Einweihung Entenwerder Brücke: »Eine feine Schöne!«

Mit der Einweihung der Fuß- und Radwegbrücke Entenwerder wurde die erste direkte Verbindung zwischen den Stadtteilen HafenCity und Rothenburgsort eröffnet – in unmittelbarer Nähe der U- und S-Bahnstation Elbbrücken

Der Hamburger Architekten-Leuchtturm Volkwin Marg vom Büro gmp, Gerkan, Marg und Partner, ist von der frisch eingeweihten Fuß- und Radweg-Brücke Entenwerder zwischen der HafenCity und Rothenburgsort begeistert: „Wir haben diese Brücke zusammen mit unseren Lieblingsingenieuren vom Büro schlaich bergermann partner (sbp) entworfen und realisiert. Eine Brücke ist immer ein Ingenieurkunstbauwerk. Sie muss mehr tun, als nur etwas überbrücken zu wollen. Die Entenwerder Brücke ist für mich persönlich ein Lieblinngsbauwerk, weil ich schon in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Gutachten erstellt habe, dass Rothenburgs Halbinsel ein Parkwerden soll und mit Hamburg direkt verbinden ist, und inzwischen der Entenwerder Park nicht mehr wegzudenken ist, macht mich glücklich. Und das wir jetzt mit der Entenwerder Brücke diese Idee vollenden durften, ist für mich das Größte!“
Foto oben: Einweihung der neuen Entenwerder Brücke: Architekt Volkwin Marg (v.l.) vom Büro gmp, Sandra Niebling vom Ingenieurs- und Architektenbüro sbp, Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks, HafenCity-Chef Dr. Andreas Kleinau und Bezirksamts-Chef Hamburg-Mitte Ralf Neubauer. © Wolfgang Timpe

Architekt Volkwin Marg vom Büro gmp, Gerkan Marg und Partner: „Wir haben
diese Brücke zusammen mit unseren Lieblingsingenieuren vom Büro schlaich bergermann partner (sbp)
entworfen und realisiert. Eine Brücke ist immer ein Ingenieurkunstbauwerk. Sie muss mehr tun, als nur etwas überbrücken zu wollen. Die Entenwerder Brücke ist für mich persönlich ein Lieblinngsbauwerk.“ © Wolfgang Timpe

Mit 135 Metern Länge und einer Stützweite von 75 Metern zählt das Bauwerk zu den markantesten in Hamburg und schwingt sich dabei über die Mündung des Oberhafenkanals in die Elbe. Die Brücke Entenwerder wurde von der Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG für die Hamburger Behörde für Verkehr und Mobilitätswende realisiert und im Rahmen des Programms „Stadt und Land“ durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Für Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende, ist Hamburg „mit fast 2.500 Brücken Europas Brückenhauptstadt. Mit der Entenwerder Brücke verbinden wir HafenCity und Rothenburgsort nun direkt und klimafreundlich miteinander und öffnen so den Elbpark Entenwerder und die Angebote der HafenCity für beide Stadtteile. Dies ist ein starkes Signal für die Mobilitätswende, für lebenswerte Quartiere und für eine moderne Stadtentwicklung.“

Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks: „Hamburg ist mit fast 2.500 Brücken Europas Brückenhauptstadt.
Mit der Entenwerder Brücke verbinden wir HafenCity und Rothenburgsort nun direkt und klimafreundlich miteinander
und öffnen so den Elbpark Entenwerder und die Angebote der HafenCity für beide Stadtteile. Dies ist ein starkes Signal für die Mobilitätswende, für lebenswerte Quartiere und für eine moderne Stadtentwicklung.“ © Wolfgang Timpe

Die Einzigartigkeit der Brücke ist ihr geschwungenes und zurückgenommenes Auftreten, das eine bescheidene Schönheit ausstrahlt und den besonderen Ort mit seinen Ufern am Entenwerder Park wirken lässt. Sie ist städtebaulich und landschaftsplanerisch ein echt hanseatisches Understatement: schlicht und funktional. Eine feine Schöne – als wichtiges Infrastruktur- und Begegnungsprojekt. Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Mit der Brücke schaffen wir nicht nur eine neue wichtige Verbindung für den Fuß- und Radverkehr zwischen Rothenburgsort und der HafenCity, sondern für das südliche Rothenburgsort auch erstmals seit 1943 wieder einen Zugang zur U-Bahn. Jetzt geht es im nächsten Schritt darum, die Wegeverbindungen innerhalb des Elbparks zu verbessern. So werden wir unter anderem den Weg zwischen der neuen Brücke und der bestehenden Brücke am Alexandrastieg auf vier Meter verbreitern, um ein vermehrtes Fuß- und Radverkehrsaufkommen besser aufzufangen und die unterschiedlichen Verkehrsströme so zu lenken, dass alle sicher und gut ans Ziel kommen.“

Die neue Entenwerder Brücke ist städtebaulich und landschaftsplanerisch ein
echt hanseatisches Understatement: schlicht und funktional. Eine feine Schöne – als wichtiges
Infrastruktur- und Begegnungsprojekt. © Stephan Zeller

Der Baustart der Brücke Entenwerder erfolgte im Februar 2025. Die Brückensegmente wurden auf der nahegelegenen Peute montiert und im September 2025 in einem ingenieurtechnischen Präzisionsverfahren eingehoben. Im Anschluss wurde die Brücke fertig ausgebaut und die angrenzenden Wegeverbindungen hergestellt. Die Wegeführung sieht vor, dass Radfahrende den Elbpark Entenwerder auf kurzem Weg im Nordosten durchfahren und am Alexandrastieg an die Radroute 2 zwischen Eidelstedt und Bergedorf aufschließen. Der direkte Weg durch den Elbpark Entenwerder ist weiterhin für Zufußgehende vorgesehen. Nach der Fertigstellung der Brücke werden nun auch die umliegenden Freiräume weiterentwickelt. Der Elbpark Entenwerder bildet den Schlusspunkt des künftigen Alster-Bille-Elbe-Grünzugs. An der Uferzone der Elbbrücken entsteht künftig der neue „Park Zweibrücken“ mit rund 70 neuen Bäumen.

Die heutige Streckenführung für Fußgänger wie Radfahrer führt aufwendig und hindernisreich
über die Zweibrückenstraße zur Entenwerder Brücke. © Visualisierung: Moka Studio; Grafik: Lutz Metterhausen

Einen Wermutstropfen bildet aktuell noch der optimierbare Zugang zur Brücke von der HafenCity aus. Dazu Lutz Metterhausen vom Nachbarschaftsverein Netzwerk HafenCity e.V.: „Wer von der HafenCity aus mit dem Rad oder zu Fuß zur neuen Brücke nach Entenwerder gelangen möchte, muss nach der aktuellen Planung einen Umweg über die Unterführung an der Zweibrückenstraße in Kauf nehmen und dabei gleich zweimal Höhenunterschiede von bis zu 3,5 Metern bewältigen. Für viele Anwohnende, insbesondere Familien mit Kindern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität, ist diese Strecke damit unnötig anstrengend, zumal es an der engen Unterführung durch die dort liegenden Ausgänge der S-Bahn immer wieder zu Konflikten zwischen Radfahrenden und Fußgängern kommt. Die AG Verkehr im Netzwerk HafenCity e.V. macht daher seit Längerem auf eine naheliegende Alternative aufmerksam: Ein durchgehender Fuß- und Radweg entlang der nördlichen Elbseite unterhalb der Bahnbrücken (die neu errichtet werden; die Red.) wäre nach Auskunft der zuständigen Verkehrsbehörde technisch möglich und würde eine direkte, ebenerdige Verbindung zwischen der Uferpromenade Kirchenpauerkai und der neuen Brücke schaffen. Eine solche Route ist in der aktuellen Planung bislang jedoch nicht vorgesehen.“ Also Herr Senator Anjes Tjarks, machen Sie ihren Einfluss geltend, dass der Zugang zur Entenwerder Brücke genau so elegant und geschwungen wird, wie das neue Brückenkunstwerk selbst!

Die elegante Wegeführung für Fußgänger und Radfahrer unter den Elbbrücken hindurch direkt zur
Entenwerder Brücke. © Visualisierung: Moka Studio; Grafik: Lutz Metterhausen
Ralf Neubauer, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte: „Mit der Brücke schaffen wir nicht nur
eine neue wichtige Verbindung für den Fuß- und Radverkehr zwischen Rothenburgsort und der HafenCity, sondern für
das südliche Rothenburgsort auch erstmals seit 1943 wieder einen Zugang zur U-Bahn.“ © Stephan Zeller
Einweihung der neuen Entenwerder Brücke: Architekt Volkwin Marg (v.l.). von gmp, Sandra Niebling
vom Ingenieurs- und Architektenbüro sbp, Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks, HafenCity-Chef Dr. Andreas Kleinau und Bezirksamts-Chef Hamburg-Mitte Ralf Neubauer. © Wolfgang Timpe

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