Sports-Dome: Zukunftsträumerei?

Nach der Kooperation des Sports-Dome-Investors mit dem Parkhausbetreiber Apoca im Dezember 2020 wird jetzt eine Kooperation mit dem Technologie-Dienstleister Schneider Electric bekannt gegeben. Der Sports-Dome soll kommen – im 1. Quartal 2024

„Der Sports-Dome ist ein in Europa einzigartiges und auch nachhaltiges Sport- und Freizeiterlebnis für die ganze Familie“, heißt es auf der Website des Leuchtturmprojekts am Rand der östlichen HafenCity in direkter Nachbarschaft zum künftigen, 245 Meter hohen Elbtower. „Wir verbinden vielfältige, innovative Trendsportarten“, heißt es weiter, „mit einem umfangreichen Fitness- und Wellnessangebot, einer anspruchsvollen Gastronomie, einem Kommunikations- und Eventzentrum und einem integrierten Hotel. Zu den Höhepunkten des Sports-Dome gehören eine Bodyflying-Anlage, eine stehende Welle, ein 25 Meter hoher Tauchturm, ein Eiskletterbereich, eine  Indoor-Golfsimulations-Area und das Kinderspieleland der Extraklasse für die kleinsten Besucher.“ Nachdem es länger ruhig um das Sport-Freizeit-Projekt war – wie bei so vielen Zukunftsthemen in der Pandemie – ist nun mit der Bekanntgabe der Kooperation zwischen Investor LB Sports-Dome Management GmbH und dem Technologie-Dienstleister Schneider Electric auch die Eröffnung um über ein Jahr auf das erste Quartal 2024 verschoben worden.
Foto oben: Bewegung im Projekt Sports-Dome Hamburg-HafenCity im Elbbrückenquartier in direkter Nachbarschaft zum geplanten Elbtower. Das Sport- und Freizeitprojekt will mit seinen 7 Etagen und 23.000 qm Bruttogeschossfläche im 1. Quartal 2024 eröffnen. Jetzt ist eine schon im Mai 2021 geschlossene Kooperation zwischen dem Investor, der LB Sports-Dome Management GmbH, und dem Technologie-Dienstleister Schneider Electric veröffentlicht worden. © HASCHER JEHLE Architektur in Zusammenarbeit mit bloomimages:Care-Energy Sports-Dome

 Eisklettern, Snowboarden, Bouldern, Skydiving, Surfen auf stehender Welle, Abtauchen in 25 Meter Tiefe aber auch Soccer und Fußballschule oder Kinderspieleland – alles ist hier in der Hafencity in Hamburg indoor und an einem Ort, dem Sports-Dome, vereint. Ergänzt wird das Angebot durch Fitness- und Wellnessprogramme, ambulante Rehabilitation sowie einem Sporthotel und Gastronomie mit Bar, Public Viewing und Live-Cooking-Kitchen. Was klingt wie das gesamte Indoor- und Outdoor-Sportprogramm einer ganzen Urlaubsregion, wird tatsächlich innerstätisch auf einer Grundstücksfläche von nur 3.900 m2 in Hamburg Stadtteil Baakenhafen gestaltet und errichtet. © LB Project Development GmbH
Eisklettern, Snowboarden, Bouldern, Skydiving, Surfen auf stehender Welle, Abtauchen in 25 Meter Tiefe aber auch Soccer und Fußballschule oder Kinderspieleland – alles ist hier in der Hafencity in Hamburg indoor und an einem Ort, dem Sports-Dome, vereint. Ergänzt wird das Angebot durch Fitness- und Wellnessprogramme, ambulante Rehabilitation sowie einem Sporthotel und Gastronomie mit Bar, Public Viewing und Live-Cooking-Kitchen. Was klingt wie das gesamte Indoor- und Outdoor-Sportprogramm einer ganzen Urlaubsregion, wird tatsächlich innerstätisch auf einer Grundstücksfläche von nur 3.900 m2 in der HafenCity im Elbbrückenquartier errichtet. © LB Project Development GmbH

Der Sports-Dome will mit seinen 7 Etagen und 23.000 qm Bruttogeschossfläche im 1. Quartal 2024 eröffnen. Jetzt ist eine schon im Mai 2021 geschlossene Kooperation zwischen dem Investor, der LB Sports-Dome Management GmbH, und dem Technologie-Denstleister Schneider Electric GmbH veröffentlicht worden. Schneider Electric will mit seinem digitalen und technischen Know-how seinen Teil zu einem „energieeffizienten Sports-Dome der Superlative in der Hamburger HafenCity“ liefern.

Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Chef der HafenCity Hamburg GmbH, auf einem Baufeld unweit des Sports-Dome in direkter Nachbarschaft zur U- und S-Bahnstation Elbbrücken am Kopf des Baakenhafens: „Das vielseitige stadtintegrierte Konzept ist auf eine breite Zielgruppe zugeschnitten und verbindet ein lokales Angebot jenseits üblicher Freizeitcenter mit sehr guter Erreichbarkeit auch ohne Pkw.“ © Wolfgang Timpe
Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Chef der HafenCity Hamburg GmbH, auf einem Baufeld unweit des Sports-Dome in direkter Nachbarschaft zur U- und S-Bahnstation Elbbrücken am Kopf des Baakenhafens: „Das vielseitige stadtintegrierte Konzept ist auf eine breite Zielgruppe zugeschnitten und verbindet ein lokales Angebot jenseits üblicher Freizeitcenter mit sehr guter Erreichbarkeit auch ohne Pkw.“ © Wolfgang Timpe

Die Herausforderung ist sportlich. „Denn es gilt, 4 Millionen Tonnen Wasser in einem Turm von 25 Meter Tiefe zu steuern, 1.000 m2 Kletterfläche mit einem Höhenunterschied von 15 Metern zu sichern oder die Klimabedingungen hochalpiner Umgebungen für das Höhentraining zu simulieren. Darüber hinaus müssen die Anforderungen einer gehobenen internationalen und trendigen Gastronomie gemeistert sowie modernster Komfort für ein 140 bis 160 Zimmer Hotel erfüllt werden.“ Hierfür hat sich die LB Sports-Dome Management GmbH, die für das Projekt verantwortlich zeichnet, mit Schneider Electric einen der weltweit führenden Spezialisten für Energiemanagement und Gebäudeautomation zur Seite geholt. „Mit den innovativen Lösungen von Schneider Electric können wir nicht nur die sehr komplexen Aufgaben eines der modernsten und funktional anspruchsvollsten Gebäude effizient steuern. Sie erlauben auch eine immense Reduzierung der CO2-Emissionen und geringere Betriebskosten über den Lebenszyklus des Gebäudes hinweg“, erklärt Leif Bachorz, Geschäftsführer der LB Sports-Dome Management GmbH. Und legt noch einen nach: „Mit dem Sports-Dome wollen wir einen Leuchtturm für Energieeffizienz schaffen.“

Und Stefan Klepzig, Strategic Sales Director Real Estate DACH bei Schneider Electric, ist vom Premiumprojekt überzeugt: „Wir freuen uns sehr über diese Kollaboration und werden hier unsere umfangreiche, langjährige Technologie-Expertise einbringen. Als Leuchtturm für nachhaltiges Retainment wird der Sports-Dome Hamburg neben Sportbegeisterte und Familien auch Städteplaner, Architekten, Bauherren, Real-Estate-Investoren oder Facility-Manager faszinieren.” Für Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, war neben der touristischen Attraktion der Sports-Dome als lokales Angebot in der Stadt wichtig: „Mit dem Sports-Dome wird nicht nur das Sport- und Freizeitangebot für die Beschäftigten, die Bewohner und die Besucher der HafenCity weiter gestärkt. Das vielseitige stadtintegrierte Konzept ist auf eine breite Zielgruppe zugeschnitten und verbindet ein lokales Angebot jenseits üblicher Freizeitcenter mit sehr guter Erreichbarkeit auch ohne Pkw.“ Die U- und S-Bahnstation Elbbrücken liegt vis-a-vis.

Bleibt abzuwarten, ob in erst langsam wirtschaftlich wieder hochfahrenden Postpandemie-Zeiten, die Finanzkalkulationen standhalten und nicht wie bei so vielen jüngeren HafenCity-Bauprojekten dann zu neuen Refinanzierungsplänen hier und da noch ein oder zwei Stockwerke draufgesattelt werden müssen. Der Investor spricht auf seiner Facebook-Seite von der „Finalisierung eines pandemieresistenten Konzepts“ , das zu einem „Tourismusmagnet in Hamburg“ werden soll. Der östliche Abschluss der HafenCity an den Elbbrücken wird mit seinen herausfordernden Projekten Sports-Dome und Elbtower auch noch in den kommenden Jahren für mache News gut sein – hoffentlich zu einem guten Ende für alle – und keine Zukunftsträumerei. HCZ

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