Debatte. Das Netzwerk HafenCity e. V. veranstaltet am Mittwoch, 17. September, im Schulcampus ein Forum: »Einladung zum offenen Dialog: Neue Oper und Baakenhöft«. Die Netzwerk-Vorsitzende Marianne Wellershoff über Stadtteil-Wünsche und den Opernprozess
Das große neue Opernvorhaben von Senat und Kühne-Stiftung, geplant auf dem Baakenhöft in der HafenCity, biegt in die Schlusskurve ein. Ende September sollen die fünf beauftragten Architekturbüros ihre Entwürfe abgeben, dann will die Jury den Sieger küren, damit noch im Herbst direkt das städtebauliche Planungsverfahren starten kann. Im Sommer 2026 soll dann der Tiefbau, unter anderem die Ertüchtigung der Kaianlagen des Baakenhöft, beginnen.
Foto oben: Das Baakenhöft, letztes Filetgrundstück der HafenCity, auf dem die neue gestiftete Kühne-Oper entstehen soll. Netzwerk-Vorsitzende Marianne Wellershoff über die ausgeschriebene „neue Oper für alle in einem grünen Park“: „Das ist Wettbewerbs-PR. Wenn das Gebäude ein Ort für alle sein soll, dann muss dort auch für alle etwas stattfinden. Es ist aber laut Vertrag ausschließlich eine Oper, es ist also ein Gebäude für Opernbesucher. Die Ausschreibung sieht vor, dass die Oper mittig auf dem Grundstück platziert ist und zwei Drittel der Fläche des Baakenhöft einnimmt. Das ist wesentlich mehr als der historische Kakaospeicher, der heute dort steht. Dann kommen noch die Zufahrten hinzu, für Tiefgarage, Anlieferung des Bühnenbilds oder für die Feuerwehr. So bleiben vor, neben und hinter der Oper nur noch ein paar Streifen für eine Begrünung, abzüglich der üblichen versiegelten Promenaden. Das ,Park‘ zu nennen, fällt auch unter PR.“© picture alliance / ZB/euroluftbild.de | Tobias Barth
Dass dieser Fahrplan von der Stadt und dem Stiftermilliardär Klaus-Michael Kühne ohne öffentliche Diskussion über den Sinn einer neuen Oper, über ihren Standort und die sogenannte Auslobung der Kriterien für das neue Opernhaus erfolgten, hat Opernfans, Bürgerschaftsabgeordnete, Hamburger Architektenkammer und Initiativen wie den Nachbarschaftsverein Netzwerk HafenCity e. V. verärgert. Wir sprachen mit der Netzwerk-Vorsitzenden Marianne Wellershoff darüber, ob der aktuelle Protest in der Stadtgesellschaft angesichts der längst geschaffenen Fakten noch Einfluss nehmen kann.

Frau Wellershoff, Sie veranstalten als Netzwerk HafenCity e. V. das Stadtteilgespräch »Einladung zum offenen Dialog: Neue Oper und Baakenhöft« mit Bürgerschaftsabgeordneten auf dem Podium und Diskussion mit dem Publikum. Warum ist die geplante neue Oper ein Thema für das Netzwerk? Das Baakenhöft ist in der zentralen HafenCity das letzte freie Grundstück und damit die letzte Möglichkeit, eine Fläche für die Hamburger:innen zu gestalten. Der Senat hofft auf eine „Wow-Architektur“. Für ihn hat ein Knalleffekt Priorität, für uns als Nachbarschaftsverein sind die Bedürfnisse der Menschen das Wichtigste. Wir möchten, dass dieses einzigartige Grundstück für alle Hamburger:innen ein zugänglicher Ort ist und natürlich insbesondere für die Menschen, die hier wohnen, arbeiten und lernen.
Sie laden zum „offenen Dialog“ ein. Warum sind die bisherigen Veröffentlichungen von Senat und Kühne-Stiftung, die es seit Februar 2025 zum Opern-Projekt von Mäzen Klaus-Michael Kühne gibt, nicht offen? Wir möchten mit unserer Veranstaltung endlich ein Gespräch starten zwischen Bürgerschaftsabgeordneten, die über den Opern-Vertrag abstimmen werden, und den Menschen aus der HafenCity. Der rot-grüne Senat verschließt sich dem Dialog mit der Stadtgesellschaft, auch von der rot-grünen Regierungsfraktion in der Bürgerschaft gibt es keine Gesprächsangebote. Also nehmen wir das eben selbst in die Hand. Gegen die Beteiligung der Bürger:innen wird gern eingewandt: Wenn die Menschen erst mitreden, wäre die Kühne-Oper nicht möglich. Heißt das, dass das Projekt nicht zur Diskussion gestellt wird, weil der Senat fürchtet, dass die Hamburger:innen keine Klaus-Michael-Kühne-Oper wollen? Über Olympia wird auch abgestimmt, warum nicht über die Oper?
Die Hamburger Architektenkammer beklagt offen, dass das Verfahren – nichtöffentliche Erörterung des Opern- und Standortthemas und eine mangelhafte Qualifikation der Jury zum Architektenwettbewerb – illegitim sei. Schließen Sie sich dieser Einschätzung an? Die Kritik am Verfahren teile ich. Und was die Jury betrifft: Welcher Entwurf am Ende gebaut wird, entscheidet allein Klaus-Michael Kühne – er hat das vertraglich fixierte Vetorecht. Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing ist in der Jury mehr oder weniger Deko. Man könnte jetzt spekulieren, ob er sich dem Votum von Kühne anschließt, damit seine Marginalisierung nicht so auffällt.
»Der rot-grüne Senat verschließt sich dem Dialog mit der Stadtgesellschaft, und auch von der rot-grünen Regierungsfraktion in der Bürgerschaft gibt es keine Gesprächsangebote. Also nehmen wir das eben selbst in die Hand.«
Marianne Wellershoff, 1. Vors. Netzwerk HafenCity e. V.
Sie vertreten die Interessen Ihrer Netzwerk-Mitglieder und der mit dem Netzwerk sympathisierenden Bewohner:innen. Wie erheben Sie denn die Einstellung der HafenCity-Bewohner:innen und der IGH-Gewerbetreibenden im Netzwerk zu einer Oper generell und im Besonderen auf dem Baakenhöft? Wir sind tief im Quartier verwurzelt und sprechen mit vielen Menschen. Wir haben zum Beispiel die AG Baakenhafen, in der sich viele direkte Nachbarinnen und Nachbarn des Baakenhöft engagieren. Da hat die Kühne-Oper wenig Sympathie. Viele sind verärgert, dass im Quartier mit dem zweithöchsten Familienanteil Hamburgs kein Geld da ist für ausreichend Vorschulplätze – aber genug Geld für zwei Opernhäuser.
Für ein Opernhaus und eine neue Kulturnutzung in einer dann renovierten Staatsoper ohne neue aufwendige Operntechnik an der Dammtorstraße … der Hamburger Architekturhistoriker Frank Schmitz hat in einem Interview deutlich gemacht, dass die Stadt die Staatsoper und ihre Bühnentechnik so oder so renovieren müsse – entweder für den eigenen Betrieb oder für einen privaten Mieter, der ein saniertes, funktionstüchtiges Haus und eine günstige Miete erwarte. Andernfalls ist beispielsweise für ein Musical-Unternehmen ein Zelt finanziell attraktiver. Schmitz glaubt, dass der Betrieb der Kühne-Oper für die Stadt zudem teurer werde als der Betrieb der Staatsoper.

Die Stadt erwartet einen neuen internationalen Imagegewinn. Mehr Opernkunst, mehr Touristen, mehr Einnahmen für alle. Was neue Einnahmen für die Stadt angeht, muss man abwarten: Wird denn ein „Wow“-Gebäude auf dem Baakenhöft, falls es denn überhaupt eins wird, Besucher:innen anziehen, denen Elphi und Alster nicht attraktiv genug für einen Hamburg-Trip sind? Apropos Baakenhöft: Kühne selbst hatte anfangs vorgeschlagen, die Oper gegenüber vom Elbtower zu platzieren.
Wie schätzen Sie die aktuelle Stimmung des Stadtteils zu einer Oper im Quartier ein? Bei den täglichen Spaziergängen mit meinem Hund komme ich mit unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch. Mein Eindruck: Manche sind skeptisch, ratlos, einige auch frustriert, weil der Senat einen Familienstadtteil geschaffen hat – aber wenn die Menschen die entsprechende Infrastruktur einfordern, dann heißt es: St. Pauli, Horn oder Borgfelde haben auch Probleme. Dieses Gegeneinander-Ausspielen von Quartieren bringt niemanden weiter. Ja, es gibt auch Menschen in der HafenCity, die eine Kühne-Oper begrüßen. Einen kenne ich jedenfalls.
Schwingt bei all der Kritik an der Baakenhöft-Oper nicht auch eine hanseatisch-kleinbürgerliche Meinung gegen die Hochkultur, gegen eine „Oper für wenige“ mit? Wieso das? Die Kritiker der Kühne-Oper wollen doch die Staatsoper erhalten und renovieren! So viele Hamburger:innen lieben dieses Fünfziger-Jahre-Gebäude!
»Was wir gerne kippen würden, ist, dass ein vom Senat oder auch von Klaus-Michael Kühne beschlossenes Projekt durchgesetzt wird, ohne dass man sich je mit den Bedürfnissen und Wünschen jener Menschen beschäftigt hat, die hier ihr Leben verbringen. Dieses Durchregieren bedrückt mich.«
Marianne Wellershoff
Das soll auch renoviert werden und erhalten bleiben … dafür braucht es dann aber ein Konzept, was dort künftig stattfinden soll, und ein neues Publikum. Dazu höre ich aber nichts vom Kultursenator. Kopenhagen hat zwei Opernhäuser, seit die Reederei Maersk eins gestiftet hat, und ist bis heute damit überfordert. Es geht nicht darum, ob Hamburg eine Oper haben soll oder nicht oder wie viel Geld ein Ticket kostet und wie hoch jedes Ticket subventioniert ist – sondern allein darum: ob eine zusätzliche Spielstätte, ausgewählt und finanziert vom in der Schweiz lebenden Milliardär Klaus-Michael Kühne, gebraucht wird und ob sie an dieser Stelle stehen soll. Oder ob es für das Quartier und für Hamburg eine bessere Lösung gibt.
Viele denken an einen neuen Standort in der Innenstadt, damit die City attraktiver wird. Die Staatsoper steht in der Innenstadt, das mal vorausgeschickt. Sicherlich ist es gut für die City, wenn sie an Attraktivität gewinnt. Ich hätte da auch einen Vorschlag: Das Naturkundemuseum braucht noch einen Standort. Wie wäre es mit dem Kemper-Trautmann-Haus, also dem ehemalige Galeria-Kaufhof-Gebäude in der Mönckebergstraße? Da passt das Naturkundemuseum komplett hinein, und das historische Rotklinker-Gebäude ist einem Museum deutlich angemessener als der extrabreite Betonsockel des Elbtowers, der mangels natürlichen Lichts im Inneren eher Tiefgaragencharme hat. Dieser fehlgeplante Sockel ist auch der Grund, warum der Elbtower keine Ankermieter findet.

Große Teile des Netzwerks wie auch einzelne Initiativen wünschen sich eine grundsätzlich andere, öffentliche Nutzung des dreiseitig von Wasser umgebenen Grundstücks Baakenhöft. Was sind aus Ihrer Sicht gewichtige Argumente für eine alternative Nutzung? Vor einigen Jahren haben wir einen Workshop mit vielen Bewohner:innen gemacht. Dort gab es in der Tat den eindeutigen Wunsch, dass das Baakenhöft ein öffentlicher Park wird. Warum? Ein Park ist für alle jederzeit kostenlos nutzbar – eine Oper ist 18 Stunden am Tag nicht zugänglich, und das Ticket kostet Geld. Eine Gruppe von Studierenden der Hochschule für bildende Künste ist für ihre Masterarbeit durch die HafenCity gegangen und hat Menschen, die sie zufällig trafen, zum Leben in der HafenCity befragt. Eine junge Frau, die mit ihrer Familie in der HafenCity wohnt, sagte: „Es fehlt an Zwischenorten, an Bereichen, die nicht bis ins kleinste Detail durchgeplant sind.“ Genau das fordert auch das Netzwerk HafenCity seit Jahren – das Baakenhöft wäre ein guter Platz dafür. Wir haben auch schon Zwischennutzungen vorgeschlagen, zum Beispiel einen Skatepark, als Angebot für Jugendliche. Leider wurde das abgelehnt.
Nur ein Skatepark auf dem Baakenhöft wäre wohl etwas verschwenderisch? Von „nur“ war nicht die Rede. Der Skatepark war als Start gedacht, er ist schnell zu bauen, preisgünstig, die Hindernisse wären gespendet worden. Man hätte auch Bauwagen aufstellen können, als Treffpunkt. Oder, weitergedacht, hätte man mit wenig Aufwand Plätze der Trendsportarten Pickleball oder Padel-Tennis in den Kakaospeicher bauen können, denen macht auch Hochwasser nichts aus. Oder dort Kunstausstellungen machen. Aber wir sind bei der HafenCity Hamburg GmbH gegen eine Betonmauer gelaufen, so habe ich es jedenfalls schmerzhaft empfunden.
Können diese losen Ideen einer alternativen Nutzung, vor allem durch Jugendliche, nicht auch woanders in der HafenCity einen angemessenen Ort finden? Diese Frage haben wir der HafenCity Hamburg GmbH schon vor fünf Jahren gestellt. Bisher hat sie aber offensichtlich keinen gefunden.
Jugendliche schätzen es, nicht im Zentrum eines Stadtteils, sondern eher am Rande eines Quartiers ihre Freiräume zu entwickeln. Wie sehen Sie das? Sie wollen vor allem unter sich sein und ihre Räume selbst gestalten. Ich stimme zu, das würden sie bestimmt lieber auf dem Baakenhöft tun als auf dem Überseeboulevard.
»Der Senat selbst hält ganz offensichtlich das gesetzlich vorgeschriebene Bebauungsplanverfahren, das zwingend durchgeführt werden muss und das zwingend eine Beteiligung der Nachbarschaft vorsieht, für eine bedeutungslose Formalie.«
Marianne Wellershoff
In Interviews mit der HafenCity Zeitung haben die Bürgerschaftsabgeordneten, die später über die sogenannte Kühne-Oper mitentscheiden müssen, unterschiedlich reagiert: Anke Frieling (CDU) beklagt „fehlende Kommunikation“ des Senats, Arne Platzbecker (SPD) sieht einen „echten Gewinn“ für Stadt und Öffentlichkeit, und Marco Hosemann (Die Linke) will das ganze „Projekt kippen“. Wenn ich Sie richtig verstehe, wollen Sie das auch? Was wir gerne kippen würden, ist, dass ein vom Senat oder auch von Klaus-Michael Kühne beschlossenes Projekt durchgesetzt wird, ohne dass man sich je mit den Bedürfnissen und Wünschen jener Menschen beschäftigt hat, die hier ihr Leben verbringen. Dieses Durchregieren bedrückt mich.

Arne Platzbecker schlägt vor, dass die Jugendlichen des Stadtteils nach dem Auszug der HafenCity GmbH aus dem Gebäude an der Osakaallee mit ihren Projekten dort einziehen könnten. Finden Sie die Idee gut? Auf jeden Fall! Und schön, dass er sich dafür starkmacht! Die AG Kinder und Jugend des Netzwerk HafenCity e. V. hatte dieselbe Idee und hat diese beim letzten HafenCity Forum eingebracht. Allerdings wird schon dreieinhalb Jahre an der künftigen Zentrale der HCH gebaut, und sie sieht immer noch ein wenig unfertig aus. Es löst außerdem nicht das Problem der fehlenden Außenflächen für Jugendliche, wie der schon angesprochene Skateboardpark – die gäbe es eben auf dem Baakenhöft.
In der sogenannten Auslobung für die fünf ausgewählten Architekturbüros heißt es, dass die Oper und das Baakenhöft ein „Ort für alle“, „ein offenes, einladendes, schwellenloses und helles, beschwingtes Haus frei von Pomp und Pathos“ und Teil „eines Parks“ sein soll. Das klingt doch vernünftig und nachhaltig. Was spricht dagegen? Das ist Wettbewerbs-PR. Wenn das Gebäude ein Ort für alle sein soll, dann muss dort auch für alle etwas stattfinden. Es ist aber laut Vertrag ausschließlich eine Oper, es ist also ein Gebäude für Opernbesucher. Die Ausschreibung sieht vor, dass die Oper mittig auf dem Grundstück platziert ist und zwei Drittel der Fläche des Baakenhöft einnimmt. Das ist wesentlich mehr als der historische Kakaospeicher, der heute dort steht. Dann kommen noch die Zufahrten hinzu, für Tiefgarage, Anlieferung des Bühnenbilds oder für die Feuerwehr. So bleiben vor, neben und hinter der Oper nur noch ein paar Streifen für eine Begrünung, abzüglich der üblichen versiegelten Promenaden. Das „Park“ zu nennen, fällt auch unter PR.

Alle fünf Architekturbüros sind international renommiert und ambitioniert nachhaltig. Sind Sie nicht neugierig auf deren städtebaulichen Ergebnisse Ende des Monats? Es geht für mich hier nicht um eine Design-Challenge, um das ultimative Super-Wow, sondern um die Frage, wer eigentlich die Stadt plant und für wen die Stadt da ist.
Generell gefragt: Der Vertrag zwischen Stadt und geldgebender Kühne-Stiftung steht, fünf Architekten- und Freiraumbüros sind mit Entwürfen anhand einer entsprechenden „Auslobung“ beauftragt, sollen bis Ende September liefern. Nach Start des Planungsverfahrens, nachdem die Jury im Herbst 2025 einen Gewinner ausgelobt hat, möchte die Stadt im Sommer 2026 mit den Gründungsarbeiten auf dem Baakenhöft beginnen. Ist das Projekt neue Oper überhaupt noch zu stoppen? Schon dieser Zeitplan zeigt: Der Senat selbst hält ganz offensichtlich das gesetzlich vorgeschriebene Bebauungsplanverfahren, das zwingend durchgeführt werden muss und das zwingend eine Beteiligung der Nachbarschaft vorsieht, für eine bedeutungslose Formalie. Trotzdem glaube ich beharrlich, dass am Ende alles gut wird. Sonst würde Engagement doch überhaupt keinen Sinn machen.
Stellen Sie sich vor, Sie wären amtierende Bürgermeisterin, hätten keine Zwänge, eine Bürgerin oder ein Bürger würde der Stadt ein Operngebäude schenken, und Sie könnten frei entscheiden, wie die Nutzungswünsche des Stadtteils berücksichtigt werden. Welches Hamburg und welche HafenCity würden Sie sich „backen“? Ich würde mir keines „backen“, sondern erst mal herausfinden, ob die Stadtgesellschaft dieses Geschenk überhaupt will – es möchte ja auch nicht jeder eine Krokoleder-Handtasche als Geschenk, bloß weil sie teuer ist. Da bin ich anders unterwegs als der Senat. Das ist nicht meine HafenCity, es ist die HafenCity der Hamburger:innen. Übrigens ist Kühne, da er in der Schweiz lebt und dort gemeldet sein soll, meines Wissens nach kein Hamburger Bürger. Denn dann hätte er in den vergangenen Jahrzehnten hier nämlich Steuern gezahlt. Das wäre sowieso das Beste gewesen.
Das Gespräch führte Wolfgang Timpe
Info
Das Netzwerk HafenCity e. V. veranstaltet ein Forum zur neuen Oper auf dem Baakenhöft: »Einladung zum offenen Dialog: Neue Oper und Baakenhöft« am Mittwoch, 17. September 2025, 19 Uhr, in der Kantine Campusschule HafenCity im nördlichen Lohsepark.