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	<title>Hafencity Zeitung</title>
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	<description>Nachrichten von der Hamburger Stadtküste</description>
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	<title>Hafencity Zeitung</title>
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		<title>»Rückenwind für die Lebensqualität!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 14:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Freizeit. Senat und Bäderland stellen Plan für ein »Freibad Schwanenwik« an der Außenalster vor. Das Hamburger Büro gmp Architekten liefert den Entwurf an der Schwanenwik-Wiese  „Ich bin ich sehr fasziniert [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Freizeit. Senat und Bäderland stellen Plan für ein »Freibad Schwanenwik« an der Außenalster vor. Das Hamburger Büro gmp Architekten liefert den Entwurf an der Schwanenwik-Wiese </em></strong></p>



<p>„<strong>Ich bin ich sehr fasziniert</strong> von der Idee des <strong><em>,Freibad Schwanenwik’</em></strong> an der Außenalster. Das würde passen in einer Stadt am Wasser, und wir leben ja in Hamburg mit dem Wasser, mit den Kanälen, mit den vielen Brücken, mit der Alster, mit der Bille und mit der Elbe. Es würde meinem Gefühl für die Lebensqualität in Hamburg noch einmal Rückenwind geben, wenn es uns gelänge, an einem öffentlichen Ort für alle Bürgerinnen und Bürger das Baden in dem öffentlichen Gewässer Außenalster hier an der Schwanenwik-Wiese, zu ermöglichen, einem historischen Badeort“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister ­<strong><em>Dr. Peter Tschentscher</em></strong> bei einer hochkarätig besetzten Pressekonferenz (PK) vor Ort. <br><em>Foto oben: <strong>Umweltsenatorin Katharina Fegebankzum »Freibad Schwanenwik«:</strong> „Ich hoffe, dass der Entwurf auch bei Ihnen die eine oder andere Fantasie beflügelt, hier künftig wirklich schwimmen und ins Wasser zu springen.“ © gmp | Moka</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="719" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-1024x719.jpg" alt="" class="wp-image-2340712" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-1024x719.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-300x211.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-768x540.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-1536x1079.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_SenatorenBaederlandgmp_IMG_5398-2048x1439.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Präsentation „Freibad Schwanenwik“</strong> (v.l.): Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Katharina Fegebank, Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Magdalena Weiss von amp Architekten und Bäderland-Geschäftsführerin Susan Zetzmann sowie Innen- und Sportsenator Andy Grote. © Wolfgang Timpe</em></figcaption></figure>



<p>Der Anlass: Senat und Bäderland stellten Mitte Mai die Idee und erste Bilder für eine mögliche neue Badestelle, das <em>„Freibad Schwanenwik“</em> vor. Es soll nach skandinavschem Vorbild ein schlichtes modernes, öffentliches Naturfreibad mit Sauna-Angebot geschaffen werden. Bürgermeister Tschentscher betonte zwar mehrfach, dass es erstmal eine Idee und noch kein Projekt, aber nach ersten nachhaltigen Prüfungen an dem Ort auch möglich sei. Bei aller eigenen und breiten Begeisterung aller Beteiligten betonte er den jetzt folgenden nachhaltigen Prüfprozess, der für die auftraggebende Bürgerschaft wie für die Stadtgesellschaft „offen und transparent“ jetzt hart geprüft werde. Man kann jedoch davon ausgehen, wenn hier die ultimative Spitze des Senats mit Peter Tschentscher, der Zweiten Bürgermeisterin ­<strong><em>Katharina Fegebank</em></strong> und Chefin der Umwelt-Fachbehörde sowie dem Innen- und Sportsenator und <em>Actice City-</em> und Olympia-Maniac <strong><em>Andy ­Grote</em></strong> und die Bäderland-Geschäftsführerin <strong><em>Susan Zetzmann</em></strong> sich als Quartett ein Medien-Stelldichein geben, muss schon der Michel umfallen, wenn es scheitern sollte. <em>Andy Grote</em> zur <em>HafenCity Zeitung HCZ:</em> „Auch ohne den Olympia-Schwung, den wir gerne mitnutzen wollen, kann das Projekt von Hamburg allein realisiert werden.“</p>



<p>Kein Wunder, dass der Sportsenator vorneweg dafür wirbt, ist er doch schon vor 20 Jahren mit dem heutigen Finanzsenator Dr. Andeas Dressel, danals beide noch Jusos, plakativ in die Alster gesprungen, um für Baden in der Alster zu trommeln. Ein sichtbares Erfolgsmoment könnte der schlichte, komplett in die Uferlandschaft an der Schwanenwik-Wiese integrierte Entwurf des <em>„Freibad Schwanenwik“</em> des renommierten Hamburger Büros <strong>gmp Architekten von Gerkan, Marg und ­Partner</strong> sein. Projektverantwortliche bei gmp, Executive Partnerin <strong><em>Magdalena Weiss,</em></strong> erläutert: „Mit wenigen Eingriffen kann hier ein wunderbarer Badeort im Einklang mit seiner Umgebung entstehen. Die Schilfzone am Ufer bleibt bestehen, unter dem Becken entsteht ein geschützter Raum für Fische. Die Konstruktion aus Holz und Stahl ist rückbaubar, ein natürliches Filtersystem, betrieben mit Solarenergie, ermöglicht einen weitgehend eigenständigen Betrieb des bewusst unbeheizten Bads.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="579" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-1024x579.jpg" alt="" class="wp-image-2340709" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-1024x579.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-300x170.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-768x435.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-1536x869.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Naturbad-Schwanenwik-B-©gmp-moka-2048x1159.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Magdalena Weiss, gmp Architekten:</strong> „Mit wenigen Eingriffen kann hier ein wunderbarer Badeort im Einklang mit seiner Umgebung entstehen. Die Schilfzone am Ufer bleibt bestehen, unter dem Becken entsteht ein geschützter Raum für Fische.“ © gmp | Moka</em></figcaption></figure>



<p>Selbst der bei der PK anwesende Chef des <strong>NABU Hamburg,</strong> <strong><em>Malte Siegert,</em></strong> mahnte zwar die wichtige Beachtung und Berückdichtigung aller Naturgegebenheiten an, aber findet „die Idee eines öffentlichen, nachhaltig in die Ufer- und Alsternatur eingebettetes Freibad“ grundsätzlich gut. „Öffentliche Freibäder könnten wir in Hamburg noch viel mehr an vielen Standorten gebrauchen“, so Siegert gegenüber der <em>HCZ</em>. Dass Natur und Umwelt, Wasserqualität, Fischbestände und Wassersportaktivitäten von Seglern, Ruderern, Stand-up-Padlern wie auch der AlsterSchifffahrt schon im jetzigen Entwurf berückdichtig wurden, ist Umweltsenatorin <em>Katharina Fegebank</em> amtsmäßig und persönlich wichtig;: „Die Idee des Alsterbades am Schwanenwik knüpft an eine alte Hamburger Tradition an und schafft einen offenen, öffentlichen Ort zum Erholen, Begegnen und Abschalten. Entscheidend ist, dass das Ganze auch für Natur und Umwelt funktioniert: mit einem Konzept, das die Wasserqualität dauerhaft verlässlich sichert und Ufer- sowie Naturbereiche schützt, damit die Alster ihren Charakter behält. Wenn das gelingt, ist das ein echter Gewinn für Hamburg – und auch ein erster Schritt hin zu weiteren öffentlichen Badestellen in der Stadt.“&nbsp;</p>



<p>Und bei der Präsentation legt sie noch eine Schippe dauf: „Wir haben die Interessen aller Nutzerinnen und Nutzer unserer wunderschönen Alster berücksichtigt. Und ich hoffe, dass der Entwurf auch bei Ihnen die eine oder andere Fantasie beflügelt, hier künftig wirklich schwimmen und ins Wasser zu springen.“ Und auch die mitgeplanten Saunen haben es Fegebank angetan, hat sie doch „bei einer Delegationsreise in Kopenhagen“ erlebt, wie vor der Haustür der Deutschen Botschaft bei windigem und kaltem Wetter das zentrale öffentliche Freibad samt Saunen genutzt wurde. „Für mich, und ich glaube für sehr viele Hamburgerinnen und Hamburger, ist das Schwimmen auf der Alster ein Sehnsuchtsort und mit dem Traum verbunden, in sauberem Wasser schwimmen zu können.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="666" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-1024x666.jpg" alt="" class="wp-image-2340715" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-1024x666.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-300x195.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-768x500.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-1536x999.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_Freibad-Schwanenwik_IMG_5391-2048x1332.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Neue Bade- und Lebensqualität</strong> an und auf der Außenalster mit dem „Freibad Schwanenwik“ mit Alstertouristikschiff und Fernseh-Michel. © Wolfgang Timpe</em></figcaption></figure>



<p>Am Schwanenwik wurde bereits 1869 eine öffentliche Badeanstalt eröffnet. Die ersten Ideen beinhalten ein direkt in die Außenalster integriertes Konzept inklusive Schwimmbecken und die Neugestaltung der Alsterwiese. Im Zentrum der Überlegungen steht ein biologisches Filtersystem, das das Alsterwasser für den Badebetrieb aufbereiten soll. Eine Kombination aus Schilfzonen am Ufer und ergänzender Filtertechnik im Bereich der Steganlagen soll die Wasserqualität verlässlich sichern und gleichzeitig Natur- und Uferbereiche schützen.„Mit dem Naturbad soll die Tradition des innerstädtischen Badens wieder aufgenommen und zugleich eine zusätzliche, öffentliche Freizeitmöglichkeit geschaffen werden, die sich harmonisch in das Stadtbild einfügt“, so die Projektmacher:innen. Im nächsten Schritt werden die Detail- und Machbarkeitsplanungen vertieft, einschließlich Fragen der Wasseraufbereitung, des Naturschutzes, der Sicherheit und des Betriebs sowie dessen Finanzierung.&nbsp;</p>



<p>Sport-Fan <em>Andy Grote</em>: „Hamburger Kinder könnten sogar in der Alster schwimmen lernen. Nach vielen Jahren der Diskussion über die Idee eines Schwimmbades in der Alster gehen wir jetzt im Kontext der Olympia-Bewerbung den entscheidenden Schritt weiter und nehmen das Projekt mit einem realistischen Konzept konkret in Angriff.“ Wenn alles passe und sich bestätige, geht Bürgermeister Tschentscher von einer „Planungs- und Realisierungszeit von drei bis fünf Jahren“ aus. Wie sagt man so schön auf norddeutsch: „Na denn man to!“&nbsp; – bis vielleicht in 2029. Widerstand? Eher unwahrscheinlich – denn Baden in Natur hat echten Retrocharme. <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>
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		<title>Olympia in HH: »Anziehender, dynamischer und lebenswerter«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2026 10:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadtküste]]></category>
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					<description><![CDATA[Hamburg will Olympia. Nicht leise, nicht halbherzig, sondern mit Haltung. Das zeigte heute, am Freitag, 8. Mai, das Olympia-Frühstück „Ehrbare Spiele“ der Versammlung Ehrbarer Kaufleute zu Hamburg e.V. (VEEK) in [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Hamburg will <a href="https://www.hamburg-activecity.de/olympia?gad_source=1&amp;gad_campaignid=23326542214&amp;gbraid=0AAAAACOMat2v1ndktGjNGXjUE9-yXf2SE&amp;gclid=EAIaIQobChMI5uDLscWplAMVA1JBAh1RNCLREAAYASAAEgJrFPD_BwE">Olympia</a>. Nicht leise, nicht halbherzig, sondern mit Haltung. Das zeigte heute, am Freitag, 8. Mai, das Olympia-Frühstück „Ehrbare Spiele“ der Versammlung Ehrbarer Kaufleute zu Hamburg e.V. (VEEK) in der Handelskammer. Dort ging es nicht nur um Sport. Es ging um Stadtentwicklung, Wirtschaft, Zusammenhalt und die Frage, was Hamburg sich zutraut.</em></strong></p>



<p><strong>Wolfgang Raike, Vorsitzender des Tourismusverband Hamburg e.V. ,</strong> widersprach der Sorge, Olympia könne die Stadt überfordern. „Erstmal haben wir keinen Overtourism“, sagte er. Hamburg sei „weit entfernt von anderen Städten, Venedig, Barcelona oder was auch immer“. Die Stadt könne „ruhig noch einige Touristen mehr vertragen“. Olympia würde Hamburg „auf die weltweite Landkarte“ setzen. „Und das wäre mehr als gut.“ <br><em>Foto oben: <strong>Schauspielerin Sandra Quadflieg:</strong> „Olympia ist einfach eine Riesenchance für Hamburg.“ © Jimmy Blum</em></p>



<p>Die Botschaft des Vormittags war klar. Olympia soll kein Selbstzweck sein. Die Spiele sollen Hamburg besser machen. Barrierefreier, sportlicher, grüner und internationaler. Zugleich ging es um Werte, die zur VEEK passen: Fairness, Anstand, Respekt und Haltung. <strong>VEEK-Vorstandsmitglied Dr. Florian Brill</strong> sagte, Hamburg brauche „Mut und Zuversicht“ und ein neues Gemeinschaftsgefühl. Die olympischen und paralympischen Werte passten fast eins zu eins zu den ehrbaren Kaufleuten.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-3e0f2251893028f4f8b6f44f3d036cb3"><strong><em>Hamburg könne die Spiele nutzen, um schneller voranzukommen.</em></strong></p>



<p>Auch <strong>Schauspielerin Sandra Quadflieg </strong>warb deutlich für die Bewerbung. „Olympia ist einfach eine Riesenchance für Hamburg“, sagte sie. Die Stadt könne dadurch barrierefreier und weltoffener werden. Hamburg werde interessanter für Investoren und große kulturelle Ereignisse. Ihr Appell: „Ich hoffe, dass die Hamburger diese Chance ergreifen, um Hamburg wieder auf die Weltkarte zu bringen.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="597" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_IMG_7390-1024x597.jpg" alt="" class="wp-image-2340697" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_IMG_7390-1024x597.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_IMG_7390-300x175.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_IMG_7390-768x448.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_IMG_7390-1536x895.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/05/Web_HCZ_IMG_7390-2048x1194.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Die VEEK-Diskussionsteilnehmer:innen </strong>(v.l.): <strong>Dr. Florian Brill,</strong> VEEK, <strong>Rena Bargsten,</strong> VEEK, <strong>Joja Wendt,</strong> Musiker, <strong>Nataly Bombeck,</strong> Stiftung Elbphilharmonie, <strong>Katharina Kodolitsch,</strong> Präsidentin Hamburger Sportbund, <strong>Sandra Quadflieg,</strong> Schauspielerin, <strong>Christoph Holstein, </strong>Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport, <strong>Torben Johannesen, </strong>Silbermedaille im Rudern von Tokio 2021, <strong>Yvonne Li, </strong>Olympiateilnehmerin, <strong>Nawina Walker, </strong>Standortleiterin Airbus Operation GmbH – und Hamburgs Oberbaudirektor<strong> Franz-Josef Höing</strong> mit seinem Olympia-Selbstverständnis: „Wir wollen eigentlich in keinen Hoffnungslauf, wir wollen ins Endspiel.“ © Jimmy Blum</em></figcaption></figure>



<p><strong>Oberbaudirektor Hans-Josef Höing </strong>machte klar, dass Hamburg nicht nur ein Sportfest planen dürfe. Olympia müsse mehr sein. „Olympia ist eine Chance für uns alle“, sagte er. Es gehe um ein Signal für eine offene, freie, demokratische und respektvolle Stadt. Höing sprach von Olympia als Katalysator für Stadtentwicklung. Die Spiele müssten neue Quartiere, bessere Mobilität, Klimaanpassung und Beteiligung voranbringen.</p>



<p>Er setzte auch ein klares Ziel: „Wir wollen eigentlich in keinen Hoffnungslauf, wir wollen ins Endspiel.“ Hamburg wolle, „dass die Welt zu Gast in unserer weltoffenen Stadt ist“. Gleichzeitig müsse die Stadt bis dahin „anziehender, dynamischer und lebenswerter“ werden.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-76f2c73703ff85b773027b443db83296"><strong><em>Hamburg will die Spiele auf Grund der Wirkung danach und für ein neues Gemeinschaftsgefühl für die ganze Stadt.</em></strong></p>



<p>Höing verwies auf das kompakte Konzept der Bewerbung. Viele Wege sollen zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus und Bahn möglich sein. Neue U- und S-Bahn-Linien seien ohnehin geplant oder bereits im Bau. Es gehe also nicht nur um Olympia, sondern um Infrastruktur, die Hamburg langfristig brauche. Er betonte immer wieder, dass sämtliche Gebäude, die für Olympia entstehen einer direkten Nachnutzung zur Verfügung stünden.</p>



<p>Besonders wichtig war ihm der Blick auf die ganze Stadt. Nicht nur prominente Orte sollen profitieren. Sportstätten sollen saniert, Quartiere erneuert und Grünräume verbunden werden. „Die Ausrichtung olympischer und paralympischer Spiele muss einen dauerhaften Mehrwert entstehen lassen für die Zeit danach“, sagte Höing. Paris hat es schon vorgemacht, das kann Hamburg laut Höing auch. Nach den Spielen stünden über 100 neue oder sanierte Sportstätten für den Breitensport zur Verfügung.</p>



<p>Die Veranstaltung zeigte: Die Unterstützer wollen Olympia nicht als Hochglanzprojekt verkaufen. Sie wissen, dass es Fragen gibt zu Kosten, zum Verkehr oder anderen Belastungen. Und sie setzen dagegen eine andere Erzählung. Hamburg könne die Spiele nutzen, um schneller voranzukommen.</p>



<p>Auch die Wirtschaft sieht darin eine Chance. Es geht um Standortqualität, Tourismus, Fachkräfte, Kultur und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Olympia wäre für Hamburg ein internationales Schaufenster. Aber auch ein Prüfstein, kann die Stadt große Projekte wieder mit Mut angehen?</p>



<p>Am Ende stand weniger die Frage, ob Hamburg feiern kann. Das kann die Stadt. Hafengeburtstag, Marathon, HSV-Aufstieg oder Elbphilharmonie zeigen, wie viel Emotion hier möglich ist. Die größere Frage lautet, will Hamburg diese Energie für ein gemeinsames Ziel nutzen? Die ehrbaren Kaufleute und ihre Diskussionsgäste beantworteten diese Frage klar. Sie wollen Olympia. Nicht nur wegen&nbsp;wegen der Bilder. Sondern wegen der Wirkung danach und ein neues Gemeinschaftsgefühl für die Stadt. <strong><em>Jimmy Blum</em></strong></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>INFOs über Hamburgs <a href="https://www.hamburg-activecity.de/olympia?gad_source=1&amp;gad_campaignid=23326542214&amp;gbraid=0AAAAACOMat2v1ndktGjNGXjUE9-yXf2SE&amp;gclid=EAIaIQobChMI5uDLscWplAMVA1JBAh1RNCLREAAYASAAEgJrFPD_BwE">Olympia-Bewerbung</a></strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue »Kiezkante«: »Ein dauerhaftes Zuhause bekommen!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 10:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Stadtküste]]></category>
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					<description><![CDATA[Wohnungsbau. Endlich! Am 30. Mai erfolgte der Spatenstich für bezahlbaren Wohnraum, Krearivflächen und ein Hotel für das »Projekt ›Kiezkante‹«, dem ehemaligen Paloma-Viertel. Die SAGA und die Quantum Immobilien AG setzen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Wohnungsbau. Endlich! Am 30. Mai erfolgte der Spatenstich für bezahlbaren Wohnraum, Krearivflächen und ein Hotel für das »Projekt ›Kiezkante‹«, dem ehemaligen Paloma-Viertel. Die SAGA und die Quantum Immobilien AG setzen das langwierige Kaugummi-Projekt mit vielen Investoren- und Konzeptwechseln jetzt endlich um</em></strong></p>



<p><strong>Der Spatenstich kommt spät, sehr spät.</strong> Zwölf Jahre nach dem Abriss der Esso-Häuser beginnt am Spielbudenplatz ein neues Kapitel. Die Häuser mussten 2024 über Nacht wegen Einsturzgefahr geräumt werden. Politik und Investoren sprechen nun von einem Signal. Auf der Straße stehen Demonstrierende und sprechen von einem Wort-Bruch.<br><em>Foto/Visualisierung oben: <strong>Frontalansicht des neuen »Kiezkante«-Quartiers </strong>mit Wohnen, Kita, Gewerbe und Hotel. © Planer: Wohnen, Kita, Gewerbe – Büro Schenk Fleischhaker Architekten | Planer: Hotel &amp; Kultur – Architekten SKAI</em></p>



<p>Was geschah: Das Areal der ehemaligen „Esso-Häuser“ steht seit vielen Jahren im Fokus der Stadtentwicklung. Nach dem Erwerb des Grundstücks im Jahr 2009 durch die Bayerische Hausbau wurden unter Beteiligung der Öffentlichkeit Planungen für eine Neubebauung als „Paloma-Viertel“ entwickelt. Öffentliche Veranstaltungen und Beteiligungsformate ermöglichten es Anwohnerinnen und Anwohnern, ihre Perspektiven in den Planungsprozess einzubringen. Eine bauliche Umsetzung erfolgte in den folgenden Jahren jedoch nicht. Im Jahr 2024 wurde das Grundstück an die <strong>SAGA Unternehmensgruppe</strong> und die <strong>Quantum Immobilien AG</strong> veräußert, die das Projekt nun gemeinsam weiterentwickeln und realisieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Spatenstich-Foto_©©-Niels-Fahrenkrog_-e1777558832543-1024x614.jpg" alt="" class="wp-image-2340680" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Spatenstich-Foto_©©-Niels-Fahrenkrog_-e1777558832543-1024x614.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Spatenstich-Foto_©©-Niels-Fahrenkrog_-e1777558832543-300x180.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Spatenstich-Foto_©©-Niels-Fahrenkrog_-e1777558832543-768x460.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Spatenstich-Foto_©©-Niels-Fahrenkrog_-e1777558832543-1536x921.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Spatenstich-Foto_©©-Niels-Fahrenkrog_-e1777558832543-2048x1227.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Spatenstich fürs neue Quartier „Kiezkante“ auf der Reeperbahn:</strong> Quantum-Vorstand Frank Gerhard Schmidt (v.l.), SAGA-Vorstand Dr. Thomas Gryglewski, Hamburg-Mitte Bezirkschef Ralf Neubauer, Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein und Finanzsenator Dr. Andreas Dressel. © Niels Fahrenkrog</em></figcaption></figure>



<p>„Wir beginnen und starten“, sagt <strong>Quantum Vorstand Frank Gerhard Schmidt.</strong> Der Satz klingt schlicht. Er ist zugleich das Versprechen nach Jahren des Stillstands. Das Projekt, lange als&nbsp;„Paloma-Viertel“&nbsp;bekannt, heißt nun&nbsp;„Kiezkante“. Der neue Name soll Nähe zeigen. Ob das gelingt, ist umstritten. Hamburgs <strong>Finanzsenator&nbsp;Dr. Andreas Dressel</strong> betont den gemeinsamen Kraftakt.&nbsp;„Wir kriegen gemeinsam Sachen hin, auch wenn sie zwischendurch mal auf einem schwierigen Weg waren.“&nbsp;Die Liste der Schwierigkeiten ist lang. Baupreise steigen, Zinsen steigen und Projekte geraten ins Stocken. Auch dieses. Zwischenzeitlich galt es als wirtschaftlich nicht umsetzbar – auch wegen dezidierter Anwohner:innen und Nachbarschafts-Nutzungswünsche. </p>



<p>Die Stadt reagierte. Sie verhandelte neu. Sie reduzierte Ansprüche. Dressel spricht offen von „eigenen Lehren“:&nbsp;„Vielleicht manchmal ein bisschen weniger Schischi, damit auch Sachen in die Umsetzung kommen.“&nbsp;Es ist ein Satz, der viel&nbsp;über den Kurswechsel sagt. Weg von Visionen, hin zu Machbarkeit. <strong>Stadtentwicklungssenatorin Karin Pein</strong> sieht das Projekt als Spiegel der Zeit.&nbsp;„Wir haben eine Zeit in der die Immobilienwirtschaft vor geopolitischen Krisen und auch danach steht.“&nbsp;Viele Wünsche aus der Bürgerbeteiligung seien schlicht zu teuer geworden. Einige Ideen verschwinden. Andere bleiben.&nbsp;„Wir konnten viel retten, aber auch nicht alles.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="493" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Kiezkante-Wohnen_©-Moka-Studio_image0-1024x493.jpg" alt="" class="wp-image-2340674" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Kiezkante-Wohnen_©-Moka-Studio_image0-1024x493.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Kiezkante-Wohnen_©-Moka-Studio_image0-300x144.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Kiezkante-Wohnen_©-Moka-Studio_image0-768x370.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Kiezkante-Wohnen_©-Moka-Studio_image0-1536x739.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Kiezkante-Wohnen_©-Moka-Studio_image0-2048x986.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Visualisierung der neuen Wohngebäude </strong>der „Kiezkante“ auf der Reeperbahn. © Moka Studio</em></figcaption></figure>



<p>Was bleibt, ist vor allem Wohnraum. 170&nbsp;öffentlich geförderte Wohnungen sollen entstehen. Dazu eine Kita, Gewerbe und ein Hotel. Die städtische Wohnungsbaugruppe SAGA spricht von einem klaren Fokus:&nbsp;„Wir kümmern uns um bezahlbaren Wohnraum“,&nbsp;kündigt Vorstandstandssprecher Dr. Thomas Krebs&nbsp;beim Spatenstich an. Man werde „wieder mehr bauen. Die Krise sei einkalkuliert gewesen“. </p>



<p>Auch Kultur soll das neue Kiezkanten-Quartier mitprägen. In einem eigenen Kreativgebäude entstehen auf sieben Etagen Flächen für die Kreativwirtschaft. Zusätzlich wird im Erd- und Untergeschoss Raum für das „Molotow“ geschaffen. Allein dafür gibt die Stadt laut Finanzsenator Dressel fünf Millionen Euro. Die Flächen für stadtteilspezifische Club- und Kulturnutzungen werden von der Hamburg Kreativ Gesellschaft betrieben. Damit will der Senat eines der zentralen Versprechen aus dem langen Prozess halten. <strong>Kultursenator Dr. Carsten Brosda</strong> zur neuen »Kiezkante«: „Musik, Kultur und Kreativwirtschaft gehören zur DNA der Reeperbahn und St. Paulis. Es ist gut, dass dies nun mit Unterstützung der Hamburg Kreativ Gesellschaft auch fester Bestandteil der neu entstehenden ,Kiezkante’ wird. Unser Ziel ist es, dass hier ein neues Quartier entsteht, in dem auch Kultur und Kreativwirtschaft ein dauerhaftes Zuhause bekommen.“</p>



<p>Doch genau hier beginnt der Streit der Politik. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen Demonstrierende. Sie sprechen von einer&nbsp;„Mogelpackung“.&nbsp;Antonia Ivankovic von Die Linke: „Vom Kiez steckt da gar nichts mehr drin, sondern es sind vor allem Investoreninteressen.“&nbsp;Der Vorwurf wiegt schwer. Er richtet sich gegen den gesamten Prozess, der sich eine umfassende Beteiligung der St. Pauli-Community auf die Fahnen geschrieben hatte. Der sogenannte&nbsp;„St. Pauli Code“&nbsp;wurde gemeinsam entwickelt. Viele Ideen kamen direkt aus der Nachbarschaft. Nun fühlen sich einige ausgeschlossen.&nbsp;„Es gab keine Beteiligung mehr“, sagt Martinus Stehmeier von Die Linke. „Dieses Konzept wurde nicht mehr besprochen.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="500" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Bauplakat_©-Jimmy-Blum_image1-1024x500.jpg" alt="" class="wp-image-2340672" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Bauplakat_©-Jimmy-Blum_image1-1024x500.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Bauplakat_©-Jimmy-Blum_image1-300x147.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Bauplakat_©-Jimmy-Blum_image1-768x375.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Bauplakat_©-Jimmy-Blum_image1-1536x751.jpg 1536w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_Bauplakat_©-Jimmy-Blum_image1-2048x1001.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Bauplane mit Erinnerung </strong>an das ehemalige Paloma-Viertel mit der Kiez-Kulttankstelle „Esso“. © Jimmy Blum</em></figcaption></figure>



<p>Die Kritik geht ins Detail. Weniger Wohnraum als geplant. Höhere Mieten als erwartet. Mehr Hotelzimmer. Die Aktivisten bezweifeln, dass das Projekt den ursprünglichen Zielen gerecht wird. Besonders die soziale Mischung steht in Frage. Der umfangreiche Beteiligungsprozess war damals auch eine Reaktion auf das Entsetzen, dass solch ein Kiezsymbol wie das Paloma-Viertel abgerissen wurde. </p>



<p>Stadt und Senat halten heute dagegen. Senatorin Pein betont den Kern:&nbsp;„Wir haben hier 100 Prozent&nbsp;öffentlich geförderten Wohnraum.“&nbsp;Auch Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer spricht von einem Erfolg.&nbsp;„Das ist ein Quartier aus St. Pauli für St. Pauli.“&nbsp;Er verweist auf ein Erstbezugsrecht für Menschen aus dem Viertel. Doch selbst in der Politik ist klar, dass Kompromisse gemacht wurden. Dachlandschaften, offene Terrassen oder auch mal angedachte kulturelle Experimente&nbsp;–&nbsp;vieles fällt weg. Zu teuer, zu riskant. Die Priorität liegt jetzt auf Realisierung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_DJ_©-Jimmy-Blum_image2-800x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2340673" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_DJ_©-Jimmy-Blum_image2-800x1024.jpg 800w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_DJ_©-Jimmy-Blum_image2-234x300.jpg 234w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_DJ_©-Jimmy-Blum_image2-768x983.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_DJ_©-Jimmy-Blum_image2-1200x1536.jpg 1200w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_DJ_©-Jimmy-Blum_image2-1599x2048.jpg 1599w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_DJ_©-Jimmy-Blum_image2-scaled.jpg 1999w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Nach vielen Jahren Hin und Her,</strong> Investorenpannen und langem Bürgerbeiteiligungsprozess, macht der DJ für die Spatenstichfestgemeinde aus Politik,  Bau- und Immobilienwirtschaftwirtschaft flotte Töne zum nun möglichen Baustart. © Jimmy Blum</em></figcaption></figure>



<p>Der Konflikt zeigt unabhängig von der neuen Kiezkante ein größeres Problem: Bürgerbeteiligung weckt Erwartungen. Wenn diese später nicht erfüllt werden, entsteht Frust. Gleichzeitig stehen Projekte unter wirtschaftlichem Druck. Die Balance ist schwer. Senator Dressel formuliert es nüchtern:&nbsp;„Mit Wolkenkuckucksheimen kann man keinen Wohnungsbau realisieren.“&nbsp;Der Satz klingt hart und trifft doch auch einen Kern der Debatte über wirklich bürgernahe Mitbestimmung und Beteiligung: Was ist möglich? Und was bleibt Wunsch und wird dann doch – irgendwie &#8211; zum Alibi?</p>



<p>Am Ende steht nun endlich&nbsp;ein Baustart. Bagger rollen&nbsp;und&nbsp;Zäune stehen. Der Stillstand ist vorbei. Für die einen ist das ein Erfolg. Für die anderen ein Verlust. Die Wahrheit liegt, wie so oft, dazwischen. Fakt ist, dass das&nbsp;Projekt&nbsp;nun endlich gebaut&nbsp;wird.&nbsp;Voraussichtlich steht die Kiezkante 2029. <strong><em>Jimmy Blum</em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>»Wir alle müssen Gas geben!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Innenstadt. Wie geht’s nach sechs Monaten? Mit Mimi Sewalski, der neuen Geschäftsführerin des City Management Hamburg, haben wir über die Zukunft von City und HafenCity gesprochen – und darüber, wie [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Innenstadt. Wie geht’s nach sechs Monaten? Mit Mimi Sewalski, der neuen Geschäftsführerin des <a href="https://citymanagement-hamburg.de">City Management Hamburg</a>, haben wir über die Zukunft von City und HafenCity gesprochen – und darüber, wie die neue Mitte Hamburgs zusammenwachsen kann</em></strong></p>



<p><strong>„Tutto bene“, <em>Alles in Ordnung,</em> </strong>strahlen die knallroten Designbuchstaben dezent vom schneeweißen T-Shirt zum lässig-modischen, braunen Business-Pantsuit. Mit klaren Botschaften hat sie kein Thema. Und nach wenigen Sätzen wird deutlich, dass geduldiges Laufenlassen nicht so ihr Ding ist. Feuer entfachen, Menschen begeistern, Kompromisse zimmern: Das ist die lebendige Arbeitsphilosophie der studierten Soziologin, Coachin und Organisationsentwicklerin. <strong>Mimi Sewalski</strong> ist seit sechs Monaten neue Geschäftsführerin des <strong>City Management Hamburg.</strong> Das Marketing- und Netzwerk-Herz der Innenstadt geht mit ihr im Amt neuerdings steil. Sewalski hat kurzerhand das City Management auf Social Media, auf dem B2B-Kanal LinkedIn und auf dem B2C-Kanal Instagram sichtbar gemacht. Sie soll frischen Wind im Unternehmen erzeugen und die Quartiere <em>Innenstadt</em> und <em>HafenCity</em> mittelfristig konstruktiv zur <em>Neuen Mitte</em> verknüpfen. Rückwärts gucken findet <em>Mimi Sewals­ki</em> eher fad, sie schaut lieber nach vorne und schmiedet in den Hamburg-Netzwerken neue Macher:innen-Allianzen.<br><em>Foto oben: <strong>Hamburgs neue </strong></em><strong>City Management-</strong><em><strong>Geschäftsführerin Mimi Sewalski: </strong>„Rückwärts gucken findet Mimi Sewals­ki eher fad, sie schaut lieber nach vorne und schmiedet in den Hamburg-Netzwerken neue Macher:innen-Allianzen.“ © Catrin-Anja Eichinger</em></p>



<p><strong>Frau Sewalski, lassen Sie uns das Gespräch mit Ihrer Omi und deren Leitsatz beginnen: „Jede Tür, die sich schließt, öffnet auch wieder eine neue!“ Wie fühlt sich Ihr immer noch junger Job als Geschäftsführerin des City Management Hamburg nach den ersten sechs Monaten an? </strong>Es wird mit jedem Monat besser. Ich merke, dass ich in den Tritt komme und dass es immer spannender wird. Ich habe inzwischen schon einen guten Überblick und viele spannende Menschen kennengelernt, die sich in der Innenstadt engagieren. Und die ersten Sachen packen wir auch demnächst an. </p>



<p><strong>Was war bislang Ihre schönste Überraschung? </strong>Die wunderschöne Tradition der Märchenschiffe in der Adventszeit. Die Eröffnung und das Plätzchenbacken für die Kinder mit dem Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und dem Künstler Rolf Zuckowski, dessen Fan ich schon seit den 80er-Jahren bin, auf den Alsterschiffen „Sielbek“ und „Saselbek“ war ein tolles Erlebnis. Wir werden Weihnachten 2026 unsere fünf Theaterschiff-Angebote wieder anbieten – mit den beiden kostenlosen Traum- und den Theaterschiffen. Einerseits wollen wir bei der Auswahl der Stücke aktuell bleiben, und natürlich sind wir auch wieder engagiert dabei, Sponsoren für dieses beliebte Angebot zu finden, das deutschlandweit einzigartig und auch kostenintensiv ist. Wir freuen uns über jede Art von Unterstützung bei diesem großen Innenstadtprojekt für alle Hamburger:innen. </p>



<p><strong>Offenbar haben Sie keine Berührungsängste, Partner und Sponsoren zu besorgen? </strong>Als Start-up-Mitgründerin habe ich viele Investoren-Pitches hinter mir und auch erfolgreich abgeschlossen, und das gehört für mich einfach zum Business dazu. Ich begreife das City Management unter anderem auch als ein Unternehmen, das schauen muss, wie es zukunftsfähig bleiben kann und noch erfolgreicher wird. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_097-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340535" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_097-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_097-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_097-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_097.jpg 1444w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Mimi Sewalski:</strong> „Olympia würde Hamburg guttun und uns im Wettbewerb mit Berlin und München eine neue und auch internationale Sichtbarkeit verschaffen. Außerdem finde ich plausibel, dass die Olympia-Investitionen in die Infrastruktur und die Barrierefreiheit Hamburg für die Zukunft fit machen würden, was die Stadt allein in dem Umfang kaum leisten kann.“ © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p><strong>Und warum sollten Hamburger Unternehmer:innen zum Beispiel in die Märchenschiffe investieren? </strong>Es ist ein emotionales Projekt und für Kinder quasi kostenlos. Nur die Backschiffkarten werden dieses Jahr 4,50 Euro kosten, wobei die Kinder dafür auch Hut, Schürze, Backförmchen und Plätzchen bekommen. Alle anderen Angebote sind kostenlos. Und es ist ein Hamburger Traditionsprojekt, das die Binnenalster so toll belebt. Sie ist ein Juwel der Innenstadt und könnte noch viel öfter bespielt werden. Spätestens wenn Sie die strahlenden Augen der Kinder erleben, sind Sie Fan von unseren Märchenschiffen. </p>



<p><strong>Sie haben selbst keine Kinder? </strong>Nein, ich habe einige Patenkinder und: Ich liebe Kinder. Doch ich habe mich dazu entschlossen, selbst keine zu bekommen. </p>



<p><strong>Was war die härteste Erkenntnis in Ihren ersten sechs Monaten? </strong>Die härteste Erkenntnis war definitiv, dass es nicht an Ideen in der Hamburger Innenstadt sowie der Neuen Mitte Hamburgs von der Alster bis zur Elbe mangelt. Es gibt viele Stakeholder, Interessierte und Initiativen, die sich für die Weiterentwicklung der Innenstadt engagieren, aber manchmal scheitert es an der Umsetzung. </p>



<p><strong>Warum? </strong>Da bin ich noch nicht ganz dahintergekommen. Ich kam auch mit einigen neuen Ideen und stellte fest, dass es manche schon gab, sie aber nicht realisiert wurden. Das wollen wir jetzt mit dem City Management und unseren Partnern mal angehen und versuchen zu ändern. </p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-15545c9a3effbb562d2f0612dfc8d13a"><strong><em>»Ich kam auch mit einigen neuen Ideen und stellte fest, dass es manche schon gab, sie aber nicht realisiert wurden. Das wollen wir jetzt mit dem City Management und unseren Partnern mal angehen und versuchen zu ändern.« </em></strong><br><strong>Mimi Sewalski</strong></p>



<p><strong>Das City Management Hamburg hat sich 1999 gegründet, um die Innenstadt attraktiver und sichtbarer zu machen, kümmert sich als Marketing- und Kommunikationspartner hauptsächlich um die klassische Innenstadt und deren Stakeholder aus Händlern, Grundeigentümern und temporären Kulturanbietern rund um Binnenalster, Jungfernstieg, Alter und Neuer Wall sowie Mönckebergstraße. Die City ist zuletzt vor allem durch den wachsenden Onlinehandel und die damit verbundene Krise im stationären Einzelhandel und durch diverse Leerstände gebeutelt. Wie fällt Ihre aktuelle Analyse aus? </strong>Wenn wir die heutige Innenstadt mit der vor 25 Jahren vergleichen, hat sich Wesentliches geändert: Die Gesellschaft hat sich viel stärker pluralisiert. Als Soziologin schaue ich auch immer aus verschiedenen Perspektiven auf die Innenstadt. Früher hatten wir als City Management eine eindeutige Zielgruppe fürs Marketing, die wir direkt ansprechen konnten: die Familien. Wir machten Radiowerbung, erreichten damit die Haushalte in und um Hamburg, und dann kamen Vater, Mutter, Kinder zum Einkaufen in die Stadt, gingen ins klassische Kaufhaus, wo sie vieles an einem Ort vorfanden. Das eine Kind bekam zum Beispiel Schuhe, das andere eine Jacke, und Spielzeug wurde auch noch im Kaufhaus besorgt. Das ist Geschichte und hat sich gesellschaftlich grundlegend geändert. <br>Heute müssen wir mit dem City Management in der Innenstadt unterschiedlichste Zielgruppen mit individueller Ansprache erreichen. Und gerade junge Menschen kommen in die City, um auch was zu erleben, um zum Beispiel einen Club zu besuchen und nicht nur zielorientiert einzukaufen. Wieder andere kommen durch Social-Media-Angebote auf TikTok, Instagram oder Facebook ganz gezielt in die Läden, um bestimmte einzelne Produkte zu kaufen oder das Einkaufserlebnis auf Social Media zu posten. Am Alten Wall beispielsweise sieht man lange Schlangen vor einem neuen Matcha-Café oder einem Bowl-Laden, da diese gerade auf TiktTok und Instagram hip sind. Oder Menschen besuchen ihren Innenstadt-Arzt oder kommen ganz klassisch als Touristen zu uns und lassen sich treiben, flanieren durch unsere City mit ihren attraktiven historischen Kaufmannshäusern. Wenn wir als Innenstadt noch attraktiver werden wollen, müssen wir für alle größeren Zielgruppen Angebote haben, eine attraktive Aufenthaltsqualität der Innenstadtplätze bieten und unterschiedlichste Lebensstile ansprechen. Auf diese Veränderungen muss man nachhaltig reagieren. Das gelingt nicht mit einer Maßnahme, sondern vielen kleinen Schritten, die wir als City Management gerne mit anstoßen oder für die Umsetzung unseren Einfluss geltend machen. </p>



<p><strong>Der Einzelhandel beklagt, dass die sogenannte Frequenz, die Besucherzahlen, durchaus zufriedenstellend ist, der Umsatz aber fehle. Was kann man tun? </strong>Man muss akzeptieren, dass Menschen nicht wegen der einen großen Marke für Bekleidung zum Beispiel in die City kommen. Der Onlinehandel hat das komplett geändert, die Anbieter haben inzwischen selbst Apps, schicken regelmäßig ei­gene digitale Newsletter an ihre registrierten Kunden und sorgen mit Sales, regelmäßigen Sonderverkäufen, für Extraabsatz. So hat der jüngste Black Friday der Innenstadt fast so viel Umsatz beschert wie einzelne Tage im Weihnachtsgeschäft. Das zeigt die Veränderungen, auf die wir als City Management auch neu reagieren müssen. </p>



<p><strong>An welche Lösung denken Sie? </strong>Es gibt nicht das eine Zauberkonzept. Das Shoppengehen bleibt das Kerngeschäft für den Handel, der für gute aktuelle Produkte und gezielte Käuferansprache sorgen muss. Aber darüber hinaus wird es immer wichtiger, dass wir alle – Stadt, Grundeigentümer, Handel, Stakeholder aus Kultur und Gesellschaft sowie wir als City Management – Erlebnisräume schaffen. Wir alle müssen Gas geben und noch stärker zusammenarbeiten, um für die Menschen unsere City attraktiv zu machen, dann werden die Läden auch gut besucht und machen den gewünschten Umsatz.   </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_029-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2340534" style="aspect-ratio:0.666997933938332;width:797px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_029-683x1024.jpg 683w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_029-200x300.jpg 200w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_029-768x1152.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_029.jpg 963w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Mimi Sewalski:</strong> „Das Vernetzen von Gastronomie, Kultur und Handel ist für mich ein ganz großes Anliegen. Wir können als City Management noch viel mehr Community-Feeling schaffen.“ © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p><strong>Senat und Stadtentwicklungsbehörde sowie Innenstadtakteure, Grundeigentümer und Business Improvement Districts (BIDs) haben die Neugestaltung von Cityplätzen wie St. Jacobi- oder Burchardplatz oder wichtige Laufwege wie zum Beispiel die Kleine ­Johannisstraße auf den Weg gebracht – durch Verkehrsberuhigung, neue Bäume, öffentliche Sitzgelegenheiten, Kioske und Außengastronomie. Es kommen neue Orte mit Aufenthaltsqualität. Reicht das? </strong>Für mich hängen Aufenthaltsqualität und Zukunftsfähigkeit stark zusammen, wenn es um eine attraktive Innenstadt geht. Die Umweltbehörde BUKEA hat dokumentiert, dass sich gerade die Innenstadt im Sommer enorm aufheizt, da sie von wahnsinnig viel Stein und auch neuen Pflasterflächen der neu gestalteten Plätze geprägt ist. Das gilt auch für die HafenCity, die sich im Sommer laut BUKEA-Studie am stärksten aufheizt, da die vielen Wasserflächen nicht kühlen, sondern die Hitze des Tages speichern und nachts abgeben. Umso wichtiger sind grüne Aufenthaltsbereiche, die Kühle spenden und an denen sich die Menschen wohlfühlen. So entwickelt aktuell der Alte Wall mit seinen historischen Gebäuden und den neu gepflanzten Bäumen schon fast mediterranes Flair. Plätze sollten nicht nur Aufenthaltsqualität, sondern auch soziale Teilhabe ermöglichen, sodass gerade auch ältere Menschen sich ausruhen und entspannen können und einen Ort haben, wo sie einfach sitzen und schauen können. </p>



<p><strong>Das City Management Hamburg hat 850 Mitglieder. Wie wollen Sie sich um die alle kümmern? </strong>Das sind nicht nur direkte, sondern auch indirekte Mitglieder wie Unternehmen oder Organisationen. Meistens tausche ich mich mit einzelnen Mitgliedern aus, die ganz konkrete Wünsche, Fragen oder Probleme haben, oder treffe mich mit Vertretern von Stadtreinigung, Polizei oder dem Bezirk Hamburg-Mitte, um Prozesse rund um Bauarbeiten oder Sauberkeit in der Innenstadt zu besprechen. Mit vielen hat das schon die letzten Monate geklappt, auch wenn noch einige auf meiner To-do-Liste stehen. Außerdem wurde mir vieles erleichtert, weil mich meine Vorgängerin Brigitte Allkemper gut in unsere City-Management-Themen eingearbeitet hat. Sie hat mir alles toll übergeben.   </p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-b3c571a58b78499dc8351ed4276d5f09"><strong>VITA </strong></p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-62f388564d66a6ce6cbab58adc4b4698"><em><strong>Mimi Sewalski</strong> ist seit 1. Oktober 2025 <strong>Geschäftsführerin</strong> beim <strong>City Management Hamburg</strong>. Die 45-Jährige studierte Diplomsoziologin, ausgebildete Coachin und Organisations­entwicklerin bringt als ehemalige Unternehmerin ihr Wissen im Bereich Handel, Marketing und Transformation in die Arbeit als Citymanagerin ein. Das City Management Hamburg hat 850 Mitglieder und setzt sich seit seiner Gründung 1999 branchenübergreifend für Unternehmen aus den Bereichen des Einzelhandels, der Immobilien-, Kultur-, Freizeit- und Tourismuswirtschaft, Interessen- und Werbegemeinschaften sowie Verbände und Institutionen zusammen mit der Handelskammer Hamburg „für die starke Positionierung unserer Innenstadt“ ein. Das City Management will mithilfe seines Netzwerks „Kompetenz und Expertise“ einbringen und für „Austausch und Veränderung“ sorgen. <br>Die gebürtige Fränkin Miriam Sewalski aus Ansbach, die immer schon „Mimi“ gerufen wird, hat schon in München, Tel Aviv und Bologna gelebt. Sie führte 14 Jahre lang bis Januar 2025 den Onlinemarktplatz Avocadostore für nachhaltige Mode und Produkte mit Sitz in der Altstadt Hamburgs. Nach einer Übernahme der Firma durch ein E-Commerce-Unternehmen passte es offenbar nicht mehr miteinander. Und als sie dann in der Zeit danach die Stellenausschreibung zur City Managerin las, war ihr „Interesse geweckt“, sie bewarb sich und wurde genommen. Mimi Sewalski will Handel, Wandel und Kultur in der Innenstadt wie auch in der HafenCity stärken und den gegenseitigen Austausch fördern. Sie ist verheiratet und lebt in Hamburg-Ottensen. </em></p>



<p><strong>Sie sind gebürtige Fränkin aus Ansbach, haben jedoch die letzten 18 Jahre schon in Hamburg gelebt und das Online-Unternehmen Avocadostore in der Altstadt mitgegründet und geführt. Wie kommen Sie mit den Gepflogenheiten Hamburger Kaufleute bislang zurecht, die gerne mal „hintenherum“ Projekte verhindern oder ihre Interessen via Netzwerk durchsetzen? </strong>Dass ich aus Franken komme, ist da nicht so relevant. Erst einmal sind es alles Menschen, und ich glaube ganz stark an das Thema Kommunikation, schließlich bin ich ausgebildete Coachin und habe auch in dieser Funktion und als Organisationsentwicklerin gearbeitet. Das hilft mir in Situationen, in denen Kommunikation negative Emotionen oder inhaltliche Hürden überwinden muss, alles immer wieder auf die Sachebene zurückzuholen und so auch vielleicht die Lösung von Problemen ein wenig zu beschleunigen. Okay, das klappt mal mehr, mal weniger, das gebe ich zu, aber es ist ein stetiger Weg. Es ist die Kunst, Kommunikation durch verschiedene Perspektivwechsel immer wieder zu ermöglichen und sich gemeinsam zu fragen: Worum geht es hier eigentlich? Was ist unser gemeinsames Ziel? Und da bin ich nach einem halben Jahr ganz optimistisch dabei.  </p>



<p><strong>Was möchten Sie unbedingt als Erstes zeitnah ändern? </strong>Ganz neu ist, dass ich nun auch auf LinkedIn als City Managerin Einblicke geben werde. Das City Management ist ja eigentlich ein B2B-Business durch unsere Mitglieder und Mitgliedsunternehmen. Das passt gut zu LinkedIn. Da die Wirkung unserer Arbeit aber B2C sichtbar ist, ist das City Management Hamburg auch auf Instagram vertreten.  </p>



<p><strong>Inwiefern? </strong>Weil ich festgestellt habe, dass zum Beispiel viele Innenstadtbesucherinnen und -besucher nicht wissen, dass wir an verkaufsoffenen Sonntagen aufwendige und tolle Programme organisieren, und wo sie stattfinden und wie man teilhaben kann. Da ist die Kommunikation über Instagram schnell und direkt. So haben wir zuletzt die Themen Integration und Inklusion oder auch Olympische und Paralympische Spiele umgesetzt. Das City Management möchte für mehr Sichtbarkeit aller Aktivitäten in der Innenstadt sorgen. Wir wollen zeigen, wie viel in der City los ist und wie viele Menschen sich – auch ehrenamtlich – hier engagieren. Dieses Vernetzen von Gastronomie, Kultur und Handel, das ist für mich ein ganz großes Anliegen. Wir können als City Management noch viel mehr Community-Feeling schaffen. </p>



<p><strong>Sind Sie ein digitaler Nerd? </strong>Nerd würde ich nicht sagen, aber ich habe natürlich im E-Commerce gearbeitet und war dort auch zeitweise für die Softwareentwicklung des Marktplatzes zuständig und habe zu Beginn auch als „Product-Owner“ und „Scrum-Master“ das Entwicklungsteam geleitet. Die Kundensicht und die „Customer Journey“ waren sehr wichtig für unser Geschäftsmodell. Ein Nerd bin ich nicht, aber in jedem Fall bin ich digitalaffin.  </p>



<p><strong>Sie waren vor dem jetzigen Job als City Managerin Geschäftsführerin der Onlineplattform Avocadostore, eines Marktplatzes für „Eco Fashion und Green Lifestyle“. Was haben nachhaltige Mode und grüner Lebensstil mit der Zukunft der Innenstadt zu tun? </strong>Das ist ein spannender Aspekt. Im Avocadostore ging es neben der Nachhaltigkeit der Produkte auch darum, dass man aktuelle Trends aufgreift. Es wird auch für die klassische Innenstadt immer wichtiger, was für nachhaltige und gesellschaftliche Trends sich entwickeln. Der Handel braucht Produkte, die man haben will – und die entsprechenden Stores, die das dazugehörende Lebensgefühl auch ausdrücken. Da sind wir als Innenstadt schon auf einem ganz anderen Level als vor 15 Jahren. Für eine attraktive Innenstadt muss man immer up to date und in Bewegung bleiben. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_013-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340532" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_013-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_013-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_013-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_09_HCZ_MimiSewalski_013.jpg 1444w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Innenstadt-Managerin Mimi Sewalski:</strong> „Gerade junge Menschen kommen in die City, um auch was zu erleben, um zum Beispiel einen Club zu besuchen und nicht nur zielorientiert einzukaufen. Wieder andere kommen durch Social-Media-Angebote auf TikTok, Instagram oder Facebook ganz gezielt in die Läden, um bestimmte einzelne Produkte zu kaufen oder das Einkaufserlebnis auf Social Media zu posten.“ © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p><strong>Inwiefern? </strong>Momentan gibt es bei jungen Leuten um die 30 den Trend, wieder offline zu sein. Das ist jetzt paradox, weil wir ja gerade darüber sprachen, dass ich digitalaffin bin. Tatsächlich treffen sich aktuell immer mehr junge Menschen zum Beispiel bei lässiger Musik zum Stricken oder Puzzeln. Jeder Trend provoziert häufig auch einen Gegentrend. Nach der starken digitalen Phase zeichnet sich ein wenig Müdigkeit bei Social Media ab. Wir könnten da als Innenstadt günstige Zwischennutzungen anbieten, um neu sich bildenden Communitys Events mit coolem DJ oder was auch immer anzubieten. Viele junge Menschen legen parallel zum Digitalhype wieder mehr Wert auf persönliche Begegnungen. Analoges vernetzen, sich live und persönlich neu kennenlernen und vernetzen sind durchaus wieder angesagt. Warum soll die City bei Bedarf da nicht Räume für eine temporäre Erlebniskultur zur Verfügung stellen? Das Thema ist wichtig. So wie die Gesellschaft sich weiterentwickelt und verändert, muss sich auch die City verändern und entsprechende Angebote machen. </p>



<p><strong>Muss das City Management 2.0 die Innenstadtakteure stärker führen? </strong>Nein, das glaube ich nicht und habe ich so auch noch nicht wahrgenommen. Wir sind eher als Inspiration für Neues, als Ideengeber und möglicher Unterstützer bei Umsetzungen gefragt. </p>



<p><strong>Bei der Durchsetzung von Ideen ist doch Führung unerlässlich, oder? </strong>Mit Führen habe ich kein Problem, aber nicht klassisch top-down. Das bin ich nicht. Ich möchte lieber mit Ideen überzeugen und Menschen begeistern und mitreißen. Ich hoffe, dass mir das gelingt. </p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-8b8ba892b171b779057463b092d51578"><strong><em>»Das City Management möchte für mehr Sichtbarkeit aller Aktivitäten in der Innenstadt sorgen. Wir wollen zeigen, wie viel in der City los ist und wie viele Menschen sich – auch ehrenamtlich – hier engagieren. Das Vernetzen von Gastronomie, Kultur und Handel ist für mich ein ganz großes Anliegen. Wir können als City Management<br>noch viel mehr ­Community-Feeling schaffen.« </em></strong><br><strong>Mimi Sewalski</strong></p>



<p><strong>Die Innenstadt-Kaufleute und -Grundeigentümer gelten eher gerne mal als sperrig. </strong>Das kann ich aufgrund der ersten sechs Monate nicht bestätigen. Im Gegenteil, ich nehme ein generelles Verständnis bei allen Beteiligten wahr, dass man sich verändern und auch Neues wagen muss. Dazu wird sicher auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Innenstadtkoordinator Dr. Julian Petrin beitragen. Mir scheint wichtig, dass man bei Projekten klar definiert, was das Ziel ist: Will man ein gesellschaftliches oder kulturelles Erlebnis schaffen? Soll es um Spaß gehen? Oder soll die Aktion gezielt den Handel und den Umsatz pushen? Wenn die Ziele klar sind, können eigentlich alle in dieselbe Richtung laufen, und man sucht dann gemeinsam den besten Weg. </p>



<p><strong>Sie haben als Geschäftsführerin des Avocadostores mit 60 Mitarbeiter:innen und bis zu 70 Millionen Euro Jahresumsatz rund 14 Jahre nachhaltig Erfahrung sammeln können. Vor Ihrem Dienstantritt zur aktuellen Aufgabe als City Managerin haben Sie gesagt: „Ich bin Expertin für den Wandel.“ Bestärkt Sie das erste ­halbe Jahr in Ihrem kämpferischen Mut? </strong>Ja, tatsächlich. Viele Menschen, die die City prägen und mitgestalten, gehen gerne ins Gespräch und sind auch interessiert am Wandel. Ein Problem haben wir alle: Die eine Lösung liegt nicht auf dem Tisch. Wir müssen jetzt mutig sein und Sachen probieren. Und wir können auch mit Maßnahmen oder Projekten scheitern. Das gehört dazu und unterscheidet sich nicht wesentlich davon, ein Unternehmen kaufmännisch zu führen. Auch ein Kaufmann muss, um up to date zu bleiben, manchmal Risiken eingehen und etwas wagen. Das kenne ich aus meiner Geschäftsführertätigkeit. Die Idee für das Produkt oder für das Projekt muss halt sitzen. Man macht einen Businessplan, kalkuliert Risiken und baut ein bisschen Puffer mit ein. Und dann wird es schon gut gehen. Dieser Mut, neue Dinge anzugehen, ist für alle und besonders für Kaufleute herausfordernd. Es ist auch ein Wandel im Kopf. </p>



<p><strong>Haben Sie denn neben den Kaufleuten schon weitere wichtige Sparringspartner ausgemacht? </strong>Das sind sicher die Grundeigentümer und die Immobilienwirtschaft der Innenstadt wie auch die Innenstadtbeauftragte der Hamburger Wirtschaft der Handelskammer, aber auch Gastronomen, Kulturschaffende oder auch einzigartige Ladengeschäfte, die es so nur hier gibt. </p>



<p><strong>Und bei Widerstand? </strong>Wenn man zu oft gegen eine Wand gelaufen ist, muss man dann halt fragen: Was sind denn eure Ideen, was schlagt ihr vor? </p>



<p><strong>Am 31. Mai stimmen die Hamburger:innen über die Olympia-Bewerbung ab. Sind Sie dafür oder ­dagegen? </strong>Ich würde mich total freuen, wenn wir als City Management auch unseren Beitrag dazu leisten können. Olympia würde Hamburg guttun und uns im Wettbewerb mit Berlin und München eine neue und auch internationale Sichtbarkeit verschaffen. Außerdem finde ich plausibel, dass die Olympia-Investitionen in die Infrastruktur und die Barrierefreiheit Hamburg für die Zukunft fit machen würden, was Hamburg allein in dem Umfang kaum leisten kann. Ich war im Sommer 2024 in Paris und habe begeistert die positive Energie gespürt, die Olympia dort ausgelöst hat. Wir können im „Kleinen“ auch selbst mehr erreichen. Ich empfinde die Binnenalster als das Juwel der Innenstadt, dass ich am liebsten fortgesetzt bespielen würde. Alsterfontäne, Märchenschiffe oder Binnenalster Filmfest sind prima, aber da geht noch so viel mehr. Es wäre toll, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten: City Management, Hamburg Marketing, Hamburg Tourismus, der Tourismusverband, die BIDs und viele andere mehr. Gemeinsam müssen wir mit den City-Stakeholdern versuchen, neue Perlen der Innenstadt zu heben und die klassischen noch erfolgreicher und für alle sichtbarer zu machen. </p>



<p><strong>Mit der Elbphilharmonie, den Kulturangeboten des Überseequartiers, dem Port des Lumières, den Galerien und dem Internationalen Maritimen Museum sowie ab Ende dieses Jahres dem UBS Digital Art Museum, ab 2029 dem Naturkundemuseum und ab 2034 der neuen Kühne-Oper droht der City weiter kräftiger Kultur- und Event-Wettbewerb aus der HafenCity. Kämpfen Sie gegen Windmühlen? </strong>Das würde voraussetzen, dass sicbh die HafenCity gegen die Innenstadt positioniert. Das Ziel ist es jedoch gerade, die beiden Quartiere als Hamburgs Neue Mitte zusammenzubringen. Für mich lautet hingegen die Frage: Welche Standorte in der klassischen Innenstadt muss man stärken, damit da ein Zusammenspiel auf Augenhöhe entsteht? Ich bin kein Freund davon, zu sagen: „Oh, das passiert jetzt alles da drüben, und hier passiert nichts“, sondern es gibt auch für die City herausragende Planungen. Dazu gehört für mich unter anderem das neue „Haus der digitalen Welt“ am Gerhart-Hauptmann-Platz mit dem künftigen Sitz der Hamburger Zentralbibliothek. Mir ist auch wichtig, dass inzwischen die Planungen für die stadtplanerische Um- und Neugestaltung der sogenannten Dom­achse, des künftigen zentralen fußläufigen Verbindungsweges und der Fahrradverbindung zwischen Innenstadt und HafenCity und umgekehrt, auf den Weg gebracht ist. Für mich ist das gemeinsame Denken und Handeln von den Stakeholdern in der City und der HafenCity der einzige Schlüssel für eine neue lebendige Innenstadt von der Elbe bis zur Binnenalster, vom Westfield Hamburg-Überseequartier mit dem Cruise Center HafenCity für Kreuzfahrtgäste bis zu Mönckebergstraße, Jungfernstieg, Alter und Neuer Wall. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_052-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2340588" style="aspect-ratio:0.6669966910711029;width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_052-683x1024.jpg 683w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_052-200x300.jpg 200w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_052-768x1152.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_052-1024x1536.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_052-1365x2048.jpg 1365w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_052-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Empfindet sie die City-Krise als besonderen Druck? Mimi Sewalski:</strong> „ Ich empfinde das nicht als Druck, sondern als Chance! Dabei setze ich vor allem auf Austausch, zum Beispiel mit den BIDs und anderen Entscheidern, damit man gemeinsam einzelne Projekte auf den Weg bringt. Um die klassischen Fragen wie Finanzierung, Effizienz und Kostenmanagement kommt man doch eh nicht herum. Da denke ich immer unternehmerisch.“ © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p><strong>Wichtige Grundeigentümer-Vertreter:innen wie unter anderem Nicole C. Unger oder Geschäftsführer Dietmar Hamm vom Levantehaus beklagen seit Jahren, dass viel zu wenig passiere und noch nicht einmal eine ordentliche Beschilderung von der City zur HafenCity und umgekehrt existiere. Haben Sie Hoffnung? </strong>Immer! Klar, bei dem Thema gibt es noch ordentlich Luft nach oben. Doch das Vergangene ist vergangen. Mich interessiert viel mehr, nach vorne zu schauen und zu fragen: Warum ist es nicht besser gelaufen? Können wir die Ursachen dafür beseitigen, und wie bekommen wir das hin? Gab es gravierende Kommunikationsfehler? Oder lag es an fehlendem Geld? Fragen, nicht um Schuldige zu benennen, sondern um für neue Lösungen zu ringen, die dann auch umgesetzt werden. Im Übrigen habe ich in meinen ersten sechs Monaten leider doch schon öfter erlebt, das gute Ideen einfach am Geld gescheitert sind. Vielleicht muss man gemeinsam neue Prioritäten setzen, was vor allem für eine lebendige Innenstadt sorgt – auch nach der abendlichen Schließung der Geschäfte. Ich bin sicher, dass wir es neu angehen und besser machen können. Das motiviert doch – mich jedenfalls. </p>



<p><strong>„Don’t crack under pressure“, heißt es so schön martialisch im Englischen. Wie gehen Sie mit dem Erwartungsdruck an Sie als neue City Managerin um? </strong>Ich empfinde das nicht als Druck, sondern als Chance! Dabei setze ich vor allem auf Austausch, zum Beispiel mit den BIDs und anderen Entscheidern, damit man gemeinsam einzelne Projekte auf den Weg bringt. Um die klassischen Fragen wie Finanzierung, Effizienz und Kostenmanagement kommt man doch eh nicht herum. Da denke ich immer unternehmerisch. Wichtig ist für mich, dass die überwiegende Mehrheit von einer Idee begeistert ist und Lust darauf hat, sie gemeinsam zu verwirklichen. </p>



<p><strong>Wichtige Player aus der HafenCity wie das Westfield-Quartier oder Breuninger sind Mitglied bei Ihnen im City Management Hamburg. Die haben wie Sie das Interesse, das es einen regen Austausch zwischen den Besuchern in der HafenCity und der Innenstadt gibt, um erfolgreich zu sein. Wie wollen Sie denn die vielen Tausend Westfield-Besucher:innen oder die täglich 25.000 Menschen, die den Überseeboulevard nutzen, in die City locken? </strong>Das muss man abwarten, wie sich das entwickelt. Erstaunlicherweise hat die City relativ wenig Frequenzeinbußen nach Eröffnung des Westfield-Quartiers zu spüren bekommen. Ich habe den Eindruck, dass aktuell, speziell an Wochenenden, vorher Grundsatzentscheidungen getroffen werden: Gehen wir doch noch in die Innenstadt oder ins Westfield? Und da müssen die Innenstadtakteure mit Werbung wie mit klassischem Marketing und zeitgemäßer Social-Media-Kommunikation dafür sorgen, dass es gute Gründe gibt, doch noch in der City oder der HafenCity vorbeizuschauen. Sie müssen multimedial sichtbar sein und das Einzigartige und die Qualität ihrer Location, ihrer Produkte und ihres Einkaufserlebnisses kommunizieren. Da hat sich niemand zu verstecken. Die Innenstadt ist absolut wettbewerbsfähig und wird jetzt durch das Westfield-Quartier und die HafenCity neu gefordert. Diese Herausforderung sollte die City freudig annehmen. </p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-e8e59566add0900855261635eddd1ea6"><strong><em><strong>»Frauen können ihr Ego zurückstellen und stärker auf die Sache gucken. Das gilt sicher nicht pauschal für alle Frauen und Männer. Doch ­Führungsstile verändern sich in unserer Generation hin zu bottom-up statt top-down. Im Idealfall hören Frauen besser zu, nehmen sich Zeit, ihr Gegenüber und die persönlichen Stärken kennenzulernen und diese dann richtig ­einzusetzen. «</strong><br></em></strong><strong>Mimi Sewalski</strong></p>



<p><strong>Wie finden Sie generell die HafenCity? </strong>Als ich 2008 nach Hamburg kam, sagte mir ein befreundeter Architekt: „Guck dir die HafenCity an, da entsteht etwas ganz Neues.“ Das habe ich getan, bin immer wieder dort, finde es gelungen und habe in meiner vorherigen Tätigkeit das Büro am Cremon hinter der Deichstraße gehabt. Gerade der Übergang von der Altstadt über die Speicherstadt in die HafenCity hat faszinierende abwechslungsreiche Facetten. Besonders in den warmen Sommermonaten lebt der Stadtteil von seinen vielen Wasserlagen. Das macht etwas mit einem, sorgt für positive Stimmungen und für eine eigene Art von Leichtigkeit. Man hat Lust, am Wasser zu flanieren. Aber mit der Innenstadt ergeht es mir auf andere Weise genauso. City und HafenCity sind zwei Welten, die sich wunderbar ergänzen! </p>



<p><strong>Sie haben 14 Jahre Erfahrung als Gründerin und Geschäftsführerin. Sind Frauen die besseren Führungskräfte? </strong>Ich glaube, ja, weil sie ihr Ego zurückstellen können und stärker auf die Sache gucken. Das gilt sicher nicht pauschal für alle Frauen und Männer. Doch Führungsstile verändern sich in unserer Generation hin zu bottom-up statt top-down. Und Aufgaben verantwortlich abzugeben, wirklich loszulassen, können Frauen eher. Im Idealfall hören Frauen besser zu, nehmen sich Zeit, ihr Gegenüber und die persönlichen Stärken kennenzulernen und diese dann richtig einzusetzen. </p>



<p><strong>Was ist Ihre wichtigste Eigenschaft? </strong>Die Fähigkeit, mich sehr schnell in andere Menschen und ihre Situationen hineinzuversetzen. Ich mag den Perspektivwechsel und bin ein empathischer Mensch. </p>



<p><strong>Auf welches Ereignis freuen Sie sich 2026? </strong>Ich freue mich schon sehr auf das Binnenalster Filmfest am Jungfernstieg. Ich habe selbst lange im Kino gearbeitet, mein Studium mit Arbeit im Kino finanziert und finde das ein wunderschönes Projekt – und kostenlos ist es obendrein auch noch. </p>



<p><strong>Sie arbeiten rund um die Uhr für die Mitglieder des City Management Hamburg. Wie entspannen Sie im ­Alltag? </strong>Mein Geheimnis ist regelmäßiges Unkrautjäten in meinem Schrebergarten – und Sport im Fitnesscenter sowie Joggen, Yoga und Pilates. Der Mix macht’s. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_096-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2340589" style="width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_096-683x1024.jpg 683w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_096-200x300.jpg 200w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_096-768x1152.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_096-1024x1536.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_096-1365x2048.jpg 1365w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Web_HCZ_2025_11_02_CM_MS_096-scaled.jpg 1707w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Sind Frauen die besseren Führungskräfte? Mimi Sewalski:</strong> „Ich glaube, ja, weil sie ihr Ego zurückstellen können und stärker auf die Sache gucken. Das gilt sicher nicht pauschal für alle Frauen und Männer. Doch Führungsstile verändern sich in unserer Generation hin zu bottom-up statt top-down. Und Aufgaben verantwortlich abzugeben, wirklich loszulassen, können Frauen eher.“ © Catrin-Anja Eichinge</em>r</figcaption></figure>



<p><strong>Welche Heldin der Geschichte wären Sie gerne? </strong>Die französische zweifache Nobelpreisträgerin in Physik und Chemie Marie Curie, die sich gegen alle Widerstände ihrer Zeit durchgesetzt hat, weil sie so neugierig und von sich und ihren Themen überzeugt war. Das fasziniert mich. </p>



<p><strong>Wo machen Sie Urlaub? </strong>Mindestens einmal im Jahr in Italien. Als Nächstes möchte ich auf die Liparischen Inseln im Tyrrhenischen Meer nördlich von Sizilien. Ansonsten reise ich gerne an Orte, wo ich noch nie war. Das kann weit weg sein, doch im Moment würde ich auch Polen gerne kennenlernen. </p>



<p><strong>Lesen Sie gerne? Buch oder Tablet? </strong>In jedem Fall wähle ich das Buch, ich habe sogar ein Abo! Von meinem Lieblingsbuchhändler bekomme ich einmal im Monat ein Buch zugeschickt, der kennt meine Interessen ganz gut, überrascht mich manchmal aber auch. Pro Woche lese ich in der Regel ein Buch, sowohl Sachbücher als auch Romane – gerne auch auf Englisch. </p>



<p><strong>Schauen Sie lineares Fernsehen, oder streamen Sie? </strong>Weder noch. Eigentlich schaue ich nur den „Tatort“ am Sonntag. </p>



<p><strong>Welches Zeitgeistphänomen würden Sie gerne sofort stoppen? </strong>Teure Drinks in Plastikbechern. </p>



<p><strong>Was ist für Sie die wichtigste Innovation der vergangenen Jahre? </strong>Leider die KI, obwohl sie ihre Schattenseiten hat, inhaltlich auch Unsinn produzieren kann und energieintensiv ist. Eigentlich ein nachhaltiges No-Go. Ich finde das Werkzeug beruflich jedoch wichtig und habe KI auch für mein Bewerbungsgespräch beim City Management und in Vorbereitung auf die Arbeit erfolgreich nutzen können. Grundsätzlich sind für mich jedoch medizinische Innovationen wie die Herzklappe oder neue Krebsheilmethoden die wahren Erfindungen, die uns Menschen guttun und Leiden lindern. </p>



<p><strong>Von welcher Erfindung träumen Sie? </strong>Dass ich etwas sehe, mit dem Auge blinzle und dann ein Foto entsteht, das ich ausdrucken kann. Ich würde gerne, gerade weil ich so viel in der Stadt unterwegs bin, flüchtige Momente festhalten – mit Menschen oder Licht und Objekten aus grafischen und ästhetischen Gründen. Deshalb fotografiere ich auch gerne. </p>



<p><strong>Was ist für Sie das schönste Objekt der Welt? </strong>Erstens der Bilderrahmen mit dem Porträt meiner Oma, den ich überall hin mitnehmen würde. Und zweitens, bitte lachen Sie nicht, ästhetisch die Form eines Eis. Jedes Mal, wenn ich ein Frühstücksei aufschlage, denke ich: „Was für ein Kunstwerk!“ Die Natur bringt die schönsten Dinge hervor. <br><strong><em>Das Gespräch führte</em></strong> <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>INFO Weitere Informationen zum <a href="https://citymanagement-hamburg.de">City Management Hamburg</a></strong></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>»Bitte Butter bei die Fische!</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/bitte-butter-bei-die-fische/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=bitte-butter-bei-die-fische</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://hafencityzeitung.com/?p=2340593</guid>

					<description><![CDATA[Wahlkampf. Am Sonntag, 31. Mai 2026, heißt es für die Hamburger:innen: wählen gehen! Mit dem Referendum, ob sich Hamburg für Olympische und Paralympische Spiele ­2036, 2040 oder 2044 bewerben soll, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Wahlkampf. Am Sonntag, 31. Mai 2026, heißt es für die Hamburger:innen: wählen gehen! Mit dem Referendum, ob sich Hamburg für Olympische und Paralympische Spiele ­2036, 2040 oder 2044 bewerben soll, muss die Elbmetropole entscheiden: <a href="https://www.hamburg-activecity.de/olympia?gad_source=1&amp;gad_campaignid=23326542214&amp;gbraid=0AAAAACOMat2-jf_5Jm9S8jRYR7KODdpmB&amp;gclid=EAIaIQobChMI5NjJorKQlAMVJbVoCR0vzgUOEAAYASAAEgLZUPD_BwE">Pro</a> oder <a href="https://www.nolympia-hamburg.de">Contra</a> zu urbanem Weltsport</em></strong></p>



<p><strong>Hamburg steht in den kommenden vier Wochen</strong> vor einer richtungsweisenden Zukunftsentscheidung: Soll sich die Elbmetropole auf Wunsch der Hamburger:innen für <strong>2036, 2040 oder 2044</strong> um die Ausrichtung der <strong>Olympischen und ­Paralympischen Spiele</strong> für Deutschland bewerben? Dabei müsste sich Hamburg nach einem möglichen <em>Ja</em> in der Volksabstimmung am 31. Mai dann noch im innerdeutschen Wettbewerb für den <strong>DOSB,</strong> den <strong>Deutschen Olympischen Sportbund,</strong> gegen die „Köln/Rhein-Ruhr“-Region, Berlin oder München durchsetzen. Hauptgegner sind wohl München und „Köln/Rhein-Ruhr“, denn dort haben sich jeweils rund zwei Drittel oder mehr für Olympische und Paralympische Spiele ausgesprochen. Von einer solch breiten Zustimmung der Stadtgesellschaften an Isar, Rhein und Ruhr kann die Elbmetropole Hamburg momentan nur träumen. Die jüngste repräsentative Umfrage bescherte den breiten hanseatischen, gesellschaftlichen Pro-Bündnissen <strong>Olympia-­Initiative </strong>und ­<strong>OlympJA</strong> einen Dämpfer und den Gegnern von ­<strong>NOlympia Hamburg</strong> Rückenwind. <br><em>Foto oben: <strong>Wohnen am grünen Volkspark – vorher olympisches Dorf. </strong>Neben temporären Spielstätten sieht das Olympiakonzept nachhaltige Neubauten für Hamburg vor. Hier die Plaza im Olympia-Dorf am Volkspark, das später als Wohnviertel genutzt werden soll. © Visualisierung: Cube</em></p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-88e44b70c3af5010957ea316dde37383"><strong><em>Das Neue und Herausfordernde?</em></strong></p>



<p>Der Ausgang für die Volksabstimmung über die Olympiabewerbung Hamburg? Ungewiss – und im Zweifel negativ wie 2015? Jedenfalls fällt es offenbar den Gegnern wesentlich leichter, für eine Anti-Stimmung, als den Olympiabefürwortern, für eine Aufbruchsstimmung zu sorgen. Und die <em>NOlympia Hamburg</em>-Bewegung hat es in die Wahlunterlagen für den 31. Mai geschafft. Sie wird mit ihren populären Gegenargumenten wie unkalkulierbaren Steuerzahlermillionen und mangelnder Nachhaltigkeit der Spielstätten und des Olympiadorfes stärker wahrgenommen als der Senat mit seinem für sich werbenden Olympia-Konzept für Spitzensporterlebnis, Breitensport- und Vereinssportförderung sowie Bundfinanzierung von milliardenteurer Infrastruktur. Seit dem 25. März und den negativen <em>NDR</em>-Umfrageergebnissen steht nun ein dickes Fragezeichen hinter dem Werbemotto von Mr. Olympia und „Active City“-Macher <strong>Andy Grote,</strong> Hamburgs Innen- und Sportsenator: „Diese Spiele sind das, was wir gemeinsam daraus machen: eine Chance für alle!“ Wirklich für alle?</p>



<p>Die Werbetour des Ersten Bürgermeisters <strong>Dr. ­Peter Tschentscher</strong> durch die sieben Bezirke sind bestens besucht und die Stimmung positiv – von Befürwortern. Es kommt jedoch im Mai darauf an, ob die Pro-Olympia-Werbekampagne und die öffentlichen Diskussionen die Menschen in Hamburg emotional berühren und mitnehmen können. Nur dann scheint ein Umschwung zur Zustimmung machbar.</p>



<p><em>Meine Haltung:</em> Die Anti-Olympiabewerber-Stimmen sollten nicht als ewige Nörgler und Neinsager:innen beschimpft und die Olympia-Befürworter nicht als gedankenlose Großereignisfanatiker ohne Geld- und Sozialgewissen verunglimpft werden. Natürlich gibt es dauernd Belege dafür, dass öffentlich (mit-)finanzierte Großprojekte – in Deutschland und in Hamburg – heftig aus dem Kostenruder laufen. Und ja, Hamburg hat auch mit Elbtower/Naturkundemuseum und Kühne/Staatsoper-Neubau sowie Wohnungsbau- und U-/S-Bahnsprojekten finanzielle Riesensummen zu bewältigen. Doch so wie Totsparen keinem Unternehmen Zukunft und Wachstum beschert, braucht man auch Mut und Vertrauen ins Gelingen für das Neue und Herausfordernde. Nur ein „Weiter so“ im Bekannten führt leider allzu oft zum Stillstand.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-8c020154968c1c45c9d463091e6e5582"><strong><em>Wählen Sie aktiv Ihre Zukunft</em></strong></p>



<p>Genauso wenig hilft es aber auch, millionen- oder gar milliardenschwere Detail-Finanzierungsfragen ins nächste Jahrzehnt zu verschieben. Vogelstraußpolitik führt zu heftigen Phantomschmerzen. Alle Fragen mit offenem Visier beantworten oder begründet (!) als noch nicht beantwortbar nachvollziehbar darstellen. Dann entsteht eine vernünftige Debatte, und die Hamburger:innen, die am 31. Mai zur Volksabstimmung zur Olympiabewerbung aufgerufen sind, können sich ihre eigene Meinung bilden und müssen halt nicht über Klischees – hier Geldverschwender, dort Vernunftssparer – abstimmen. Das hat weder ein lebendiges Olympia (Paris 2024!) noch ein mutiges, auf die Zukunft setzendes Hamburg verdient.&nbsp;</p>



<p><em>Und Ihre Haltung?</em> Bilden Sie sich in den kommenden Tagen und Wochen Ihre Meinung – frisch und unvoreingenommen. Wir von der <em>HafenCity Zeitung</em> freuen uns, wenn Sie Ihre Haltung überprüfen und alle wichtigen Argumente kennen. Dazu bieten wir Ihnen auf den folgenden vier Seiten jeweils <strong>Pro</strong><strong> &amp; </strong><strong>Contra</strong><strong>-Essays</strong> an:&nbsp;</p>



<p><strong>Duo 1:</strong>Aus der Politik Hamburgs Zweite Bürger­meisterin und Umweltsenatorin ­<strong>Katharina ­Fegebank </strong>(Die Grünen) für die Pro-Olympia-Bewerbung und <strong>Heike Sudmann,</strong> die langjährige Bürgerschaftsabgeordnete und Co-Fraktions­chefin der Linken, als ­Contra-Part.&nbsp;</p>



<p><strong>Duo 2:</strong><em>Olympia-Initiative</em>-Mitglied <strong>Rando Aust, </strong>Vorstandsvorsitzender der Alexander Otto Sportstiftung, gegen <strong>Eckart Maudrich, </strong>den ­<em>NOlympia</em>-Initiative-Mitgestalter und früheren Kadersportler im Hochsprung.</p>



<p>Lesen Sie die Argumente der vier <em>Pro- und ­Contra</em>&#8211;</p>



<p>Schreiber:innen, und wägen Sie ab, was Sie überzeugt. Egal wie Ihr Urteil ausfällt: Entscheiden Sie, machen Sie Briefwahl, oder gehen Sie ins Wahllokal. Bitte Butter bei die Fische! Denn nicht wählen zu gehen heißt, dass die Zukunftsabstimmung für oder gegen Olympia und eine mögliche moderne Infrastruktur und Sportstättenlandschaft sowie neuen Studenten-Wohnraum <em>ohne</em> Ihre Stimme entschieden wird. Und das wäre doch traurig angesichts des jahrhundertelang bewährten hanseatischen Hamburger Bürgerstolzes, der sich immer schon, wenn es wichtig wurde, durch große Empathie ausgezeichnet hat. Ergreifen Sie Partei. Setzen Sie mit Ihrer Stimme auf Ihre ­Zukunft Hamburgs. <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>



<p><strong>INFOS zur Olympiabewerbung unter: <strong><a href="https://www.hamburg-activecity.de/olympia?gad_source=1&amp;gad_campaignid=23326542214&amp;gbraid=0AAAAACOMat2-jf_5Jm9S8jRYR7KODdpmB&amp;gclid=EAIaIQobChMI5NjJorKQlAMVJbVoCR0vzgUOEAAYASAAEgLZUPD_BwE">Pro Olympia Initiative</a></strong> und  <a href="https://www.nolympia-hamburg.de">NOlympJA Hamburg</a> </strong></p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pro + Contra Olympia: Fegebank gegen Sudmann</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/pro-contra-olympia-fegebank-gegen-sudmann/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pro-contra-olympia-fegebank-gegen-sudmann</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Meinung. Damit Sie bei der Volksabstimmung Ihre guten Argumente fürs Wählen, für ein Ja oder Nein bei der Volksabstimmung am 31. Mai 2026 zu Olympischen und Paralympischen Sommerspielen 2036, 2040 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Meinung. Damit Sie bei der Volksabstimmung Ihre guten Argumente fürs Wählen, für ein Ja oder Nein bei der Volksabstimmung am 31. Mai 2026 zu Olympischen und Paralympischen Sommerspielen 2036, 2040 0der 2044 in Hamburg bilden können, haben wir die Umweltsenatorin und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Pro) und die Co-Vorsitzende der Linksfraktion in der Bürgerschaft )Contra) gebeten, Ihre Sicht der Dinge zu begründen</em></strong></p>



<p class="has-vivid-green-cyan-color has-text-color has-link-color has-large-font-size wp-elements-eb3a2e3a8edaae626e37cd2b7a7b66f5"><strong>Pro:</strong> »Diese Chance für uns alle ergreifen!«</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Essay. Warum für Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin, Die Grünen, Olympia in Hamburg Fortschritt bedeutet und die Menschen zum Träumen bringt</em></strong></p>



<p><strong>Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg.</strong> Mit 3&#215;3 Basketball auf der Binnenalster, Schwimmen im Volksparkstadion, Hockey am Millerntor und einer Menge mehr. Für viele Menschen in unserer Stadt würde sich damit ein Lebenstraum erfüllen, auch für mich. Aber selbst wenn man emotional noch nicht sofort Feuer und Flamme für die Spiele ist – bei genauerem Hinsehen gibt es auch eine ganze Menge rationale Gründe, diese Chance für uns alle zu ergreifen. <br>Foto oben: <em><strong>Katharina Fegebank,</strong> Zweite Bürgermeisterin sowie Umwelt- und Klimasenatorin </em><em>von den Grünen: „Ich wünsche mir, dass wir uns trauen, am 31. Mai einfach mal ,Ja‘ zu sagen, und diese Chance </em><em>mit Mut und Zuversicht ergreifen.“ © Catrin-Anja Eichinger</em></p>



<p>Um es einmal vorwegzunehmen: Die Chance, dass Deutschland 2040 oder 2044 Olympische Spiele bekommt, steht nach allem, was wir heute wissen, sehr gut. Es geht also vor allem um die Frage, wo diese Spiele in Deutschland stattfinden sollen. Sollen sie zum zweiten Mal nach 1972 nach München gehen, oder ist diesmal der Norden dran? München will diese Spiele zum zweiten Mal – und hat dies mit einer Zweidrittelmehrheit sehr deutlich gezeigt. Diese klare Mehrheit fußt auf der extrem positiven Erfahrung, die die Stadt 1972 gemacht hat. Die Spiele haben nicht nur die internationale Bekanntheit der Stadt enorm gesteigert, sondern den Menschen auch neue S- und U-Bahn-Linien, einen Olympischen Park und ein Studierendenviertel gebracht, das aus dem olympischen Dorf entstanden ist. Der Mehrwert der Spiele für die Stadt ist bis heute für alle seh- und erlebbar. Und so geht es übrigens nicht nur München.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-4992ef50ebf44560b116f7e29141664c"><strong><em>Die Menschen sind nicht mit dem ­Klammerbeutel gepudert</em></strong></p>



<p>Städte, die einmal Olympische und Paralympische Spiele hatten, bewerben sich immer wieder darum, weil sie wissen, was für ein riesiger Gewinn dies für eine Stadt sein kann. 2024 waren es die dritten Olympischen Spiele für Paris, 2028 wird Los Angeles hier zahlenmäßig gleichziehen, und in London laufen gerade die Vorbereitungen für eine vierte Bewerbung. Die Menschen in diesen Städten sind nicht blöd oder mit dem Klammerbeutel gepudert, sondern wissen genau, was sie da tun. Sie kennen den großen und dauerhaften Mehrwert der Spiele aus erlebter Erfahrung. Deshalb bewerben sie sich zum zweiten, dritten oder vierten Mal darum, sie auszutragen.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-703172e34486e5705229b25c594b263b"><strong><em>Die Spiele werden sich der Stadt ­anpassen – und nicht umgekehrt</em></strong></p>



<p>In Hamburg fehlt uns diese Erfahrung bislang – anders als beispielsweise auch in Kiel. Deshalb ist es wichtig, deutlich zu machen, was Olympische Spiele für Hamburg wirklich bedeuten können. Hamburg soll nach den Spielen eine grünere Stadt sein als vorher. Deshalb setzen wir auf den Bestand und verzichten auf Neubauten extra für Olympia. Volksparkstadion, Millerntor und Barclays Arena werden zentrale Sportstätten sein. Die Spiele werden sich der Stadt anpassen – und nicht umgekehrt. Die Vorgabe des IOC, die Spiele klimapositiv zu gestalten, werden uns einen enormen Schub geben, unser eigenes Hamburger Ziel, bis 2040 klimaneutral zu sein, zu erreichen.</p>



<p>Um die Stadt noch grüner zu machen, werden wir unter anderem ein grünes „Olympisches Band“ vom Volkspark über den Bornkamppark bis hin zum Wasserpark Dove-Elbe (Eichbaumsee) herrichten. Das wird die Lebensqualität für ganz viele Quartiere in unserer Stadt erhöhen – und zwar dauerhaft auch nach den Olympischen und Paralympischen Spielen.&nbsp;</p>



<p>Wir wollen mit den Spielen die Verkehrsinfrastruktur für Hamburg dauerhaft verbessern. Mit dem dringend notwendigen Ausbau des Hauptbahnhofs, dem Bau der U5 hin zu den Arenen und der S6 bis zum olympischen Dorf. Und das olympische Dorf? Das wird nach den Spielen die Science City werden, ein moderner neuer Stadtteil, in dem wir nicht nur 4.500 Wohnungen bauen, sondern auch Spitzenforschung, Lehre und Entwicklung miteinander verbinden.&nbsp;</p>



<p>Und wir wollen Hamburg zur inklusivsten Stadt Deutschlands machen. Denn es gibt kein Ereignis auf dieser Welt, das so sehr dazu beiträgt, Barrieren abzubauen wie die Paralympischen Spiele. Deshalb liegen mir die Paralympics besonders am Herzen. Ob im ÖPNV, beim Wohnen oder im Sport: Wir können mit den Paralympischen Spielen sehr viel besser und schneller darin werden, Barrieren abzubauen.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-6b3b62922822ca2844b212551d9b4996"><strong><em>Es wird viel Geld vom Bund in die ­Ausrichterstadt fließen</em></strong></p>



<p>Von Kritikern kommt bei diesen Hinweisen gerne das Argument, dass man dies ja auch alles ohne Olympia machen könnte. Ja, theoretisch ist das möglich. In der Praxis aber sind die Mittel begrenzt. Der Bund hat sich – anders als 2015 – bereits sehr klar dazu bekannt, die Olympischen und Paralympischen Spiele finanziell zu unterstützen. Es wird also viel Geld vom Bund in die Ausrichterstadt fließen. Geld, das wir dringend benötigen, um die angesprochenen Projekte umzusetzen. Geld, das, wenn es nicht nach Hamburg fließt, woanders hingehen wird. Oder anders gesagt: Wenn die Spiele in München stattfinden, wird die dortige Stammstrecke auch mit Hamburger Steuergeld bezahlt werden. Markus Söder würde das freuen, mich nicht.</p>



<p>Es gibt also eine große Vielzahl an Gründen, sich für die Olympischen Spiele einzusetzen. Wir reden über eine Chance für alle – aber auch über eine Chance, die so schnell nicht wiederkommt. Wenn die Spiele 2040 oder 2044 nach München oder Nordrhein-Westfalen gehen sollten, wird es womöglich in diesem Jahrhundert keine neue Gelegenheit für Hamburg geben, denn Europa als Kontinent ist nur alle 16 bis 20 Jahre an der Reihe, und auch hier sind dann erst mal wieder andere Länder dran.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-1740c7d0c2c521948f6dd694a5deb461"><strong><em>Ich wünsche mir, dass wir all diesen Menschen ihre Träume lassen</em></strong></p>



<p>Hamburg hat bei sportlichen Großereignissen schon oft gezeigt, welch unglaubliche Begeisterung für den Sport sie in sich trägt. Viele in der olympischen Generation – also die heute Sechs- bis 15-Jährigen – träumen sicher davon, selber in ihrer Heimatstadt bei Olympischen Spielen anzutreten. Andere freuen sich auf die einmalige Gelegenheit, die Spiele in ihrer Heimat als Zuschauer zu verfolgen – ob im Stadion, in der Turnhalle oder einfach an der Fahrrad- oder Marathonstrecke. All das wird für die Menschen in Hamburg unvergesslich bleiben.</p>



<p>Ich wünsche mir, dass wir all diesen Menschen ihre Träume lassen. Dass wir uns trauen, am 31.&nbsp;Mai einfach mal „Ja“ zu sagen, und diese Chance mit Mut und Zuversicht ergreifen. <strong><em>Katharina Fegebank</em></strong></p>



<p>______________________________<br><strong>Katharina Fegebank,</strong> 49, ­ ist Hamburgs ­Zweite Bürgermeisterin sowie Umwelt- und Klimasenatorin (Die Grünen) im rot-grünen Senat der ­Hamburgischen Bürgerschaft.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color has-large-font-size wp-elements-d5dba9e2afa46a5fdb0003cc1ea654d3"><strong>Contra:</strong> »Für Hamburg – Nein zu Olympia!«</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Essay. Warum für Heike Sudmann, Co-Fraktionssvorsitzende der Linken in der Bürgerschaft, die Olympia-Bewerbung Milliarden verschlingt, die für Klima und Inklusion fehlen</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_2025_03_27_HCZ-HeikeSudmann_28-Kopie-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340549" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_2025_03_27_HCZ-HeikeSudmann_28-Kopie-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_2025_03_27_HCZ-HeikeSudmann_28-Kopie-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_2025_03_27_HCZ-HeikeSudmann_28-Kopie-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_2025_03_27_HCZ-HeikeSudmann_28-Kopie.jpg 1444w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Heike Sudmann, </strong>Co-Fraktionsvorsitzende Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: <br>„Die Begeisterung für olympische und paralympische Sportler:innen in den Wettkämpfen endet in <br>zu wenigen und schlecht ausgestatten Sportstätten in Hamburg. Und das für viele, viele Jahre – denn <br>das Geld geht ja für Olympia drauf.“ © Catrin-Anja Eichinger</figcaption></figure>



<p><strong>Hamburg soll sich</strong> für die ­<strong>Olympischen und Paralympischen Spiele </strong>2036, 2040 und 2044 bewerben – so der Wille des Senats. Um die Hamburger:innen zu überzeugen, dass Olympia „eine Chance für alle“ sei, produziert der Senat schöne Bilder und große Emotionen. Das lässt er sich mal eben elf Millionen Euro kosten. Doch damit kann er nicht ablenken von den vielen Baustellen, dem Verkehrschaos, der Klimabelastung und den hohen Ausgaben. Olympia wird extrem teuer, selbst der Senat spricht von 6,1 Milliarden Euro. Dabei fehlen noch etliche Milliardenkosten, zum Beispiel für die Sicherheit. Das Geld könnte für ein Hamburg ohne Olympia viel besser genutzt werden: für dauerhafte Sportförderung, für mehr Häuser der Jugend, für Seniorinnen- und Seniorentreffs, für eine bessere Gesundheitsversorgung, für günstige Mieten und vieles mehr.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-6d85b5978cff14e117435ee2ac54b498"><strong><em>100 Millionen Euro Gewinn durch ­Olympia? Mitnichten!</em></strong></p>



<p>Der Senat spricht von 100 Millionen Euro Gewinn – und schweigt lieber über die Gesamtsumme, die für die Olympischen Spiele ausgegeben werden müssen. Kein Wunder, denn allein die 6,1 Milliarden Euro Ausgaben, die sich schon im aktuellen Finanzkonzept des Senats wiederfinden, (v)erschrecken viele Hamburger:innen. Dabei fehlen noch die Ausgaben für Sicherheit und Logistik. Bei Olympia 2024 in Paris waren das 2,65 Milliarden Euro. Die 100 Millionen Euro Gewinn in einem von drei Olympia-Budgets kommen übrigens nur zustande, weil der Senat einen Zuschuss des Bundes in Höhe von 200 Millionen Euro einrechnet. Dumm nur, dass der Bund es bisher nur bei warmen Worten belässt. Denn der Bund bekennt sich zwar zu einer finanziellen Mitverantwortung für Olympia, macht aber keinerlei Zusagen über die Höhe von Bundesgeldern. Das sei abhängig von der Haushaltslage … Und ohne Bundesgelder soll auch die neue Multifunktionsarena im Volkspark gebaut werden. Der Neubau des Vorbildes, des Madrider Stadions Santiago Bernabéu, hat über eine Milliarde Euro gekostet.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-23f8eb6cb0ed57b68b7b73d5749c17a4"><strong><em>Woher Geld nehmen und nicht stehlen?</em></strong></p>



<p>Auch den größten Befürworterinnen der Olympischen und Paralympischen Spiele ist klar, dass Milliardenausgaben auf Hamburg zukommen. Ebenso klar ist, dass sich die Einnahmen Hamburgs nicht auf wundersame Weise vermehren werden. Schon heute stehen Kürzungen im Jugendbereich, Schließungen von Krankenhäusern, fehlende Ärztinnen und Ärzte und Gesundheitszentren in den Stadtteilen, geschlossene Schwimmbäder, hohe Obdachlosigkeit und explodierende Mieten auf der Tagesordnung. Mit beziehungsweise nach Olympia wird es nicht um mehr, sondern um weniger Geld für wichtige soziale, kulturelle und bildungspolitische Aufgaben gehen. Und darunter werden gerade die Kinder und Jugendlichen zu leiden haben, um die es doch angeblich geht, wenn von der „olympischen Generation“ gesprochen wird.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-6fd8d54087c27aa558c9afa9196a6ea4"><strong><em>Barrierefreiheit und Inklusion – in&nbsp;10, 14 oder 18 Jahren. Im Ernst?&nbsp;</em></strong></p>



<p>Und der Sport? Wissenschaftliche Untersuchungen konnten nach den Olympischen Spielen in Sydney (2000), Athen (2004) und London (2012) keinen positiven Effekt auf den Breitensport feststellen. Für Olympia werden in Hamburg mit viel Geld diverse Sportstätten nur für vier Wochen gebaut oder umgebaut (temporäre Bauten). Modernisieren oder weiterentwickeln will der Senat 42 Dreifeldhallen, 16 Sportfreianlagen und zwölf Schwimmbäder. Das ist für ganz Hamburg doch nur ein schlechter Witz! Knapp vier Wochen Begeisterung für olympische und paralympische Sportler:innen in den Wettkämpfen enden in zu wenigen und schlecht ausgestatten Sportstätten in Hamburg. Und das für viele, viele Jahre – denn das Geld geht ja für Olympia drauf.</p>



<p>Der Hamburger Senat verspricht, dass Hamburg zur barriereärmsten Stadt Deutschlands umgebaut werde, wenn Olympia kommt. Das hört sich gut an – ist aber in Wirklichkeit ein Armutszeugnis. Menschen mit Behinderung müssen sich uneingeschränkt in der Stadt bewegen können. Und das so schnell wie möglich und nicht erst in 10, 14 oder 18 Jahren. Bei Inklusion geht es um Menschenrechte. Und die müssen unabhängig davon, ob Hamburg Olympische und Paralympische Spiele ausrichtet, verwirklicht werden.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-69f2b310ee316ff4709e8f15c12df4d0"><strong><em>Prima Klima mit Olympia? 790.000 ­Besucher:innen an einem Tag</em></strong></p>



<p>Olympische Spiele verursachen enorme CO₂-Emissionen – durch Neubauten, Straßenverkehr und Flugreisen. Sie lassen sich weder klimaneutral noch klimapositiv veranstalten. Deshalb will der Senat sich durch Zertifikate freikaufen – was die Klimabelastung in Hamburg nicht verringert. Am Spitzentag werden laut Senat 790.000 Olympia-Besucher:innen und Touristen in Hamburg sein. Täglich kommen 50.000 zusätzliche Fluggäste wegen Olympia. Dass die Deutsche Bahn den Ausbau des Hauptbahnhofes und des Schienennetzes rechtzeitig schafft, glaubt wohl niemand. Der – fragwürdige – Bau der U5 wird bis 2036 nicht bis zum Volkspark reichen, selbst 2040 wird knapp. Olympisches Verkehrschaos garantiert!</p>



<p>Angst bei den Befürworter.innen: Seit Umfragen eine Mehrheit gegen Olympische Spiele in Hamburg sehen, fabulieren Befürworter:innen eine unheilige Allianz zwischen <em>NOlympia</em> und <em>Die Linke</em> mit der <em>AfD</em> herbei. Mit diesem unsportlichen Foul lenken<em> SPD, Grüne, CDU</em> und andere von der Hauptfrage ab, weshalb sie trotz all der Risiken und Nachteile so vehement für Olympische Spiele sind. Ehrlicher wäre es, wenn sie sagen: „Ja, Olympia verschlingt Milliarden, die an anderer Stelle fehlen werden. Ja, wir wissen, dass Wirtschaftsinstitute sagen, es gibt keinen messbaren wirtschaftlichen Aufschwung. Aber die großen Emotionen und Bilder sind uns das wert.“ Die berechtigte Angst, damit das Referendum zu verlieren, hält die Befürworter:innen von so viel Ehrlichkeit ab.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-fe1869f8ecd8ca82402ce8b20e5b5afe"><strong><em>Wer gewinnt denn nun am Ende?</em></strong></p>



<p>Egal, wie die Wettkämpfe ausgehen, einer gewinnt immer bei den Olympischen Spielen: das <strong>Internationale Olympische Komitee (IOC),</strong> das bekannt ist für Intransparenz, Korruption, Doping-Verschleierung und fehlende Menschenrechtsstandards. Während das IOC regelmäßig Milliardengewinne einstreicht, bleiben die austragenden Städte auf großen Ausgaben und Schuldenbergen sitzen.&nbsp;</p>



<p>Deshalb: Stimmen Sie bis zum 31. Mai ab und sagen Sie: „Nein“ zu Olympia – für Hamburg! <strong><em>Heike Sudmann</em></strong></p>



<p>_____________________________<br><strong>Heike Sudmann,</strong> 64, ist Co-Fraktionsvorsitzende Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft und Fachsprecherin für Wohnen, Miete und Verkehr.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Pro + Contra Olympia: Aust gegen Maudrich</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/pro-contra-olympia-aust-gegen-maudrich/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=pro-contra-olympia-aust-gegen-maudrich</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Meinung. Damit Sie bei der Volksabstimmung Ihre guten Argumente fürs Wählen, für ein Ja oder Nein bei der Volksabstimmung am 31. Mai 2026 zu Olympischen und Paralympischen Sommerspielen 2036, 2040 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Meinung. Damit Sie bei der Volksabstimmung Ihre guten Argumente fürs Wählen, für ein Ja oder Nein bei der Volksabstimmung am 31. Mai 2026 zu Olympischen und Paralympischen Sommerspielen 2036, 2040 0der 2044 in Hamburg bilden können, haben wir den Vorstandsvorsitzenden der Alexander Otto Sportstiftung Rando Aust (Pro) und den Mitgestalter der NOlympia-Initiative Eckart Maudrich (Contra) gebeten, Ihre Sicht der Dinge zu begründen</em></strong></p>



<p class="has-vivid-green-cyan-color has-text-color has-link-color has-large-font-size wp-elements-e7bc7fad3d2c177cbf5ad21575dd0713"><strong>Pro:</strong> »Hamburg ist olympiareif!«</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Essay. Warum Rando Aust,Vorstandsvorsitzender der Alexander Otto Sportstiftung, in der Olympia-Bewerbung einen Gesellschaftsbooster sieht und ein Sommermärchen vorhersagt</em></strong></p>



<p><strong>Für Hamburg ist es die letzte Chance </strong>auf <strong>Olympische und Paralympische Spiele.</strong> Die müssen wir nutzen und mutig Hamburgs Zukunft gestalten, statt den Status quo zu verwalten – gerade auch für die junge Generation, die die Spiele mehrheitlich will. Was eint Generationen und Kulturen schließlich mehr als Olympia – gerade jetzt?  <br><em>Foto oben: <strong>Rando Aust von der Hamburger Olympia-Initiative:</strong> „Rund 100 Sportstätten von Vereinen und Schulen würden modernisiert – endlich Schluss mit defekten Duschen und müffelnden Umkleiden.“ © Catrin-Anja Eichinger</em></p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-7417770db54384e0ff88c7b472665fec"><strong><em>Hamburg statt München</em></strong></p>



<p>Zu Recht kritisieren wir, wenn Sportevents an autoritäre Staaten gehen. Dann brauchen wir aber alternative Bewerber, die neue Maßstäbe setzen – nachhaltig und kostenbewusst. Hamburg präsentiert sich als solche Alternative. Wer anderer Meinung ist, sollte sich so ehrlich machen und von der olympischen Idee verabschieden. Das wäre aber ein großer Fehler.</p>



<p>Jede Stadt, die schon mal die Spiele ausgerichtet hat, möchte das wieder – nicht aus Masochismus, sondern weil sie davon gewaltig profitiert hat. Neben Hamburg wollen daher auch Berlin, München und die Rhein/Ruhr-Region Olympia. Zwei Drittel der Menschen in München und an Rhein und Ruhr haben sich bereits dafür ausgesprochen. Damit wird sich der DOSB auf jeden Fall mit einer deutschen Stadt bewerben und wahrscheinlich auch den Zuschlag für 2036, 2040 oder 2044 erhalten.</p>



<p>Wir brauchen aber keine Oktoberfestspiele, bei denen sich alles um Bayern dreht und Hamburgs Steuergelder schon wieder in bayerische Infrastruktur fließen. Jede NEIN-Stimme beim Referendum wäre eine JA-Stimme für Hamburgs Konkurrenz. Wir brauchen Spiele, mit denen wir uns als weltoffenes Land präsentieren. Wer kann das besser als Hamburg? 50 Jahre nach der Wiedervereinigung wären es die „Spiele der Einheit“: Die Wettkämpfe würden über Hamburg hinaus im ganzen Norden und fast gesamten Osten stattfinden. Und natürlich würde Hamburg maßgeblich profitieren.&nbsp;</p>



<p>Fünf Schulsportstunden sollen verbindlich werden, um Bewegung von Kindern und Jugendlichen zu fördern und sie für den Sport zu begeistern. Rund 100 Sportstätten von Vereinen und Schulen würden modernisiert – endlich Schluss mit defekten Duschen und müffelnden Umkleiden. Junge Menschen würden den Vereinen die Türen einrennen. Wenn wir zuletzt oft das Abschneiden unserer Olympioniken kritisiert haben, wird sich das mit einem funktionierenden Breitensport als Basis für erfolgreichen Spitzensport ändern. Das haben alle Nationen gezeigt, die Spiele ausgerichtet haben.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-f18a20811e94408c58f6c5d13dcf369d"><strong><em>Hamburgs Breitensport wird Olympiasieger</em></strong></p>



<p>Der Olympia-Booster würde weit über den Sport hinaus zünden: Hamburg würde zur barriereärmsten Stadt Deutschlands. Neben Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen würden auch für Senioren und Eltern mit kleinen Kindern der Alltag und gesellschaftliche Teilhabe einfacher: Bordsteine werden abgesenkt, der Zugang zu Bahnen und Bussen erleichtert, inklusive Angebote ausgebaut. Braucht es dafür Olympia? Ja, denn erst ein so großes Ziel setzt solche Ressourcen frei. Wer will dagegen sein?</p>



<p>Das Hamburger Olympia-Konzept setzt neue Maßstäbe in Nachhaltigkeit: 76 Prozent der Sportstätten bestehen bereits, 24 Prozent werden temporär errichtet und ihre Bauten anschließend nachgenutzt, keine einzige wird für die Spiele neu gebaut. 85 Prozent der Sportstätten liegen in einem Radius von sieben Kilometern, 96 Prozent sind maximal 15 Gehminuten von einer ÖPNV-Station entfernt. Es wären die Spiele der kurzen Wege und Olympia ein Festival der Vielfalt mitten in unserer schönen Stadt: Die Innenstadt wird zur Bühne, unsere Wahrzeichen werden zur Kulisse. Eine Million Hamburger würden in den Genuss günstiger Tickets kommen, Ehrenamtliche und Geringverdiener kriegen sogar kostenlose Tickets. Darüber dürfen sich auch die Olympia-Gegner von AfD und Linken freuen.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-426d5775a57e8ffcac535668124d2ff9"><strong><em>Nachhaltigste Spiele ever – eine Million günstige Tickets für Hamburger</em></strong></p>



<p>Selbst das olympische Dorf wird nicht neu gebaut, sondern zieht in die ohnehin geplante Science City in Bahrenfeld mit Wohnungen für 9.000 Menschen – 56 Prozent sozial gefördert. 84 Prozent der Athleten werden hier während der Spiele wohnen. Der Volkspark wird an die bereits im Bau befindliche und dann fertiggestellte U5 angebunden sein, auch die S6 ist dann fertig, und der bis dahin erweiterte Hauptbahnhof wird endlich dem großen Andrang Reisender gerecht. Das ärgerliche Verkehrs- und Baustellenchaos wäre beendet. Olympia steht den ambitionierten Zielen des Hamburger Klimaentscheids nicht entgegen – im Gegenteil: Olympia kann deren Umsetzung deutlich beschleunigen.</p>



<p>Muss man bei so viel Mehrwert noch über die Kosten reden? Es lohnt sich, denn für ein überschaubares Eigenkapital bekäme Hamburg sehr viel: Die Investitionen liegen bei rund 1,3 Milliarden Euro, 2015 waren es rund sechs Milliarden. Die Kosten für die Durchführung der Spiele liegen aktuell bei rund 4,8 Milliarden Euro und werden durch Einnahmen unter anderem aus IOC-Beiträgen, Ticketing und Sponsoring getragen. Nach aktuellen Berechnungen ergäbe sich sogar ein Überschuss von rund 100 Millionen Euro, der zusätzlich dem Hamburger Breitensport zugutekommen soll. Die Kosten wurden von unabhängigen Prüfern gecheckt.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-116bf24c8e045593392b22b0bc2e45ca"><strong><em>Investitionen zahlen sich aus</em></strong></p>



<p>Das neue Olympiastadion ist nicht im Budget enthalten, weil es auch ohne Olympia gebaut wird. Wie schön, wenn zukünftig deutlich mehr Fans die Spiele des HSV sehen können – in einem reinen Fußballstadion, in dem zudem viele Großkonzerte stattfinden und damit auch Kulturfans auf ihre Kosten kommen. Und auch an den heute noch nicht seriös zu beziffernden Sicherheitskosten würde Hamburg nicht zugrunde gehen. Vielmehr wäre es grob fahrlässig, wenn Hamburg sich nicht bewerben würde, zumal die Bundesregierung anders als 2015 bereits eine Kostenbeteiligung garantiert hat. Diese Bundesmittel sollte sich Hamburg nicht entgehen lassen. Zudem würde Hamburgs Wirtschaft profitieren: Ein Großteil der Aufträge geht an lokale Unternehmen, neue Arbeitsplätze entstehen, und zusätzliche Wertschöpfung wird generiert.&nbsp;</p>



<p>Das Konzept zeigt: Hamburg ist olympiareif! Jetzt ist es an uns Wählern, Hamburg mit unserer JA-Stimme zum deutschen Kandidaten für Olympische und Paralympische Spiele zu machen. Eröffnen wir Hamburg diese Chance und schreiben ein neues Sommermärchen – für uns und zukünftige Generationen. <strong><em>Rando Aust</em></strong></p>



<p>__________________________________<br><strong>Rando Aust,</strong> 54, ist Vorstandsvorsitzender der Alexander Otto Sportstiftung und Mitglied der Hamburger Olympia-Initiative.</p>



<p class="has-vivid-red-color has-text-color has-link-color has-large-font-size wp-elements-44e65cf540e6e9682700b14444b5ac8b"><strong>Contra:</strong> »Olympia ist nicht für die Mehrheit!«</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Essay. Warum für Eckart Maudrich,Mitgestalter der NOlympia-Initiative, Hamburg etwas Besseres verdient hat als schwer zu kalkulierende Kosten für knapp drei Wochen Brot und Spiele</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="716" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Eckart-Maudrich-FH1-716x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2340556" style="aspect-ratio:0.6992237236620528;width:401px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Eckart-Maudrich-FH1-716x1024.jpg 716w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Eckart-Maudrich-FH1-210x300.jpg 210w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Eckart-Maudrich-FH1-768x1098.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Eckart-Maudrich-FH1.jpg 806w" sizes="(max-width: 716px) 100vw, 716px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Eckart Maudrich von der NOlympia-Initiative:</strong> „Wir müssen uns nicht von einem korrupten Schweizer Privatverein namens IOC in Lausanne abhängig machen, dessen Interesse die milliardenschwere Vermarktung seiner TV-Bilder und nicht die Lebensqualität und der Zusammenhalt in Hamburg ist.“ © Flemming Holm</em></figcaption></figure>



<p><strong>Vom 22. April bis 31. Mai entscheidet Hamburg:</strong> Olympiabewerbung ab 2036 – ja oder nein? <strong>NOlympia-­Hamburg</strong> ist ein breites Bündnis von Menschen aus Hamburg, die wissen, dass ihre Stadt die schönste ist. Wir wissen auch, dass unsere Stadt im Sport und an anderen Stellen Macken hat und vieles besser machen sollte. Turnhallen, Sportplätze und Schwimmbäder sollten in der Nachbarschaft barrierefrei zugänglich und in einem guten Zustand sein. Vor allem dort, wo die Gemeinschaft nicht mehr erlebt wird. Kaputte Sanitäranlagen am Sportplatz oder die kalte Turnhalle im Winter sind leider die Realität. </p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-d548b37ab8fa6d50fbb418fffbda21c3"><strong><em>Es wird teurer als behauptet, und Hamburg zahlt drauf</em></strong></p>



<p>Nachweislich fördern diese Investitionen in Turnhallen, Sportplätze und Schwimmbäder die Bewegung und den Zusammenhalt nachhaltig. Erwiesenermaßen wirken jedoch Investitionen in die Olympischen und Paralympischen Spiele demgegenüber nur wenige Wochen euphorisierend. Sie mobilisieren am schlechtesten für den Sport, hinterlassen dafür aber riesige Schulden, die zu Kürzungen beispielsweise bei Sport, Bildung, Sozialem, Wohnungsbau und Kultur führen.&nbsp;</p>



<p>Um das Richtige zu tun, müssen wir uns nicht von einem korrupten Schweizer Privatverein namens <strong>IOC,</strong> dem <strong>Interationalen Olympischen Komitee </strong>in Lausanne, abhängig machen, dessen Interesse die milliardenschwere Vermarktung seiner TV-Bilder und nicht die Lebensqualität und der Zusammenhalt in Hamburg ist. Die IOC-Ansprüche und -Regeln fordern von uns Milliardeninvestments, damit er eine Milliarde Gewinn gewerbesteuerfrei abschöpfen kann. Im Durchschnitt der letzten 60 Jahre lagen Olympiakosten mehr als doppelt so hoch wie vorher behauptet. Wer die löchrige Finanzplanung des Senats liest, weiß: Auch Hamburg wird teurer als behauptet. Der Senat behauptet sogar, mit Olympia 2036, 2040 oder 2044 Gewinn machen zu können – aber viele besonders teure Leistungen und Bauprojekte sind gar nicht Teil der Rechnung. Paris kosteten die 75.000 Sicherheitskräfte rund 1,7 Milliarden Euro. Für Hamburg werden dafür null Euro angesetzt.&nbsp;</p>



<p>Hamburg müsste ein Olympiastadion bereitstellen. Das Vorbild, das Stadion Santiago Bernabéu in Madrid, kostete 1,4 Milliarden Euro. Da es keinen Investor gibt, Hamburg aber gegenüber dem IOC eine rechtliche Verpflichtung hätte, würden am Ende dort wie beim <em>Elbtower</em> Steuergelder reingehen. Hamburg berechnet dafür in seiner Olympia-Kalkulation ebenfalls null Euro. Dasselbe gilt für die neue Mehrzweck-Arena <em>Elbdome</em> in Rothenburgsort.&nbsp;</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-76231c417303d387f74d83b3177de8f8"><strong><em>Nicht für die Mehrheit</em></strong></p>



<p>Der Vorstandsvorsitzende des <strong>DOSB,</strong> des ­<strong>Deutschen Olympischen Sportbundes,</strong> Otto Fricke, betont: Aufgrund der Weltlage müsse Hamburg auch 2036 bereit sein, die Spiele ausrichten zu können. Die für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Hamburg maßgeblichen Schienenanschlüsse der U5 (Bahnhof <em>Arenen</em>) und S6 (Bahnhof <em>Bahrenfeld</em>) und alle weiteren Mobilitätsplanungen sind aber auf 2040 ausgerichtet. Die Science City Hamburg Bahrenfeld als olympisches Dorf ist auf 2040 ausgerichtet. Um 2036 möglich machen zu können, wären Kostenexplosionen vorprogrammiert. Dass der sogenannte Hamburg-Takt – alle fünf Minuten ein ÖPNV-Angebot durch U-/S-Bahnen und On-Demand-Angebote – gerade gescheitert ist und der Ausbau der S4 mit 1,8 Milliarden Euro doppelt so teuer ist und zwei Jahre später als geplant bereitgestellt wurde, veranschaulicht die Risiken der Verkehrsplanung. Die Spiele werden viel teurer. Wir müssen mit rund vier bis fünf Milliarden Euro rechnen. Laut Finanzkonzept des Hamburger Senats steht noch nicht fest, wie das Geld zwischen Bund, Ländern, Städten und privaten Investoren aufgeteilt wird. Die Regeln des IOC definieren, dass die Austragenden dafür aufkommen.</p>



<p>In dem Mobilitätskonzept des Senats rechnet er vor, dass maximal jeder zehnte Hamburger ein Ticket für Arenen oder Messehalle lösen wird. Folgt man dem Vorbild Paris, dann wären es sogar nur vier von 100 Hamburgern. Für gut neun von zehn Hamburgern wird die Realität der Spiele sich auf der anlogen Mattscheibe abspielen – klein oder groß und eben nicht live. Das Zehntel der Hamburger, an das der Senat vor allem denkt, wird sichtbar, wenn man guckt, wo konkrete Investitionen geplant sind: Tennis am Rothenbaum, Reiten in Klein Flottbek, Schießen in Sasel und Golf auf Gut Kaden. Demgegenüber bleibt er vage bei den 167 Millionen Euro, die in Breitensportanlagen fließen sollen. Die Spiele sind eine Veranstaltung für die top zehn Pozent, die die anderen 90&nbsp;Prozent bezahlen sollen.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-28055ef4a30df5d222e8e66022bd9b86"><strong><em>Ein Weg nach vorn</em></strong></p>



<p>Jeder, der Kinder und Freunde hat, weiß, dass es auf der Tribüne nichts Emotionaleres gibt, als ihnen zuzuschauen. Tränen müssen getrocknet, Freuden geteilt werden. Soll ich für eine Monatskarte und ein Paar Schuhe den Verein zugunsten eines leistungsstärkeren Klubs wechseln? Wie gehe ich mit denen um, die Teil des Teams sind, aber nicht so leistungsstark? Wer spielt? Tagtäglich wird hier im Sport im Kleinen verhandelt, was Gemeinschaft schafft und was nicht. Hier entstehen Erlebnisse und Freundschaften für das Leben.</p>



<p>Ein Event, alle vier Jahre, vor dem Fernseher oder vor dem Stadion, kann das unmöglich einlösen. Deshalb fordern wir in unserem offenen Brief an Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote und Finanzsenator Dr. Andreas Dressel auf www.­nolympia-hamburg.de, diese Investitionen ab 2027 zusätzlich aus den verfügbaren Mitteln des Sondervermögens als Investitionen in genau diese tagtäglich wichtigen Sportstätten wie Turnhallen, Sportplätze und Schwimmbäder zu tätigen, damit der Impuls – unabhängig von IOC und DOSB – für die Mehrheit in Hamburg schon jetzt wirken kann. Gut 100 Hallenfelder könnten davon sofort saniert und acht neue Schwimmbäder sofort gebaut werden. Eine sichere und machbare Beschleunigung für Hamburger Sportstätten von neun bis 16 Jahren. NOlympia und ich sind für sinnvolle und maßvolle Investitionen: für uns, für Hamburg. Nein zur Olympiabewerbung! <strong><em>Eckart Maudrich</em></strong></p>



<p>__________________________<br><strong>Eckhart Maudrich,</strong> 55, ist Mitgestalter der NOlympia-Initiative, ehemaliger Kaderathlet im Hochsprung und studierter Geograf mit dem Schwerpunkt nachhaltige Stadtplanung. </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>»Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken!«</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/es-gibt-wahnsinnig-viel-zu-entdecken/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=es-gibt-wahnsinnig-viel-zu-entdecken</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausstellung. Die Hamburger Kunsthalle zeigt jetzt mit »SKULPTURAL. Die neuen Galerien« noch bis April 2027 erstmals ihre Skulpturen- und Münzsammlung – eine Entdeckungsreise „Es ist eine wunderbare Ausstellung. Man erlebt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Ausstellung. Die Hamburger Kunsthalle zeigt jetzt mit <a href="https://hamburger-kunsthalle.de/de/ausstellungen/skulptural">»SKULPTURAL. Die neuen Galerien«</a> noch bis April 2027 erstmals ihre Skulpturen- und Münzsammlung – eine Entdeckungsreise</em></strong></p>



<p><strong>„Es ist eine wunderbare Ausstellung.</strong> Man erlebt die Räume noch einmal vollkommen neu, und ich finde es großartig, wie Münzen, Skulpturen und Gemälde zusammengezogen werden, um gemeinsam zu Themenbereichen neue Geschichten zu erzählen. Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken“, zieht Kultursenator <strong><em>Dr. Carsten Brosda</em></strong> nach einem Presserundgang zur Ausstellung <strong><em>„Skulptural. Die neuen Galerien“</em></strong> in den komplett neu konzipierten Räumen sein Resümee. Wieder einmal hat die ­<strong>Hamburger Kunsthalle</strong> es geschafft, künstlerisch, kuratorisch und emotional zu überraschen, denn das Thema hat auf den ersten Blick wenig Sex-Appeal: Münzen. Wer ist schon Numismatiker?! Doch wer sich auf die <em>Skulptural</em>-Schau einlässt, kann eine faszinierende Reise aus dem vorchristlichen Rom und Athen bis in die Gegenwart erleben.<br><em>Foto oben: <strong>Münz-Skulpturen-Schatzheber für die Hamburger Kunsthalle</strong> und die neue Ausstellung „Skulptural. Die neuen Galerien“ (v. l.): Kultursenator Dr. Carsten Brosda, Sammlungsleiterin und Kuratorin Dr. Annabelle Görgen-Lammers, Stifter Dorit und Alexander Otto sowie Kunsthallen-Direktor Prof. Dr. Alexander Klar.© Catrin-Anja Eichinger</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="727" height="1024" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879-727x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2340537" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879-727x1024.jpg 727w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879-213x300.jpg 213w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879-768x1082.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_51-e1777448203879.jpg 963w" sizes="(max-width: 727px) 100vw, 727px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Münzvitrine »Athenas Attribute« im Säulensaal des Café Liebermann.</strong> Mit der Lupe können kleine Münzreliefs zu <br>großen plastischen Porträts wachsen. © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p>Mit <em>Skulptural. Die neuen Galerien</em> präsentiert die Hamburger Kunsthalle erstmals die gesamte Bandbreite ihrer Skulpturensammlung, ergänzt um ausgewählte Spitzenleihgaben, unter anderem vom Musée d’Orsay in Paris, und im Kontext aller Kunstgattungen. In einer medien- und epochen-übergreifenden Schau werden fast 1.000 große und kleine Skulpturen, Reliefs, Gemälde, Grafiken, Fotos, Raum- und Videoinstallationen aus 2.500 Jahren Bildgeschichte präsentiert. Auf einem abwechslungsreichen „Parcours“ durch die neuen Räume ergebn sich überraschende Gegenüberstellungen und Korrespondenzen – von der Antike bis zur Gegenwart, von der zweiten zur dritten Dimension, von Miniatur bis monumental. Ein Schwerpunkt liegt bei den neu entdeckten Beständen auf Münz-, Medaillen- und Reliefkunst aus Gold, Silber und Bronze. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden diese rund 6.000 Kleinstskulpturen an der Kunsthalle erstmals umfassend gesichtet, bestimmt, restauriert sowie digitalisiert und fortlaufend in ihren Kontexten erforscht. Eine Auswahl von rund 650 dieser Werke ist Teil der Schau.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340538" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_52.jpg 1444w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Münzvitrine »Athenas Attribute« im Säulensaal des Café Liebermann.</strong> Mit der Lupe können kleine Münzreliefs zu großen plastischen Porträts wachsen. © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p>Immer wieder stellt sich ein Staunen ein, welche Energie, Grazie und auch Wucht die Minitur­medaillen unter den Lupen, die an allen Münzvitrinen liegen, entfalten können – gerade im Zusammenspiel zum Beispiel mit den mächtigen Bronzeplastiken von <em>Auguste Rodin</em> oder der nur 34,5 Zentimeter hohen <em>»Eule«</em> von <em>Pablo Picasso,</em> deren listig dreinschauende Weisheit alle Eulen-Klugheits-Klischees lässig karikiert. Solche Blickintensitäten schaffen auch die kleinen Preziosen, die „scupltures en miniatures“, wie sie der erste Kunsthallendirektor Alfred Lichtwark genannt hat.</p>



<p>Zum Wohlfühlen im antiken Medaillenkosmos tragen die modern-analogen Glas-Münzvitrinen mit ihren Lupen sowie die digitalen Infoscreens an den Münzvitrinen bei und: ihre Umgebung. Die Gestaltung der neuen Räume wie auch das groß angelegte Münzenforschungsprojekt der Kunsthalle wurden durch die millionenschwere Förderung der <strong>Dorit &amp; Alexander Otto Stiftung </strong>möglich. „Seit meiner Kindheit begeistere ich mich für die Numismatik“, so Unternehmer und Stifter <strong><em>Alexander Otto.</em></strong>&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2340539" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71-1024x683.jpg 1024w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71-300x200.jpg 300w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71-768x512.jpg 768w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/2026_04_23_HCZ_Kunsthalle-SKULPTURAL_71.jpg 1444w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Digitale Touchscreens informieren an den Münzvitrinen </strong>die Besucher mit Nummern­navigation über Historisch-Künstlerisches und Numismatiker über Fachliches. © Catrin-Anja Eichinger</em></figcaption></figure>



<p>Umso mehr freue sich Otto, „mit unserer Stiftung dazu beizutragen, mit den Münzen und Medaillen einen lange verborgenen Schatz der Kunsthalle wieder sichtbar zu machen und ihre Restaurierung und wissenschaftliche Erforschung zu ermöglichen“. Und Kultursenator <em>Carsten Brosda </em>betont die Ausstrahlung der neuen Räume, die Inhalte und Museumsumfeld neu erschließen kann: „Durch das kluge Ausstellungskonzept öffnet sich auch ein ganz neues Erlebnis von Sammlung und Gebäudeensemble, das die Geschichte des Museums gänzlich neu erfahrbar macht.“</p>



<p>Beim Rundgang mit der Kuratorin, Sammlungs- und Forschungsleiterin <strong><em>Dr. Annabelle Görgen-Lammers</em></strong> wird ihre Begeisterung für kleinste Details und historische Korrespondenten in 2.500 Jahren Kultur- und Kunstgeschichte lebendig. „Selten kann man noch Sammlungsschätze entdecken und grundlegend erforschen: 6.000 Objekte, die von Anfang an nach rein künstlerischen Kriterien als Grundlage und integraler Teil der Skulpturenabteilung gesammelt wurden!“ Es sei für sie „ein Herzensanliegen, die Funde und ersten Erkenntnisse zu ihren historischen wie aktuellen Kontexten auf möglichst anregende, heutige Weise zugänglich zu machen“. Das gelingt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="408" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Picasso_Eule_1952.jpg" alt="" class="wp-image-2340577" style="width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Picasso_Eule_1952.jpg 600w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/Picasso_Eule_1952-300x204.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>»Die Eule«, Pablo Picasso, 12.12.1952;</strong> gebrannter Ton, bemalt, 34 x 25 x 34,5 cm. Hamburger Kunsthalle, erworben 1956. © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2025; Foto: © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford</em></figcaption></figure>



<p>Man ist nach dem Rundgang überrascht, welche Erzählungen die rund 650 Münzkunst-Medaillen, die <em>sculptures en miniature,</em> mit einzelnen Bildern und Kleinst- und Großskulpturen bieten. Da kommuniziert die mächtige Göttinnen-Skulptur <em>­Athena</em> im Café Liebermann mit dem Münzentisch „Athenas Attribute“, im vorletzten Saal treffen Rodin- auf Picasso-Skulpturen, und den Abschluss in der Rotunde bildet der lässig weibliche zeitgenössische <em>Wunschbrunnen</em> der Französin Laure Prouvost. Da bewegen sich Münzbänder neben Birnen mit knallroten Brustwarzen an einer stilisierten Beton-Palme sowie mit bunt-lüsternen Murano­glas-Fischen samt knallroten Mäulern im Brunnenbecken; und leise plätschert das Wasser und verbreitet bei stillen Besuchern eine meditative Atmosphäre. Von Athenas 1.600 v. Chr. bis zu Rodins Emo-Skulpturen und Prouvosts Wunschbrunnen von 2026 werden Zeitläufte erzählt, die überraschen und faszinieren. Noch bis 11. April 2027 in der Hamburger Kunsthalle: <em>Skulptural. Die neuen Galerien.</em> Für Kunst-Neugierige, die Unerwartetes und neue Perspektiven schätzen, ein Muss. <strong><em>Wolfgang Timpe</em></strong></p>



<p><strong>Info </strong>Weitere Informationen zur Ausstellung <strong>„Sculptural. Die neuen Galerien“ </strong>finden Sie unter: <strong><a href="https://hamburger-kunsthalle.de/de/ausstellungen/skulptural">hamburger-kunsthalle.de</a></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="531" height="709" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_prouvost_the_breast_wishing_fountain_2026.jpg" alt="" class="wp-image-2340569" style="width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_prouvost_the_breast_wishing_fountain_2026.jpg 531w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_prouvost_the_breast_wishing_fountain_2026-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 531px) 100vw, 531px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>»Der Brust wünschende Brunnen aus Großmutters Labor« </strong>in der Rotunde der Kunsthalle bildet den Abschluss des Münz-Skulpturen-Rundgangs. | »The Breast Wishing Fountain From Grandma’s Lab«, Laure Prouvost; 2026, Beton, Terrazzo, Muranoglas,  150 x 150 x 230 cm; Dauerleihgabe der Dr. Heinz H. O. Schröder Stiftung, erworben 2026. © Courtesy of the Artist and Gallery carlier | gebauer / VG Bild-Kunst; © Hamburger Kunsthalle / bpk. Foto: Christoph Irrgang</em></figcaption></figure>



<p></p>
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		<title>»Zeitgenössische Kunst sichtbar machen!«</title>
		<link>https://hafencityzeitung.com/zeitgenoessische-kunst-sichtbar-machen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zeitgenoessische-kunst-sichtbar-machen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausstellung. Das Westfield Hamburg-Überseequartier präsentiert zusammen mit der AffenfaustGalerie die Kunstinstallation »Aquarell« von Tomislav Topić Diverse Farbflächen hängen in Pastell unter der Decke. Sie fließen, sie verändern sich mit jedem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-medium-font-size"><strong><em>Ausstellung. Das <a href="https://www.westfield.com/de/germany/hamburg">Westfield Hamburg-Überseequartier</a> präsentiert zusammen mit der Affenfaust<br>Galerie die <a href="https://www.westfield.com/de/germany/hamburg/news/eine-kunstinstallation-fur-das-westfield-hamburg-uberseequartier/136206">Kunstinstallation »Aquarell«</a> von Tomislav Topić</em></strong></p>



<p><strong>Diverse Farbflächen hängen in Pastell unter der Decke.</strong> Sie fließen, sie verändern sich mit jedem Schritt. Im <strong>Westfield Hamburg-Überseequartier </strong>ist seit dem 22. April die Installation <strong><em>„Aquarell“</em></strong> des Berliner Künstlers <strong>Tomislav Topić</strong> zu sehen. Es ist die erste großformatige Arbeit dieser Art seit der Eröffnung des Westfield-Quartiers im Frühjahr 2025. Das Werk befindet sich im sogenannten <em>Premium Loop</em>, direkt vor Breuninger. Es wirkt leicht, fast schwebend. Gleichzeitig greift es in die Architektur ein. Linien, Flächen und transparente Farbschichten überlagern sich. Je nach Blickwinkel entsteht ein anderes Bild. Wer stehen bleibt, sieht andere Übergänge als jemand, der zügig vorbeigeht. Das Werk reagiert auf Bewegung, Licht und Perspektive. <br><em>Foto oben: <strong>Westfield-Überseequartier-Künstler Tomislav Topić: </strong>„Ich sehe meine Arbeiten nicht als Objekte, sondern als Situationen. Farbe bekommt einen Raum, in dem sie reagieren kann – auf Licht, auf Bewegung, auf Architektur.“ URW</em></p>



<p><em>Topić </em>arbeitet abstrakt. Er verzichtet bewusst auf konkrete Motive. Ihn interessiert, wie Farbe im Raum funktioniert. „Ich sehe meine Arbeiten nicht als Objekte, sondern als Situationen“, sagt er. „Farbe bekommt einen Raum, in dem sie reagieren kann – auf Licht, auf Bewegung, auf Architektur. Gerade in öffentlichen Räumen entsteht dadurch etwas Lebendiges, das sich ständig verändert und nie ganz greifbar ist.“ Er arbeitet bewusst im öffentlichen Raum, an Orten, an denen Menschen nicht mit Kunst rechnen. „Das ist ja das Spannende dabei, dass man, ohne in eine Galerie oder ein Museum zu gehen, Kunst entdecken kann“, sagt <em>Topić.</em> Seine Installationen entstehen analog, oft von Hand bemalt und auf speziellen Gitterstrukturen aufgebaut. Daraus ergibt sich ein visueller Effekt. „So entsteht ein Moiré-Effekt. Dieser führt dazu, dass ein analoger Körper fast digital erscheint, fast wie ein ­Hologramm.“</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-85ee60863452c875263cdf21f555652f"><strong><em>»In erster Linie sind wir ein Quartier und keine klassische ­Shoppingmall. Es geht uns darum, besondere Erlebnisse zu schaffen. Kunst im Alltag ­erlebbar zu machen, frei zugänglich und ohne Hürden, ist uns wichtig.«</em><br>Karen Mester-Lichtsinn, Senior Marketing Manager Westfield Hamburg-Überseequartier</strong></p>



<p>Genau das passiert im Überseequartier. Unter der Decke schimmert ein Körper, der sich nicht sofort einordnen lässt. Erst beim Gehen, beim Verweilen, beim Wechsel der Perspektive wird er lesbar. „Vielleicht lädt es dazu ein, kurz zu verweilen und sich von der Ästhetik mitreißen zu lassen“, sagt der Künstler.</p>



<p>Die Situation ist bewusst gewählt. Viele Besucher kommen zum Einkaufen. Kunst steht nicht im Vordergrund. Für <em>Topić </em>liegt darin ein Reiz. „Es ist immer spannend zu sehen, ob Menschen das überhaupt wahrnehmen, wie sie es wahrnehmen und ob sie sich Zeit nehmen“, sagt er. Der Kontrast ist durchaus gewollt. „Vielleicht ist dieser Gegensatz gar nicht so schlecht, dass Menschen zum materiellen Konsum kommen, aber ein Gefühl entsteht, das eher emotional wirkt.“</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="408" height="611" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Westfield_Hamburg-Ueberseequartier_07_Aquarell_Tomislav_Topic_DSC05934.jpg" alt="" class="wp-image-2340572" style="width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Westfield_Hamburg-Ueberseequartier_07_Aquarell_Tomislav_Topic_DSC05934.jpg 408w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Westfield_Hamburg-Ueberseequartier_07_Aquarell_Tomislav_Topic_DSC05934-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 408px) 100vw, 408px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Künstler Tomislav Topić </strong>zum Ausstellungsumfeld Shopping-Quartier: „Es ist immer Spannend zu sehen, ob Menschen das überhaupt wahrnehmen, wie sie es wahrnehmen und ob sie sich Zeit nehmen.“ © URW</em></figcaption></figure>



<p>Die Installation ist in Zusammenarbeit mit der <strong>Affenfaust Galerie</strong> entstanden. Die Galerie aus St. Pauli zählt seit Jahren zu den wichtigen Orten für zeitgenössische Kunst in Hamburg. Sie zeigt Malerei, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen und arbeitet regelmäßig im öffentlichen Raum. Schon während der Bauphase des Überseequartiers war sie beteiligt. 2022 entstand gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv <strong>Mentalgassi</strong> das Projekt <strong><em>„#unüberseebar“.</em></strong> Auf mehr als 385 Meter Bauzaun waren Porträts aus der Nachbarschaft zu sehen. Die Bilder veränderten sich beim Vorbeigehen. Es war die längste kuratierte Kunstinstallation Norddeutschlands.</p>



<p>Auch jetzt geht es um Bewegung und Wahrnehmung. <em>„Aquarell“ </em>knüpft daran an, wirkt aber offener. Die Arbeit hängt frei im Raum und ist nicht an Wände gebunden. Dadurch verändert sie sich ständig. Farben verschieben sich optisch, Linien scheinen zu wandern. Die Installation nutzt die Höhe des Raumes und macht sie erlebbar.</p>



<p>Für das Quartier ist Kunst kein Zusatz, sondern Konzept-Element. <strong><em>Karen Mester-­Lichtsinn,</em></strong>Senior Marketing Manager im Westfield Hamburg-Überseequartier, sagt: „In erster Linie sind wir ein Quartier und keine klassische Shoppingmall. Es geht uns darum, besondere Erlebnisse zu schaffen.“ Dazu gehören Events, Musik und Kunst. „Kunst im Alltag erlebbar zu machen, frei zugänglich und ohne Hürden, ist uns wichtig.“</p>



<p>Die Wirkung der Installation beschreibt sie konkret: „<em>,Aquarell‘</em> schafft neue Perspektiven für die Wegeführung in unserem Premium Loop und macht zeitgenössische Kunst sichtbar.“ Gleichzeitig gehe es um Verbindung. „So entstehen Erlebnisse, die Community, Stadt und Gäste zusammenbringen – auch über Stadtteilgrenzen hinweg, etwa durch die Zusammenarbeit mit der Affenfaust Galerie.“</p>



<p><em>Topić</em> selbst hebt den Ort hervor. Er hat weltweit gearbeitet, von Singapur bis Miami. Hamburg nimmt für ihn eine besondere Rolle ein. „Ich habe eine tiefe Verbindung zu dieser Stadt. Ich fühle mich hier besonders wohl“, sagt er. Auch das Quartier selbst habe ihn überzeugt. „Hier wurde sehr viel Wert auf Qualität gelegt. Das spürt man. Meine Arbeit wird hier wertgeschätzt.“</p>



<p>„Aquarell“ ist jederzeit zugänglich. Die Installation kostet die Besuchenden nichts. Sie verlangt nur Zeit und Aufmerksamkeit. Wer stehen bleibt, entdeckt Schichten. Wer weitergeht, nimmt Bewegung wahr. Das Werk verändert sich nicht wirklich, aber die Wahrnehmung tut es. Genau darin liegt seine Wirkung. <strong><em>Jimmy Blum</em></strong></p>



<p>INFOS unter: <strong><a href="https://www.westfield.com/de/germany/hamburg/news/eine-kunstinstallation-fur-das-westfield-hamburg-uberseequartier/136206">westfield.com/de/germany/hamburg</a></strong></p>



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		<title>»Stück für Stück grüner und lebenswerter!«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Timpe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 09:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Mikroklima. Mit »Grüne HafenCity« will das Quartiersmanagement HafenCity e. V. mit Partnern im Baakenpark den Frühling und die urbane Artenvielfalt feiern und mit Pflanzen für die Bewohner:innen für mehr grüne Balkone [&#8230;]]]></description>
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<p class="has-medium-font-size"><em><strong>Mikroklima. Mit »Grüne HafenCity« will das Quartiersmanagement HafenCity e. V. mit Partnern im Baakenpark den Frühling und die urbane Artenvielfalt feiern und mit Pflanzen für die Bewohner:innen für mehr grüne Balkone und grüne Umgebung sorgen</strong></em></p>



<p><strong>Was wäre, wenn auf jedem Balkon in der HafenCity</strong> mindestens eine Pflanze stehen würde? Diese einfache, aber kraftvolle Idee bildet den Ausgangspunkt für eine besondere Aktion im Quartier. Der Arbeitskreis <em>Soziokulturelles Miteinander</em> des <strong>Quartiersmanagement HafenCity e. V.</strong> hat daraus eine Einladung an alle entwickelt: gemeinsam die HafenCity Stück für Stück grüner, lebendiger und lebenswerter zu machen – Pflanze für Pflanze und Schritt für Schritt. <br><em>Foto oben: <strong>Gelungene Artenvielfalt gibt es in vielen öffentlichen Innenhöfen des Baakenhafens </strong>– einfach die Treppe rechts vom Aldi-Eingang hinaufgehen. © Catrin-Anja Eichinger</em></p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-f62f578f82cc7f7c3448220e9e543769"><strong><em>Bei der Aktion „Grüne HafenCity“ geht es vor allem ums Mitmachen, Ausprobieren und Mitnehmen</em></strong></p>



<p>Am Freitag, 29. Mai, wird der <strong>Baakenpark</strong> von 16 bis 19 Uhr zum Treffpunkt für alle, die sich für Begrünung, nachhaltige Stadtentwicklung und ein lebendiges Miteinander interessieren. Unter dem Titel <strong>„Grüne HafenCity“</strong> zeigt die Veranstaltung, wie jede und jeder mit kleinen, konkreten Mitteln das eigene Umfeld verbessern kann – auf dem Balkon oder im direkten Wohnumfeld. Dabei geht es nicht nur um Information, sondern vor allem ums Mitmachen, Ausprobieren und Mitnehmen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="730" height="548" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Rote-Lichtnelke_Christine_Stecker.jpg" alt="" class="wp-image-2340570" style="aspect-ratio:1.3321343559904788;width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Rote-Lichtnelke_Christine_Stecker.jpg 730w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Rote-Lichtnelke_Christine_Stecker-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 730px) 100vw, 730px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Die Rote Lichtnelke, auch Rotes Leimkraut oder Herrgottsblut genannt, </strong>gehört zur Gattung Leimkräuter (Silene) in der Familie der Nelkengewächse. © Christine Stecker</em></figcaption></figure>



<p>Die Besucher:innen erwartet ein vielfältiges Programm mit praktischen Tipps, kreativen Mitmachaktionen und der Möglichkeit, Pflanzen direkt vor Ort gegen eine Spende zu erhalten. So wird aus einer Idee unmittelbar ein sichtbarer Beitrag für mehr Grün im Quartier – niedrigschwellig, inklusiv und für alle zugänglich. Das <em>Quartiersmanagement HafenCity e. V.</em> versteht sich als verbindendes Element zwischen den unterschiedlichen Akteuren im Stadtteil. Ziel ist es, Initiativen, Institutionen, Gewerbetreibende und Bewohner:innen zusammenzubringen, Synergien zu schaffen und gemeinsame Projekte zu ermöglichen. Gleichzeitig lebt der Erfolg solcher Formate vom Engagement der einzelnen Akteure vor Ort: Sie bringen ihre Expertise, ihre Ideen und Perspektiven ein und erfüllen die Projekte mit Leben. Die Veranstaltung <em>Grüne HafenCity</em> zeigt exemplarisch, wie durch die Zusammenarbeit verschiedener Akteure nachhaltige und zielführende Maßnahmen im Quartier entstehen können.</p>



<p>Ein zentrales Angebot für die Balkonberatung bieten unter anderen die Initiative <strong>Moin ­Stadtnatur</strong> (unter anderem Nabu) und die <strong>Loki Schmidt Stiftung,</strong> die sich seit Jahren für Natur in der Stadt und Umweltbildung engagiert und auch im Quartier präsent ist. Mit der Ausstellung <em>„NaturRaum HafenCity – Zwischen Elbe und Asphalt“</em> der Loki Schmidt Stiftung wird Stadtnatur zudem direkt erlebbar: Besucher:innen entdecken hier, welche Pflanzen und Tiere mitten in der Stadt leben und wie urbane Lebensräume funktionieren.&nbsp;</p>



<p>„Eine Stadtnatur, die nicht nur schön für das menschliche Auge ist, sondern auch unserer Insekten- und Vogelwelt hilft, wird vor dem Hintergrund des Artenschwundes immer wichtiger. Auch auf kleinem Raum kann man mit gebietsheimischen Wildpflanzen viel Gutes tun – das gelingt auch auf dem Balkon“, erklärt <strong>Christine Stecker</strong> von der Loki Schmidt Stiftung.</p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-666e3c8142153ac113aa9bb094452101"><strong><em>»Artenvielfalt können wir dabei nicht nur in unseren Wäldern oder auf unseren Feldern schützen, sondern auch in unseren Städten, in denen durchschnittlich mehr als 10.000 unterschiedliche Tierarten leben.«</em><br>Dr. Andreas Kinser</strong></p>



<p>Auch die <strong>Deutsche Wildtier Stiftung</strong> bringt mit der <em>„Botschaft der Wildtiere“</em> eine mobile Ausstellung und Mitmachfläche ein, die Artenvielfalt und Lebensräume anschaulich vermittelt und die Perspektive der Tiere sichtbar macht. „Artenvielfalt ist die Überlebensgarantie für uns Menschen. Nur sie ermöglicht es uns, Antworten auf neue Herausforderungen zu finden, seien es zum Beispiel medizinische Wirkstoffe für neu entstandene Krankheiten oder die Entwicklung neuer, ressourcenschonender Materialien. Artenvielfalt können wir dabei nicht nur in unseren Wäldern oder auf unseren Feldern schützen, sondern auch in unseren Städten, in denen durchschnittlich mehr als 10.000 unterschiedliche Tierarten leben. Deshalb ist es so wichtig, Menschen auch in der Stadt für den Arten- und Naturschutz zu begeistern“, erklärt <strong>Dr. Andreas Kinser</strong> von der Deutschen Wildtier Stiftung.</p>



<p>Auch konkrete Maßnahmen für Tiere stehen im Fokus. Das <strong>Netzwerk HafenCity e. V.</strong> macht auf die Situation der Vögel aufmerksam: „So absurd das klingt, aber im Sommer finden Vögel in der HafenCity kein Wasser. Die Zahl der Spatzen in der HafenCity ist um die Hälfte gesunken – viel mehr also als in anderen Quartieren Hamburgs. Deshalb möchten wir helfen: mit Vogeltränken“, so <strong>Marianne Wellershoff</strong> vom Netzwerk HafenCity. Vor Ort können Besucher:innen selbst Vogeltränken bauen und so aktiv zum Schutz der Tiere beitragen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="726" height="968" src="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Kleines_Maedesuess_Amira_Elatawna.jpg" alt="" class="wp-image-2340561" style="aspect-ratio:0.7500073242902763;width:800px;height:auto" srcset="https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Kleines_Maedesuess_Amira_Elatawna.jpg 726w, https://hafencityzeitung.com/wp-content/uploads/2026/04/HCZ_Kleines_Maedesuess_Amira_Elatawna-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 726px) 100vw, 726px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em><strong>Das Kleine Mädesüß, auch Knollen-Geißbart oder Wiesenkönigin genannt,</strong> gehört zur Gattung Mädesüß (Filipendla) in der Familie der Rosengewächse. © Amira Elarawna</em></figcaption></figure>



<p>Darüber hinaus gibt es für Kinder kreative Angebote rund um Natur und Nachhaltigkeit. „Kinder sind neugierig und offen für ihre Umwelt – genau hier setzen unsere grünen Aktionen an. Wir möchten ihnen früh zeigen, wie sie ihre Umgebung achtsam wahrnehmen und mitgestalten können. Nachhaltigkeit ist für uns deshalb kein Zusatzthema, sondern ein fester Bestandteil frühkindlicher Bildung“, sagt <strong>Stefanie Sorge</strong> von der <strong>kitea Hamburg HafenCity. </strong>Impulse für die Stadt von morgen liefert zudem die <strong>HafenCity Universität: </strong>„Durch grüne Aktionen mit der Zivilgesellschaft wächst das Umweltbewusstsein – und Klimaanpassung wird zur gemeinsamen gesellschaftlichen Aufgabe von Bürger:innen und Politik.“</p>



<p>Neben Information und Inspiration steht bei der Aktion <em>Grüne HafenCity</em> das gemeinschaftliche Erlebnis im Mittelpunkt. Livemusik und Streetfood sorgen für eine entspannte Atmosphäre und laden dazu ein, den Nachmittag gemeinsam im Park zu genießen. Auch das Überseequartier beteiligt sich an der Aktion und unterstützt dieses Format im Quartier. Warum dieses Engagement so wichtig ist, betont für das <em>Quartiersmanagement Hafencity e. V.</em> abschließend das Vorstandsmitglied <strong>Jan Engelshowe:</strong> „Wir wissen heute alle, wie wichtig es für das Leben in der Stadt ist, der Versiegelung entgegenzuwirken und grüne Erholungsorte zu schaffen, von denen Menschen und Tiere gleichermaßen profitieren. Wir können vielleicht nicht die gesamte HafenCity aufforsten, doch wir können ein Bewusstsein dafür schaffen, dass jede und jeder Einzelne von uns einen Beitrag dazu leisten kann, die HafenCity und damit sein unmittelbares Lebensumfeld grüner und lebenswerter zu machen.“ <strong><em>Wiebke Haller</em></strong></p>



<p><strong>Info I</strong> <br>Die Aktion <strong>„Grüne HafenCity“</strong> findet am Freitag, <strong>29. Mai 2026, von 16 bis 19 Uhr</strong> im <strong>Baakenpark</strong> in der HafenCity statt. </p>



<p><strong>Info II</strong> <br>Mehr Informationen und wie Sie auch mitmachen können unter: <strong>unsere-hafencity.de</strong></p>
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