Coaching. Die besten Alltagsgewohnheiten für mehr Energie und innere Stärke – plus: 10-Punkte-Plan
Wir stehen kurz vorm Osterfest und damit vor dem einen oder anderen lieb gewonnenen Brauch in unserer christlich geprägten Kultur:
Foto oben: Rituale: keine Neuheiten, kein Stress, keine Veränderung oder Herausforderung, auf die wir reagieren oder an die wir uns anpassen müssen. Altbekanntes erdet uns. © picture alliance / Andreas Franke
• Die Eier etwa sind ein Symbol für Ostern seit der Antike. Von außen wirkt das Ei kalt und tot, doch aus seinem Inneren erwächst neues Leben. Es steht somit für das Grab, aus dem Christus am Ostermorgen von den Toten auferstand. Es symbolisiert Fruchtbarkeit, Lebendigkeit und Wiedergeburt.
• Der Osterhase gilt durch seine zahlreichen Nachkommen als Symbol der Fruchtbarkeit und des Lebens, als Zeichen des Neubeginns im Frühling.
• Den Frühling heißen wir auch beim Osterspaziergang willkommen. In vielen Haushalten zählt er zum Osterfest dazu. Den Tag verbringen wir im Kreise der Familie, und zwischendurch gehen alle miteinander nach draußen.
Dass wir Bräuche so mögen und oftmals die Rituale unserer Kindheit auch mit ins Erwachsenenleben und in die eigene Familie nehmen, hat seinen Grund. In der Psychologie ist man sich inzwischen sicher: Jeder Mensch braucht Rituale, um seinem Leben Struktur zu geben. Sie geben uns das Gefühl von Sicherheit in einer hektischen Welt, gewähren Auszeiten und schaffen regelmäßig wertvolle Momente. Rituale sind wie kleine Anker. Sie vermitteln Orientierung, Kontrolle und Geborgenheit. Wir müssen keine Entscheidungen treffen, alles läuft automatisiert ab. Das Gehirn schüttet weniger Stresshormone aus.

© mauritius images / Busse & Yankushev
Ostern – genauso wie Weihnachten oder Silvester – zählt dabei zu einer von zwei Kategorien: den allseits anerkannten gesellschaftlichen Ritualen. Hinzu kommen persönliche Gewohnheiten, etwa der morgendliche Kaffee, die tägliche Fernsehsendung, dieselbe Spazierstrecke oder auch der jährlich gleich bleibende Urlaubsort – jeder hat so seine eigenen kleineren und größeren Sitten. Stets handelt es sich um Situationen, die wir im Griff haben und in- und auswendig kennen. Keine Neuheiten, kein Stress, keine Veränderung oder Herausforderung, auf die wir reagieren oder an die wir uns anpassen müssen. Altbekanntes erdet uns.
Je nach individuellen Vorlieben und Lebensumständen lohnt es sich also, persönliche Rituale einzuführen, die wir ganz unabhängig von Ostern oder anderen Feiertagen pflegen können. Sie geben uns Kraft und Stärke im stressigen Alltag. Ich habe Ihnen einige Beispiele mitgebracht – suchen Sie einfach das Passende für sich aus:
Morgenritual: Um die Müdigkeit abzuschütteln und schneller in die Gänge zu kommen, kann es helfen, unserem Körper regelmäßig etwas Zeit zu widmen, sei es durch Gymnastik, Yoga oder einen Spaziergang. Ebenso hilfreich ist geistiges Training, etwa eine Meditation oder ein inspirierender Podcast. Wir starten frisch und gestärkt in den Alltag.
Freundesritual: Sie sind im Ruhestand? Dann könnten Sie sich Ihren sozialen Beziehungen intensiver widmen. Warum nicht ein wöchentliches festes Treffen mit Freunden im Lieblingscafé? Oder gemeinsames Sporttreiben, beispielsweise Nordic Walking? Wenn Sie noch voll im beruflichen Alltag stehen – es findet sich immer Zeit, jeden Morgen einem lieben Freund oder einer Kollegin einen schönen Tag zu wünschen. Die Freude, die Sie damit schenken, kommt direkt zu Ihnen zurück.
Familienritual: Familienfeiern und -feste sind ein wichtiger Ankerpunkt im sozialen Miteinander. Außerhalb dieser Highlights lassen sich bestimmte Zeiten ritualisieren, in denen ein regelmäßiger Spieleabend oder das Telefonat mit den Großeltern stattfinden. Übrigens: Feste Date-Nights halten die Partnerschaft frisch.
Abendritual: Um abends zur Ruhe zu kommen und Abschied vom Tag zu nehmen, ist der Fernseher keine so gute Idee. Besser ist es, künstliche Lichtquellen auszuschalten. Sie können stattdessen den Tag in Ruhe Revue passieren lassen und ein Tagebuch führen, ein Entspannungsbad bei Kerzenschein nehmen, sich mit Ihrer Lieblingsmusik zurückziehen oder entspannt ein Buch lesen.
Genießen Sie die Osterzeit mit all ihren Bräuchen! Und wenn Sie Lust haben, ein persönliches Ritual zu etablieren – ich habe für Sie einen 10-Punkte-Plan für einen energievollen Start in den Tag vorbereitet. Senden Sie einfach eine Mail mit dem Betreff „Morgen“ an: info@andrea-huber-coaching.de. Und die Checkliste ist morgen schon in Ihrem Posteingang.
Ihre Andrea Huber
______________________________________
Andrea K. Huber ist Coachin im Leistungssport, hat sich auf Stressmanagement spezialisiert und berät Unternehmen und Privatpersonen in herausfordernden Situationen. Infos unter: www.andrea-huber-coaching.de