Urban Gardening im Baakenhafen

London macht‘s. New York macht‘s. Hamburg und HafenCity machen’s. Urban gardening, urbanes Gärtnern für eigenes frisches Gemüse, ob ebenerdig oder wie vor der Flüchtlingsunterkunft im Baakenhafen in der HafenCity mit 23 Hochbeeten aus Europaletten. Ob Spinat, Minze oder Erdbeeren – seit März 2018 erleben Kinder (und Erwachsene) vor den Toren der Flüchtlingsunterkunft mit dem integrativen Farmprojekt „Stadtgemüse“ sinnlich Natur und lernen sich Miteinander besser kennen. Senator Kerstan: „Ein spannendes Projekt, Leute aus ihrer Nachbarschaft abzuholen, gemeinsam zu gärtnern und miteinander ins Gespräch zu kommen. Hoffentlich findet ,Stadtgemüse’ viele Nachahmer.“

Den Koffer voller Projektgeld hatte der grüne Senator nicht dabei, aber einige wertvolle Netzwerk-Tipps für die Macher von „Was tun!“: Anuschka Lichtenhan-Pense, Lars Warrelmann und Andreas Pense sowie Projektleiter „Stadtgemüse“ Oscar Jessen. Er freut sich: „Wir waren gegen viele Widerstände zu Beginn Katalysator für viele Freundschaften in der Flüchtlingsunterkunft und haben für Kommunikation untereinander gesorgt.“

Jetzt wollen die Stadtgemüse-Initiatoren mit Unterstützung vom Senator versuchen, eine Gesprächsrunde mit interessierten Fraktionsmitgliedern der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte zu initiieren. Denn sie brauchen Unterstützung und Geld bis September 2020. Dann kommen die Bagger und bauen Sozialwohnungen. HafenCity-Alltag – mit grüner Hochbeet-Basis? Warum nicht? Nach dem Bau vielleicht weitermachen mit der sozialen und haptischen Naturidee Stadtgemüse. Gerade betonumbauter Raum braucht lebendige Nachbarschaft mit sinnlicher Naturerfahrung. Urban gardening halt – plus soziale Integration und Verständigung.


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