»Kostbares Kulturgut und Symbol für Gemeinschaft«

Kultur. Die Dorit & Alexander Otto Stiftung sorgt mit einer Million Euro für eine nachhaltige Unterstützung der drei Hauptkirchen in der City. So kann auch die große Gloria-Glocke von St. Katharinen restauriert werden

Die Gloria-Glocke von St. Katharinen ist ein kostbares Kulturgut und Symbol für Gemeinschaft und Hoffnung. Es ist uns ein Herzensanliegen, dass der Klang der Glocke die Menschen auch in Zukunft wieder erfüllt und verbindet“, sagte Dorit Otto,Vorstandsvorsitzende der Dorit & Alexander Otto Stiftung, im September 2025, als das klingende Herz von St. Katharinen für seine Restaurierung aus dem Glockenturm herausgehoben wurde. Die Gloria-Glocke ist mit einem Durchmesser von 2,17 Metern und einem Gewicht von 6,5 Tonnen die schwerste historische Großglocke Norddeutschlands. Die 399 Jahre alte Gloria-Glocke ist aktuell noch zu Restaurierungszwecken in den Niederlanden und soll an Karfreitag 2026 das erste Mal und dann natürlich zum Osterfreudenfest wieder Altstadt und HafenCity erklingen lassen. 
Foto oben: Klingender Segen: Vorstandsvorsitzende Dorit Otto (r.) von der Dorit & Alexander Otto Stiftung mit Hauptpastorin und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann von der Hauptkirche St. Katharinen. Am 1. September 2025 hatte ein Kran die 399 Jahre alte und 6,5 Tonnen schwere Gloria-Glocke aus dem Glockenturm von St. Katharinen herausgehoben, damit sie zur notwendigen Restaurierung in die Niederlande verladen werden konnte. © Michael Zapf

Die veranschlagten Kosten der Glocken-Restaurierung betragen rund 750.000 Euro, die ausschließlich durch Spenden aufgebracht werden. Dr. Ulrike Murmann, Hauptpastorin von St. Katharinen und als Pröpstin für alle drei Hauptkirchen in der Innenstadt Hamburgs mitverantwortlich: „Die Rettung der Gloria-Glocke liegt vielen Hamburgerinnen und Hamburgern am Herzen. Dies durften wir durch die große Unterstützung unserer Spender erfahren, für die ich unendlich dankbar bin. Wie auch für die wundervolle Förderung durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung, die uns bereits bei der umfangreichen Kirchensanierung und der aktuellen Sanierung des Glockenturms kräftig mit unterstützt hat.“

Spender mit Pastoren-Trio (v. l.): Hauptpastor Dr. Jens-Martin Kruse, St. Petri, Rando Aust, Dorit & Alexander Otto Stiftung, Hauptpastorin und Pröbstin Dr. Ulrike Murmann, St. Katharinen, und Hauptpastor Dr. Stefan Holtmann, St. Jacobi. © Wolfgang Timpe

Für Dorit Otto gilt die Stiftungssumme nicht nur den historischen Kirchengebäuden, sondern auch der Kultur: „Die Hauptkirchen prägen unsere Stadt seit Jahrhunderten – als Orte des Glaubens, der Gemeinschaft, des Dialogs und der Verständigung. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, dazu   beizutragen, sie zu bewahren und sie für kommende Generationen zu erhalten. Unser Dank gilt allen, die sich für diese bedeutenden Hamburger Wahrzeichen engagieren“, so Dorit Otto, Vorstandsvorsitzende der Dorit & Alexander Otto Stiftung. 

Die aktuelle Spende von einer Million Euro für die drei Hauptkirchen der Innenstadt, St. Jacobi, St.Katharinen und St. Petri, in Höhe von paritätisch geteilten jeweils 333.000 Euro, finanziert wichtige Erhaltungs- und Renovierungsarbeiten der drei Kirchen. Während bei St. Katharinen die Summe vollständig in die Glocken-Restaurierung geht, freut sich Hauptpastor Dr. ­Stefan Holtmann von St. ­Jacobi, dass unter anderem „vor allem unsere drei Kleinode, unsere drei Altare, wieder leuchten können“. Und für Hauptpastor Dr. Jens-Martin Kruse von St. Petri ist die Spende „ein warmer Rückenwind durch die Dorit & Alexander Otto Stiftung, damit die älteste Kirche Hamburgs weiter durch ihre Gastfreundschaft täglich erlebbar bleibt“. 

Und wie sammelt man so erfolgreich Spenden ein? Ulrike Murmann gegenüber der HafenCity Zeitung: „Man muss von unseren Dingen anschaulich und nachvollziehbar erzählen. Es braucht ein Zutrauen und ein Aufeinanderzugehen!“ Wolfgang Timpe

Info www.hauptkirchen.de

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