Vorschau. Die 34. Open Art-Ausstellung auf dem Überseeboulevardzeigt ab 24. September mit 50 Großfotografien in »Kunst vor Anker« aktuelle und zukünftige Kulturorte
Sie ist eine Architekturikone insbesondere bei Nacht, wenn sie von unten beleuchtet einer aufsteigenden Blüte ähnelt, ein für alle rundum begehbarer Park und eine moderne Spielstätte für die herausragenden Künstlerinnen und Künstler der Hamburgischen Staatsoper und des Hamburg Balletts.“ So beschreiben die Macher:innen der 34. Open-Art-Ausstellung auf dem Überseeboulevard, warum der neue Opernentwurf der Bjarke Ingels Group (BIG) aus Kopenhagen in der Ausstellung nicht fehlen dürfe. Auch weil die neue Oper auf dem Baakenhöft „künftig in Sichtweite der Elbphilharmonie das Ensemble spektakulärer Bauten am Wasser ergänzen soll“.
Foto oben: Visualisierung der neuen Hamburgischen Staatsoper, die ab 2034 auf dem Baakenhöft stehen soll: Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Elbphilharmonie präsentiert die 34. Open-Art-Ausstellung einen fotografischen Rundgang durch die Kultur-Hotspots der HafenCity. © BIG & Yanis Amasri Sierra
Die 34. Open Art-Ausstellung im Überseequartier richtet ab dem 24. September 2026 den Blick auf international bekannte Ikonen und kreative Kulturorte in der HafenCity. Bis zum 22. April 2027 sind die 50 großformatigen Bilder und Geschichten rund um die Uhr umsonst und draußen auf dem Überseeboulevard zu genießen. In Zusammenarbeit mit der HafenCity Hamburg GmbH und der Kühne-Stiftung präsentiert das Überseequartier rund 50 großformatige Aufnahmen. Die Ausstellung „Kunst vor Anker – Kultur in der HafenCity“ lädt dazu ein, die international bekannten Ikonen ebenso wie die lokale Kreativszene kennenzulernen.
Wie kann ein neuer Stadtraum für alle interessant und lebendig werden?
Mit der HafenCity ist in den letzten zwei Jahrzehnten ein neuer Standort für Kultur entstanden, dessen Bandbreite und Anziehungskraft weit über Hamburg hinausreichen. Und das ist kein Zufall: Die Einbindung und Stärkung von kulturellem Leben war bei der Entwicklung der HafenCity von Beginn an zentral. Kunst und Kreativität wurden als Anker im urbanen Kontext gezielt gesetzt. Die daraus resultierende Vielfalt können Sie auf einem Spaziergang von rund 300 Meter Länge entdecken.

Konturen kommen in Bewegung, die Wogen schlagen hoch beim Sturm im Fensterglas. © Thomas Hampel
Als Teil des früheren Freihafens war das Gebiet der heutigen HafenCity lange vom städtischen Leben ausgeschlossen. Mit der Entwicklung der HafenCity stellte sich daher eine grundlegende Frage: Wie kann ein neuer Stadtraum für alle interessant und lebendig werden? Eine Antwort darauf war die aktive Förderung kultureller Projekte. Praktisch von Anfang an belebten Künstlerinnen und Künstler das Gebiet, machten es öffentlich sichtbar und legten damit den Grundstein für seinen gesellschaftlichen Stellenwert.
Zugleich begründeten sie die Vielfalt kultureller Nutzungen, die heute Menschen aus aller Welt anspricht: die spektakulären Produktionen ebenso wie die individuell gestalteten persönlichen Projekte, den Einsatz zukunftsorientierter Technologien ebenso wie den Blick in die Vergangenheit einschließlich der dunklen Kapitel der Stadtgeschichte. In der HafenCity findet sich all dies auf engstem Raum.
Die Elbphilharmonie darf als Ikone von Hamburg nicht fehlen
Und da die Elbphilharmonie im Januar 2027 ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, darf natürlich auch der weltweit aufregende Entwurf des Konzerthauses der Architekten Herzog & de Meuron in der Zusammenschau der 34. Open Art nicht fehlen. Die Elphi ist eine Ikone und das neue Wahrzeichen von Hamburg, aber auch eine städtebauliche Verbindung entlang der Stadtküste an der Elbe zum künftigen neuen Opernhaus, dessen Eröffnung, wenn alles glattgehen sollte, für das Jahr 2034 vorgesehen ist. Vivian Brodersen
Info
Die 34. Open-Art-Ausstellung „Kunst vor Anker – Kultur in der HafenCity“ findet vom 24. September 2026 bis 22. April 2027 statt – rund um die Uhr auf dem Überseeboulevard. Mehr Informationen finden Sie unter: überseequartier-nord.de oder auf Social Media unter @ueberseeboulevard_hafencity oder facebook.com/ueberseeboulevard

Das doppelte Überseeplätzchen im H & M-Schaufenster, barocke Fassadenelemente verwandeln sich
überraschend in einen verspielten Wegweiser aus dem Konsumlabyrinth. © Thomas Hampel



