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Ewiges Leben im Jenseits?

Digitalevent. Die Gaußhöfe präsentieren ab 3. November mit der neuen Kunstschau „Tutanchamun – Das immersive Ausstellungserlebnis“ den Kosmos des geheimnisumwobenen Pharaos

In immersiven Ausstellungen werden meistens die Werke und das Leben berühmter Künstler als digitale Show inszeniert. Auf jeden Fall mit Musik, teilweise mit Stimmen aus dem Off. Inzwischen bekommen die Besucher:innen immer häufiger VR-Brillen, um tatsächlich in den dreidimensionalen Raum eintauchen zu können. In der Schau „Viva Frida Kahlo“ im United Scene in Ottensen konnte man zum Beispiel im Bett der Künstlerin durch ihre farbenfrohe Welt fliegen. Nun kommt vom 3. November bis 31. Januar „Tutanchamun – Das immersive Ausstellungserlebnis“ nach Hamburg und gastiert in den Gaußhöfen.
Foto oben: Immersive Tutanchamun-Kunst. Produzent Jelle de Jong vom digitalen Kunstzentrum MAD aus Madrid: „Wir wollen ein kulturelles Erbe auf innovative und interaktive Weise präsentieren.“ © MAD

Dieses Multimediaspektakel wurde im November 2022 im digitalen Kunstzentrum MAD in Madrid eröffnet. Es zog in acht Monaten mehr als 325.000 Besucher:innen an. Jetzt reist die Schau weiter. Neben Hamburg wird sie auch in Wien, Stuttgart und Gizeh Station machen. „Wir wollen ein kulturelles Erbe auf innovative und interaktive Weise präsentieren“, sagt MAD-Produzent Jelle de Jong. „Und freuen uns darauf, diese unglaubliche Erfahrung mit dem Publikum weltweit zu teilen.“

Magische Bilder lassen einen in das alte Ägypten mit seinen architektonischen Weltwundern und Grabkammern mit Gold eintauchen. In einen Kosmos, in dem gottgleiche Herrscher:innen regieren. Einer von ihnen: der Kindkönig Tutanchamun. © MAD

Magische Bilder lassen einen in das alte Ägypten mit seinen architektonischen Weltwundern und Grabkammern mit Gold eintauchen. In einen Kosmos, in dem gottgleiche Herrscher:innen regieren. Einer von ihnen: der Kindkönig Tutanchamun. Er regierte etwa von 1332 bis 1323 vor Christus. Nach seinem Tod geriet dieser Pharao in Vergessenheit. Bis der britische Archäologe Howard Carter 1922 im Tal der Könige sein nahezu ungeplündertes Grab entdeckte. Danach wurden seine Mumie und Tutanchamuns Leben wissenschaftlich untersucht. Was man heute weiß: Er wurde als Neunjähriger gekrönt, mit 19 starb er, seine Frau hieß Anchesenamun. Sein Vater war König Echnaton. Als Kind liebte es Tutanchamun, Bogen zu schießen und zu jagen – den Beweis dafür liefern viele Zeichnungen in seinem Grab. Unter seiner Regentschaft wur­den Echnatons radikale religi­öse Reformen abgeschafft, die das Land destabilisiert hat­ten. Rätselhaft geblieben ist Tutanchamuns früher Tod. Wissenschaftler:innen können bis heute nicht sagen, wer oder was ihn umgebracht hat. Auf jeden Fall soll er bereits als Junge einige Krankheiten gehabt haben.

Wenn die Gäste jetzt digital auf den Spuren dieses geheimnisumwobenen Pharaos wandeln, begleitet sie Howard Carters Originalstimme dabei. Sie erleben mit, wie vor ihren Augen die imposanten Tempel des alten Ägyptens beeindruckend und farbenprächtig wiederauferstehen. Besonders faszinierend ist der Virtual-Reality-Bereich. Dort geht es über die verschlungenen Wege des Totenbuchs bis zum Gericht des Osiris. Wer unterwegs alle Prüfungen meistert, erlangt das ewige Leben auf den Feldern von Lalu, einst das Jenseits der Ägypter. Dagmar Leischow

Info

„Tutanchamun – Das immersive Ausstellungserlebnis“ läuft vom 3. November 2023 bis 31. Januar 2024 täglich von 10 bis 21 Uhr in den Gaußhöfen, Gaußstraße 190a. Karten und weitere Informationen unter www.tutanchamun-immersiv.de

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