Eine Institution wird volljährig

Kaispeicher B. Vor 18 Jahren eröffnete das ­Internationale Maritime Museum Hamburg. Heute zählt das Haus zu den bekanntesten Attraktionen der Stadt und begrüßt Besucherinnen und Besucher aus aller Welt

Feierlich wurde am 25. Juni 2008 das ­Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH) eröffnet. Damals wohnten dem Festakt unter anderem der frühere Bundespräsident Horst Köhler und Hamburgs damaliger Erster Bürgermeister Ole von Beust bei. In den Folgejahren zählten immer wieder gekrönte Häupter, ranghohe Politiker sowie illustre Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur zu den Gästen im historischen Kaispeicher B. Zugleich erfreut sich das Museum ungebrochener Beliebtheit in der breiten Bevölkerung. 
Foto oben: Royaler Besuch aus London: Prinz William und Prinzessin Kate waren 2017 zu Gast – der damalige Erste Bürgermeister Olaf Scholz (l.) und IMMH-Stiftungsvorsitzender Peter Tamm (r.) begrüßten die beiden Stargäste. © Peter Neumann

Was einst aus Sammlerleidenschaft des Gründers Prof. Peter Tamm in der Elbchaussee begann, ist mittlerweile fest in der Hamburger Kulturlandschaft verankert und heißt als größte maritime Privatsammlung der Welt ein internationales Publikum willkommen. Als touristische Attraktion zieht das Haus viele weit gereiste Gäste an: Etwa ein Drittel der Besucherinnen und Besucher stammt aus dem Ausland, die Social-Media-Community des Museums lebt über den Globus verstreut. Zahlen, die belegen, dass die Verantwortlichen den Zusatz „International“ im Museumsnamen mit Leben zu füllen wissen.

Politik packte 2008 mit an (v. l.): Prof. Peter Tamm mit Bundespräsident Horst Köhler
und Bürgermeister Ole von Beust. © Thomas Hampel

In dem denkmalgeschützen Gebäude von 1879 erwartet die Gäste ein Angebot, das den Museumsbesuch schnell zur Tagesaufgabe werden lässt. Zu sehen sind neben unzähligen Schiffsmodellen in allen Größen auch historische Gemälde, nautische Instrumente, Pläne, Karten und Atlanten sowie ein Zwei-Mann-U-Boot und ein Seenotrettungsboot der DGzRS. 

Auf diesem XXL-Fundus ausruhen will sich die Museumsleitung aber keinesfalls. Stattdessen richtet man den Blick nach vorne. „Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Dauerausstellung, ergänzt durch attraktive Sonderausstellungen, ist die Grundlage dafür, dass wir auch in Zukunft ein großes Publikum ansprechen“, betont Vorstand Peter Tamm. Der Museumsbetrieb wird von rund 50 Festangestellten aus unterschiedlichsten Berufsfeldern sowie zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen. 

Nicht zuletzt durch ihr Engagement konnte – und das ist neben dem Eröffnungsjubiläum der zweite Meilenstein aus dem Juni 2026 – vor wenigen Tagen der zwei­millionste Museumsbesucher begrüßt werden. Kai Winn

INFO Quick Facts zum Internationalen Maritimen Museum Hamburg Das Haus zeigt Exponate zu 3.000 Jahren Schifffahrtsgeschichte auf neun Etagen (12.000 qm), darunter auch 55.000 Miniatur-Schiffsmodelle. Jährlich zählt das Haus 150.000 Besucher­innen und Besucher. imm-hamburg.de

Auf neun Etagen, im IMMH »Decks« genannt, erzählen unzählige
Exponate 3.000 Jahre maritime Geschichte. © IMMH

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