Jimmys Parkett. Der HCZ-Reporter Jimmy Blum über Events, People und Schnack aus dem Quartier
Mut zur Utopie
Sommerfest auf dem NICE Campus an Kobestraße/Am Lohsepark. Kunst, Musik, kalte Getränke, Chill und viele gute Gespräche. Beim Sommerfest des NICE Idea Clubs und der Gallery auf dem NICE Campus in der HafenCity wurde das Leben gefeiert. Unter dem Motto „Mut zur Utopie“ kamen Nachbarn, Freunde und Kreative zusammen, um auf zwei Jahre lebendige Nachbarschaft zurückzublicken und einen Blick in die Zukunft zu werfen.
Foto oben: Strahlen für den Erfolg auf der Terrasse des JUFA Hotel HafenCity (v. l.): Michael Feiertag, Steiermark Geschäftsführer, Susanne Haubenhofer, GF Genussregion Graz, Gerhard Wendl, CEO JUFA Hotels, Bernd Aufderheide, Präsident DEHOGA Hamburg. © JUFA Hotels
Zu sehen waren Kunstwerke, neue Projekte und die inzwischen fertiggestellte, farbenfrohe, riesige Legowand an der inneren Fassade der Agenturräume. Gründer Gilg Frick, der sich auch aktiv im Netzwerk HafenCity e. V. engagiert, setzt sich seit Jahren für ein kreatives und lebenswertes Quartier ein. Seine Motivation: „Leute für Mut zur Utopie zu inspirieren, damit es eine bessere Welt wird und nicht alle so schlecht drauf sind.“ Auch sein ehrenamtliches Engagement hat ein klares Ziel: „Den Stadtteil mitzugestalten und lebenswerter zu machen.“ Mit Initiativen wie dem NICE Campus macht Frick die HafenCity ein Stück bunter.
Nice Idea Club, Kobestraße/Am Lohsepark, 20457 Hamburg; niceideaclub.earth


© Fotos (2): Frank Bründel | www.citynewstv.de
NeueAmpelmännchen
In der Speicherstadt sind jetzt grüne und rote Schaffner unterwegs. Zum 20. Geburtstag des Miniatur Wunderlands hat die Stadt an der Kreuzung Auf dem Sande/Am Sandtorkai in der Speicherstadt neue Ampelmännchen installiert. Die Figuren erinnern an Zugbegleiter und würdigen damit die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Bei Rot hält der Schaffner eine Kelle in der rechten Hand und signalisiert mit erhobener Hand „Stopp“. Bei Grün hält er die Kelle locker und schreitet voran. Das Miniatur Wunderland wurde von den Brüdern Frederik und Gerrit Braun sowie Stephan Hertz gegründet und zählt heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Die Anlage in der historischen Speicherstadt lockt jedes Jahr Millionen Besucher an. Die neuen Ampelsymbole sind ein sichtbares Geburtstagsgeschenk der Stadt an die Touristenattraktion. Und nicht vergessen: Bei Grün gehen und bei Rot stehen bleiben.
Miniatur Wunderland, Kehrwieder 2/Block D, 20457 Hamburg. miniatur-wunderland.de

Hotellerie-Erfolg im Baakenhafen
Das JUFA Hotel Hamburg HafenCity prägt den Stadtteil und steht vor einem besonderen Meilenstein. Noch in diesem Jahr wird das Familienhotel die Marke von einer Million Übernachtungen erreichen. Knapp acht Jahre nach der Eröffnung ist das Haus damit zu einer festen Größe in der Hamburger Tourismuslandschaft geworden.
Der Erfolg geht weit über die eigenen Hotelmauern hinaus. Die Gäste bringen Leben in unsere HafenCity, besuchen Restaurants, Cafés, Museen und Geschäfte. Sie nutzen Kulturangebote, fahren Hafenrundfahrten und entdecken die Stadt. Damit profitieren viele Betriebe im Quartier von den Besucherinnen und Besuchern, die Jahr für Jahr nach Hamburg reisen.
„Eine Million Übernachtungen in knapp acht Jahren in einem so hochkompetitiven Markt wie Hamburg zu erreichen, bestätigt die immense Kraft unseres Konzepts“, sagt Gerhard Wendl, Gründer und CEO der JUFA Hotels. Das Besondere am Haus ist sein offenes Konzept. Das Hotel versteht sich als „Open House“, als Ort der Begegnung für Gäste und Menschen aus dem Stadtteil. Familien, Geschäftsreisende und Nachbarn treffen hier unkompliziert aufeinander. Die öffentlichen Bereiche, das Restaurant und die großen Spielzonen schaffen Räume für Austausch und Gemeinschaft.
Vor allem Familien schätzen das Angebot. Ein Blick vor die Lobby zeigt schnell, warum. Dort zieht ein großes Piratenschiff die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich. Während die Eltern entspannt ankommen oder eine Pause einlegen, klettern die jungen Gäste über Decks und Treppen, erfinden Abenteuer und knüpfen neue Freundschaften. Das Schiff ist längst zu einem Wahrzeichen in der HafenCity geworden und sorgt täglich für fröhliches Kinderlachen.
Auch die Verbindung zwischen Hamburg und Österreich wächst. Das JUFA-Konzept stammt aus der Steiermark und wurde an der Elbe erfolgreich weiterentwickelt. Gleichzeitig entdecken immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger die Steiermark als Urlaubsziel. Seit 2020 stiegen die Gästeankünfte aus Norddeutschland dort um mehr als 65 Prozent.
Michael Feiertag, Geschäftsführer von Steiermark Tourismus, sieht darin eine besondere Verbindung: „Diese Mischung aus Natur, Gastfreundschaft und heiterem Lebensgefühl macht den besonderen Reiz der Steiermark aus.“ Die bald erreichte Million Übernachtungen zeigt, dass das Konzept funktioniert. Das JUFA Hotel ist nicht nur ein Ort zum Übernachten. Es ist ein Treffpunkt für Familien, ein Wirtschaftsfaktor für die HafenCity und eine touristische Brücke zwischen Norddeutschland und Österreich.
JUFA Hotel Hamburg HafenCity, Versmannstr. 12-14, 20457 Hamburg; jufahotels.com/hotel/hamburg

möchten wir unsere Solidarität mit der queeren Community sichtbar machen und ein Zeichen
für ein buntes, weltoffenes Hamburg setzen.“ © Jimmy Blum
Vielfalt sichtbar machen
Menschen zusammenbringen, das ist das Ziel des Pride Month im Westfield Hamburg-Überseequartier. Bis Anfang August setzen zahlreiche Mieter und Partner mit Aktionen, Veranstaltungen und Installationen ein Zeichen für Offenheit, Akzeptanz und Respekt.
Besonders auffällig ist die Fassade des Port des Lumières.In den Abendstunden leuchtet sie in Regenbogenfarben. Besucher:innen können dort Erinnerungsfotos machen und sich an der Aktion „Show your Love“ beteiligen. Dabei werden persönliche Lieblingsmomente aus der Community über soziale Medien geteilt.
„Kunst verbindet Menschen – unabhängig von Herkunft, Identität oder Lebensweise. Deshalb steht Port des Lumières für Offenheit, Vielfalt und Respekt. Mit der Regenbogenfassade möchten wir unsere Solidarität mit der queeren Community sichtbar machen und ein Zeichen für ein buntes weltoffenes Hamburg setzen“, sagt Jan-Peter Becker, Geschäftsführer von Port des Lumières.
Auch in der KJ Adventure World stehen Vielfalt, Freundschaft, Familie und Individualität im Mittelpunkt. Gäste mit Pride-Symbol erhalten ein zusätzliches Ticket für die Maxx Motion 7D Experience. Eine Pride Wall lädt dazu ein, persönliche Botschaften zu hinterlassen. Beim CSD Warm-up am 29. Juli treten Dragqueens in Teams gegeneinander an. Dazu gibt es Musik und Drinks direkt an der Waterfront.
Das Kinopolis HafenCity ergänzt das Programm mit einer queeren Filmreihe. Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat laufen Filme, die unterschiedliche Lebensrealitäten zeigen und zum Austausch einladen.
„Vielfalt macht unsere Gesellschaft stärker, kreativer und lebenswerter“, sagt Karen Mester Lichtfeld , Senior Marketing Manager im Westfield Hamburg-Überseequartier. Sie habe durch die LGBTQ-Community neue Perspektiven und Freundschaften kennengelernt. Diese Erfahrungen prägen ihr Engagement bis heute.
Auch mir als Vorsitzendem von LiSL Nord, den Liberalen Schwulen, Lesben, Trans, Bi und Queer, ist Sichtbarkeit besonders wichtig. Orte wie das Westfield Hamburg-Überseequartier zeigen, dass Vielfalt im Alltag gelebt werden kann. Genau das macht eine offene Gesellschaft aus. Das feiern wir gemeinsam am 29. Juli beim CSD Warm-up an der Kaikante des Westfield Hamburg-Überseequartiers.
port-lumieres.com/de – kja.hamburg – kinopolis.de/hh – westfield.com/de/ germany/ hamburg

Treffpunkt für die Nachbarschaft werden und gleichzeitig einen kleinen Einblick
in die vietnamesische Esskultur bieten.“ © Jimmy Blum
Kiosk-Reopening im Grasbrookpark
Druckfrisch erreicht mich noch eine wichtige HafenCity-Nachricht. Für den Kiosk im Gelben Gemeinschaftshaus an dem Spielplatz im Grasbrookpark steht die neue Betreiberin fest. Thi Nhu Huyen Nguyen setzte sich in einem Auswahlverfahren gegen knapp 30 Mitbewerber:innen durch. Nguyen bringt bereits langjährige Erfahrung als Betreiberin von Imbissen mit. Der Kiosk am Spielplatz ist jedoch eine Premiere für sie. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf die neue Aufgabe. Neben dem klassischen Angebot für Kinder mit Lollis und weiteren beliebten Süßigkeiten möchte sie vor allem ihre vietnamesische Küche vorstellen.
Geplant sind unter anderem Bánh Mì, die beliebten vietnamesischen Sandwiches mit frischen Zutaten, sowie Gói Cuôn, die bekannten vietnamesischen Sommerrollen beziehungsweise Wraps. Auch vietnamesischer Kaffee soll künftig auf der Speisekarte stehen und das Angebot ergänzen.
Mit ihrem Konzept möchte Thi Nhu Huyen Nguyen Familien, Spaziergänger und Besucher des Spielplatzes ansprechen: „Der Kiosk soll ein Treffpunkt für die Nachbarschaft werden und gleichzeitig einen kleinen Einblick in die vietnamesische Esskultur bieten.“ Wenn alles nach Plan läuft, soll die Eröffnung Anfang Juli stattfinden. Damit kehrt bald wieder Leben in den Kiosk am Wasserspielplatz im Grasbrookpark ein.
Kiosk, Am Grasbrookpark 1, 20457 Hamburg; Gelbes Gemeinschaftshaus
Alles Gute, euer Jimmy
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Jimmy Blum ist Unternehmer und lebt in der HafenCity und in Nocera, Umbrien.



