»Freunde finden und Neues ausprobieren!«

Ferien-Freizeit. Bereits zum 4. Mal findet unter der bewährten Federführung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 das erfolgreiche Ferienprojekt »Kinderstadt Hamburg« für Kids von 7 bis 15 Jahren statt – dieses Jahr auf dem großzügigen Baakenhöft-Gelände

Eine lange Schlange bildete sich zur Mittagszeit am beliebten Waffelstand und zuvor natürlich jeden Montag bis Freitag, vom 13. bis 24. Juli 2026, am Einlass zum Projekt »Kinderstadt Hamburg«, das dieses Jahr zum 4. Mal auf dem Gelände der Baakenhöft-Spitze stattfand. Beim Presserundgang am zweiten Tag des Ferienprojekts und bei schönstem Sommerwetter strahlten die rund 500 Kinder auf dem Gelände mit seinen 30 Spielbereichen eine fröhliche, aktive und unternehmungslus­tige Atmosphäre aus. 
Foto oben: Only Kids! Ohne Anmeldung und Berechtigungsausweis gibt es zum »Kinderstadt«-Gelände auf dem Baakenhöft keinen Zugang. © Wolfgang Timpe

Dass durften auch die Medienvertreter beim Gang übers Kinderstadt-Gelände erleben. Munter und immer mit einem Lächeln stellten die beiden Kinderstadt-Bewohner Laura und Niko mit Unterstützung von Suna vom Betreuer:innen-Team stolz die verschiedenen Aktivitäten und die Organisation in der Kinderstadt vor. 

Laura und Niko (r.), »Kinderstadt«-Bewohner, führten mit Suna (2. v. l.) vom Betreuer:innen-Team die Pressevertreter
souverän und unterhaltsam über das Gelände mit seinen 30 Spielbereichen. © Wolfgang Timpe

Die große Resonanz zeigt, dass kostenfreie Ferienangebote für Kinder und Jugendliche auf großes Interesse stoßen und einen wichtigen Bedarf decken. Die Kinderstadt Hamburg bestätigt damit die Bedeutung niedrigschwelliger und qualitätsvoller Freizeit- und Bildungsangebote, die allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten offenstehen. Realisiert werden kann die Kinderstadt dank großzügiger Förderungen und privater Spenden.

In der Kinderstadt gestalten die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen ihre eigene Stadt, die ausschließlich ihnen vorbehalten ist: Sie planen, bauen, arbeiten, entwickeln Regeln für das Zusammenleben, treffen Entscheidungen und übernehmen Verantwortung. Dabei erleben sie spielerisch, wie Gemeinschaft, Selbstbestimmung und demokratische Prozesse funktionieren. Das Angebot ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist für einzelne Kinder nicht erforderlich.

In der Fahrradwerkstatt der Kinderstadt wird das Handwerk erlernt und ausgeübt – und,
logo, so ist das Leben, auch eigenes (Kinderstadt-)Geld verdient. © Wolfgang Timpe

Die Spielbereiche der Kinderstadt orientieren sich am Leben in einer echten Stadt. Durch ihr Zusam-menspiel entsteht eine lebendige Gemeinschaft mit Politik, Kultur, Wissenschaft, Produktion und öf-fentlichem Leben. Auf dem Kinderstadt-Gelände können Kinder und Jugendliche aus über 30 verschiedenen Spielbereichen wählen, die sie gemeinsam mit Expertinnen und Experten entdecken und ausprobieren können. Ein fester Bestandteil ist auch in diesem Jahr die tägliche Stadtversammlung. Hier sind alle Kinder eingeladen, mitzubestimmen, sich einzubringen und wichtige Themen der Kinderstadt gemeinsam zu diskutieren und zu entscheiden.

Bei der letzten Kinderstadt 2024 haben die Kinder den Schwerpunkt für die darauffolgende Kinderstadt festgelegt: „Feste feiern“. Die Gestaltung des Geländes des Baakenhöfts knüpft daran an und lässt durch kleinteilige Bauten eine Struktur entstehen, die an ein großes Straßenfest erinnert. Außerdem endet jede Woche mit einem großen gemeinsamen Stadtfest. Bei der Gestaltung des Geländes sowie der Ausstattung der Spielbereiche legt die Kinderstadt Hamburg besonderen Wert auf einen nachhaltigen Umgang mit Materialien. Seit 2024 besteht deshalb eine Kooperation mit dem Verein Schrott bewahre e. V. Durch diese Zusammenarbeit können viele Gegenstände und Materialien verbaut werden, die über die letzten Monate vor der „Verschrottung“ gerettet wurden. Alle anderen Materialien und Aufbauten werden aus Projekten und Institutionen der Stadt ausgeliehen. So kann die Kinderstadt auf Neuanschaffungen verzichten.

Kinderstadt-Ermöglicher (v. l.): Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der
HafenCity Hamburg GmbH, Dr. Dirk Bange, Leiter des Amtes für Familie der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, Niko und Laura aus der Kinderstadt, Wibke Kähler-Siemssen, Geschäftsführerin der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Lisa Marie Zander, Architektin, Projektbüro, und Künstlerische Leiterin der

Kinderstadt Hamburg, Marius Mandery, Schrott bewahre e. V., sowie Suna J. Voß, dock europe e. V.
und Pädagogische Leiterin der Kinderstadt Hamburg. © Wolfgang Timpe

Die Kinderstadt Hamburg ist das größte demokratiepädagogische Ferienprogramm in Hamburg. Sie wurde 2021 von der Patriotischen Gesellschaft von 1765 initiiert und wird seit 2024 in Kooperation mit dem Bildungszentrum und Träger für Kinder- und Jugendarbeit dock europe e. V. veranstaltet. Die künstlerische Umsetzung des Geländes konzipiert und realisiert die Architektin Lisa Marie Zander (projektbüro) gemeinsam mit Marius Mandery (Schrott bewahre e. V.). Die Schirmherrschaft für die Kinderstadt 2026 haben, wie bereits in den Jahren 2022 und 2024, Christi und Michael Otto übernommen.

Das Projekt wird durch großzügige Förderzusagen zahlreicher Hamburger Stiftungen (u. a. Hilke und Rudolf Mönig Stiftung), Unternehmen (u. a. Gebr. Heinemann SE & Co. KG) und städtischen Behörden (u. a. Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung) ermöglicht. Und die HafenCity Hamburg GmbH (HCH) hat u. a. mit der Bereitstellung des Baakenhöft-Geländes und der Cruise-Terminal-Halle zum Gelingen der Kinderstadt beigetragen.

Dr. Dirk Bange, Leiter des Amtes für Familie der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung: ,,Die Kinderstadt zeigt eindrucksvoll, wie Mitbestimmung, Zusammenhalt und Eigenverantwortung wachsen können, wenn jungen Menschen Vertrauen und Gestaltungsspielraum gegeben werden.“ Für HCH-Chef Dr. Andreas Kleinau verbindet „die Kinderstadt und die HafenCity eine gemeinsame Geschichte. Beide stehen für das Ausprobieren, für neue Ideen und für den Mut, Stadt gemeinsam zu denken.“ Und Suna J. Voß von dock europe ergänzt: „Wir vereinen Ferienspaß mit Demokratie für die Jüngsten. Hier können Kinder ihre eigene Stadt bauen, die Regeln selbst gestalten, Freundinnen und Freunde finden und ganz viel Neues ausprobieren.“ Wolfgang Timpe

kinderstadt.hamburg

Galerie: © Fotos (18): Wolfgang Timpe

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