Coaching: »Gesundheit und emotionale Balance!«

Coaching. Für Andrea Huber ist Tanzen ein Hirn-Booster – drei Tipps für den Alltag

Lassen Sie uns tanzen! Denn es gibt kaum etwas Vergleichbares, das so gut fürs Gehirn und die mentale Leistungsfähigkeit ist. Tanzen ist eine komplexe Aktivität, die unser Gehirn auf vielfältige Weise stimuliert und fördert, darin ist sich die moderne Neurowissenschaft sicher. Aktuelle Forschungen zeigen, dass regelmäßiges Tanzen unsere kognitive Gesundheit, emotionale Balance und neurologischen Funktionen signifikant beeinflusst. So haben Studien eine um 76 Prozent verbesserte Aufmerksamkeitsspanne ergeben, ein um 67 Prozent gesteigertes Arbeitsgedächtnis und um 53 Prozent verbesserte Problemlösungsfähigkeiten.
Foto oben: Coachin Andrea K. Huber: „Bewegung, Musik und Rhythmus sind Werkzeuge, um wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen – gerade dann, wenn der Kopf allein nicht weiterweiß.“ © mauritius images | Pikselstock | Alamy Stock Photos

Coachin Andrea K. Huber: Coachin Andrea Huber: „Es geht nicht um ,schön‘, sondern um Rhythmus. Der Körper darf führen, der Kopf Pause machen.“ © Privat

Eine 21-jährige Untersuchung des Albert Einstein College of Medicine kam darüber hinaus zu dem Schluss, dass Tanzen das Demenzrisiko um bis zu 76 Prozent reduzieren kann – mehr als jede andere untersuchte Freizeitaktivität wie zum Beispiel Lesen und Kreuzworträtsel lösen. Wenn Sie sich zu Musik bewegen, zwingen Sie die verschiedenen Gehirnbereiche zur Zusammenarbeit. Vereinfacht gesagt ist die linke Gehirnhälfte zuständig für Struktur, Zählen, Reihenfolge oder auch Logik. In der rechten Gehirnhälfte geht es um Rhythmus, Raumgefühl, Emotion und Intuition. Im Alltag – besonders im Berufsleben – dominieren oft lineare, linkshirnige Prozesse; wir denken, planen, entscheiden. Ein Ungleichgewicht entsteht, das Tanzen wunderbar ausbalancieren kann. 

Die Bewegung fördert Durchblutung und Neuroplastizität, die Musik aktiviert Erinnerungs- und Emotionszentren, beim Lernen von Tanzabfolgen trainieren wir das Gedächtnis, und nicht zuletzt senkt die Freude zusammen mit der sozialen Komponente den Stress. Tanzen bezieht Körper, Gefühl und Denken gleichzeitig ein und ist deshalb so effektiv.

Drei einfache Wege, um im Alltag öfter das Tanzbein zu schwingen:

1. Fünf Minuten freies Bewegen zu Musik: Stellen Sie einen Timer auf fünf Minuten und bewegen Sie sich zu einem Lied, ohne Choreografie, ohne Ziel. Es geht nicht um „schön“, sondern um Rhythmus. Der Körper darf führen, der Kopf Pause machen. Das hilft, Spannungen abzubauen und das Nervensystem zu regulieren – besonders nach einem langen Arbeitstag oder vor dem Einschlafen. 

Wann sinnvoll? Bei innerer Unruhe, Grübeln oder dem Gefühl „festzustecken“.

2. Summen oder Klatschen beim Denken: Wenn Gedanken kreisen oder sich Entscheidungen schwer anfühlen, können einfaches Summen oder rhythmisches Klatschen helfen. Beides aktiviert den Körper und bringt Struktur in den Denkprozess.

Wann sinnvoll? Beim Sortieren von Gedanken, Schreiben, Planen oder vor wichtigen Gesprächen.

3. Gehen mit Musik bei Entscheidungsfindung: Statt Entscheidungen ausschließlich im Sitzen zu treffen, gehen Sie ein paar Minuten spazieren – am besten mit Musik, die weder zu ruhig noch zu aufwühlend ist. Das ordnet die Gedanken, und nicht selten tauchen Lösungen unterwegs auf, die am Schreibtisch blockiert waren. Wann sinnvoll? Bei offenen Fragen, Unsicherheit oder innerem Hin und Her.

Generell gilt: Tanzen Sie nicht, um etwas zu erreichen – sondern um sich selbst zu regulieren. Speziell bei Überforderung, Erschöpfung oder emotionalem Druck. Es gibt weltweit schätzungsweise mehrere Hundert bis über tausend verschiedene Tanzarten, von klassischen und gesellschaftlichen Tänzen über traditionelle Volkstänze bis hin zu modernen und urbanen Stilen, nicht zu vergessen die Improvisation. 

Sie haben die Wahl. Wofür Sie sich auch immer begeistern, zwei Aspekte sind wichtig: Zum einen ist Regelmäßigkeit wichtiger als Intensität – tanzen Sie mindestens zwei- oder dreimal pro Woche. Zum anderen gewinnt Variation – probieren Sie verschiedene Tänze aus, wechseln Sie Schrittfolgen und Musikstile. Ihre Andrea Huber

Info Andrea K. Huber ist ­Coachin im Leistungssport, hat sich auf Stress­management spe­zialisiert und berät Unternehmen und Privatpersonen in heraus­fordernden Situa­tionen. Infos: andrea-­ huber-coaching.de 

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