Charity. Der 24. HafenCity Run setzte mit rund 20.000 Teilnehmer:innen und 561 Teams neue Maßstäbe. Am 29. Mai 2027 geht es wieder los!
Wer am 30. Mai durch die Hamburger HafenCity spazierte, wird sich vermutlich aus mehreren Gründen umgesehen haben. Zum einen, weil Europas größtes Stadtentwicklungsprojekt kontinuierlich mit neuen Eindrücken zu beeindrucken weiß, zum anderen ob der schieren Anzahl an Aktiven, die in farblich auffälligen Trikots durch die Straßen zogen. Auch die 24. Auflage des HafenCity Run lockte Hunderte Firmen aus nah und fern für einen sportlichen Betriebsausflug in die wachsenden Quartiere am Wasser.
Foto oben: Für Shell, Stammgast beim HafenCity Run, war das Event nach dem Firmenumzug ins Westfield-Quartier ein echtes Heimspiel. © Witters GmbH
Die Mischung aus Firmen- und Spendenlauf vor interessanter Kulisse erfreute sich erneut großer Beliebtheit. Rund 20.000 Teilnehmer:innen gingen für 561 Teams an den Start. Vom lokalen Kleinbetrieb bis zum weltweit agierenden Großkonzern, von Mitreisenden in Kinderwagen bis zu Bürohunden im Sommeroverall samt Startnummer war wieder alles vertreten. Die Teamgrößen reichten von 10 bis 1.000 Mitarbeiter:innen – ein einheitliches Outfit, Flaggen, Jubelposen und sonstige Choreografien sind da obligatorisch.

Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH), Karen Pein (Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung
und Wohnen), Sabine Tesche (Vorsitzende des Hamburger Abendblatt hilft e. V.) und Steven Richter
(Geschäftsführer BMS Die Laufgesellschaft mbH). © Witters GmbH
Ebenfalls auffällig waren Teams mit Maskottchen. Sei es die fröhlich winkende Ketchup-Flasche, das Firmenlogo als Ganzkörperkostüm oder die laufende Deodose – sie setzten dem größten Breitensport-Event Norddeutschlands optisch und stimmungsmäßig das i-Tüpfelchen auf. Schließlich möchte man die Gelegenheit nutzen, um einen besonderen Eindruck zu hinterlassen. Ob mit oder ohne Maskottchen: Mit jedem Teammitglied (Mitarbeitende, Familie, Freunde) füllten die Teams wieder den Spendensack. In diesem Jahr kamen rund 120.000 Euro zusammen, welche wiederum zahlreichen sozialen Projekte im Raum Hamburg zugutekommen.
Die soziale Komponente hört aber nicht bei der Unterstützung Bedürftiger auf. Auch der in den Vorjahren eingeschlagene Weg zu mehr Inklusion trägt weiterhin Früchte: So machten mehr als 1.200 Aktive aus 17 sozialen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung den HafenCity Run zum größten inklusiven Lauf Deutschlands. Eine davon nahm in diesem Jahr die besondere Rolle ein, dieses einzigartige Event um 9.00 Uhr zu eröffnen: das Team der Martha Stiftung mit 117 Teilnehmenden. Die Elbe-Werkstätten GmbH ging eine halbe Stunde später mit 242 Teilnehmenden und somit als größtes der inklusiven Teams an den Start. Dank einer barrierearmen Strecke, der Vermeidung jeglichen Leistungsdrucks und der für Läufe überschaubaren Distanz eignet sich die Veranstaltung ideal für Menschen mit kognitiven und/oder körperlichen Einschränkungen. Und wenn es unterwegs mal eine kleine Steigung gab, die nicht allein bewältigt werden konnte, griffen andere Läufer:innen unter die Arme und zeigten sich so von ihrer besten Seite.

der größte Inklusionslauf Deutschlands. © Johannes Schölermann
Seine beste Seite präsentierte auch der Stadtteil selbst. Stimmungsmäßig und laufstreckentechnisch setzte dieser HafenCity Run Maßstäbe. Der Start war gleich das erste Streckenhighlight: Erstmalig gingen die Teams vom Kirchenpauerkai auf den rund 4,4 Kilometer langen Kurs. Die grüne Promenade direkt an der Elbe bildete eine großartige Kulisse, Anfeuerungen mit Kochtopf und -löffel durch Anwohner:innen inklusive. Nach vielen attraktiven Promenadenabschnitten im Bereich des Baakenhafens, unter anderem am Amerigo-Vespucci-Platz und vorbei an der Botschaft der Wildtiere, ging es nach Passieren der Magdeburger Brücke auf das Areal des Westfield Hamburg-Überseequartiers. Der Hotspot wurde zum zweiten Mal in Folge prominent in die Strecke integriert, von der dortigen Kaifläche konnten die Teilnehmenden einen Blick auf ein Kreuzfahrtschiff am westlichen Schiffsliegeplatz werfen – maritimer lässt es sich nicht laufen!

mit 1.000 Teilnehmenden erneut die größte Gruppe stellte, als Verbindung zwischen
Buenos-Aires-Kai und Westfield Hamburg-Überseequartier. © Witters GmbH
Eine Premiere hob man sich für das Finale auf: Nach Abstechern in den Magdeburger Hafen und Brooktorhafen bog die Strecke erstmalig am Lohsepark auf die Zielgerade ein. Inmitten des größten Parks des Stadtteils konnten sich alle Finisher nicht nur bei der Zielversorgung stärken, sondern auch in grüner Atmosphäre entspannen, abklatschen und Teamfotos schießen – was für ein Abschluss der sportlichen Sightseeingtour. Es gab einiges, woran sich die nächste Auflage messen lassen muss. Der Termin steht bereits: Am Sonnabend, 29. Mai 2027, geht es wieder los. Emanuel von Böselager
Infos für 2027: hafencityrun.de

Almirall nahm mit Maskottchen und unter dem Motto „Wissenschaft, die unter
die Haut geht“ an der 24. Auflage teil. © Witters GmbH


und präsentierte sich auch im Veranstaltungszentrum von ihrer besten Seite. © Johannes Schölermann

Bestehens Ehrensache, mit einem inklusiven Team an den Start zu gehen. © Witters GmbH


des Charity-Runs geben: Im Lohsepark gab es Getränke, Obst und Müsliriegel für alle Finisher – und
jede Menge glückliche Gesichter. © Johannes Schölermann



