»Die Strahlkraft Hamburgs und der HafenCity!«

»5 Fragen an …«: Alexander Otto, Stifter der Alexander Otto Sportstiftung, über Breitensportförderung, die Olympia-Idee sowie Hamburg und die HafenCity

Herr Otto, Sie und andere Unternehmer:innen spenden eine Million Euro im Rahmen der Olympiabewerbung Hamburg 2040für Stadtteileprojekte. Warum? Die Olympischen Spiele in Paris haben vorgemacht, dass Breitensport ein Kernelement auch einer Olympiabewerbung ist. Gerade wenn man olympische Medaillen holen möchte, muss man bei den zukünftigen olympischen Generationen sehr früh ansetzen und sie begleiten und Begeisterung für den Sport auslösen. Es bietet sich auch eine Chance, noch mehr Angebote in die Schule zu bringen. Das hat Paris systematisch durch eine Ausweitung des Sportangebots im Schulunterricht gemacht. „104 Projekte für 104 Stadtteile“ ist kein Projekt für Sporteliten und absolute Sportstars. Wir wollen die Sportler von morgen, die vielleicht die Medaillengewinner von morgen sind, kennenlernen. Und wenn es uns gelingt, jungen Menschen Spaß am Sport zu vermitteln, der sie ihr ganzes Leben lang begleiten wird, ist das ein ganz besonderer Erfolg.
Foto oben:Stifter Alexander Otto: „Wenn viele junge Menschen früh Spaß an Sport finden, fokussiert man sich auf andere Dinge, und neue Interessen werden geweckt, als wenn man seine Zeit nur mit dem Handy oder mit Computerspielen vorm Rechner verbringt.“

Olympia funktioniert aber auch nur mit erfolgreichen Spitzensportlern, Medaillengewinnern? Absolut. Deshalb fördern wir mit unserer Sportstiftung auch viele Projekte an der Schnittstelle zwischen Breiten- und Spitzensport. So haben wir in der Vergangenheit zum Beispiel die Modernisierung des Tennisstadions am Rothenbaum oder die ­Alexander-Otto-Akademie am HSV Campus finanziert, um den sportlichen Spitzenerfolg und die Persönlichkeitsentwicklung junger Fußballer zu entwickeln und zu stärken. 

Was kann Spitzensport, was Breitensport nicht schafft? Die Ausrichtung auf den Spitzensport schafft Idole, die als Vorbilder enorm wichtig sind. Wir alle wissen, was Boris Becker mit seinem Wimbledon-Sieg 1985 für viele Tennisgenerationen ausgelöst hat.

Sie sind vom Zusammenhalt der Gesellschaft durch den Sport überzeugt. Kann man 104 Projekte in 104 Stadtteilen auch als Ausdruck der Idee »Sport statt ­Messer und Faustkampf auf Schulhöfen« verstehen? Es ist total wichtig, wie junge Menschen sich orientieren. Gerade von uns geförderte Integrationsprojekte zum Beispiel mit Straßenfußball oder inklusivem Migrationssport haben gezeigt: Wenn viele früh Spaß an Sport finden, fokussiert man sich auf andere Dinge, und neue Interessen werden geweckt, als wenn man seine Zeit nur mit dem Handy oder mit Computerspielen vorm Rechner verbringt.

Welche Rolle kann die HafenCity bei Olympia spielen? Die HafenCity ist ein internationales Aushängeschild von Hamburg. Die Strahlkraft der Stadt ist für große Sportevents wichtig. Am HafenCity Run nehmen in diesem spannenden neuen Stadtteil zum Beispiel schon heute viele Tausend Menschen mit und ohne Behinderung teil. Die HafenCity wird während Olympia eine wichtige Rolle spielen.   Fragen: Wolfgang Timpe

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Alexander Otto, 58, ist gebürtiger Hamburger und Stifter der Alexander Otto Sportstiftung.

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