Buchparty. Autor Antonio »Toni« Fabrizi feierte im Skater-Kultshop RIPNDIP im Westfield-Center mit Freund:innen und Leser:innen die Premiere des Krimis »Tod in der HafenCity«
Den Skater-Kultshop RIPNDIP von Chef Richie Löffler im Westfield-Center erfüllen lässige DJ-Playsounds und schaffen Lounge-Atmosphäre zur Buch-Release-Party des Premierenkrimis »Tod in der HafenCity« von Club-20457-Gründer Antonio »Toni« Fabrizi. Die zahlreich erschienenen Club 20457-Fans und Buchneugierige freuen sich sichtlich, sich alle wiederzusehen, nachdem Tonis Club am 31. Dezember 2025 eine fröhliche Schluss-Silvester-Sause gefeiert hat.
Foto oben: HafenCityzens und AutorenNorbert & Babsi Körzdörfer: „Dass Toni nach der Nachtarbeit sagt: ,Ich schreibe jetzt mal einen Krimi.‘ Chapeau!“ © Catrin-Anja Eichinger

Fabrizis Club-Nachlass nach 14 Jahren hinter der Theke ist sein Krimi-Erstling „Tod in der HafenCity“. „Für mich ist das Schlusskapitel das Beste, das man jedoch nicht verraten darf, da sonst der Lesespaß weg ist. Der Krimi fängt damit an, dass man mit einer Joggerin durch die HafenCity läuft und spürt, dass der Autor die HafenCity liebt, sich in ihr bestens auskennt und den Wind mag. Es ist der erste echte Insider-Krimi der HafenCity“, fasst Norbert Körzdörfer, Journalist, Buchautor und Kolumnist bei Bild, den Krimi vonToni Fabrizi zusammen. Und seine Frau, Babsi Körzdörfer, selbst Autorin und mit ihrem Mann Stammgast im Club 20457, ergänzt gegenüber der HafenCity Zeitung: „Schreiben kann mühsam sein und einsam machen, gerade Bücher, wenn man einfach nur das Wort ,Ende‘ herbeisehnt. Respekt, dass Toni sich hinsetzt und nach der Nachtarbeit im Club sagt: ,Ich schreibe jetzt mal einen Krimi.‘ Chapeau!“

HafenCity-Bewohner und Club-Stammgast Michael Kirsten, den man fast jeden Tag ab 18 Uhr auf ein After-Work-Getränk an der Theke erleben konnte, sieht es ähnlich: „Tonis ,Tod in der HafenCity‘ habe ich Heiligabend bei meiner Mutter auf der Couch gelesen und war am ersten Weihnachtstag durch. Für alle, besonders die, die hier leben und arbeiten, ein Must-have.“ Und die langjährige Clubbesucherin Susanne Lührs-Voß, HafenCity-Bewohnerin und selbstständige Yoga-Coachin, trägt Trauer. „Man wurde immer freundlich empfangen, auch als Frau alleine, und hatte immer nette und manchmal auch tiefgründige Gespräche. Der Club 20457 war wie ein Nachbar, der seine Wohnzimmertür öffnet.“ Und, so Lührs-Voß: „Ich habe gerade noch ein Exemplar von Toni hier erworben. Das schenke ich meiner Freundin in Berlin, die in Hamburg nie auf einen Besuch im Club 20457 verzichtet hat. Wir vermissen Toni und den Club jetzt schon alle.“

Ja, und wie geht es dem Club-Gastgeber und Krimiautor mit dem Ende des Clubs und dem Beginn des neuen Lebens? „Es war eine wunderbare Zeit! Jetzt ist mir wichtig, dass ich weiterhin selbstständig bin und mir meine Zeit frei einteilen kann. Eine neue Homeoffice-Tätigkeit habe ich als ,Closer‘, als Verkäufer, Berater und Vertragsmanager, wo ich Unternehmen und neue Mitarbeiter:innen zusammenbringe. Außerdem betreue ich weiterhin Veranstaltungen wie zum Beispiel auch ab April die neue Fotoausstellung „Kanada“ der Open-Art-Galerie auf dem Überseeboulevard. Ich habe auch Moderationsanfragen, gut zu tun und bin ganz entspannt.“

Und wie kommt es, dass sich so viele HafenCity-Menschen im Buch als Hauptdarsteller identifizieren und in neun von zehn Fällen falsch liegen? Recruiting- und Marketing-Unternehmer Michael Kirsten: „Das liegt daran, dass Menschen sich oft überschätzen und sich manchmal wichtiger nehmen, als sie eigentlich sind.“ Auch davon handelt Tonis Krimi.
Wolfgang Timpe
Leserbrief: zu »Tod in der HafenCity«
Leserbrief:
zu »Tod in der HafenCity«
Eins vorweg: Ich habe diesen Krimi mit Freude und Spannung gelesen, und doch müssen ein paar kritische Anmerkungen erlaubt sein.
Man merkt dem Text natürlich an, dass der Autor nicht jede Woche einen Krimi schreibt. Streckenweise ist die Sprache doch etwas spröde und hier und da sogar banal. Wie fantasievoll und wortgewaltig Toni Fabrizi schreiben kann, zeigen aber die Passagen über die Bar 20457. Sprachlich präzise und genau beobachtet, entsteht ein literarisches Gemälde, das die Lesenden in den Bann zieht und die beabsichtigte Wirkung des ganzen Projekts auf den Punkt bringt: 20457-Marketing at its best!
Leider gibt es ein paar ärgerliche Flüchtigkeitsfehler: Ein Franzbrötchen ist ein Franzbrötchen und kein ,Frantzbrötchen‘. Über eine Passage hinweg werden ,denn‘ und ,den‘ verwechselt. Man kann das als Korinthenkackerei abtun, aber die Erfahrung zeigt, dass derartige Auffälligkeiten den Lesegenuss sehr wohl schmälern können.
Auch irritierend: An einigen Stellen tauchen ganze Absätze mehrfach wortgleich identisch auf. Als hätte der Autor den Absatz nicht verschoben, sondern an einer Stelle kopiert und an anderer Stelle wiedereingefügt, ohne ihn am ursprünglichen Ort zu löschen.
Was ich wirklich schade finde: Nach Lektüre der ersten Vorankündigungen in der HafenCity Zeitung war ich auf einen echten Schlüsselroman gefasst, also einen Text, der reale Personen verschlüsselt, indem er sie zwar realistisch darstellt, aber mit fiktiven Namen belegt. „Tod in der HafenCity“ operiert stattdessen mit Klarnamen, was dem detektivisch gestimmten Leser etwas unterkomplex erscheint. Gerade wichtige Protagonisten wie etwa Sven-Uwe Blum und Wolfgang Timpe hätte man ohne Klarnamen gerne enttarnt. Letzteren etwa an der in der HafenCity einzigartigen weißen Haartolle.
Dass der Autor sich am Ende selbst ans Messer liefert, überrascht und wirkt etwas konstruiert, handelt es sich doch im Roman und (wie ich unbekannterweise unterstelle) im wirklichen Leben um einen äußerst sympathischen Menschen, der keiner Fliege etwas zuleide tun kann.
Trotz einiger vermutlich dem Zeitdruck geschuldeten Unsauberkeiten würde ich mich über Band 2 aus der 20457-Krimischmiede freuen!“ Axel Pult, Hamburg-Volksdorf



