Jimmys Parkett, Der HCZ-Reporter über Events, People und Schnack aus dem Quartier

Wenn ein Hamburger Hotelier des Jahres wird, zieht es mich auch mal aus der HafenCity raus an die Alster. Thies Sponholz, Geschäftsführender Direktor des Fünfsterne-Plus-Hotels The Fontenay, wurde kürzlich in der Mainzer Rheingoldhalle mit dem Titel »Hotelier des Jahres«ausgezeichnet. Die Würdigung honoriert seine unternehmerische Leistung und seinen nachhaltigen Einfluss auf die deutsche Luxushotellerie. Seit über zehn Jahren prägt Sponholz die Entwicklung des The Fontenay und war von Beginn an in die Konzeption und den Bau des Hauses involviert. Dabei hat er das Hotel als weltoffenes Firstclass-Hotel mit architektonischer Qualität und hanseatischem Understatement positioniert.
Foto oben: Authentische italienische Küche in der Osteria Due im Fontenay: Gastgeber Francesco Delvecchio und sein Küchenchef Jochen Kempf sorgen dafür, dass jeder Besuch ein Genuss wird. © The Fontenay
Ich verbringe viele Wochen im Jahr in Umbrien, dadurch bin ich natürlich extrem verwöhnt, was italienische Speisen angeht. Und ich bin sehr anspruchsvoll, wenn es um italienische Küche geht. Tatsächlich meide ich italienische Restaurants in Deutschland, ich wurde einfach zu oft enttäuscht. Ich sage nur: Spaghetti carbonara mit Sahne! Geht nicht. Umso nachhaltiger mache ich bei der Osteria Due neben dem The Fontenay eine Ausnahme. Dort erwartet die Gäste eine authentische italienische Küche, in der Gastgeber Francesco Delvecchio gemeinsam mit Küchenchef Jochen Kempf und einem bewährten Team seit Jahrzehnten dafür sorgt, dass jeder Besuch ein Genuss wird. Die beliebten Klassiker wie Carpaccio Cipriani und hausgemachte Kalbsravioli werden durch eine saisonale Tageskarte ergänzt, die für Überraschungen sorgt.
Das Design der Osteria Due spiegelt die italienische Lebensfreude wider. Der Restaurantbereich ist als »Piazza« gestaltet und bietet mit einem mosaikverzierten Boden ein lebendiges Ambiente. Die große Fensterfront gibt den Blick auf die Terrasse frei, wo man laue Hamburger Abende beim Aperitivo genießen kann.

Ich freue mich auf meinen nächsten Ausflug für eine Auszeit in der Osteria Due, wo mich die Kombination aus wunderbarer Küche, liebevollem Service und tollem Design auf jeden Fall überzeugt. restaurants-bar/osteria-due und thefontenay.com
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Stadtteilkukltur mit oder ohne Gott. Wer sich schon immer gefragt hat, was sich hinter der Tür mit der großen Glocke an der Außenfassade in der Shanghaiallee 12 verbirgt, der hat das Ökumenische Forum HafenCity noch nicht entdeckt. Dieses Zentrum in Hamburgs pulsierendem Stadtteil öffnet Türen für Ruhe, Gemeinschaft und moderne Spiritualität. Erbaut mit roten Ziegeln strahlt es eine einladende Wärme aus.
Immerhin 21 christliche Gemeinden haben sich hier aus der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen zusammengeschlossen. Die ökumenische Kapelle im Erdgeschoss ist täglich zugänglich und Ort für kurze, 15-minütige Andachten. Ob Mittagsgebet oder Abendstille, es lädt zu Momenten der Einkehr ein. Neben den Andachten gibt es das Café ElbFaire, in dem Besucher eine Pause einlegen können – und einen Veranstaltungssaal.
Die großzügigen Räume eignen sich für Veranstaltungen und können für Workshops, Konzerte oder private Feiern gebucht werden. Besonders Hochzeiten finden hier in der hellen Kapelle mit ihrem besonderen Charme einen wunderschönen Rahmen.

Seit 2024 führt Pastoralreferentin Anna Rubbert das Forum. Sie lädt alle dazu ein, durch die Türen des Forums einfach mal einzutreten. „Bei uns gibt es Stadtteilkultur mit und ohne Gott, jeder ist herzlich willkommen“, sagt Rubbert. Sie bringt frischen Wind in die Einrichtung.
Ab März plant Anna Rubbert, jeden letzten Sonntag im Monat ein alternatives Abendmahl anzubieten. Von 18 bis 20 Uhr gibt es ein gemeinsames Abendbrot im Forum. Sie spendiert Brot und Butter, und jeder Teilnehmer darf gerne etwas zu essen mitbringen. Diese Treffen sollen den Teilnehmenden helfen, sich positiv auf die neue Woche einzustimmen. Passend zu Tagesschau und Tatort ist dann jeder wieder zu Hause.
Das Ökumenische Forum HafenCity verbindet Tradition mit Stadtleben. Es ist ein Herzstück der HafenCity, wo Vielfalt gelebt wird und neue Ideen entstehen. Ein Ort, der Gott und Alltag nahtlos verknüpft und für jeden offensteht. oefh.de
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Autoren-Hotspot HafenCity. Hamburgs jüngster Stadtteil entwickelt sich zu einem neuen Kreativort für Autoren und literarische Werke. Nach dem Kriminalroman »Tod in der HafenCity« von Antonio »Toni« Fabrizi wird nun das okkulte Historiendrama »Die Gesichter des Mithras« von Sami Eriksson veröffentlicht, das die Leser in die faszinierende Welt der alten Mythen entführt. Hinter dem nordischen Pseudonym Sami Eriksson verbirgt sich Dr. Dirk Thomaschke, der mit seiner Familie in der HafenCity lebt. Als Kunsthistoriker hat er umfangreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. Um Verwirrung zwischen seinen akademischen Veröffentlichungen und seinen Romanen zu vermeiden, hat er sich für einen Künstlernamen entschieden. Sein neues Buch »Die Gesichter des Mithras: Okkultes Historiendrama über den bedeutendsten Geheimkult der Antiken Welt«, wie der Titel vollständig lautet, ist ein spannendes Werk, das sich elegant zwischen den Genres bewegt. Besonders fällt auf, dass es die Grenze zwischen historischem Roman und Dark Fantasy überschreitet. Leser:innen, die subtile Horrorgeschichten wie Rosemary’s Baby schätzen, werden hoffentlich die entsprechenden Einflüsse im Buch entdecken. Der Autor schafft eine Atmosphäre, die sowohl fesselt als auch zum Nachdenken anregt.
Ein herausragendes Merkmal des Buches ist der ständige Wechsel zwischen den Zeitsträngen. Die Erzählung springt von der Vergangenheit im Jahr 190 n. Chr. zur Gegenwart im Jahr 2018. Diese Struktur erlaubt es den Leser:innen, die Schicksale der Protagonisten sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart zu verfolgen und zu verstehen, wie die Ereignisse der einen Zeit die andere beeinflussen. Es entsteht ein dichtes Netz aus Schicksalen, das sich im Laufe der Geschichte zunehmend verstrickt.
Die Hauptschauplätze des Buches liegen in den römischen Provinzen Dalmatien und Pannonien, die heute zu Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina gehören. Diese Auswahl der Schauplätze versprüht einen besonderen Reiz und lässt die Leser in die Welt der römischen Mythologie eintauchen. Besonders spannend ist die Erzählung um den Mysterienkult des Mithras, der zu seiner Hochzeit im ganzen römischen Reich verbreitet war. Von der Atlantikküste bis zur syrischen Wüste war dieser Kult eine bedeutende Konkurrenz zum frühen Christentum. Ein Detail, das viele Menschen heutzutage nicht kennen, ist, dass der 25. Dezember, der später als Geburtstag Jesu gefeiert wurde, ursprünglich als Geburtstag des Gottes Mithras galt.
Ein faszinierender Aspekt dieses Kults ist die Tatsache, dass es keine überlieferte Schriftquelle gibt, die uns Aufschluss über die genauen Praktiken der Mithras-Anhänger gibt. Es existieren zwar viele sich ähnelnde Götterbilder, doch was in den geheimen Untergrund-Tempeln tatsächlich gelehrt und getan wurde, bleibt bis heute ein Rätsel. Diese geheimnisvolle Vergangenheit gibt dem Buch eine zusätzliche Tiefe, die den Leser in ihren Bann zieht und zum Nachdenken anregt.

Dirk Thomaschke hat über zwei Jahrzehnte als Historiker an verschiedenen Universitäten gearbeitet hat. Seine Leidenschaft für das antike Rom und die antike Mythologie prägt seine literarische Arbeit. Während seiner Studienzeit nahm er an archäologischen Ausgrabungen in Sizilien und Israel teil, was einen spannenden Bezug zur Protagonistin seines Romans schafft, die ebenfalls Archäologin ist. Mit seinem Pseudonym Sami Eriksson arbeitet der Autor bereits an seinem zweiten Roman und plant, auch in Zukunft weitere Werke zu veröffentlichen. Über den Inhalt des nächsten Buches kann er noch nichts verraten, außer dass es erneut um die Verbindung von uralter Mythologie, Religion und Wissenschaft gehen wird. sami-eriksson.de
Ob Kulinarik, Spiritualität oder Mythenschnuppern: Alles Gute für den Monat März, der den Aufbruch in den Frühling verspricht! Alles Gute euer Jimmy
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Jimmy Blum ist Unternehmer und lebt in der HafenCity und Nocera, Umbrien.



