PS-Lifestyle. Mit Überrollbügel und Glasdach ist der Porsche 911 Targa zur Stilikone gereift. Im August fährt er als Porsche 911 Targa 4 oder 4S vor und erweitert die Sportfamilie aus Zuffenhausen
Es gibt Cabrios, die lassen ihre Hüllen schneller fallen, es gibt welche, die offenherziger anmachen, und andere, die mehr frische Luft bieten. Aber es gibt kaum ein anderes Open-Air-Modell, das den Striptease so spektakulär inszeniert wie der Porsche 911 Targa. Nicht umsonst ist der Sportwagen mit Überrollbügel und Glashaube in den letzten 55 Jahren zur Stilikone gereift. Ein gutes Jahr nach dem Generationswechsel beim Elfer geht deshalb jetzt auch der Targa in die nächste Runde. Porsche bügelt den 911er zum Targa auf und erweitert zum August 2026 die Familie des Sportwagens. Angeboten wird er als 911 Targa 4 für 128.486 Euro oder als 4S für 143.956 Euro.
Foto oben: Der 19-Sekunden-Spaß mit dem neuen Targa: Der Sechszylinder-Sportler hat ein Verdeck, das auf Knopfdruck zum eindrucksvollen Ballett startet. Erst hebt sich die Glashaube über den Rücksitzen und schiebt sich nach hinten, damit der Weg frei wird für das Stoffelement zwischen A- und B-Säule, das daraufhin im Nirgendwo über dem Motor verschwindet, bevor sich die Kuppel wieder senkt. © Porsche AG
Dafür gibt es den Sechszylinder-Sportler mit einem Verdeck, das auf Knopfdruck zum eindrucksvollen Ballett startet: Erst hebt sich die Glashaube über den Rücksitzen und schiebt sich nach hinten, damit der Weg frei wird für das Stoffelement zwischen A- und B-Säule, das daraufhin im Nirgendwo über dem Motor verschwindet, bevor sich die Kuppel wieder senkt. Dass der ganze Spaß stolze 19 Sekunden und damit doppelt so lange dauert wie beim Cabrio, ist kein Schaden. Denn erstens ist dieser Striptease ein Schauspiel, dem man gerne beiwohnt, und zweitens fährt man die verlorene Zeit danach schnell wieder rein. Schließlich fährt schon das Basismodell mit 385 und der Targa S sogar mit 450 PS. Immer mit Allrad und üblicherweise mit Achtgang-Doppelkupplung, auf Wunsch und ohne Aufpreis aber auch als Handschalter, reicht das im besten Fall für einen Sprintwert von 3,6 Sekunden und ein Spitzentempo von 304 km/h.

vereint er für die Fans das Beste aus zwei Welten. © Porsche AG
Während der Targa für Kritiker nur ein schlechter Kompromiss zwischen Coupé und Cabrio ist, vereint er für die Fans das Beste aus zwei Welten. Und die werden immer mehr. Früher, als der Targa kaum mehr war als ein Coupé mit Schiebedach, lag der Verkaufsanteil im einstelligen Prozentbereich. Mittlerweile ist er auf rund ein Viertel geklettert und liegt damit auf dem Niveau des Cabrio.
Kein Wunder. Denn ob sich Open-Air-Fans für die Glashaube entscheiden oder für das Stoffdach, ist allein eine Frage des Geschmacks. Am Geld soll es dagegen nicht liegen, sagen sie bei Porsche – und verkaufen beide Frischluftmodelle deshalb auf den Euro genau zum gleichen Preis. Thomas Geiger
Info Weitere Informationen unter: porsche.com/germany



