»Ruhige Töne der Cool-Jazz-Ära!«

Event. Das Internationale Musikfest Hamburg feiert den 100. Geburtstag der Jazzlegende ­Miles Davis in der ­Elbphilharmonie mit Topkonzerten und einer Pop-up-Bar für alle

In diesem Jahr wäre einer der einflussreichsten Jazzmusiker aller Zeiten und einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts 100 geworden: Miles Davis. Im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg ehrt auch die Elbphilharmonie den Amerikaner mit gleich fünf Konzerten im Großen Saal. Die ruhigen Töne der Cool-Jazz-Ära erweckt am 3. Mai mit Ambrose Akinmusire ein Trompeter der jüngeren Generation zum Leben. Auf diesen Abend einstimmen kann man sich mit ­Gregory Hutchinsons Album „Kind of Now – The Pulse of Miles Davis“, das am 3. April erscheint. Den Trompetenpart hat nämlich Ambrose Akinmusire übernommen – allein diese Aufnahme belegt, wie grandios dieser Musiker ist.
Foto oben: Tribute-Konzerte zum 100. für Jazzlegende Miles Davis.© Miles Davis

Am 5. Mai zelebriert der Schlagzeuger Bobby Previte mit seinem „Bitches Brew“-Projekt den funkigen Fusion-Sound der 1970er-Jahre. Die NDR Bigband widmet sich am 6. Mai dem orchestral besetzten Album „Sketches of Spain“. Der Saxofonist Ravi Coltrane ehrt am 30. Juni mit dem Trompeter Terence Blanchard nicht bloß Miles Davis, sondern würdigt auch den 100. Geburtstag seines Vaters John Coltrane. Am 7. Juli tut sich der Bassist Marcus Miller, der wichtigste musikalische Partner des legendären Trompeters in Miles Davis’ Spätphase, mit dem Gitarristen Mike Stern, dem Pianisten Bill Evans und dem Schlagzeuger Mino Cinelu zusammen. Das Quartett bringt Alben wie „We Want Miles“, „Tutu“ und „Amandla“ zurück.

Die NDR Bigband huldigt dem Album „Sketches of Spain“. © Yvonne Schmedemann

Das Tüpfelchen auf dem i: Im Kaispeicher öffnetvom 1. bis 6. Mai eine Pop-up-Bar für alle Besucher:innen der Plaza, der Eintritt ist frei. Dort werden fast alle Miles Davis-Alben gespielt – von „Kind of Blue“, einer der besten Jazzplatten aller Zeiten, über „Birth of the Cool“ bis zu den Hip-Hop-Experimenten von „Doo-Bop“. Insgesamt 64 Langspieler sind auf einem hochwertigen Vintage-Soundsystem zu hören. Daraus entspinnt sich ein mehr als 50-stündiger Musikmarathon, den man mit Cocktails aus der Pacific Bar im Schanzenviertel genießen kann. Neben hauseigenen Spezialitäten wie dem „Yuzu Sour“ plant das Barteam alkoholische und nicht-alkoholische Cocktail-Überraschungen rund um Miles Davis. Dagmar Leischow

Info
Karten und weitere Informationen zu den Miles-­Davis-Tribute-Konzerten und der Pop-up-Bar unter:                   elbphilharmonie.de

Saxofonist Ravi Coltrane. © Claudia Höhne
Trompeter Ambrose Akinmusire. © Balazs Gardi

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