Innenstadt. Jimmy Blum sprach mit Alexander Klar, Direktor der Hamburger Kunsthalle, über die Kunst, das Schwimmen und die mögliche neue Lebensqualität in der City
Die schöne Idee, die Hamburger Kunsthalle mit einem neuen Gebäude und einem Freibad auf der Binnenalster zu verbinden, wird das Stadtbild von Hamburg grundlegend verändern. Die Planung stammt vom internationalen Architekturbüro Snøhetta und basiert auf dem Konzept, die Kreuzung zwischen dem Gebäude und der Binnenalster zu überdecken, um Raum für Kunst und Erholung zu schaffen. Prof. Dr. Alexander Klar, Direktor der Hamburger Kunsthalle, betont, dass es bei diesem Vorhaben nicht nur um das Museum selbst geht. „Ein Museumsprojekt ist ja nie nur es selbst. Es hat immer Auswirkungen auf die Stadt.“ Dieses Konzept soll weitreichende positive Veränderungen für die gesamte Stadtgesellschaft ermöglichen.
Foto oben: Die Kunsthalle mit einem Freibad auf der Binnenalster zu verbinden, verkörpert eine visionäre Vorstellung von künstlerischer und städtebaulicher Innovation. © Visualisierungen: Snøhetta-Prolog
Die Motivation hinter der Idee ist, dass man in einer modernen Stadt nicht blind expandieren kann. Klar hebt die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Stadtplanung hervor: „Wir können nicht naiv wachsen, wo die Stadtgesellschaft sich verändert. Ein Museumsbau sollte der Auslöser für städtebauliche und gesellschaftliche Verbesserungen sein.“ Dabei sollen nicht nur die bestehenden Grünflächen geschützt, sondern auch neue geschaffen werden, insbesondere durch die Schaffung eines Freibades im Herzen der Stadt. Dadurch würde der Zugang zur Natur verbessert und ein Ort geschaffen, an dem Kunst und Sport miteinander verschmelzen.

Laut Museumschef Alexander Klar gibt es positive Rückmeldungen in der Stadtgesellschaft. „Die Akzeptanz für unser Projekt ist hoch, da es nicht nur um das Museum geht“, erläutert er. Allerdings gibt es Herausforderungen, besonders im Hinblick auf die konservative Verwaltung. Die Binnenalster gilt als schützenswertes Gewässer, und das macht Veränderungen schwieriger.
»Wir können nicht naiv wachsen, wo die Stadtgesellschaft sich verändert. Ein Museumsbau sollte der Auslöser für städtebauliche und gesellschaftliche Verbesserungen sein.«
Alexander Klar
Die Finanzierung eines solchen Großprojekts ist ebenfalls ein zentrales Thema. Klar weist darauf hin, dass die geschätzten Kosten zwischen 300 und 500 Millionen Euro liegen. Diese Schätzung basiert auf Erfahrungen ähnlicher Bauprojekte. Der Plan sieht vor, das neue Gebäude der Hamburger Kunsthalle durch Spenden und Sponsoring zu finanzieren und so die Hamburger Kunsthalle als kulturellen Mittelpunkt der Stadt zu stärken.
Für den Citoyen Alexander Klar wird die Kombination von Kunst und Sport immer wichtiger. Er glaubt, dass viele Künstler interaktive und sportliche Kunstformen entwickeln. „Wahnsinnig viele Künstler schaffen Kunst, die partizipativ ist und andere Genres mit einbezieht“, sagt er. Diese kreative Denkweise wird das Konzept der neuen Kunsthalle maßgeblich prägen. Zudem schlägt der engagierte Museumschef vor, über die Veränderungen nachzudenken, die am Standort stattfanden. „Wir sollten uns fragen, was hier einmal war, und dies nutzen, um einen dynamischen, zeitgemäßen Ort zu schaffen.“

Die kreative Idee, die Hamburger Kunsthalle mit einem Freibad auf der Binnenalster zu verbinden, verkörpert eine visionäre Vorstellung von künstlerischer und städtebaulicher Innovation. Mit dem Wunsch nach Akzeptanz, der Überwindung politischer Hürden und dem Engagement der Stadtgesellschaft kann dieses Projekt Realität werden. Alexander Klar sieht die Hamburger Kunsthalle nicht nur als Ort der Kunst, sondern als „Bereicherung des Lebens in Hamburg“. Jimmy Blum
Mehr Informationen unter hamburger-kunsthalle.de



