»Immer Höchstleistungen!«

Musical. Mit »Abbamania the Show« treten die Kult-Schweden-Exporte in der Barclays Arena auf

Als der Abba-Hit „Dancing Queen“ 1976 veröffentlicht wurde, erreichte er in 16 Ländern Platz eins der Charts. Seinen 50. Geburtstag würdigt „Abbamania the Show“ am 19. April in der Hamburger Barclays Arena, allerdings erst im Finale. „Man merkt immer wieder, dass alle auf diesen Song warten“, sagt ­Navina Heyne. „Alle Generationen schreien auf, wenn ,Dancing Queen‘ kommt.“ Diese Euphorie spornt die Finalistin der Castingshow „Musical Showstar“ und ihre Kollegin Kerstin Löcker auf der Bühne immer wieder zu Höchstleistungen an, wenn sie den Gesangspart von Agnetha und Anni-Frid übernehmen.
Foto oben: Knallige Outfits wie in der Abba-Avatar-„Voyager“-Show: „Ich trage Hellblau, Kerstin Rot. Das ist ein schöner Farbeffekt“, so Navina Heyne (2. v. l.). © Milan Schmalenbach

Die beiden singen nicht bloß Abba-Klassiker, sie schlüpfen zudem in einige der ikonischen Kostüme. Hoch im Kurs steht bei Navina Heyne vor allem ein Outfit aus der Avatar-Show „Voyager“, das für „Abbamania“ extra kopiert wurde – mit Schlaghose, Fledermaus-Ärmeln und Glitzer: „Ich trage Hellblau, Kerstin Rot. Das ist ein schöner Farbeffekt.“ Ebenso sticht ins Auge, dass es in diesem Jahr ein neues Bühnenbild und noch mehr Lichtdesign gibt. Die Songliste wurde ein wenig verändert, erweitert um „On and On and On“ oder „People Need Love“. Dieses Stück interpretiert Jimmy McGowan alias Björn, Hans Christian Petzoldt begleitet ihn als Benny.

Ein „Abbamania“-Dauergast ist der schwedische Gitarrist Janne Schaffer, einst Abba-Studiomusiker. „Er wohnt in der Nähe von Agnetha“, verrät Navina Heyne. „Wenn Janne etwas von ihr erzählt, habe ich das Gefühl, ein bisschen aus ihrem Leben mitzubekommen.“ Die 42-Jährige war schon als Kind ein Fan der Sängerin: „Meine Sandkastenfreundin hatte das ,Abba Gold – Greatest Hits‘-Album. Mit den Liedern haben wir unsere eigene ,Mini Playback Show‘ gemacht. Ich war Agnetha, meine dunkelhaarige Freundin Anni-Frid.“

„Abbamania“-Sängerinnen Navina Heyne alias Agnetha (l.) und Kerstin Löcker alias Anni-Frid: „Die Songliste wurde erweitert um ,On and On and On‘ oder ,People Need Love‘.“ © Patrick Schneiderwind

Aufgewachsen ist Navina ­Heyne in ihrem Geburtsort Berlin, seit sechs Jahren wohnt sie mit ihrem Mann, dem Musical-Darsteller Thomas Borchert, in einem Dorf in der Holsteinischen Schweiz: „Ich habe Berlin nicht einen Tag vermisst, zumal wir von Anfang an von der gesamten Nachbarschaft sehr nett aufgenommen wurden.“ Das Paar hat einen Resthof gekauft. Mit der Sanierung geht es in kleinen Schritten voran, weil die beiden so oft unterwegs sind. „Mein Mann ist überhaupt nicht handwerklich begabt“, gibt Navina Heyne preis. Sie hingegen packt gerne mit an, mithilfe von Video-Tutorials hat sie sich einiges beigebracht – vom Dämmen bis zum Mauern: „Man muss sich nur trauen. Wenn man hinterher sieht, was man alles selber gemacht hat, ist das total schön.“

Zudem bietet ihr der Umbau ihres Hauses einen Ausgleich zur künstlerischen Arbeit. Genau wie die Ruhe auf dem Land, das viele Grün: „Unser Garten ist ein Tierparadies. Zurzeit haben wir einen Fasan, den wir Ferdinand getauft haben. Er klopft mittlerweile sogar an die Fensterscheibe.“ 

Neben Fauna und Flora fasziniert die Sängerin die gesamte Umgebung. Sie schwärmt von nahe gelegenen Seen, die ideal zum Stand-up-Paddling sind. Inzwischen hat Navina ­Heyne einen Segelschein gemacht. „Ich liebe die Ostsee“, bekennt sie. „Dabei hat meine Familie einen Zweitwohnsitz auf Pellworm und zählt eigentlich zu den Nordseefans.“ Dagmar Leischow

Info „Abbamania the Show“ indet So., 19. April, 19 Uhr, in der Barclays Arena in Hamburg statt. Karten und weitere Informationen unter: semmel.de

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