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#CoronaHH: Hamburg weitet Kontaktbeschränkungen aus – Lockerungen zu Weihnachten

Hamburg kämpft sich durch die Corona-Krise – mit mäßigem Erfolg. Seit Beginn des geltenden Teil-Lockdowns sind zwar die Infektionszahlen gesunken, ein Grund zur Nachlässigkeit kann das aber nicht sein. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank (Grüne) richteten dringende Appelle an die Hamburger: „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die gute Disziplin, die es gibt (…), weiter aufrechtzuerhalten und dann – mit Blick auf das Frühjahr – diese erfolgreiche Strategie in Deutschland zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen“, so Tschentscher. „Die Hamburger sollten ihre Kontakte beschränken und auf nicht zwingend erforderliche Reisen verzichten. Das gilt auch im Hinblick auf die Skisaison.“ Und Fegebank erklärte: „Wenn wir gemeinsam durchhalten, dann können wir diesen Corona-Winter gut überstehen.“

Foto oben: Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD) zum Winter-Lockdown: „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die gute Disziplin, die es gibt, weiter aufrechtzuerhalten.“ © picture alliance/dpa | Christian Charisius

Wie andere Bundesländer setzt Hamburg auf weitere Einschränkungen im privaten und öffentlichen Leben. Die wichtigsten Regeln und Einschränkungen ab 1. Dezember in Hamburg: 
Corona-Kompetenz Hamburg I. Der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD; 3. v. r.) hatte die Wissenschaft und Ärzte-Präsident zur Pressekonferenz im Kaisersaal im Rathaus eingeladen: Prof. Dr. Stefan Kluge, Leiter Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE); Prof. Dr. Martin Scherer, Leiter Allgemeinmedizin UKE; Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin Infektiologie UKE; Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter Arbovirologie am Bernhard-Nocht-Institut (BNI); Dr. Peter Tschentscher und Dr. Pedram Emami, Präsident Ärztekammer Hamburg (v.l.n.r.). © picture alliance/dpa | Christian Charisius
Corona-Kompetenz Hamburg I. Der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD; 3. v. r.) hatte die Wissenschaft und Ärzte-Präsident zur Pressekonferenz im Kaisersaal ins Rathaus eingeladen: Prof. Dr. Stefan Kluge, Leiter Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE); Prof. Dr. Martin Scherer, Leiter Allgemeinmedizin UKE; Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin Infektiologie UKE; Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter Arbovirologie am Bernhard-Nocht-Institut (BNI); Dr. Peter Tschentscher und Dr. Pedram Emami, Präsident Ärztekammer Hamburg (v.l.n.r.). © picture alliance/dpa | Christian Charisius

Kontakte: Es sind nur noch Zusammenkünfte von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Kinder unter 14 Jahren sind von dieser Regelung ausgenommen. Zu Weihnachten und Silvester werden die Kontaktbeschränkungen dann gelockert: Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar sind Treffen im engsten Familien- und Freundeskreis bis maximal zehn Personen aus maximal vier Haushalten zulässig.

Maskenpflicht: Sie wird ausgeweitet. In allen öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen ist das Tragen einer Maske jetzt Pflicht ebenso wie in Warteschlangen vor Geschäften und auf Parkplätzen.

Handel: Die Abstandsregeln für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche werden verschärft: Es ist nur eine Person je 20 Quadratmeter erlaubt. In kleineren Läden darf sich eine Person je zehn Quadratmeter aufhalten. 

Weihnachtsferien: Sie werden nicht verlängert. Letzter Schultag ist der 18. Dezember. Böllerverbot: Für Silvester wird in Hamburg kein generelles Böllerverbot ausgesprochen, aber für belebte Straßen und Plätze wie Jungfernstieg, Binnenalster, Rathausmarkt und Reeperbahn. Details werden Mitte Dezember bekanntgegeben. 

Impfzentrum: Mitte Dezember soll in den Messehallen ein zentrales Impfzentrum für täglich bis zu 7.000 Corona-Impfungen einsatzfähig sein. „Sobald ein Impfstoff angeliefert werden kann, werden wir in Hamburg mit den Impfungen beginnen“, erklärte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Wer zuerst geimpft wird, ist bundeseinheitlich gesetzlich geregelt. Voraussichtlich werden zunächst nur Beschäftigte aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich, Personal in der kritischen Infrastruktur sowie Angehörige von Risikogruppen geimpft. Die Kosten teilen sich Hamburg und der Bund. Für Menschen aus Risikogruppen, etwa für Pflegeheimbewohner, plant die Stadt auch mobile Impfteams.

Corona-Kompetenz Hamburg II. Der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD; 3. v. r.) hatte die Wissenschaft und Ärzte-Präsident zur Pressekonferenz im Kaisersaal im Rathaus eingeladen: Prof. Dr. Stefan Kluge, Leiter Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE); Prof. Dr. Martin Scherer, Leiter Allgemeinmedizin UKE; Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin Infektiologie UKE; Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter Arbovirologie am Bernhard-Nocht-Institut (BNI); Dr. Peter Tschentscher und Dr. Pedram Emami, Präsident Ärztekammer Hamburg (v.l.n.r.). © picture alliance/dpa | Christian Charisius
Corona-Kompetenz Hamburg II. Der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD; 3. v. r.) hatte die Wissenschaft und Ärzte-Präsident zur Pressekonferenz im Kaisersaal im Rathaus eingeladen: Prof. Dr. Stefan Kluge, Leiter Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE); Prof. Dr. Martin Scherer, Leiter Allgemeinmedizin UKE; Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin Infektiologie UKE; Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter Arbovirologie am Bernhard-Nocht-Institut (BNI); Dr. Peter Tschentscher und Dr. Pedram Emami, Präsident Ärztekammer Hamburg (v.l.n.r.). © picture alliance/dpa | Christian Charisius

Novemberhilfe: Ab sofort kann unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de die sogenannte Novemberhilfe beantragt werden. Nach den gestrigen Bund-Länder-Beschlüssen wird die Novemberhilfe zudem in den Dezember verlängert. Möglich sind Zuschüsse in Höhe von grundsätzlich 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 bis zu einer Obergrenze von einer Million Euro. Solo-Selbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Um zügige und unkomplizierte Auszahlungen zu ermöglichen, sollen in einem zweistufigen Verfahren zunächst Abschlagszahlungen von bis zu 50 Prozent der beantragten Novemberhilfe gewährt werden, höchstens bis zu 10.000 Euro pro Antragsteller. 

Elbphilharmonie: Das Konzerthaus bleibt geschlossen ebenso wie die Plaza, der Shop und das Besucherzentrum. Die Tickets für die nun abgesagten Konzerte werden wie üblich erstattet. Die Konzertkasse bleibt geöffnet. Ob am 21. Dezember wieder die geplanten Konzerte stattfinden können, hängt von noch ausstehenden Entscheidungen ab. Bislang habe das berühmte Konzerthaus vom 21. Dezember an wieder Konzerte geplant. 

Katharina Fegebank (Grüne), Hamburgs Zweite Bürgermeisterin zur Corona-Krise im Kaisersaal im Rathaus: „Wenn wir gemeinsam durchhalten, dann können wir diesen Corona-Winter gut überstehen.“ © picture alliance/dpa | Christian Charisius
Katharina Fegebank (Grüne), Hamburgs Zweite Bürgermeisterin zur Corona-Krise im Kaisersaal im Rathaus: „Wenn wir gemeinsam durchhalten, dann können wir diesen Corona-Winter gut überstehen.“ © picture alliance/dpa | Christian Charisius

Reisen: Der ausgedehnte Urlaub an Nord- und Ostsee in den Weihnachtsferien fällt flach: Übernachtungen in Hotels und Pensionen sind in Schleswig-Holstein zwar über die Feiertage erlaubt, aber nur „zum Zweck von Familienbesuchen” und nicht mehr als zwei Übernachtungen. In Hamburg soll die Anzahl der Hotel-Übernachtungen über die Feiertage nicht begrenzt werden. Nur in Schleswig-Holstein öffnen im Dezember Tierparks, Zoos und Wildgehege. Maria Bitter

Foto oben: Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (SPD) zum Winter-Lockdown: „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die gute Disziplin, die es gibt, weiter aufrechtzuerhalten.“ © picture alliance/dpa | Christian Charisius

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