Baakenhöft: Fußgängerbrücke diskutieren!

James Robert Blum ist für die FDP in die Bezirksversammlung gewählt. Dort kümmert er sich um Kultur und Stadtplanung. Ein Resümee zum Restart nach den Sommerferien

Endlich Sommerferien, freudig starte ich nach intensiven und spannenden Sitzungsmonaten in eine wohlverdiente Pause. Vorher schreibe ich diesen Beitrag, um Ihnen einen Einblick in die Themen und diskutierten Punkte der aktuellen Anliegen zu geben. Wir haben viel erreicht, Entscheidungen getroffen und noch offene Projekte und Zukunftsperspektiven für den Herbst definiert. 
Foto oben: Kulturausschussvorsitzender James Robert Blum (FDP) in der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte. © Privat

Für die HafenCity besuche ich unter anderem den Ausschuss Elbbrücken. Hier bearbeiten wir alle Themen, die in unserer direkten Nachbarschaft anstehen. Mit dem Elbtower und dem nahezu fertig geplanten Grasbrook bekommen wir in kurzer Zeit eine riesige Erweiterung in der Fläche und Höhe. Ich finde das gut! 

Nur eine Geldfrage? Kommt die für die autolose Nah-Mobilität zentrale Fußgänger- und Radfahrerbrücke (links hinter der ­„Peking“) vom Baakenhöft über die Norder­elbe zum neuen Stadtteil Grasbrook? Das entscheiden am Ende die Bürgerschaft und der rot-grüne-Senat Tschentscher II sowie der Finanzsenator Dr. Andreas Dressel (siehe Interview S. 17). Doch vorher können alle HafenCity-Anwohner:innen und die Bezirksversammlung nachhaltig Einfluss nehmen. © moka Studio | HafenCity Hamburg GmbH
Nur eine Geldfrage? Kommt die für die autolose Nah-Mobilität zentrale Fußgänger- und Radfahrerbrücke (links hinter der ­„Peking“) vom Baakenhöft über die Norder­elbe zum neuen Stadtteil Grasbrook? Das entscheiden am Ende die Bürgerschaft und der rot-grüne-Senat Tschentscher II sowie der Finanzsenator Dr. Andreas Dressel (siehe Interview S. 17). Doch vorher können alle HafenCity-Anwohner:innen und die Bezirksversammlung nachhaltig Einfluss nehmen. © moka Studio | HafenCity Hamburg GmbH

Bedenklich finde ich persönlich, dass in dem neuen Wohngebiet Grasbrook ein Schlüssel von nur 0,2 für Pkw-Stellplätze pro Wohnung umgesetzt wird. Also auf fünf Wohnungen kommt ein Parkplatz. Wir werden sehen, ob unser rot-grüner Senat damit die richtige Entscheidung getroffen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Nutzung von Carsharing ausreichend sein wird.

Mehr als bedenklich, sogar grenzwertig, finde ich zudem, dass die geplante Brücke am westlichen Ende des Grasbrook zum Baakenhafen noch nicht sicher gebaut wird. In allen Visualisierungen ist diese im Plan eingezeichnet, die Finanzierung sei allerdings noch nicht sicher und die Umsetzung kompliziert. Teile des Schiffsverkehrs auf unserer Elbe könnten dann nicht mehr durchfahren. So war das Argument der HafenCity Hamburg GmbH. 

Kommt diese Brücke nicht, ist es noch schlimmer für die Anwohner, dass sie keine eigenen Fahrzeuge besitzen dürfen. Die Brücke ist für Fußgänger und Radfahrer geplant, denn nur auf kurzem Weg machen Besorgung und Transport ohne Auto Sinn. Der Umweg über die Elbbrücken ist mit rund vier Kilometern viel zu weit weg! 

Nach der Sommerpause  wird die Brücke ausgiebig zu diskutieren sein. Ein weiterer Punkt ist dann auch der Liegeplatz der „MS Stubnitz“. Kann die dann direkt neben der Brücke liegen bleiben? Wo soll sonst die „Stubnitz“ zukünftig ankern? Ich wünsche mir, dass sie unbedingt in der HafenCity bleibt. Das kulturelle Angebot und die Vernetzung im Viertel sindeinzigartig. Und auch für die Speicherhäuser in der Hongkongstraße 1-7 gilt das Gleiche. Diese sind Zeitzeugen für das Arbeitsleben im 20. Jahrhundert und eine anschauliche Verbindung in unserer HafenCity zwischen Alt und Neu. Wir hatten mit der Koalition einen Antrag einstimmig abgestimmt, dass die Häuser, in denen noch viel gearbeitet wird und auch Vereine und Kultureinrichtungen ihr Zuhause haben, unter Denkmalschutz gestellt werden. 

Apropos Kultur. Auch in diesem Jahr habe ich mich mit den Kollegen aus unserer Deutschland-Koalition für die Förderung des Nachbarschaftsfests vom Netzwerk HafenCity am 27. August 2022 eingesetzt. Wir unterstützen das Fest finanziell mit, und ich freue mich, viele Nachbarn dort zu treffen. 

Bis dahin wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer, wenn Sie Themen oder Fragen haben, ich bin auf allen Social-Media-Kanälen zu erreichen. 

Bis dahin alles Beste, Ihr 
Jimmy Blum (FDP Hamburg)