»Magische Anziehungskraft«

Ausstellung. Das Wachsfigurenkabinett Panoptikum am Spielbudenplatz auf dem Kiez hat einen neuen royalen Popstar bekommen: Kate Middleton alias Prinzessin Kate

Prinzessin Kate im Hamburger Panoptikum. © Panoptikum Wachsfigurenkabinett

Dass und wo Prinzessin Kate als Wachsfigur im Hamburger Panoptikum auf dem Kiez platziert werden würde, stand eigentlich von vornherein fest: Die Frau von Prinz William hat Mitte Dezember 2025 neben Queen Elizabeth ihren Platz gefunden. „Die beiden mochten sich“, sagt Susanne ­Faerber, die Geschäftsführerin des Wachsfigurenkabinetts Panoptikum. Abgesehen von ihrer gegenseitigen Sympathie eint die zwei Frauen ihre Popularität. Die Queen gilt über ihren Tod hinaus als die beliebteste Monarchin der britischen Geschichte, heute ist Prinzessin Kate der Lieblingsroyal ihrer Landsleute.
Foto oben: Panoptikum-Chefin Susanne Faerber über Prinzessin Kate: „Dass sich ein Prinz in eine Bürgerliche verliebt hat, fasziniert die Menschen. Denn viele träumen davon, einmal Prinzessin zu sein.“ © Panoptikum Wachsfigurenkabinett

Sicher nehmen ihre Warmherzigkeit und ihr Lächeln viele Menschen für sie ein. Auch ihr Alter Ego aus Wachs, das rund 50.000 Euro gekostet hat, strahlt. Für die Berliner Wachsfigur-Künstlerin Lisa Büscher, die in ihrem Atelier mit ihrem Team arbeitete, war gerade das die größte Herausforderung: „Allein in die obere Zahnreihe sind 30 Stunden Arbeit geflossen.“ Insgesamt feilte sie viele Monate an dieser Figur – vom Frühjahr 2025 bis zum Winter. „Wir machen bei einer bekannten Persönlichkeit des öffentlichen Lebens immer einen ersten Testkopf“, erläutert Lisa Büscher. Dieses Prozedere hilft dabei, mögliche Fehler auszumerzen: „Bei der Princess of Wales haben wir zum Beispiel noch an den Augenlidern gearbeitet und auch die Form des Kopfes leicht angepasst.“

Nun begegnet man einer gertenschlanken Wachsfigur. Wie ihr adliges Vorbild ist sie 1,75 Meter groß, aber mit ihren Schuhen 1,82 Meter hoch. Nicht ohne Grund trägt sie jenes lange dunkelgrüne Paillettenkleid, das die Designerin Jenny Packham entworfen hat. „Es scheint eines ihrer Lieblingskleider zu sein“, hat Susanne Faerber beobachtet. „Denn Prinzessin Kate besitzt dieses Modell auch noch in anderen Farben wie Rosé oder Nude.“ In der dunkelgrünen Robe zog sie unter anderem im November 2021 bei der „Royal Variety Performance“ in der Londoner Royal Albert Hall alle Blicke auf sich.

Apropos Blicke: Wer im Pa­noptikum genau hinschaut, erkennt, dass Prinzessin Kate sogar ihren Verlobungsring am Finger hat, diese Preziose ist im Original mit einem Saphir, den 14 Diamanten umgeben, verziert. Ursprünglich gehörte das Schmuckstück Prinzessin Diana, Prinz Charles, damals noch nicht zum König gekrönt, hatte es ihr geschenkt. Somit ist dieser Ring ikonisch und war für Susanne Faerber ein Muss: „Prinzessin Kate trägt ihren Verlobungsring fast immer bei öffentlichen Auftritten.“

Wenn sich die 44-Jährige unter das Volk mischt, wird sie stets bejubelt. Der Grund für ihre „geradezu magische Anziehungskraft“ liegt für Susanne Faerber ganz klar auf der Hand: „Dass sich ein Prinz in eine Bürgerliche verliebt hat, fasziniert die Menschen. Denn viele träumen davon, einmal Prinzessin zu sein.“ Dieses Märchen wird im Panoptikum zwar nicht wahr, dafür kann man dort aber mit der Wachsfigur von Prinzessin Kate ein Selfie machen. Sie wurde während des sogenannten Frühjahrsputzes im Januar lediglich ein bisschen entstaubt und mit Mottenpapier ausgestattet, ein frisches Styling war nach nur einem Monat nicht notwendig. Susanne Faerber witzelt: „Prinzessin Kate durfte zusehen, wie die anderen Figuren baden gegangen sind.“ Dagmar Leischow

Prinzessin Kate mit der Panoptikum-Geschäftsführerin Susanne Faerber. © Dagmar Leischow

Info Prinzessin Kate steht als Wachsfigur im Panoptikum. Tickets und Informationen unter: panoptikum.de

Prinzessin Kate im Ausstellungsraum des Panoptikums mit ihrem Publikum. © Dagmar Leischow

Nachrichten von der Hamburger Stadtküste

Abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter!

Das könnte Ihnen auch gefallen

»Die Zeitzeugen sterben«

Vorschau. Das Bucerius Kunst Forum bereitet die größte Kunstschau jüdischer Kunstsammler:innen vor Es ist ein

»Maritime Revolutionen«

Kaispeicher B. Wie Dampf die Welt der Seefahrt veränderte, zeigt das Internationale Maritime Museum mit