Klassik Jam Session

Die Halle 424 im Oberhafen ermöglicht Hamburger Künstlern wieder vor Publikum zu spielen – eine „Soirée melangée“, ein Bunter Abend am 16. August

„Sehr viele Musiker sind durch den nun schon mehrere Monate andauernden Lockdown fast aller Spielorte schwer betroffen. Etliche sind in finanzielle Not geraten. Was den Musikern fehlt, sind aber nicht nur die Einnahmen, sondern auch der Kontakt zum Publikum. Für Musiker ist der musikalische Austausch mit dem Publikum so etwas wie ein Grundnahrungsmittel“, sagt der Konzertpianist Jongdo An aus Korea. Zusammen mit Jürgen Carstensen, Inhaber der Halle 424, die Off-Bühne für Jazz und klassische Musik, der die Halle den Künstlern kostenlos zur verfügung stellt, hat Kongo An via Facebook und Instagram Künstler aufgerufen, an diesem Abend teilzunehmen. Bis kurz vorm Konzert können sich Künstler melden und noch mitmachen, indem sie eine Mail an anjongdo@gmail.com schreiben. Bei der „Soiree Melange“, einem Bunten Abend, geht es in erster Linie um klassische Musik. Neu ist das Format, dass die Musiker in einer Art Jam Session sich und das Publikum überraschen werden. Hören Sie mal, was Jongdo An zu bieten hat: https://youtu.be/_Rcs607MMssKlassisc

Foto oben: Premiere: Der Konzertpianist Jongdo An hat für Hamburger Musiker eine Klassik Jam Session organisiert, damit die Künstler wieder vor Publikum auftreten können: „Für Musiker ist der musikalische Austausch mit dem Publikum so etwas wie ein Grundnahrungsmittel.“ © www.jongdoan.com

Pianist Jongdo An bei einer Probe in der halle 424. © Halle 424
Konzertpianist Jongdo An in der Halle 424 im Oberhafen. © Halle 424

Den Anstoß für diese Veranstaltung hat An durch die Corona-Pandemie bekommen. Sehr viele Musiker seien durch den nun schon mehrere Monate andauernden Lockdown fast aller Spielorte schwer betroffen. Die Musik habe trotzdem in unterschiedlichsten Formen den Weg zu ihren Liebhabern gefunden, ob im intimen Rahmen im Wohnzimmer oder auch digital durch Webkonzerte. Allerdings so An: „Das waren Alternativen, die für uns den direkten Kontakt zum Publikum aber nie ersetzen konnten. Für Musiker ist der Kontakt mit den Zuhörern die Luft zum Atmen.“ Und so hat Konzertpianist Jongdo An mit seinen Hamburger Musikerkollegen die Idee entwickelt, selbst ein Konzert, die „Soiree Melange“ zu organisieren. Das Konzertprogramm, Stand 11. August 2020, 19 Uhr, kann sich – egal, wie viele Künstler noch dazu kommen – sehen lassen (siehe Programm unten).

Das Konzert „Soirée melangée“ findet am 16. August 2020 um 18 Uhr in der Halle 424 im Oberhafen statt. 

Kartenreservierung unter: jc@halle424.de Eintritt: 10 € bis 15 €. Bitte beachten Sie: Es können Corona-Auflagen maximal 60 Karten reserviert werden.

 Jongdo An Leiter der Norddeutschen Klangakademie und Gastprofessor für Klavier an der Yonsei University Seoul. Er ist Gewinner des renommierten Internationalen Marguerite Long-Thibaud-Klavierwettbewerbs 2012 in Paris. Nachdem er den Grand Prix und zwei weitere große Preise gewonnen hat, den „Prix SAS le Prince Albert II de Monaco“ für das beste Rezital – ein Konzert, bei dem ein einzelner Künstler im Mittelpunkt steht – und den „Prix SACEM“ für die beste Interpretation moderner Musik. Er trat mit dem London Symphony Orchestra, den St. Petersburger Symphonikern, den Symphoniker Hamburg oder dem Mozarteum Orchester Salzburg auf. Er wird regelmäßig als Gastkünstler zu führenden internationalen Festivals in Europa eingeladen, wie den Salzburger Festspielen in Österreich oder dem Pianoforte Fest Meissen in Deutschland. 2020 wird er als Künstlerischer Leiters des Art Center Incheon, der zweitgrößten Konzerthalle Koreas, berufen.

Konzertprogramm  „Soirée mélangée”, Halle 424 

Robert Schumann – Fantasiestücke Op. 73 für Cello und Klavier (12’); Mark Schumann (Cello) & Jongdo An (Klavier)

Sergei Rachmaninow – Variationen über ein Thema von Corelli, op. 42 (16’) ; Seungyeon Lee (Klavier)

Robert Schumann – In der Fremde aus dem „Liederkreis” op. 39 Felix Mendelssohn – Schilflied Op. 71 Nr. 4; Reynaldo Hahn – À Chloris (8’) ;
Meili Li (Countertenor) & Lémuel Grave (Klavier)

Maurice Ravel – Ma Mère l’Oye (15’); Nils Basters & Stephanos Katsaros (Klavier)

Roger Quilter – 3 Shakespeare Songs Op.6 (8’); 1. Come Away, Death, 2. O Mistress Mine, 3. Blow, Blow, Thou Winter Wind;
Zak Kariithi (Bariton) & Lémuel Grave (Klavier)

Frédéric Chopin – Ballade Nr. 4 Op. 52 (10’); Jongdo An (Klavier)

Instrumentenstillleben. © Jürgen carstensen
Instrumenten-Stillleben. © Jürgen Carstensen

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