Klasse Kulturkutter

Ende Januar fand ein erster Workshop zur Analyse nötiger Instandhaltung der Gleichstromtechnik statt (Bild 1).Ende Januar fand ein erster Workshop zur Analyse nötiger Instandhaltung der Gleichstromtechnik statt (Bild 1).

Neues vom Motorschiff Stubnitz:  Die verborgene Seite – jenseits von Livemusik und Nachtleben.
Während das Programm an Bord in vollem Gange ist, laufen die Vorbereitungen für die 11. Klasseerneuerung Anfang Juli auf Hochtouren (geplant war April, wurde jedoch verschoben). Die Betreiber des Industriedenkmals arbeiten aufgrund ihrer Erfahrung präventiv daran, den Instandhaltungsaufwand während des Werftaufenthalts maximal niedrig zu halten, es handelt sich schließlich um die 5. Klasseerneuerung seit der Umnutzung Anfang der 90er Jahre und es wurde zwangsweise schon immer ›auf Kante genäht‹. Abseits von Publikum, künstlerischem Austausch und Glanz und Gloria des kulturellen Nachtlebens gibt es hier einen kleinen Einblick in die verborgene, technische Seite des Projekts.

Außerdem laufen aktuell Entrostungsarbeiten in einem Kofferdamm. Nach dem Einstieg in die oberste Etage des Kofferdamms, geht es zwei weitere Etagen nach unten (Bild 3).Außerdem laufen aktuell Entrostungsarbeiten in einem Kofferdamm. Nach dem Einstieg in die oberste Etage des Kofferdamms, geht es zwei weitere Etagen nach unten (Bild 3).Ein Ingenieur der Firma Ploog, ein Elektrotechniker der Stubnitz und zwei Azubis von der HHLA glätteten Kollektoren, befundeten Kohlebürsten, kontrollierten Luftspalte- und Axialspiel, überprüften Leistungsschalter, zogen Klemmstellen nach, arbeiteten Kontakte auf, maßen Isolationswerte und dokumentierten Überstrom-, Unterspannungs- und Kurzschlussauslösungen. Die Vielzahl an Gleichstrommotoren und -generatoren aller Größen an Bord, erfordern einen weiteren Workshop, der in der zweiten Märzwoche stattfinden wird.

Zur besseren Einordnung: Dieses Kompartment macht ungefähr ein Sechzigstel des Volumens aus, welches sich bei der Stubnitz im Doppelboden (zwischen Flachboden und Tankdecke) befindet. Nach der Entrostung, dem Nachweis der Materialstärken der Wände und Wrangen und der anschließenden Beschichtung, wird der Zugang mit einem Mannlochdeckel wieder verschlossen, und kein Besucher ahnt, wieviel Arbeit unter Deck stattgefunden hat. Dabei ist noch so viel mehr zu tun, auf 80m Länge und über 6 Etagen verteilt.

Hier warten 40m² Oberfläche darauf unter klaustrophobischen Bedingungen entrostet zu werden. Dank der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnte eine Technologie an Bord geholt werden, die es überhaupt erst ermöglicht, in diesen beengten Verhältnissen Hochdruck-Strahlarbeiten durchzuführen (Bild 4).
Hier warten 40m² Oberfläche darauf unter klaustrophobischen Bedingungen entrostet zu werden. Dank der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnte eine Technologie an Bord geholt werden, die es überhaupt erst ermöglicht, in diesen beengten Verhältnissen Hochdruck-Strahlarbeiten durchzuführen (Bild 4).

Die Stubnitz ist auf Patinnen und Paten angewiesen die dabei helfen, die bereitgestellten Fördermittel auszulösen (wir berichteten in der Dezemberausgabe 2018 davon [in der Online Ausgabe dann verlinken]). Jeder Patenschafts-Euro bewegt 7 Euro aus diesen Töpfen! Mehr Information dazu unter: http://ms.stubnitz.com/foerdermitglied
Die Stubnitz bietet zum 830. Hafengeburtstag außerdem wieder eine Gästefahrt an, Infos unter ms.stubnitz.com, Tickets an allen VVK-Stellen.]]>