Event. Beim 6. Nachbarschaftsfest des Netzwerks HafenCity e. V. regnete es leider Bindfäden – doch an der guten Laune der Veranstalter und der Macher:innen der Infostände prallte das Schietwedda ab
Am 4. Juli war es wieder so weit: Um sieben Uhr morgens wurde die Bühne angeliefert, und in den nächsten Stunden kamen die Stände der Gastronomen dazu, die Zelte fürs Kinderprogramm, die Tische für den Flohmarkt, die Pavillons des Netzwerks HafenCity e. V.mit Grillwürstchen, Getränken, Kaffee, Kuchen und viel Raum für das Engagement des Vereins.
Foto oben: Stilvolle Stimmung mit der Jam-Session„Jazz and the HafenCity“ mit Sascha Vakarchuk (Saxofon), Markus Riemann (Vocals) und Sigi Dresen (Keyboard). © Wolfgang Timpe

begeisterte die Elternschaft samt Familien und die Festgäste. © Wolfgang Timpe
Um 14 Uhr eröffnete der Moderator Andreas Clausen das 6. Sommerfest des Netzwerks mit Regenschirm und wasserfesten Schuhen. Denn statt des erhofften Sonnenscheins begann mit der Festeröffnung auch ein stundenlanger Landregen. Und so führte Wolfgang Timpe, Chefredakteur der HafenCity Zeitung, seine Bühneninterviews in seiner hanseatisch-dunkelblauen und vollkommen durchnässten Regenjacke.

Meike Ludzay, Schulleiterin des Campus HafenCity, berichtete vom Baufortschritt der weiterführenden Schule und von den Schallschutzfenstern, die die Schüler:innen in den Klassencontainern vor dem Baustellenlärm der MSC-Zentrale am Ericusfleet schützen sollen. Die Vorsitzenden des Netzwerks HafenCity, Marianne Wellershoff und Gilg Frick, erläuterten das Jahresprogramm des Vereins »25 Jahre HafenCity – weiter geht’s« – unter anderem eine Aktion am Parking Day im September und eine Dialogveranstaltung mit Bürgerschaftsabgeordneten zur Stadtentwicklung im Quartier am 5. Oktober.

Marianne Wellershof, Anna Rubbert und Lutz Metterhausen. © Wolfgang Timpe
Vom Quartier fürs Quartier ist die Idee hinter dem Nachbarschaftsfest des Netzwerks. Deshalb gruppierten sich Gastrostände wie der der Hobenköök aus dem Oberhafen um die Wiese, daneben stellten die Naturschutzorganisationen ihre Arbeit vor – die Loki Schmidt Stiftung und die Deutsche Wildtier Stiftung sowie Greenpeace. Auch soziale Träger aus dem Baakenhafen und das Ökumenische Forum waren mit Ständen dabei, boten Zuckerwatte und Informationen an. Für Unterhaltung sorgte das Quartiersmanagement HafenCity e. V. mit einer Fotobox.

Zentrum des Fests war wieder die große Bühne. Hier traten Musiker:innen aus dem Quartier auf: von den Chören und Bands des Campus HafenCity bis zum Trio Jazz and the HafenCity von Sänger Markus Riemann,der vor rund zehn Jahren den ersten Fußballverein für Kinder, das »Spielhaus HafenCity«, mitgründete und mit dem Klub K im Steckelhörn bei der Katharinenkirche Bands einen Probenraum anbietet – weil es in der HafenCity keine Probenräume gibt.

Genussstand des fröhlichen Grill-Teams des Netzwerks HafenCity. © Wolfgang Timpe
Die längste Schlange bildete sich auch in diesem Jahr vor dem Grillstand des Netzwerks. 2025 kamen die Würstchen von einer Fleischerei in Thüringen. In diesem Jahr stammten sie aus dem Baakenhafen und schmeckten den im Dauerregen Feiernden genausogut. Mindestens!
Die langfristigen Wetterbeobachtungen zeigen, dass die Sommermonate in Hamburg immer nasser werden. Auf weitere Sommerfeste im Dauerregen wird die HafenCity sich aufgrund des Klimawandels einstellen müssen. Aber auch im Friesennerz und mit Gummistiefeln lässt es sich fröhlich mit den Nachbarn feiern – das jedenfalls ist seit dem 4. Juli bewiesen. Jens Fischer





