-neuland-concerts.jpg 960w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/hamburg_olympia_radrennen_st.annen_copyright-neuland-concerts-300x169.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/hamburg_olympia_radrennen_st.annen_copyright-neuland-concerts-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Olympia-Radrennwettbewerbe an St. Annen/Am Sandtorkai in der HafenCity.</strong> Senator Andy Grote: „Durch die Hafen City wird der Start/Ziel-Bereich für die Radsport-Wettbewerbe verlaufen mit temporären Tribünen. Auf diese Weise spiegelt sich das Hamburger Konzept perfekt wider, die Spiele passen sich perfekt in die einzigartige Stadtkulisse ein – hier vor der historischen Speicherstadt, dem Unesco-Weltkulturerbe</em>.<em>“ © Neuland Concerts</em></figcaption></figure>



<p><strong>Finden auch Veranstaltungen in der HafenCity, Hamburgs jüngstem Stadtteil, statt?</strong> Durch die Hafen City wird der Start/Ziel-Bereich für die Radsport-Wettbewerbe verlaufen mit temporären Tribünen. Auf diese Weise spiegelt sich das Hamburger Konzept perfekt wider, die Spiele passen sich perfekt in die einzigartige Stadtkulisse ein – hier vor der historischen Speicherstadt, dem Unesco-Weltkulturerbe. Darüber hinaus sollen moderne autonome Shuttle-Busse für zusätzliche Anbindungen zu Trainings- und Sportstätten sorgen. </p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-f95ca2c6204c27c55d313879816f5da9"><strong><em>Vita </em></strong><br><strong>ANDY GROTE<em> ist seit Januar 2016 Senator für Inneres und Sport (SPD) der Freien und Hansestadt Hamburg an und ist Mitglied im dritten rot-grünen Senat unter dem ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. Der 57-jährige studierte Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Verwaltungsrecht war vor seiner Berufung zum Senator von 2012 bis 2016 Bezirksamtsleiter in Hamburg-Mitte. In der Zeit war er u.a. auch mit der Weiterentwicklung des jüngsten Hamburger Stadtteils HafenCity und der Neu-Entwicklung des Stadtteils Grasbrook&nbsp;befasst.<br>Andy Grote ist Fan sportlicher Großveranstaltungen wie dem Haspa-Marathon, dem Ironman European Championship oder den ADAC Cyclassics liebt den Fußball. Der Sport-Macher ist glühender Verfechter der Hamburger Olympia-Bewerbung für 2036, 2040 und 2044, über die die Hamburger:innen in einem Referendum am 31. Mai abstimmen werden. Der Sportsenator ist auch Anhänger des Breitensports, den er 2018 mit dem neuen Leitbild „Active City“ als Hamburger Markenzeichen für Sport, Bewegung und gesellschaftlichen Austausch einen neuen Schub verpasste. Für ihn soll die aktuelle Olympia-Bewerbung eine inspirierende Aufbruchstimmung für die Stadt erzeugen. Und durch die wesentliche finanzielle Unterstützung durch Bundesmittel sollen eine moderne Infrastruktur, modernisierte Bezirkssportstätten und nachhaltige Nutzungen von neuen Sportspielstätten und des olympischen Dorfes als Studierendenwohnungen am Volkspark genutzt werden</em></strong>.</p>



<p><strong>Hamburg bewirbt sich erneut gemeinsam mit anderen deutschen Städten wie München, Köln/RheinRuhr und Berlin. Wo sehen Sie die größten Stärken der Hamburger Bewerbung im Vergleich zu den anderen möglichen Austragungsorten?</strong> Hamburgs größte Stärke im Vergleich zu anderen möglichen Austragungsorten liegt in der besonderen Verbindung von Stadt und Spielen. Das Konzept setzt bewusst darauf, bestehende Strukturen zu nutzen, anstatt neue Großbauten zu errichten. Dadurch werden die Spiele nicht nur nachhaltiger, sondern ermöglichen auch kurze Wege für Athletinnen und Athleten sowie für Besucherinnen und Besucher.<br>Ein weiterer Vorteil ist die außergewöhnliche Inszenierung der Wettbewerbe: Temporäre Sportstätten an markanten Orten der Stadt schaffen eine besondere Atmosphäre und eindrucksvolle Bilder. Die Spiele würden mitten im urbanen Leben stattfinden – mit Wettkämpfen an zentralen Orten wie der Binnenalster. So entsteht eine offene, zugängliche und festivalartige Stimmung, die Sport und Stadt auf besondere Weise miteinander verbindet. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="720" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/hamburg_olympia_olympisches_dorf_plaza_a_copyright-cobe.jpg" alt="" class="wp-image-2340542" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/hamburg_olympia_olympisches_dorf_plaza_a_copyright-cobe.jpg 960w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/hamburg_olympia_olympisches_dorf_plaza_a_copyright-cobe-300x225.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/hamburg_olympia_olympisches_dorf_plaza_a_copyright-cobe-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Späteres <em>Wohnen am grünen Volkspark – vorher olympisches Dorf. </em></strong><em>Neben temporären&nbsp;Spielstätten sieht das Olympiakonzept nachhaltige Neubauten für Hamburg vor. Hier die&nbsp;Plaza im Olympia-Dorf am Volkspark, das später als Wohnviertel genutzt werden soll. © Visualisierung: Cube</em></figcaption></figure>



<p><strong>Was zeichnet Hamburgs Sportprofil aus?</strong> Zugleich verfügt Hamburg als „Active City“ über ein starkes sportliches Fundament. Die Stadt hat umfangreiche Erfahrung bei der Ausrichtung internationaler Großveranstaltungen und verfolgt seit Jahren eine langfristige Strategie zur Förderung von Sport und Bewegung. Zusammen mit gezielten Investitionen in die Infrastruktur entsteht daraus ein tragfähiges Konzept, das nicht nur während der Olympischen und Paralympischen Spiele überzeugt, sondern auch langfristig positive Impulse für die Stadt setzt.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-84659486ffbb4b22d3cb21500dfc9121" style="font-size:18px"><strong><em>»Im Zuge der Entwicklung der Science City Hamburg Bahrenfeld soll auf städtischen Flächen ein vielfältiges und bezahlbares Wohnungsangebot für rund 8.000 Menschen entstehen. Geplant ist dabei ein Anteil von etwa 56 Prozent geförderter Wohnungen – ein wichtiger Beitrag zur Entlastung des Wohnungsmarktes.«</em><br>Andy Grote</strong></p>



<p><strong>Viele Bürgerinnen und Bürger äußern vor allem Sorgen über mögliche Kostensteigerungen – Stichwort Inflation, Sicherheitskosten oder generell unkalkulierbare Großbauprojekte. Können Sie diese Sorgen nachvollziehen und wie realistisch ist es, dass die Kosten am Ende deutlich höher ausfallen?</strong> Die Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger über mögliche Kostensteigerungen sind nachvollziehbar – insbesondere mit Blick auf Erfahrungen aus früheren Großprojekten. Für die aktuelle Bewerbung lassen sich diese Befürchtungen jedoch in wesentlichen Punkten relativieren.<br>Eine allgemeine Preissteigerung durch Olympische und Paralympische Spiele ist wissenschaftlich bislang nicht eindeutig belegt. Es gibt keine belastbaren Hinweise darauf, dass beispielsweise Mieten in Austragungsstädten dauerhaft stärker steigen als in vergleichbaren Städten ohne Spiele. Ältere Studien, etwa von Gabriel Ahlfeldt und Wolfgang Maennig aus den Jahren 2007 und 2009, zeigen zwar, dass es lokal zu Mietsteigerungen kommen kann – insbesondere dort, wo neue Wettkampfstätten oder umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen entstehen. Genau hier unterscheidet sich jedoch das Hamburger Konzept: Es verzichtet bewusst auf große Neubauten und zusätzliche Infrastrukturprojekte ausschließlich für die Spiele. Entsprechend ist auch kein vergleichbarer Preisdruck zu erwarten. <br>Gleichzeitig eröffnen sich Chancen für zusätzlichen Wohnraum. Im Zuge der Entwicklung der Science City Hamburg Bahrenfeld soll auf städtischen Flächen ein vielfältiges und bezahlbares Wohnungsangebot für rund 8.000 Menschen entstehen. Geplant ist dabei ein Anteil von etwa 56 Prozent geförderter Wohnungen – ein wichtiger Beitrag zur Entlastung des Wohnungsmarktes.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="922" height="519" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/01/250617-BigPicture-Finale.jpg" alt="" class="wp-image-2339922" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/01/250617-BigPicture-Finale.jpg 922w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/01/250617-BigPicture-Finale-300x169.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/01/250617-BigPicture-Finale-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 922px) 100vw, 922px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Visualisierung der Schlussfeier</strong> der möglichen Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg auf der Binnenalster am Jungfernstieg. © Neuland Concerts</em></figcaption></figure>



<p><strong>Nochmal zum Geld. Wie hoch ist das finanzielle Risiko?</strong> Insgesamt ist das Kostenrisiko heute deutlich besser kalkulierbar als bei früheren Bewerbungen. Der Verzicht auf Großbauprojekte, die Nutzung bestehender Infrastruktur sowie die veränderten Rahmenbedingungen des IOC tragen dazu bei, dass unkalkulierbare Kostensteigerungen wesentlich unwahrscheinlicher sind. Zudem wurden die Kosten von Beginn an umfassend berücksichtigt; bei den Investitionen ist zusätzlich ein Puffer von 35 Prozent eingeplant. </p>



<p><strong>Was würde Hamburg insgesamt <strong>unabhängig vom Sport</strong></strong> <strong>durch Olympische und Paralympische Spiele gewinnen?</strong> Olympische und Paralympische Spiele würden Hamburg weit über den Sport hinaus voranbringen – und das mit konkreten, messbaren Effekten. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in bestehende Infrastruktur: Der Ausbau von U- und S-Bahn, moderne Sportanlagen und nachhaltige Stadtentwicklung kommen unmittelbar den Hamburgerinnen und Hamburgern zugute. Gleichzeitig stärken gezielte Programme, etwa zusätzliche Sport- und Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche, langfristig Gesundheit, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch die Paralympischen Spiele würden wichtige Impulse setzen. Sie fördern konkrete Fortschritte bei Inklusion und Barrierefreiheit und tragen dazu bei, Hamburg spürbar altersgerechter und zugänglicher zu gestalten.</p>



<p><strong>Und was hat die Wirtschaft davon?</strong> Auch die wirtschaftlichen Effekte internationaler Sportgroßveranstaltungen sind belegt: Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 lag der Netto-Wirtschaftseffekt bei rund 7,1 Milliarden Euro. Das Auftragsvolumen betrug etwa 5 Milliarden Euro, wobei rund 90 Prozent der Aufträge an heimische Unternehmen gingen und etwa 80 Prozent an kleine und mittlere Betriebe. Kurz gesagt: Olympische und Paralympische Spiele schaffen nicht nur Visionen, sondern auch konkrete und nachweisbare Mehrwerte für Stadt, Wirtschaft und Gesellschaft. <br><strong><em>Interview: Wolfgang Timpe</em></strong></p>
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		<title>»Rückenwind für die Lebensqualität!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 14:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Freizeit. Senat und Bäderland stellen Plan für ein »Freibad Schwanenwik« an der Außenalster vor. Das Hamburger Büro gmp Architekten liefert den Entwurf an der Schwanenwik-Wiese  „Ich bin ich sehr fasziniert [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Freizeit. Senat und Bäderland stellen Plan für ein »Freibad Schwanenwik« an der Außenalster vor. Das Hamburger Büro gmp Architekten liefert den Entwurf an der Schwanenwik-Wiese </em></strong></p>



<p>„<strong>Ich bin ich sehr fasziniert</strong> von der Idee des <strong><em>,Freibad Schwanenwik’</em></strong> an der Außenalster. Das würde passen in einer Stadt am Wasser, und wir leben ja in Hamburg mit dem Wasser, mit den Kanälen, mit den vielen Brücken, mit der Alster, mit der Bille und mit der Elbe. Es würde meinem Gefühl für die Lebensqualität in Hamburg noch einmal Rückenwind geben, wenn es uns gelänge, an einem öffentlichen Ort für alle Bürgerinnen und Bürger das Baden in dem öffentlichen Gewässer Außenalster hier an der Schwanenwik-Wiese, zu ermöglichen, einem historischen Badeort“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister ­<strong><em>Dr. Peter Tschentscher</em></strong> bei einer hochkarätig besetzten Pressekonferenz (PK) vor Ort. <br><em>Foto oben: <strong>Umweltsenatorin Katharina Fegebankzum »Freibad Schwanenwik«:</strong> „Ich hoffe, dass der Entwurf auch bei Ihnen die eine oder andere Fantasie beflügelt, hier künftig wirklich schwimmen und ins Wasser zu springen.“ © gmp | Moka</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="719" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-1024x719.jpg" alt="" class="wp-image-2340712" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-1024x719.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-300x211.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-768x540.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-1536x1079.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-2048x1439.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Präsentation „Freibad Schwanenwik“</strong> (v.l.): Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Katharina Fegebank, Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Magdalena Weiss von amp Architekten und Bäderland-Geschäftsführerin Susan Zetzmann sowie Innen- und Sportsenator Andy Grote. © Wolfgang Timpe</em></figcaption></figure>



<p>Der Anlass: Senat und Bäderland stellten Mitte Mai die Idee und erste Bilder für eine mögliche neue Badestelle, das <em>„Freibad Schwanenwik“</em> vor. Es soll nach skandinavschem Vorbild ein schlichtes modernes, öffentliches Naturfreibad mit Sauna-Angebot geschaffen werden. Bürgermeister Tschentscher betonte zwar mehrfach, dass es erstmal eine Idee und noch kein Projekt, aber nach ersten nachhaltigen Prüfungen an dem Ort auch möglich sei. Bei aller eigenen und breiten Begeisterung aller Beteiligten betonte er den jetzt folgenden nachhaltigen Prüfprozess, der für die auftraggebende Bürgerschaft wie für die Stadtgesellschaft „offen und transparent“ jetzt hart geprüft werde. Man kann jedoch davon ausgehen, wenn hier die ultimative Spitze des Senats mit Peter Tschentscher, der Zweiten Bürgermeisterin ­<strong><em>Katharina Fegebank</em></strong> und Chefin der Umwelt-Fachbehörde sowie dem Innen- und Sportsenator und <em>Actice City-</em> und Olympia-Maniac <strong><em>Andy ­Grote</em></strong> und die Bäderland-Geschäftsführerin <strong><em>Susan Zetzmann</em></strong> sich als Quartett ein Medien-Stelldichein geben, muss schon der Michel umfallen, wenn es scheitern sollte. <em>Andy Grote</em> zur <em>HafenCity Zeitung HCZ:</em> „Auch ohne den Olympia-Schwung, den wir gerne mitnutzen wollen, kann das Projekt von Hamburg allein realisiert werden.“</p>



<p>Kein Wunder, dass der Sportsenator vorneweg dafür wirbt, ist er doch schon vor 20 Jahren mit dem heutigen Finanzsenator Dr. Andeas Dressel, danals beide noch Jusos, plakativ in die Alster gesprungen, um für Baden in der Alster zu trommeln. Ein sichtbares Erfolgsmoment könnte der schlichte, komplett in die Uferlandschaft an der Schwanenwik-Wiese integrierte Entwurf des <em>„Freibad Schwanenwik“</em> des renommierten Hamburger Büros <strong>gmp Architekten von Gerkan, Marg und ­Partner</strong> sein. Projektverantwortliche bei gmp, Executive Partnerin <strong><em>Magdalena Weiss,</em></strong> erläutert: „Mit wenigen Eingriffen kann hier ein wunderbarer Badeort im Einklang mit seiner Umgebung entstehen. Die Schilfzone am Ufer bleibt bestehen, unter dem Becken entsteht ein geschützter Raum für Fische. Die Konstruktion aus Holz und Stahl ist rückbaubar, ein natürliches Filtersystem, betrieben mit Solarenergie, ermöglicht einen weitgehend eigenständigen Betrieb des bewusst unbeheizten Bads.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="579" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-1024x579.jpg" alt="" class="wp-image-2340709" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-1024x579.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-300x170.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-768x435.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-1536x869.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-2048x1159.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Magdalena Weiss, gmp Architekten:</strong> „Mit wenigen Eingriffen kann hier ein wunderbarer Badeort im Einklang mit seiner Umgebung entstehen. Die Schilfzone am Ufer bleibt bestehen, unter dem Becken entsteht ein geschützter Raum für Fische.“ © gmp | Moka</em></figcaption></figure>



<p>Selbst der bei der PK anwesende Chef des <strong>NABU Hamburg,</strong> <strong><em>Malte Siegert,</em></strong> mahnte zwar die wichtige Beachtung und Berückdichtigung aller Naturgegebenheiten an, aber findet „die Idee eines öffentlichen, nachhaltig in die Ufer- und Alsternatur eingebettetes Freibad“ grundsätzlich gut. „Öffentliche Freibäder könnten wir in Hamburg noch viel mehr an vielen Standorten gebrauchen“, so Siegert gegenüber der <em>HCZ</em>. Dass Natur und Umwelt, Wasserqualität, Fischbestände und Wassersportaktivitäten von Seglern, Ruderern, Stand-up-Padlern wie auch der AlsterSchifffahrt schon im jetzigen Entwurf berückdichtig wurden, ist Umweltsenatorin <em>Katharina Fegebank</em> amtsmäßig und persönlich wichtig;: „Die Idee des Alsterbades am Schwanenwik knüpft an eine alte Hamburger Tradition an und schafft einen offenen, öffentlichen Ort zum Erholen, Begegnen und Abschalten. Entscheidend ist, dass das Ganze auch für Natur und Umwelt funktioniert: mit einem Konzept, das die Wasserqualität dauerhaft verlässlich sichert und Ufer- sowie Naturbereiche schützt, damit die Alster ihren Charakter behält. Wenn das gelingt, ist das ein echter Gewinn für Hamburg – und auch ein erster Schritt hin zu weiteren öffentlichen Badestellen in der Stadt.“&nbsp;</p>



<p>Und bei der Präsentation legt sie noch eine Schippe dauf: „Wir haben die Interessen aller Nutzerinnen und Nutzer unserer wunderschönen Alster berücksichtigt. Und ich hoffe, dass der Entwurf auch bei Ihnen die eine oder andere Fantasie beflügelt, hier künftig wirklich schwimmen und ins Wasser zu springen.“ Und auch die mitgeplanten Saunen haben es Fegebank angetan, hat sie doch „bei einer Delegationsreise in Kopenhagen“ erlebt, wie vor der Haustür der Deutschen Botschaft bei windigem und kaltem Wetter das zentrale öffentliche Freibad samt Saunen genutzt wurde. „Für mich, und ich glaube für sehr viele Hamburgerinnen und Hamburger, ist das Schwimmen auf der Alster ein Sehnsuchtsort und mit dem Traum verbunden, in sauberem Wasser schwimmen zu können.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="666" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-1024x666.jpg" alt="" class="wp-image-2340715" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-1024x666.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-300x195.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-768x500.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-1536x999.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-2048x1332.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Neue Bade- und Lebensqualität</strong> an und auf der Außenalster mit dem „Freibad Schwanenwik“ mit Alstertouristikschiff und Fernseh-Michel. © Wolfgang Timpe</em></figcaption></figure>



<p>Am Schwanenwik wurde bereits 1869 eine öffentliche Badeanstalt eröffnet. Die ersten Ideen beinhalten ein direkt in die Außenalster integriertes Konzept inklusive Schwimmbecken und die Neugestaltung der Alsterwiese. Im Zentrum der Überlegungen steht ein biologisches Filtersystem, das das Alsterwasser für den Badebetrieb aufbereiten soll. Eine Kombination aus Schilfzonen am Ufer und ergänzender Filtertechnik im Bereich der Steganlagen soll die Wasserqualität verlässlich sichern und gleichzeitig Natur- und Uferbereiche schützen.„Mit dem Naturbad soll die Tradition des innerstädtischen Badens wieder aufgenommen und zugleich eine zusätzliche, öffentliche Freizeitmöglichkeit geschaffen werden, die sich harmonisch in das Stadtbild einfügt“, so die Projektmacher:innen. Im nächsten Schritt werden die Detail- und Machbarkeitsplanungen vertieft, einschließlich Fragen der Wasseraufbereitung, des Naturschutzes, der Sicherheit und des Betriebs sowie dessen Finanzierung.&nbsp;</p>



<p>Sport-Fan <em>Andy Grote</em>: „Hamburger Kinder könnten sogar in der Alster schwimmen lernen. Nach vielen Jahren der Diskussion über die Idee eines Schwimmbades in der Alster gehen wir jetzt im Kontext der Olympia-Bewerbung den entscheidenden Schritt weiter und nehmen das Projekt mit einem realistischen Konzept konkret in Angriff.“ Wenn alles passe und sich bestätige, geht Bürgermeister Tschentscher von einer „Planungs- und Realisierungszeit von drei bis fünf Jahren“ aus. Wie sagt man so schön auf norddeutsch: „Na denn man to!“&nbsp; – bis vielleicht in 2029. Widerstand? Eher unwahrscheinlich – denn Baden in Natur hat echten Retrocharme. <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>»Literatur zur Lage« #101: »Der Wal bringt nicht die Erlösung!«</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/literatur-zur-lage-101-der-wal-bringt-nicht-die-erloesung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=literatur-zur-lage-101-der-wal-bringt-nicht-die-erloesung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 08:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kolumne #101. HCZ-Kolumnist Jan Ehlert schreibt in seiner Kolumne »Literatur zur Lage« unter anderem aus gegebenem gesellschaftspolitischem Anlass über den Buckelwal „Timmy“ Für Joe Haak steht sofort fest: Dieser Wal [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Kolumne #101. HCZ-Kolumnist Jan Ehlert schreibt in seiner Kolumne »Literatur zur Lage« unter anderem aus gegebenem gesellschaftspolitischem Anlass über den Buckelwal „Timmy“</em></strong></p>



<p><strong>Für Joe Haak steht sofort fest: </strong>Dieser Wal braucht Hilfe. Das riesige Tier ist an der Küste des kleinen Ortes St. Piran gestrandet und kämpft ums Überleben. Schnell trommelt Joe alle 300 Einwohner des Ortes zusammen, und gemeinsam gelingt es ihnen, den Wal wieder ins tiefere Wasser zu bugsieren. <br><em>Foto oben: <strong>Ein Buckelwal </strong>wie der gestrandete Timmy in der Ostsee: „Ein geretteter Wal allein verhindert noch keinen Weltuntergang.“ © picture alliance / Timo Dersch</em></p>



<p>Es ist eine Heldengeschichte, die der britische Schriftsteller John Ironmonger in seiner Parabel „Der Wal und das Ende der Welt“ erzählt. Auf eine solche Geschichte haben auch viele Menschen bei uns im Norden gehofft. Timmy, der gestrandete Buckelwal, er sollte mit aller Macht und Kraft wieder ins Meer gebracht werden. Tagelang dominierten die Rettungsversuche die Medien, als hinge von Timmys Schicksal auch unser aller Schicksal ab. Als hätte John Ironmonger mit seinem Romantitel uns prophetisch die Zukunft vorausgesagt: „Der Wal und das Ende der Welt“.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-a316d682167de89e463b871ddb76afa5"><em><strong>»Der Mensch ist des Menschen Wolf«,</strong></em><br><em>so schrieb der Wal-Autor ­Thomas Hobbes, Verfasser des »Leviathan«</em></p>



<p>Es ist einerseits herzerwärmend zu sehen, zu wie viel Empathie mit Tieren wir Menschen in der Lage sind. Wie kreativ und freigiebig wir sein können, wenn es darum geht, ein Leben zu erhalten. Dass das nicht nur für Wale gilt, das zeigt auf großartige Weise das Buch „Die Letzten ihrer Art“ von Douglas Adams und Mark Carwardine. Was sie sich alles einfallen ließen, um Lemuren, Komodowarane und Breitmaulnashörner vor dem Aussterben zu bewahren, ist atemberaubend schön.&nbsp;</p>



<p>Doch ein geretteter Wal allein verhindert noch keinen Weltuntergang. Er beendet auch nicht das Walsterben, das wir Menschen im Gegenteil durch Jagd und Meeresverschmutzung immer weiter beschleunigen. Und er verhindert erst recht nicht das wahnsinnige Drohszenario, das die USA gegen alle aufbauen, die sich nicht ihrem wirtschaftlichen Willen beugen wollen. „Der Mensch ist des Menschen Wolf“, so beschrieb es ein anderer Wal-Autor: Thomas Hobbes, Verfasser des „Leviathan“. Und es sind diese Wölfe, nicht Wale, die die Straße von Hormus im Visier haben.</p>



<p>Wie sehr wir uns gegenseitig zum Wolf werden können, das zeigte aber auch die eigentlich doch so gut gemeinte Walrettung: Helfer, die lieber erst einmal nachdachten als loszulegen, wurden mit Hasskampagnen und Morddrohungen überschüttet. Dabei ist es auch bei Ironmonger nicht der Wal, der die Erlösung bringt. Es sind am Ende die Gemeinschaft, das Zusammenhalten der Dorfbewohner und eine kluge, nachhaltige Planung, die die Menschen von St. Piran die herannahende, viel größere Katastrophe überstehen lassen. Hoffen wir, dass wir uns rechtzeitig daran erinnern, dass es genau diese Eigenschaften sind, die uns Menschen zu Menschen machen. <strong><em>Jan Ehlert</em></strong></p>



<p>__________________________<br><strong>Jan Ehlert</strong> ist Journalist und pendelt zwischen Hamburg und Hannover. Seine Passion sind Bücher. Er schreibt monatlich für die <em>HafenCity Zeitung</em> seine ­Kolumne <em>»Literatur zur Lage«.</em> © Agnes Fitek</p>
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		<title>Editorial 05.26: Empathie &#038; Freude</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 08:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Wolfgang Timpe, Herausgeber und Chefredakteur der HafenCity Zeitung, über das Olympia, Leidenschaft und Pessimisten Wissen Sie was, ich bekenne mich im Sinne von Sportleidenschaft und reiner Wettkampffreude schuldig: Schon immer [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Wolfgang Timpe, Herausgeber und Chefredakteur der HafenCity Zeitung, über das Olympia, Leidenschaft und Pessimisten</em></strong></p>



<p>Wissen Sie was, ich bekenne mich im Sinne von Sportleidenschaft und reiner Wettkampffreude schuldig: Schon immer habe ich mir für Olympische Spiele dauerfrei vom Alltag genommen. 1992 in Barcelona stürmte der 5.000-Meter-Läufer Dieter Baumann auf der Zielgeraden zwischen den beiden kenianischen Konkurrenten hindurch und gewann sensationell Gold. Bis heute ist er der „Weiße Kenianer“ aus Germany. Leichtathletiklegende. 1994 in Los Angeles torkelt die Schweizer Marathonläuferin Gabriela Andersen-Schiess dramatisch, aufgrund extremer Hitze brutal dehydrierend, nach über 42 schon geschafften Kilometern in ihre letzte Stadionrunde, lehnt Hilfe ab und schafft es die letzen 500 Meter in über sieben Minuten ins Ziel und belegt Platz 37. Wettkampfwahnsinn. Ob reine Anteilnahme, Respekt oder Begeisterung: Olympia verbindet – in der Welt. <br><em>Foro oben: <strong>Visualisierung des 3&#215;3 Basketball auf der Binnenalster </strong>aus Anlass der Hamburger Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044. © Neuland Concerts</em></p>



<p>Hamburg bewirbt sich neben Berlin, Rhein-Ruhr-Region und München um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele für 2036, 2040 und 2044. Die große Mehrheit freut sich auf Olympia im Herzen der Stadt? Nö. Der NDR erhob, dass nur 41 Prozent der Hanseaten „eher dafür“ sind, dass die Spiele an Alster und Co. stattfinden. Die Gegner und ihre <em>NOlympia</em>-Initiative brachten sich nicht nur mit vielen Tausend Unterschriften als Nein-Kästchen auf die Stimmzettel zur Olympia-Volksbefragung am 31. Mai. Sondern sie dominieren auch mit ihren Thesen, dass das globale Sportfest zu teuer sei, zu viele Olympiatouristen und zu viel Stau bringe und nur wenige Menschen interessiere, die Schlagzeilen. Man ist im bekannten „Bitte keine Veränderung“-Modus – wie 2015, als man schon einmal stadtweit Olympia ablehnte. Das Tor zu sich, nicht zur Welt: Es könnte ja die beschauliche selbstzufriedene Wohlfühlstimmung in der „schönsten Stadt der Welt“ stören – in Hamburg.&nbsp;</p>



<p>Die Olympia-Nein-Fans pariert der Schauspieler Peter Ustinov elegant: „Ein Optimist ist ein Mensch, der weiß, wie trübe die Welt sein kann. Ein Pessimist ist einer, der das jeden Tag von Neuem feststellt.“ Es gibt kein anderes Sportweltereignis wie Olympia, das bei den Menschen auf allen Kontinenten und im hintersten Dorf eines Landes dramatische Tragik liefert und himmelhoch jauzende Freude im Sport auslöst – über alles gesellschaftlich und kulturell Trennende hinweg. Für mich schafft Olympia Empathie und Begeisterung. Hoffentlich demnächst – auch in Hamburg. <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>



<p>_______________________<br><strong>Wolfgang Timpe</strong> lebt seit 2005 in der HafenCity. <strong>Mail:</strong> <em>timpe@hafencityzeitung.com</em></p>
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		<title>Start von OlympJA: »Ein friedliches Fest der Bewegung«</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/start-von-olympjae-ein-friedliches-fest-der-bewegung/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=start-von-olympjae-ein-friedliches-fest-der-bewegung</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2026 09:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die 1. Kundgebung der Initiative »OlympJA Hamburg« hat gezeigt, dass die Unterstützung für Olympische und Paralympische Spiele in Kultur. Sport, Wirtschaft und Politik in der Hansestadt Haltung zeigt Begeisterung, Gemeinschaft [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Die 1. Kundgebung der Initiative <a href="https://olympja.hamburg">»OlympJA Hamburg«</a> hat gezeigt, dass die Unterstützung für Olympische und Paralympische Spiele in Kultur. Sport, Wirtschaft und Politik in der Hansestadt Haltung zeigt</em></strong></p>



<p><strong>Begeisterung, Gemeinschaft und echter Sportsgeist:</strong> Einige Tausend Menschen versammelten sich  am Nachmittag des 24. April auf dem Jungfernstieg mit der Bühne vor der Europa-Passage. Zahlreiche Segelboote, SUPs, Kanus und Ruderboote schlossen sich der Kundgebung auf der Binnenalster an – auch Unternehmer Alexander Otto und ein mächtiges Senatoren-Quartett unterstützten die erste <strong>OlympJA Hamburg</strong>-Veranstaltung einer privaten Initiative für das „Weltsport- und Friedensfest Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg“. m<br><em>Foto oben: <strong>Einige Tausend Menschen</strong> versammelten sich  am Nachmittag des 24. April auf dem Jungfernstieg mit der Bühne vor der Europa-Passage. © OlympJA</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8468-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340499" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8468-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8468-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8468-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8468-1536x1024.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8468-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Geballte Senator:innen-Unterstützung</strong> für die private OlympJA-Initiative mit Wirtschafts- und Innovationssenatorin Dr. Melanie Leonhard (2. v.re.) und  Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein sowie Finanzsenator Dr. Andreas Dressel (li.) und Verkehrs- und Mobilitätswendesenator Anjes Tjarks im Olympia-Designoutfit mit Schals und T-Shirts . © OlympJA</em></figcaption></figure>



<p>Bei immerhin klirrender April-Kälte von gefühlten 7 Grad tat es gut, dass DJ Kai Schwarz und Musikproduzent Alex Christensen den Reulnehmer:innen heftig einheizten. Für die »Olympia-Initiative« von Stadt und Senat waren Wirtschafts- und Innovationssenatorin <strong>Dr. Melanie Leonhard</strong> und  Stadtentwicklungssenatorin <strong>Karen Pein</strong> sowie Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Verkehrs- und Mobilitätswendesenator <strong>Anjes Tjarks</strong> im Olympia-Designoutfit mit Schals und T-Shirts zur Unterstützung der privaten OlympJA-Initiative gekommen. Ebenso wie <strong>Alexander Otto, </strong>Unternehmer und Stifter, der u.a. mit der Alexander Otto Sportstiftung besonders Vereine und junge Sportler:innen mit und ohne Beeinträchtigung schon im Alltag kräftig unterstützt und für den „Olympia natürlich eine Herzenssache“ sei und die Hamburger:innen nicht „nach 2015 zum 2. Mal nein sagen“, wünscht sich Stifter Otto.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="754" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8644-1024x754.jpg" alt="" class="wp-image-2340505" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8644-1024x754.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8644-300x221.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8644-768x566.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8644-1536x1131.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8644-2048x1509.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>DJ Kai Schwarz und Musikproduzent Alex Christensen</strong> den Teilnehmer:innen Bein bitterkalten gefühlten 7 Grad heftig ein. © OlympJA</em></figcaption></figure>



<p>Für die Veranstalter rund um Initiator und Sprecher <strong>Matthias Onken</strong> war die Kundgebung am Freitag, 24. April, „weit mehr“ als ein Werbe-Event: „Was nachmittags im Herzen der Hansestadt geschah, war ein sichtbares Zeichen für die Sportbegeisterung in Hamburg – generationenübergreifend, vielfältig, vereint.“ Zahlreiche Sportvereine der Stadt waren dem Aufruf „Beweg dich für Olympia!“ gefolgt und sorgten in ihren Outfits für gute Laune und Energie. Familien, Kinder, Leistungs- und Freizeitsportler feierten gemeinsam ein friedliches Fest der Bewegung – ein Querschnitt durch die Hamburger Stadtgesellschaft, wie er authentischer kaum hätte sein können. Gleichzeitig setzte das Geschehen auf dem Wasser ein starkes Signal: Zahlreiche Wassersportler machten die Binnenalster zur Bühne für die maritime Sportleidenschaft Hamburgs – ein Vorgeschmack auf das, was mit Olympia möglich wäre.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="796" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8857-1024x796.jpg" alt="" class="wp-image-2340508" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8857-1024x796.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8857-300x233.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8857-768x597.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8857-1536x1194.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8857-2048x1592.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Sylvia Pille-Steppat,</strong> Hamburger Pararuderin und Paralympionikin, mit <strong>Alexander Otto,</strong> Unternehmer und Stifte, auf der Jungfernstieg-Kundgebung von OlympJA. © OlympJA</em></figcaption></figure>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-c976c7accdcf19895fad0aa26fc86881"><strong><em>Bühne, Begeisterung, positive Botschaften</em></strong></p>



<p>Auf der Bühne auf der Reesendammbrücke sorgte ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Talks und sportlichen Aktionen für Festivalstimmung. Prominente Unterstützerinnen und Unterstützer aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft nutzten die Gelegenheit, ihre Begeisterung für die Olympia-Idee zu teilen – darunter TV-Moderator <strong>Steven Gätjen,</strong> Hamburg-Towers-Hallensprecher <strong>Isaac Hoffmann,</strong> Schauspieler <strong>Marek Erhardt</strong> sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Sport und Stadtgesellschaft wie <strong>Katharina von Kodolitsch,</strong> Präsidentin des Hamburger Sportbunds, OMR-Gründer <strong>Philipp Westermeyer</strong> und Paralympics-Siegerin <strong>Edina Müller.</strong> Musikalische Highlights lieferten unter anderem <strong>Alex Christensen, Pohlmann, Marc Atlas</strong> sowie die <strong>HipHop Academy Hamburg</strong>: Sie verliehen der Veranstaltung einen ebenso emotionalen wie mitreißenden Rahmen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="678" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8871-1024x678.jpg" alt="" class="wp-image-2340509" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8871-1024x678.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8871-300x199.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8871-768x508.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8871-1536x1016.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8871-2048x1355.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Unterstützung für die OlympJA-Initiative und für Spiele in hamburg auch durch <em>die</em> <strong>HafenCity Universität (HCU),</strong> mit ihrem Präsidenten <em><em><strong>Prof. Jörg Müller-Lietzkow</strong> (re.)</em></em>. © OlympJA</em></figcaption></figure>



<p>„Heute hat Hamburg gezeigt, was möglich ist, wenn eine Stadt gemeinsam für eine Vision einsteht“, sagt Matthias Onken. „Diese Energie, diese positive Stimmung und der Zusammenhalt sind genau das, was Olympische und Paralympische Spiele ausmacht.“ </p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-4f247af6d5d73db3024d6e3e24fbe5e0"><strong><em>Ein starkes Zeichen aus der Mitte der Stadt</em></strong></p>



<p>Bemerkenswert: Die Veranstaltung wurde von einer ehrenamtlichen Initiative organisiert, getragen von Engagement, Überzeugung und dem Wunsch, Hamburgs Zukunft aktiv mitzugestalten. „Diese Kundgebung hat gezeigt, dass Olympia in Hamburg kein abstraktes Projekt ist, sondern eine Idee, die die Menschen bewegt“, so Co-Initiator Christian Gerlach. „Wir wollen ermöglichen statt verhindern – und heute haben wir gesehen, dass viele Menschen hier diesen Weg mitgehen wollen.“ Mit der Veranstaltung am 24. April hat OlympJA Hamburg ein kraftvolles Zeichen für die kommenden Wochen bis zum Referendum gesetzt – und für die Vision, die größte und vermutlich schönste Sportveranstaltung der Welt an die Elbe zu holen. <strong><em>Gerda Schmidt </em></strong><br>Mehr Infos unter: <a href="https://olympja.hamburg">olympia.hamburg</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8759-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340507" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8759-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8759-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8759-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8759-1536x1024.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8759-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das Geschehen auf dem Wasser setzte ein starkes Signal: <strong>Zahlreiche Wassersportler</strong> machten die Binnenalster zur Bühne für die maritime Sportleidenschaft Hamburgs – ein Vorgeschmack auf das, was mit Olympia möglich wäre. © OlympJA</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8334-Kopie-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340498" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8334-Kopie-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8334-Kopie-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8334-Kopie-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8334-Kopie-1536x1024.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8334-Kopie-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Flagge zeigen und die Stadtgesellschaft i</strong>n den kommenden 5 Wochen motivieren: Die Initiative OlympJA. © OlympJA</em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="719" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8701-1024x719.jpg" alt="" class="wp-image-2340506" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8701-1024x719.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8701-300x211.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8701-768x539.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8701-1536x1079.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_1I6A8701-2048x1438.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Die OlympJA-Bühne </strong>auf der Reesendammbrücke vor der Europa-Passage. © OlympJA</em></figcaption></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>»Literatur zur Lage« #100: »Weiter Geschichten erzählen!«</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/weiter-geschichten-erzaehlen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=weiter-geschichten-erzaehlen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 22:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Kolumne #100. HCZ-Kolumnist Jan Ehlert schreibt in. sein er Jubiläumskolumne »Literatur zur Lage« unter anderem aus gegebenem gesellschaftspolitischem Anlass über Boccaccio Meisterwerk „Decamerone« Zehn junge Menschen fliehen aufs Land. Die [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Kolumne #100. HCZ-Kolumnist Jan Ehlert schreibt in. sein er Jubiläumskolumne »Literatur zur Lage« unter anderem aus gegebenem gesellschaftspolitischem Anlass über Boccaccio Meisterwerk „Decamerone«</em></strong></p>



<p><strong>Zehn junge Menschen fliehen aufs Land.</strong> Die Welt um sie herum droht im Chaos zu versinken, also wollen sie fernab der Menschenmassen abwarten, bis sich die Situation wieder beruhigt. Um sich die Zeit zu vertreiben und um die Hoffnung nicht zu verlieren, erzählen sie sich Geschichten. Das ist die Rahmenhandlung von Giovanni Boccaccios Meisterwerk „Decamerone“, eine Sammlung von nicht weniger als 100 Novellen. <br><em>Foto oben: Bild zu <strong>Giovanni Boccaccios Novellensammlung »Decamerone«</strong>.© picture alliance | Heritage-Images</em></p>



<p>Inzwischen habe ich hier ebenfalls 100 Geschichten erzählt. Und wenn ich darauf zurückschaue, dann sehe ich, dass die meisten davon von Krisen und Konflikten erzählten: dem Angriffskrieg auf die Ukraine, dem Aufstieg der Autokraten, nicht zuletzt der Coronapandemie. Ja, die „Lage“, zu der ich hier regelmäßig die Literatur suche, scheint sich seitdem verschlechtert zu haben. &nbsp;</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong><em>»Die gefühlte gesellschaftliche Polarisierung durchbrechen und miteinander ins Gespräch kommen.«</em></strong> Jan Ehlert</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-2340293" style="aspect-ratio:1.503715233927575;width:407px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-1024x681.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-768x511.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415-1536x1022.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/03/by.mo-415.jpg 1733w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>HCZ-Autor Jan Ehlert</strong> im Traditionsschiffhafen. © Agnes Fitek</em></figcaption></figure>



<p>Vielleicht hilft aber gerade deshalb der Blick zurück in die Literatur. Denn wir sehen dort, dass wir Menschen schon viel schlimmere Krisen und Konflikte überstanden haben. Und auch, was für Freiheiten, die wir heute genießen, noch vor Kurzem nicht selbstverständlich waren. Da reicht es schon, wenn wir nur 50 Jahre zurückschauen, auf Kalten Krieg, RAF-Terror, Militärdiktaturen. Lesen wir die Bücher von damals, wie Heinrich Bölls „Katharina Blum“, Gudrun Pausewangs „Not der Familie Caldera“ oder Herbert Rosendorfers Roman „Großes Solo für Anton“, in dem (fast) die gesamte Menschheit verschwindet – eine literarische Reaktion auf Klimawandel und Massenvernichtungswaffen.</p>



<p>In sehr vielem, Bürgerrechte, globale Armut und ja, selbst Klimaschutz, ist die Welt seitdem besser geworden. Das heißt nicht, dass wir die Probleme unserer Zeit nicht ernst nehmen sollten. Aber um sie zu verstehen, müssen wir uns weiter Geschichten erzählen. Die gefühlte gesellschaftliche Polarisierung durchbrechen und miteinander ins Gespräch kommen. Was das bewirken kann, zeigen auf beispielhafte Weise die Romane von Juli Zeh: In „Über Menschen“ lässt sie eine junge Städterin aufs Dorf ziehen und konfrontiert sie dort mit ihren Vorurteilen über konservatives Gedankengut. In „Unterleuten“ schildert sie, wie sich ein Dorf wegen eines geplanten Windparks zerstreitet, sich aber auch neue Allianzen bilden.&nbsp;</p>



<p>Auch hier können wir uns Boccaccio zum Vorbild nehmen: Seine zehn jungen Menschen lassen reihum jeden einmal das Gesprächsthema bestimmen. Und hören dann einander zu. Sie sind dabei nicht immer einer Meinung, an ihrer Freundschaft ändert das jedoch nichts. Ihre Welt ist damals nicht untergegangen, nach 100 Geschichten kehren sie zurück. Das Landhaus, in dem Boccaccio sie diese Geschichten erzählen lässt, es steht bis heute. <strong><em>Jan Ehlert</em></strong></p>



<p><strong><em>Interview mit Jan Ehlert aus Anlass seiner 100. Kolumne »Literatur zur Lage« unter: </em></strong>bbbb</p>



<p>_______________________________<br><strong>Jan Ehlert</strong><em> ist Journalist und pendelt zwischen Hamburg und Hannover. Seine Passion sind Bücher. Er schreibt monatlich für die HafenCity Zeitung seine ­Kolumne »Literatur zur Lage«. © Agnes Fitek</em></p>



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		<title>Editorial 04.26: Schaulust</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/editorial-schaulust/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=editorial-schaulust</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 22:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Wolfgang Timpe, Herausgeber und Chefredakteur der HafenCity Zeitung, über das Osterfest und Geschenke-Irrungen Schon klar, man soll höchste christliche Feiertage wie Weihnachten oder Ostern nicht gegeneinander ausspielen, weil jedes Fest [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Wolfgang Timpe, Herausgeber und Chefredakteur der HafenCity Zeitung, über das Osterfest und Geschenke-Irrungen</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="893" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-893x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2338395" style="aspect-ratio:0.8720831204224153;width:143px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-893x1024.jpg 893w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-262x300.jpg 262w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-768x881.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-1340x1536.jpg 1340w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2025/07/Web_HCZ_Portrait.Timpe_-1786x2048.jpg 1786w" sizes="(max-width: 893px) 100vw, 893px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Wolfgang Timpe</em>. <br><em>© Privat</em></figcaption></figure>



<p><strong>Schon klar, </strong>man soll höchste christliche Feiertage wie Weihnachten oder Ostern nicht gegeneinander ausspielen, weil jedes Fest seine eigene Botschaft seit Jahrhunderten am Leben hält. Und doch: Immer schon war das Osterfest für mich das schönste. Warum? Weil sich schon in meinen Kindertagen jedes Frühjahr meine Kleinfamilie um fünf Uhr morgens mit Stullen, gekochten Eiern und Tee-Thermoskanne an Karfreitag in den VW Käfer schwang, um über den Grenzübergang Helmstedt bei Braunschweig nach West-Berlin zu düsen. Ha, um nach rund acht bis zehn Stunden Fahrzeit – mit stundenlangem DDR-Grenzübergangs­aufenthalt – bei der Schwesterfamilie von Opapa in Zehlendorf anzukommen. Oster-Reiseabenteuer. <em><br>Foto oben: <strong>Charity-Aktion mit Lindt-Osterhasen</strong> in der Europa-Passage, Hamburg. © Frank Gründel |citynewstv.de</em></p>



<p><strong>Und für mich gehörte</strong> von klein auf die unendliche Spannung dazu, von der Abfahrt zu Hause bis Ostersonntag inklusive dem unendlich lang erscheinenden Kirchbesuch auf die Ostereiersuche zu warten. Schrecklich schön. Unser Berliner Familienteil lebte in einem riesigen Backstein-Beamtencarrée mit begrüntem Innenhof. Zehlendorf-Idylle und Ort meiner Sehnsucht. Denn nach dem grünen Licht zum Eiersuchen war ich verschwunden und kam strahlend mit tollen Fundstücken von Feuerwehrwagen bis Schüco-Autos wieder – um sie gleich wieder abzugeben, denn es waren die Ostereier anderer Kinder, die im Innenhof ihre Osterhasenpräsente suchten. Drama, Tränen, Zeter und Mordio schreien – wieder hergeben statt bekommen. Trotzdem gab’s am Ende noch Schönes für mich. Oster-Achterbahnfahrt. </p>



<p><strong>Das Ende vom Lied? </strong>Dass ich heute in der HafenCity stehe und beim Blick auf die Elbe weiß: Manchmal liegt das größte Glück nicht im Haben und auch nicht im Suchen und Finden, sondern im Schauen. Wenn die Sonne über den Elbbrücken aufgeht, ob werktags oder zu Ostern, und das Quartier noch still vor sich hin dämmert, ist das meine moderne Auferstehung und immer ein neuer Anfang. Mit der Gewissheit, dass der Frühling uns allen gehört. Ganz gleich, wo wir ihn suchen. In diesem Sinn: Frohe Oster-Entspannung! <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>
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