Event. Über 150 gut gelaunte Gäste feierten zum 13. Mal den Jahresempfang der Werbegemeinschaft Überseequartier e. V. in der 25hours Gallery an der Osakaallee
Der Mann hat gut lachen: Jan Engelshowe, Vorstand des Quartiersmanagement HafenCity e.V., ist mit seinem Vorstandskollegen Andreas Schmidt das Boy-Duo im fröhlichen Lady-Sextett des Quartiersmanagements, die alle zum Feiern, Netzwerken und gute Gespräche führen auf den 13. Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft Überseequartier e. V. gekommen sind. Erleichterung und Stolz liegen in der ansteckenden Fröhlichkeit der acht Quartiersmanager:innen, „weil wir alle gemeinsam in kurzer Zeit viel erreicht haben, für 2026 ein tolles Veranstaltungsprogramm im gelben Gemeinschaftshaus wie an unterschiedlichsten Stellen der HafenCity mit kräftiger Unterstützung aus der gesamten HafenCity organisiert haben und unser Veranstaltungskalender exklusiv aus dem Quartier fürs Quartier online gegangen ist“. Und was zeichnet das Quartiersmanagement für Neuankömmlinge aus? „Wir wollen das Leben der Leute in der HafenCity besser machen. Und jeder, der Ideen hat, sich einzubringen und das mitzugestalten, ist beim Quartiersmanagement HafenCity herzlich willkommen“, bringt Vorstand Jan Engelshowe den Sinn und Zweck des Vereins auf den Punkt.
Foto oben: Kriminal-Tango mit fröhlichen Unternehmerinnen: Coachin und Fotografin Agnes Fitek (l.) mit Physiotherapeutin und Gesundheitscoachin Julia Krüger vom Strandkai. Die beiden spielen mit ihren beiden Vierpfoten-Lebensbegleitern im Premierenkrimi „Tod in der HafenCity“ von Antonio „Toni“ Fabrizi geheimnisvolle Rollen. © Catrin-Anja Eichinger

Auch Dr. Claudia Weise, Quartiersmanagerin und im Juni 20 Jahre in der HafenCity dabei – zunächst in der BNP Projektentwicklungsgesellschaft und nun schon seit 2010 als Managerin des nördlichen Überseequartiers mit seinen inhabergeführten Läden und Wohnungen –, ist zwar bestens gelaunt, doch auch enttäuscht vom neuen Nachbarn Westfield Hamburg-Überseequartier. Dessen Management rede zwar immer von Nachbarschaft, so Weise, aber es gebe faktisch kein Interesse an Abstimmung und Zusammenarbeit, und auf dem Neujahrsempfang zeige sich auch niemand. „Mir ist am wichtigsten für 2026, dass wir die Gemeinschaft in unserem nördlichen Überseequartier weiter stärken. Wir sind eine ganz tolle Community von Jung bis Alt. Die Angebote, sich regelmäßig zu treffen, auszutauschen und zu vernetzen, werden intensiv genutzt. Bei uns im Quartier zählt der persönliche Kontakt.“

Und was bedeutet das neue Westfield-Überseequartier für die Gewerbetreibenden auf dem Überseeboulevard? „Dass sie sich einerseits über das neue Leben, die hohe Frequenz mit täglich über 25.000 Besuchern auf dem Überseeboulevard, freuen. Darauf haben wir alle seit Jahren gewartet. Andererseits sind Besucher nicht automatisch kaufende Kunden. Der eine oder andere muss sicher für eine neue, eher jüngere Zielgruppe sein Konzept oder sein Produktportfolio aktualisieren.“
Ab August möchte Weise kürzertreten und sich statt der heutigen deutschlandweiten Multijobs bei BNP Paribas ausschließlich auf das nördliche Überseequartier konzentrieren. Dann sollen ihr Mann und ihr geliebter Geländereitsport mit eigenen Pferden öfter oben auf der Agenda stehen. „Ich freue mich auf meine richtige Work-Life-Balance ab Sommer.“

Ans persönliche Wenigermachen denkt Unternehmer Nils Kuprat, Inhaber von fünf Prime Time fitness-Läden, wobei sein erster auf dem Überseeboulevard in der HafenCity „mir als Gründungsclub wie auch der Stadtteil besonders am Herzen liegen, weil er das Mutterschiff meiner erfolgreichen Selbstständigkeit ist“. Der dreifache Familienvater mit der jüngsten, sechs Monate alten Tochter, plant für Ende 2026 sogar sein sechstes Studio in der Hansestadt. „Es stimmt halt, Stillstand ist Rückschritt“, lacht Unternehmer Kuprat. Wichtig sei immer „ein gesundes Wachstum, wo am Ende jeder Club für sich erfolgreich laufen muss“. Und was ist sein Erfolgsrezept? „Ein inhabergeführter Laden lebt immer vom Individuellen und der Leidenschaft und Kompetenz des Teams. Wesentlich in unseren Clubs sind die Menschen, die Trainer:innen. Über den jeweiligen Erfolg entscheiden die Persönlichkeit sowie die kompetente und auf den Einzelnen eingehende Beratung. Das macht den Unterschied.“

Seit Herbst 2026 ist Kuprat auch noch Vorsitzender der Werbegemeinschaft Überseeboulevard e. V., zusammen mit der Stv. Vors. Claudia Weise und den neuen Vorständen Hilke Tiedt, Inhaberin von Wattlöper, und Philip Rensing, Inhaber von Dog’s Gourmet. Was will Kuprat anders machen? „Wir werden Bewährtes wie zum Beispiel Wine & Jazz oder die Langschläfer-Flohmärkte weiterpflegen und weiterentwickeln. Neu ist, dass wir ab Frühjahr massiv in die Aufenthaltsqualität des Überseeboulevards investieren wollen, damit die über 25.000 Menschen pro Tag sich wohlfühlen und länger bleiben. Und“, so Kuprat, „wichtig, wir sie auch in unsere ausgewählten guten Inhaberläden auf dem Boulevard hineinführen, die es genau so eben nicht im Westfield gibt. Und bei unseren Eventformaten auf dem Überseeboulevard präsentieren wir Neues. Wird noch nicht verraten, sind noch in Verhandlungen“, schmunzelt der Multiunternehmer.

Und was bewegt die Makler-Szene der HafenCity? „Wie immer die wirtschaftliche Lage insgesamt in Deutschland und auch in Hamburg, die aktuell den Verkauf und die Vermietung von Immobilienobjekten schwierig macht. Zwar geht es hier in der HafenCity wieder leicht bergauf, doch mittel- und langfristig muss es unbedingt deutlich besser werden“, sagt Dankmar Lund, Leiter Beratung, Verkauf, Vermietung bei Dahler & Company Projektmarketing.

Tut der „Change“ hin zur Vermietung statt Verkauf von Eigentumswohnungen nicht weh? „Da wir in der HafenCity als Dahler Projektmarketing immer auch Vermietung mit im Portfolio hatten“, so Lund, „war der extrem zurückgehende Verkauf von Eigentumswohnungen kein großes Problem. In 2025 haben wir allein in der HafenCity über 150 Wohnungen vermietet – auch weil wir Eigentümer überzeugen konnten, dass es lohnend sein kann, zu attraktiven Preisen zu vermieten, statt zu enttäuschenden Preisen zu verkaufen. Den Dreh, den ,Change‘, wie Sie sagen, haben wir gut hinbekommen. Das funktioniert!“


Alexander Schubert lebt in der HafenCity, ist ein junger Banker, pendelt zwischen Hamburg und Berlin und engagiert sich lokal als Vorsitzender des Landesfachausschusses Digitales für die CDU in Hamburg. „Ich finde diesen Jahresempfang toll“, so Schubert, „weil ich hier Nachbarn kennenlerne und mich vernetzen, schlauer machen und den Horizont erweitern kann.“ Und um zu meckern, lacht er: „Dass Hamburg als zweitgrößte Stadt und Wissenschafts- und Industriestandort nicht mal wie München und Berlin unter den Top-Ten-Standorten für Start-ups zu finden ist, finde ich beschämend.“ Und dass hier über den Überseeboulevard täglich 25.000 Menschen flanieren, sei doch „großartig“. Das ist für ihn ein „Riesenpotenzial, aus dem hier alle miteinander was machen müssen!“. Sprach’s und zog zur illustren Polittalkrunde mit SPD-Bürgerschaftsfraktionschef Dirk Kienscherf und FDP-Bezirkspolitiker Jimmy Blum aus der HafenCity weiter. Ist für den denn der „Alle-Jahre-wieder-Neujahrsempfang“ nicht langweilig? „Überhaupt nicht“, strahlt Jimmy, wie ihn alle nur rufen, „ich bin hier, um nette Nachbarn neu kennenzulernen oder wiederzusehen und dem jungen Herrn Schubert von der CDU hier klarzumachen, dass er in die FDP gehört. Am spannendsten finde ich alle Sorgen, Nöte und Freuden, die ich von Anwohner:innen hier erfahre“, so Blum, „denn dann kann ich versuchen, bis 2029, solange bin ich für die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte gewählt, Lösungen zu finden.“

Und ohne das aktuelle Hamburg-Thema zur Bewerbung Olympia 2040 kommt auch der HafenCity-Empfang nicht aus. SPD-Mann Dirk Kienscherf von der Bürgerschaft, auch Dauergast beim HafenCity Neujahrsempfang: „Die Bewerbung ist etwas, was uns pusht, und gerade die Paralympischen Spiele werden uns noch mal für den inklusiven Sport einen unfassbaren Schub geben. Es wäre ein Armutszeugnis, wenn wir das München überlassen würden. Die Volksabstimmung am 31. Mai wird eine Mehrheit für Olympia 2040 bringen, denn Hamburg ist als Active City Sportstadt Nummer eins in Deutschland und erfahren in Sport-Großveranstaltungen. Wir können das!“ Also, der Kienscherf-Olympia-Baum brennt schon lichterloh. Allen ein frohes und erfolgreiches 2026. Ab in die Zukunft, HafenCity. Wolfgang Timpe
Info
Mehr Informationen zu den kommenden Aktionen und Oster-Veranstaltungen der Werbegemeinschaft Überseequartier e. V. finden Sie unter echt-hafencity.de und überseequartier-nord.de



