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»Hamburg soll auf die Weltkarte der Kulinarik!«

Das Gespräch. Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, über grünes ­Reisen, erstarkenden Städtetourismus und das erste Hamburger Food-Festival „Open Mouth“

Der Mann in seinem blütenweißen Hemd und dem trend­blauen taillierten Anzug, stilvoll dynamisch ohne Binder, will erst überhaupt nicht seine Entspannung verbergen: Michael ­Otremba, Hamburgs oberster Tourismusmanager und norddeutscher Wasser-Küsten-Mensch aus Eckernförde, kommt seinem Gesprächspartner und der Fotografin Catrin-Anja Ei­chinger von der HafenCity Zeitung an der gerade neu eröffneten Kirchenpauerkai-Promenade bestens gelaunt entgegen. 
Foto oben: Hamburgs Tourismuschef Michael Otremba: „Wir stellen zurzeit fest, dass starke Marken und wirtschaftlich gesunde Städte wie Hamburg, Kopenhagen oder Amsterdam sich nach der Pandemie sofort wieder erholt haben. Weil man bei diesen Metropolen sofort ganz bestimmte Bilder und Assoziationen vor Augen hat, die eine Lust und Sehnsucht auslösen, sie zu erleben.“ © Catrin-Anja Eichinger

Und er ist beeindruckt, was die HafenCity Hamburg hier für die HafenCity-Bewohner:innen und alle Hamburger:innen wie auch seine Zielgruppe, die Touristen, geschaffen hat: eine 30 Meter breite und 500 Meter lange Uferpromenade mit breitem, wild blühendem Grüngürtel, Joggingstrecke, Outdoor-Sportgeräte-Angeboten, breitem Radweg, der Teil des Elberadwegs und der Veloroute 10 ist, sowie einem breiten Fußgängerbereich mit großflächigen Holzbankplanken zum Chillen. „Alles, was Wasserbezug hat, gibt mir unglaublich Kraft. Wie man hier zu Fuß oder mit dem Rad direkt an der Elbe im HafenCity-typischen Ambiente mit restaurierten mächtigen, historischen Hafenkränen unterwegs sein kann, ist eine unfassbar tolle Erfahrung“, schwärmt der Hamburg-Verkäufer. 

Schließlich soll er Menschen aus dem Umland und ganz Deutschland sowie immer stärker auch aus Europa und dem Rest der Welt in die hanseatische Elbmetropole locken. Lesen Sie mal, wie er das anstellen will und warum er dabei unter anderem auch stark auf seine neueste Eventidee setzt, die er sich mit Hamburger Food-, Koch- und Event-Spezialistinnen und -Spezialisten ausgedacht hat: das „Open Mouth – Hamburg Food Festival 2023“. Man brauche sich „hinter Städten wie Kopenhagen, Kapstadt oder Lima überhaupt nicht zu verstecken“, so Otremba, aber Hamburg solle viel deutlicher „auf die Weltkarte der Kulinarik“ rücken. Na, das ist doch mal ein offensives Ziel, was ja das gerne mit sich so selbstzufriedene Hamburg gut gebrauchen kann.

Herr Otremba, das Jahr 2023 ist das erste nach drei Jahren ohne jegliche Corona-Beschränkungen. Wie ist es für den Hamburg Tourismus wieder angelaufen?Das Interesse an Hamburg ist seit Sommer 2022 wieder riesig, und für viele junge Menschen ist Hamburg einfach ein Sehnsuchtsort. Wir hatten mit den Übernachtungen im Jahr 2022 schon 95 Prozent vom Niveau aus dem Jahr 2019, also vor der Pandemie, erreicht. Und im ersten Quartal 2023 liegen wir sogar mit einem Plus von 5,8 Prozent über dem bisherigen Rekordjahr 2019, während alle anderen deutschen Großstädte momentan noch unter dem Vorkrisenniveau liegen.

Michael Otremba am Kirchenpauerkai vor dem Kulturschiff „MS Stubnitz“: „Reisen verbindet ­Menschen unterschiedlicher Kulturen, ist stressabbauend und gesundheitsfördernd; Reisen hilft mehr als alles andere, fremde Menschen und Kulturen besser zu verstehen.“ © Catrin-Anja Eichinger

Was hat Hamburg, was andere deutsche Metropolen offenbar nicht haben? Unsere Hauptanziehungspunkte sind natürlich das Wasser und der Hafen, die Elbe und die Alster, wie auch ständig tolle Kulturangebote von der Elbphilharmonie über das Miniatur Wunderland bis zum Musical „König der Löwen“ oder dem Harry-Potter-Event im Mehr!-Theater am Großmarkt. Es sind aber auch die Stimmung in Hamburg, die lockere Atmosphäre, die freiheitliche Denkkultur und die Kontraste, die man in den unterschiedlichsten Stadtteilen. Man kann in der Großstadt Hamburg mit rund 1,8 Millionen Einwohner:innen zum Beispiel an einem Zwei- oder Drei-Tage-Städtetrip kompakt Natur, Kultur, kreatives Essen oder auch ständig neue Café-Konzepte entdecken.

Hatten Sie nicht auch Glück, dass es mit Kultursenator Carsten Brosda einen Pandemie-Retter für Solokünstler und Kulturinstitutionen sowie auch Konzert- und Eventveranstalter gab, der mit großen Finanzierungen wesentlich der Hamburger Kultur und ihren Künstler:innen und Macher:innen beim Überleben geholfen hat? Absolut, und das Schöne ist, dass die Kultur- und Tourismusschaffenden und die Verantwortlichen der Stadt in der Corona-Krise noch enger zusammengerückt sind. Es hat sich die Wahrnehmung entwickelt, dass wir uns gegenseitig helfen und bereichern können. 

Inwiefern? Dass viele Kulturbetriebe, ob mit oder ohne Unterstützung, relativ gut durch die Krise gekommen sind und aus dem Stand wieder ihre Programme angeboten haben, hat die positive Stimmung in der Stadt wesentlich beeinflusst – und der Markenbildung von Hamburg als kreative Erlebnis-Großstadt hat das auch gut getan.

Waren denn die großen Veranstaltungen wie Dom oder Hafengeburtstag wieder ein Erfolg? Wir hatten beispielsweise beim Hafengeburtstag rund eine Million Besucher:innen, mehr durften wir nicht erwarten. Man darf nicht vergessen, dass wir zum Beispiel den Hafengeburtstag nach vier Jahren erstmals wieder in dem ursprünglich angedachten Zeitfenster veranstalten konnten. Wir sind absolut zufrieden mit der Publikumsresonanz auf die großen Volksfestveranstaltungen. Der Hafengeburstag wird nach wie vor extrem gut angenommen und unterstreicht ganz wesentlich die maritime Identität der Stadt.

Präsentation von „Open Mouth – Hamburg Food Festival 2023“ in der Gleishalle im Oberhafen (v. l.): Tourismuschef Michael Otremba, Gastronom Patrick Rüther (Bullerei), Agenturchef Lars Kempin (vorne; Blood Actvertising), Julian Stock (Vorstand Good Food Collective und Nachhaltigkeitsbeauftragter des Open-Mouth-­Festivals) sowie Sascha Albertsen, Leiter Öffentlickeitsarbeit Hamburg Tourismus. ­Michael Otremba: „Hamburg ist eine Stadt für Foodies und braucht sich hinter Städten wie ­Kopenhagen, Kapstadt oder Lima nicht verstecken. Hamburg bietet eine bemerkenswerte Vielfalt an Gastronomiekonzepten gepaart mit einzigartigen Locations. Mit dem ,Open Mouth – Hamburg Food Festival‘ setzen wir einen Impuls für eine qualitäts­orientierte und nachhaltige Tourismusentwicklung, die l­okale Wertschöpfungsketten und Netzwerke stärkt.“ © Wolfgang Timpe

Wer kommt denn zu Dom und Hafengeburtstag? Der deutlich überwiegende Anteil der Besucher:innen kommt aus Deutschland, dann folgen nacheinander die ausländischen Gäste aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Vor der Pandemie waren steigende Tourismuszahlen scheinbar ein Selbstläufer. Welche Ziele haben Sie sich jetzt gesetzt? Die größte Herausforderung und der wichtigste Faktor nach den Corona-Erfahrungen ist die Zeit, das Zeitbudget der Menschen. Viele gehen bewusster mit ihrer Zeit um, überlegen genauer, was sie sich wann zum Beispiel an Kultur- oder Städte­reisen gönnen möchten. Für die Innenstadt mit ihren Kultureinrichtungen, Clubs, Bars und Restaurants haben die Gäste eine hohe wirtschaftliche Relevanz. Wir sind, in diesem wertvollen Zeit-Sinn, bedeutsam wie nie zuvor. Auch wenn es manchmal wie ein Selbstläufer erscheint: Die hohe Gästenachfrage ist das Ergebnis harter Arbeit und unsere Marketingmittel müssen wir sehr bewusst einsetzen. 

Alle stöhnen wegen der Inflation und den enormen Preissteigerungen, etwa auch in der Gastronomie. Warum reisen die ­Menschen trotzdem? Reisen verbindet Menschen unterschiedlicher Kulturen, ist stressabbauend und gesundheitsfördernd; Reisen hilft mehr als alles andere, fremde Menschen und Kulturen besser zu verstehen. Reisen wird zu Recht nicht als Luxus verstanden, auf den man verzichten könnte, sondern als lebensbejahende Kraft, die große Bedeutung für jeden Einzelnen von uns wie auch die gesamte Gesellschaft hat. 

VITA Michael Otremba ist Alleingeschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH und gemeinsam mit Rolf Strittmatter Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH. Vor einem Jahr wurde sein Vertrag um fünf Jahre bis April 2027 verlängert. Der 52-Jährige lebt seit 23 Jahren mit einer „Urmünchnerin“ zusammen und ist seit 17 Jahren verheiratet. Der in Stade geborene und in Eckernförde aufgewachsene Otremba liebt das Wasser, die Küste und den Norden. Das hat für Akzeptanz gesorgt, als er nach elf Jahren Sportmarketing u. a. in Hamburg und dann acht Jahren Flughafenmarketing in München im April 2016 zurück an die Elbe kam.

Inzwischen hat er mit vielen anderen daran gearbeitet, nach der Pandemie und dem Wegfall aller Corona-Beschränkungen seit Januar 2023 den Tourismus in Hamburg wieder in Schwung zu bringen. Das Großereignis des 834. Hafengeburtstags Anfang Mai 2023 war mit rund einer Million Besucher:innen fast wie in Vor-Corona-Zeiten besucht. Michael Otremba und seine Frau machen gerne Fernreisen. Doch seit zwei­einhalb Jahren haben sie einen „Anker“, ihren Hund, einen Mini-Goldendoodle, und sind darum öfter mit Auto und ihren Stand-up-Paddling-Boards, ihren SUPs in Skandinavien, Österreich oder Südtirol unterwegs.

Ihr Vertrag als alleiniger Tourismus-Geschäftsführer wurde jüngst bis 2027 verlängert. Sind Sie nicht amtsmüde? Nein, überhaupt nicht. Offenbar ist man der Meinung, dass Kontinuität bei diesen Aufgaben guttut. Tourismus ist für eine Großstadt wie Hamburg mittlerweile ein bedeutender Wirtschaftszweig für die Stadt. Und ich kann bestätigen, dass es lange braucht, bevor man eine Stadt in ihren vielfältigsten Strukturen und unterschiedlichsten Kulturen wirklich verstehen lernt. Es braucht Zeit, um anzukommen, zuzuhören, zu verstehen und dann mit einem guten Team im komplexen Gebilde Stadt bestmögliche Wirkung zu erzielen.

In Zeiten von Work-Life-Balance und Hygge-Wünschen wollen Menschen individuell abgeholt werden. Was ist 2023 erfolgreich im Tourismus? In der großen Krise hat man gesagt, dass die Städte am stärksten leiden, weil alle Abstand suchten und niemand ausgehen wollte. Wir stellen zurzeit fest, dass starke Marken und wirtschaftlich gesunde Städte wie Hamburg, Kopenhagen oder Amsterdam sich nach der Pandemie sofort wieder erholt haben.

Warum? Weil man bei diesen Metropolen, wie es für erfolgreiche Marken typisch ist, sofort ganz bestimmte Bilder und Assoziationen vor Augen hat, die eine Lust und Sehnsucht auslösen, sie zu erleben. Hamburg ist in Deutschland und Europa wirklich sehr gut positioniert. 

Wie passt die Reiselust mit den zum Teil antidemokratischen Entwicklungen und autokratisch geführten Gesellschaften zusammen? Das Reisen selbst ist eine Friedensbotschaft – immer noch. So wie in den 70er-Jahren die Jugend Europas sich durch das Interrail-Ticket als ein demokratisches gesellschaftliches Gebilde kennen und schätzen gelernt hat. Nehmen Sie die Vorfreude auf eine Städtereise zum Beispiel nach Bologna. Sie führen sich die Stadt und ihre Attraktionen vor Augen, planen die Routen oder welche Cafés und Restaurants oder Universitäten Sie besuchen wollen. Das trägt Sie durch den Alltag, das gibt Ihnen Energie. Und man versteht durch Reisen besser die Probleme der Welt. Wer einmal einen verschmutzten Strand mit Plastik erlebt hat, der weiß, dass das Thema Verschmutzung der Meere kein Medienthema, sondern bittere traurige Realität  ist. Reisen bildet und ist somit, wenn Sie so wollen, hintenhe­rum das beste Demokratieprogramm. Es sorgt dafür, dass wir in der Gesellschaft besser miteinander umgehen, dass andere Perspektiven nachvollziehbarer  werden. 

INFOBOX. Open Mouth – Hamburg Food Festival 2023 Save the Date: 14.–18. September. Hamburg wird ganz im Zeichen der Kulinarik stehen, denn erstmals findet das „Open Mouth – Hamburg Food Festival“ mit zahlreichen Programmpunkten an unterschiedlichen Orten statt. Das Festival will die Vielfalt des gastronomischen Angebots und Produkte lokaler Erzeuger in und um Hamburg herum in den Mittelpunkt stellen. Das Veranstaltungsprogramm richtet sich gleichermaßen an Gäste und Hamburger:innen. 
Die HafenCity-Foodies Christin Siegemund, Managerin und Gründerin des foodlabs, sowie Thomas Sampl, Chefkoch und Gründer der Hobenköök im Oberhafen, HafenCity, sind Unterstützer der ersten Stunde des Festivals. Thomas Sampl: „Mit Open Mouth verbinde ich die große Chance, die Verbraucher, Erzeuger und Akteure in Gastronomie und Handel als Gemeinschaft zu begreifen. Und sie zusammenzubringen auf eine neue, niedrigschwellige und erlebnisreiche Art und Weise. Wissen, Wertschätzung und Miteinander sind für mich dabei die zentralen Botschaften des Festivals.“ Neben den Hamburger Food-Eventorten ist die zweite Säule des Festivals das Veranstaltungsareal im Oberhafen­quartier mit dem „Heartquarter“ – hier soll „das Herz des Festivals schlagen“ und die Zentrale sein.

Apropos Plastik und verschmutzte Ozeane. Was tut Hamburg dagegen? Wir sind Mitglied der City Destinations Alliance, in der sich  rund 120 europäische Tourismusorganisationen organisieren und nun schon lange Nachhaltigkeit das wichtigste und bestimmendste Thema. Wir fragen uns nicht nur, wie wir alle weniger Schaden anrichten können, sondern wie der Tourismus Gutes für die Städte und Gemeinden bewirken kann, beschäftigt uns intensiv. Wir können uns als Stadt Hamburg heute für keinen relevanten Kongress bewerben, ohne selbst zu belegen, wie nachhaltig wir in Hamburg agieren. Tourismus muss heute das Narrativ der Nachhaltigkeit erzählen – unter anderem zum Beispiel bei der emissionsarmen und nachhaltigen Mobilität in Großstädten – nicht nur erzählen, sondern einen aktiven beitrag leisten.  

Braucht man dafür nicht vollkommen neue Konzepte und nicht einen Discountflug in den Urlaub nach Irgendwo? Definitiv ja. Auch deshalb spielt das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle in unserer Arbeit. Um ein konkretes Beispiel zu nennen: Mit unserem ersten „Open Mouth – Hamburg Food Festival 2023“ vom 14. bis 18. September setzen wir einen Schwerpunkt auf die lokale und regionale Kreislaufwirtschaft (siehe Infobox Seite 18). Wir haben in Hamburg hervorragende Gastronomen, Köche und Lieferanten, die auf nachhaltige Kreisläufe und Produktionen sowie Produktverwertungen in der Gastronomie achten. Hamburg ist eine Stadt für Foodies und braucht sich hinter Städten wie Kopenhagen, Kapstadt oder Lima nicht zu verstecken. 

Warum und woher kommt dieses Selbstvertrauen? Hamburg bietet eine bemerkenswerte Vielfalt an Gastronomiekonzepten gepaart mit einzigartigen Locations. Mit dem „Open Mouth – Hamburg  Food Festival“ setzen wir einen Impuls für eine qualitätsorientierte und nachhaltige Tourismusentwicklung, die l­okale Wertschöpfungsketten und Netzwerke stärkt. Erstens ist alles noch ausbaufähig, jedoch wird zweitens schon heute viel zu wenig darüber kommuniziert – auch international. Da haben wir Nachholbedarf. Das Open-Mouth-Food-Festival soll der Auftakt dazu sein, Hamburg langfristig nachhaltig auf die Weltkarte der Kulinarik zu bringen. Und gleichzeitig richtet sich das Festival mit dem Angebot auch ganz klar an die Hamburger:innen. Der Tourismus gibt damit etwas zurück, denn das Festival wird zu 100 Prozent aus Einnahmen der Kultur- und Tourismustaxe finanziert.  

Christin Siegemund, Geschäftsführerin und Gründerin des foodlabs in der HafenCity und Unterstützerin der ersten Stunde des Hamburg-Food-Festivals: „Wir freuen uns über diesen wichtigen Schritt und die Schlagkraft, die dieses Festival haben wird.“ – Open-Mouth-Slogan fürs Food-Festival: „Du bist das Tor zur Food-Welt von morgen und lässt alle ein zum Essen, Trinken, Staunen.“ © Grafiken (Illustration): Open Mouth – Hamburg Food Festival

Haben Sie eine gastronomische Lieblungsdestination? Absolut, das ist für mich Kapstadt. Der Grund, warum ich da immer wieder gerne hinfahre, hat unter anderem etwas mit dem kulinarischen Angebot zu tun. Und zwar nicht, weil ich dort dann bestimmte Restaurants besuche, sondern weil ich weiß, dass es in Kapstadt unglaublich viele Orte gibt, die mir einfach Überraschungen und Genuss bescheren können. Wir wollen solche Erlebnisse in der Kommunikation künftig noch viel stärker in den Vordergrund stellen. Da ist das kommende erste „Open Mouth – Hamburg Food Festival“ nur ein Baustein in unseren strategischen Überlegungen. Wir wollen, dass sich Köche, Lieferanten und Restaurantchefs das ganze Jahr über immer besser vernetzen und zu nachhaltigen Genussthemen kommunizieren. 

Wo macht der Tourismusmanager Michael Otremba eigentlich Urlaub? Wir sind gerne auf Fernreisen unterwegs, haben aber seit zweieinhalb Jahren einen „Anker“, unseren Hund, einen Mini-Goldendoodle. Das hat unseren Urlaub verändert. Wir sind jetzt öfter mal mit dem Auto und unseren Stand-up-Paddling-Boards in Skandinavien, Österreich oder Südtirol unterwegs.  

Wann ist für Sie ein Urlaub gelungen? Da ich ein aktiver Mensch bin, muss ich die Chance haben, sehr aktiv sein zu können und beispielsweise zu golfen, zu tauchen oder Yoga zu machen.

Wie schalten Sie ab? Am langen Holztisch mit lieben Menschen zusammensitzen, diskutieren, gemeinsam kochen oder Sport machen.

Keine Sehnsucht nach Stille oder einem bestimmten Reiseort? Doch, dann tauche ich, das ist mein Ort der Stille. Und als Reiseziel steht Südamerika ganz oben auf der Liste, wo ich bislang viel zu selten war.

Sie haben den Trilby-Hut zu Ihrem Markenzeichen gemacht. Warum muss es ein Hut sein? Ich mag Hüte einfach – zumindest diese Form. Und es sorgt natürlich auch für eine gewisse Wiedererkennbarkeit, was früher, wenn ich auf Veranstaltungen mit 300 relativ uniform aussehenden Marketingentscheidern unterwegs gewesen bin, sehr geholfen hat. Und es ist sehr spannend zu erleben, wie viele Menschen sich positiv und unmittelbar dazu äußern.
Das Gespräch führte Wolfgang Timpe

Michael Otremba, Geschäftsführer Hamburg Marketing GmbH, mit seinem Markenzeichen, einem Trilby-Hut. © picture alliance / Geisler- Fotopress | Matthias Wehnert

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