»Identität mitnehmen und neue Impulse setzen!«

Exklusiv-Gespräch. Seit über 18 Jahren führt Jens Meier als CEO die Hamburg Port Authority (HPA), die seit 1. August ihren neuen Firmensitz in der HafenCity hat. Wir sprachen mit ihm über die ­Digitalisierung des Hafens, über KI und Mitarbeitereffizienz sowie das Motorradfahren

Seit April 2008 steht er in der ersten Reihe, strahlt immer lächelnde Souveränität und hanseatisches Understatement aus: Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority (HPA). Ob Hamburg hafenwirtschaftlich auf nachhaltigen Wachstumskurs kommt und sich die kritische Infrastruktur wehrhaft weiterentwickelt, hängt auch von ihm ab. Wie tickt der Hafenmanager von 1.900 HPA-Mitarbeiter:innen? 
Foto oben: HPA-Chef Jens Meier zum Umzug in die HafenCity: „Wir beschäftigen uns heute mit Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Transformation, Klimaneutralität und der Infrastruktur von morgen. Dafür brauchen wir ein modernes Arbeitsumfeld, das Zusammenarbeit, Kommunikation und Innovation unterstützt.“ © Catrin-Anja Eichinger

Herr Meier, die HPA, die Hamburg Port Authority, ist am 1. August von der traditionsreichen
Speicherstadt mit ihrem neuen Hauptsitz an den Strandkai 1 in die Hafen­City gezogen. ­Warum?
Jens Meier: Der Umzug in die HafenCity ist für uns weit mehr als ein Standortwechsel. Die Speicherstadt war über viele Jahre unsere Heimat und ein Ort mit einer außergewöhnlichen historischen Bedeutung für Hamburg und den Hafen. Gleichzeitig hat sich unsere Organisation weiterentwickelt. Wir beschäftigen uns heute mit Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Transformation, Klimaneutralität und der Infrastruktur von morgen. Dafür brauchen wir ein modernes Arbeitsumfeld, das Zusammenarbeit, Kommunikation und Innovation unterstützt. Und was ich besonders schön am neuen Standort finde: Wir haben den Hafen noch direkter im Blick. 

Die HPA hat das ehemalige New-Work-Gebäude für 157 Millionen Euro gekauft, statt wie bisher zu mieten. Was hat den Ausschlag dafür gegeben? Die HPA arbeitet als Unternehmen der Stadt Hamburg in langfristigen Perspektiven. Der Erwerb einer Immobilie dieser Qualität ist deshalb eine nachhaltige Investition. Wir schaffen damit nicht nur einen modernen Arbeitsplatz für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern sichern gleichzeitig einen wichtigen Vermögenswert für die Stadt. Zudem können wir das Gebäude stärker an unsere Anforderungen anpassen – etwa bei Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und modernen Arbeitsformen. 

Jens Meier über den neuen Firmensitz am Strandkai 1, HafenCity:
„Wir freuen uns, künftig ein Teil dieses Quartiers zu sein, in dem ja auch viele Themen
zusammenkommen, die auch den Hafen beschäftigen: nachhaltige Mobilität, Digitalisierung,
neue Arbeitswelten und internationale Zusammenarbeit.“ © HPA | Jan Sieg

Ein Standortwechsel ist immer auch ein Kulturwandel. Wie reagiert die Belegschaft auf den Umzug aus historischen Speichern in ein modernes Büro-Umfeld? Die Speicherstadt hatte einen besonderen Charakter und eine starke emotionale Verbindung für viele Kolleginnen und Kollegen. Ein solcher Wechsel bringt deshalb natürlich auch Wehmut mit sich. Gleichzeitig erleben wir eine große Offenheit für die neue Arbeitswelt. Das neue Gebäude bietet bessere Möglichkeiten für Austausch, Teamarbeit und Zusammenarbeit. Kultur entsteht aber nicht durch ein Gebäude allein, sondern durch die Menschen, die darin arbeiten. Unser Ziel ist es daher, unsere Identität mitzunehmen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. 

Der neue HPA-Sitz hat eine der größten und attraktivsten Dachterrassen der HafenCity. Nutzen Sie die exklusiv für die HPA, oder öffnen Sie die auch für die Öffentlichkeit? Die Dachterrasse ist zunächst ein Bestandteil unseres neuen Arbeitsumfelds und ein Ort für Begegnung und Austausch innerhalb der HPA. Gleichzeitig verstehen wir uns als Teil der HafenCity und der Stadt Hamburg. Deshalb prüfen wir, wie wir diesen besonderen Ort auch für geeignete Veranstaltungen und Formate mit Partnern nutzen können. Ein Hafen lebt von Offenheit und Austausch – das gilt auch für die HPA. 

Sie sind jetzt in das lebendige Quartier HafenCity gezogen. Was verändert diese neue Nachbarschaft? Unser alter Standort war ja nicht so weit von dem neuen entfernt, und viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zum Beispiel in der Mittagspause oder nach Feierabend das Angebot der HafenCity genutzt. Wir freuen uns, künftig ein Teil dieses Quartiers zu sein, in dem ja auch viele Themen zusammenkommen, die auch den Hafen beschäftigen: nachhaltige Mobilität, Digitalisierung, neue Arbeitswelten und internationale Zusammenarbeit.  

Der Hamburger ­Hafen verzeichnet zwar wieder etwas Wachstum beim Containerumschlag. Reicht jedoch diese positive Entwicklung im klassischen TEU-Geschäft, im Containerbusiness, aus, um den Standort angesichts geopolitischer Unsicherheiten und des internationalen Wettbewerbs nachhaltig zu stärken und mit neuen Hafenabgeboten auf Wachstumskurs zu bringen? Der Anstieg des Containerumschlags um 7,3 Prozent im vergangenen Jahr ist ein positives Signal. Er zeigt, dass der Hamburger Hafen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig ist. Gleichzeitig befindet sich der Hafen in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Weltweite Handelsströme verschieben sich, geopolitische Unsicherheiten nehmen zu, und der Wettbewerb zwischen den europäischen Häfen wird intensiver.

Sie sind Chef der HPA und zugleich Präsident der Welthafenorganisation IAPH: Welche Rolle spielt Hamburg im Netzwerk der Welthäfen? Bei meinen Reisen wird mir immer wieder bewusst: Hamburg genießt international ein hohes Ansehen. Wir sind ein Hafen mit großer Geschichte, aber vor allem mit einer starken Zukunftsorientierung. Über die IAPH können wir globale Themen wie Dekarbonisierung, Digitalisierung und resiliente Lieferketten gemeinsam mit anderen Häfen vorantreiben. Die Herausforderungen unserer Zeit machen vor Ländergrenzen nicht halt. Häfen müssen daher weltweit enger zusammenarbeiten. Austausch untereinander zu fördern, ist eine meiner wichtigsten Botschaften. 

Die HPA investiert jährlich bis zu dreistelligen Millionenbeträgen in den Hafen und die Infrastruktur. Sind Sie neben der HHLA der wichtigste Stadtunternehmer Hamburgs? Die HPA hat eine besondere Rolle, weil wir die Infrastruktur des Hafens verantworten – also die Grundlage dafür schaffen, dass der Hafen funktioniert. Dazu gehören Wasserwege, Straßen, Brücken, aber auch Digitalisierung und viele weitere Bereiche. Ob man uns als wichtigsten Stadtunternehmer bezeichnet, ist weniger entscheidend. Entscheidend ist, dass wir Verantwortung für Hamburgs Zukunftsfähigkeit tragen.  

Der maritime Trend zu Mega-Frachtern hält an. Wie sieht die Zukunft von XXL-Schiffen im Hamburger Hafen aus? Hamburg wird auch künftig große Schiffe empfangen können. Gleichzeitig müssen wir realistisch bleiben: Größe allein ist nicht das Ziel. Entscheidend ist die gesamte Leistungsfähigkeit des Systems Hafen. Wir investieren deshalb nicht nur in Wassertiefen, sondern in die gesamte Infrastruktur und in intelligente Prozesse. Der Hafen der Zukunft muss effizient, digital und nachhaltig sein. 

Die geopolitischen und militärischen Spannungen in Europa und der Welt nehmen zu. Inwie­fern verändert die neue Sicherheitslage von Deutschland in der EU die strategische Bedeutung des Hamburger Hafens als kritische Infrastruktur? Der Hafen ist Teil der kritischen Infrastruktur Deutschlands. In einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen wird seine Bedeutung für die Versorgungssicherheit, Energieversorgung und wirtschaftliche Stabilität noch sichtbarer. Mein Motto lautet: Resilienz braucht Redundanz. Resilienz bedeutet heute, vorbereitet zu sein durch robuste Infrastruktur, sichere Prozesse und enge Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und internationalen Partnern. 

Das lichtdurchflutete Atrium der HPA-Zentrale. Jens Meier: „Die HPA hat
eine besondere Rolle, weil wir die Infrastruktur des Hafens verantworten. Dazu gehören Wasserwege,
Straßen, Brücken, aber auch Digitalisierung und viele weitere Bereiche. Entscheidend ist,
dass wir Verantwortung für Hamburgs Zukunftsfähigkeit tragen.“ © HPA | Jan Sieg

Welche Innovation im Hamburger Hafen prägt in den kommenden zehn Jahren die Zukunft? Die größte Veränderung wird aus dem Zusammenspiel mehrerer Technologien entstehen: künstliche Intelligenz, Automatisierung, digitale Zwillinge und klimaneutrale Energieversorgung. Der Hafen der Zukunft wird nicht nur physisch bewegt, sondern auch digital gesteuert. Daten werden eine genauso wichtige Ressource sein wie Wasserwege und Terminals. 

Die Planungen für die neue Köhlbrandquerung stehen, und sie soll spätestens 2040 eröffnet werden. Warum ist sie offenbar alternativlos und effizienter als ein früher lange geplanter Tunnel unter dem Köhlbrand? Die neue Köhlbrandquerung ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen im Hafen. Die bestehende Brücke erreicht das Ende ihrer technischen Lebensdauer und entspricht nicht mehr den Anforderungen moderner Hafenverkehre. Eine leistungsfähige Querung ist deshalb entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Hafens. Die neue Brücke schafft die Voraussetzungen für die zukünftigen Verkehrsströme und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. 

Die geschätzten Kosten für den Brückenneubau liegen bei rund fünf Milliarden Euro. Sind diese Zahlen im Vergleich zu anderen internationalen Brückenprojekten realistisch? Große Infrastrukturprojekte dieser Dimension sind immer komplex und unterliegen vielen Faktoren. Entscheidend ist, dass wir eine belastbare Planung haben und transparent mit den Kosten umgehen. Eine leistungsfähige Hafeninfrastruktur ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Hamburg.  

Sie führen die HPA und leiten parallel die Welthafenorganisation IAPH. Worin unterscheidet sich die globale Diplomatie der IAPH vom operativen CEO-Alltag in Hamburg? In meiner Rolle bei der HPA geht es täglich darum, konkrete Entscheidungen zu treffen, sei es bei Infrastrukturprojekten, operativen Herausforderungen oder der Weiterentwicklung unserer Organisation. Die Arbeit in der IAPH ist stärker global geprägt. Dort geht es darum, gemeinsame Lösungen für weltweite Herausforderungen zu entwickeln. Beides ergänzt sich hervorragend. Die internationale Perspektive hilft uns, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, und Hamburg bringt seine Erfahrungen in die globale Diskussion ein. 

Ihre Kreuzfahrttochter Cruise Gate Hamburg (CGH) profitiert seit Jahren vom Kreuzfahrtboom, der Hamburg jährlich einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro und knapp sieben Millionen Gewinn beschert. Zuletzt haben Sie als HPA das neue Cruise Center HafenCity eröffnet, und die CGH verbucht dieses Jahr rund 90 Kreuzfahrtschiffsanläufe am Terminal im Westfield-Überseequartier. Trinken Sie darauf täglich ein Glas Sekt mit der CGH-Geschäfts­führung? So einfach ist es natürlich nicht. Erfolg entsteht nicht durch Feiern, sondern durch gute Arbeit vieler Menschen über viele Jahre hinweg. Die Kreuzfahrt ist ein wichtiger Teil des Standorts Hamburg. Entscheidend ist, dass wir dieses Wachstum nachhaltig gestalten und die Anforderungen an Umwelt, Infrastruktur und Qualität erfüllen. 

Der Cruise Center HafenCity bietet umweltfreundlichen Landstrom an, aber kaum eine Kreuzfahrtreederei nutzt ihn. Warum ist das so, und wie wollen Sie und die CGH die internationalen Reedereien dazu bringen? 2016 sind wir mit der ersten Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe am Kreuzfahrtterminal Altona gestartet. Damals wurden wir belächelt, dann kamen Delegationen aus allen Häfen und haben von unseren Erfahrungen profitiert. Heute gibt es an allen dauerhaften Hamburger Kreuzfahrtterminals Landstromanlagen. Die jüngste in der HafenCity hat seit ihrer offiziellen Inbetriebnahme im März dieses Jahres bislang 15 von 29 Schiffsanläufen (Stand: 29.6.2026; die Red.) erfolgreich mit Landstrom versorgen können. Für das Jahr 2026 erwarten wir am Kreuzfahrtterminal HafenCity voraussichtlich 89 Kreuzfahrtanläufe. Nach aktuellem Kenntnisstand gelten 54 dieser Anläufe als landstromfähig. Ab dem Jahr 2030 wird eine EU-weite Verpflichtung zur Nutzung von Landstrom für Schiffe in den betroffenen Häfen gelten. Die Nutzungsquote an den Hamburger Kreuzfahrtterminals ist bereits heute hoch und wird in den kommenden Jahren weiter steigen. 

Sie sind seit April 2008 im Amt. Wie motivieren Sie sich täglich neu, und spüren Sie nach 18 Jahren an der Spitze der HPA inzwischen nicht auch so etwas wie ­Amtsmüdigkeit? Auf keinen Fall. Der Hafen verändert sich ständig, und genau das macht die Aufgabe spannend. Die Themen, mit denen wir uns heute beschäftigen, waren vor 18 Jahren teilweise noch gar nicht absehbar. Meine Motivation entsteht daraus, an etwas zu arbeiten, das für Hamburg und Deutschland eine große Bedeutung hat. Dabei arbeite auch sehr gerne mit der jüngeren Generation zusammen. Sie bringt neue Perspektiven, Offenheit und frische Ideen mit. Das gepaart mit der Erfahrung der „alten Hasen“ ist aus meiner Sicht ein großer Gewinn für Unternehmen. 

Welches Projekt oder welche Weichenstellung verbuchen Sie rückblickend als Ihren wichtigsten persönlichen Erfolg für die HPA und den Hafen? Mich hat immer wieder beeindruckt, wie viel Veränderungsfähigkeit im Hafen steckt. Der Hafen ist traditionsreich, aber gleichzeitig unglaublich innovationsfähig. Besonders prägend sind die Momente, in denen aus einer Idee ein konkretes Projekt wird und viele Menschen gemeinsam etwas Neues möglich machen. 

Und was war denn Ihr wixhtigster persönlicher Erfolg für die HPA und den Hafen? Ein einzelnes Projekt herauszugreifen, wäre schwierig. Besonders wichtig war aus meiner Sicht, die HPA als moderne Hafenmanagementorganisation weiterzuentwickeln und den Blick konsequent nach vorne zu richten. Der Hafen und damit auch die HPA müssen sich immer wieder neu erfinden. Dazu gehören der Erhalt der Infrastruktur genauso wie neue Themenfelder wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit. 

Was unterscheidet eigentlich den Jens Meier, der 2008 als HPA-Chef angetreten ist, von dem Jens Meier, der heute vor uns sitzt? Vor allem die Erfahrung. Nach vielen Jahren in dieser Aufgabe entwickelt man ein noch besseres Verständnis für komplexe Zusammenhänge und dafür, dass nachhaltige Veränderungen Zeit brauchen. Gleichzeitig habe ich mir meine Neugier bewahrt. Wer in einem Hafen arbeitet, muss offen bleiben für neue Entwicklungen. 

KI ist oftmals effizienter und zielorientierter als Mitarbeiter:innen. Ersetzt künftig KI den Menschen? Ich denke, dass KI und Roboter in Zukunft überall im Hafen eingesetzt werden, aber sie werden die Menschen nicht ersetzen, sondern unterstützen. Wie sagt unser R&D-Leiter (Research & Development, Leiter Forschung & Entwicklung; Anm. d. Red.) immer: „So wie wir heute einen Hammer oder ein Smartphone einsetzen, so werden wir in der Zukunft Roboter einsetzen – ganz normal eben.“ Sprich: KI wird unsere Arbeit zwar verändern, aber sie wird den Menschen nicht ersetzen. Sie kann Prozesse verbessern, Daten schneller analysieren und Entscheidungen unterstützen. Die entscheidenden Fähigkeiten bleiben menschlich. Verantwortung übernehmen, kreativ denken, Zusammenhänge verstehen und gemeinsam Lösungen entwickeln. 

Ein Job unter Dauerstrom mit Dauerdienstflügen in die internationale Welt der Häfen erfordert
Ausgleich: Wie halten Sie sich körperlich und ­mental fit? 
Bewegung hilft mir, Abstand zu gewinnen und den Kopf freizubekommen. Ich versuche auch auf Reisen immer in Bewegung zu bleiben – sei es, dass ich im Hotel ins Fitnessstudio gehe oder meine Umgebung bei einem Lauf erkunde. Zudem achte ich ein wenig auf meine Ernährung. An dem berühmten Ausspruch „Du bist, was du isst“ ist schon etwas Wahres dran. Außerdem ist es wichtig, Energie nicht nur aus der Arbeit zu ziehen, sondern auch außerhalb neue Kraft zu gewinnen. Das gelingt mir bei meiner Familie und dem engen Freundeskreis. 

Man kennt Sie in Hamburg als passionierten Motorradfahrer. Was fasziniert Sie am Fahren auf zwei Rädern: Zieht es Sie als Biker eher sportlich in die Kurven, oder cruisen Sie auf Langstrecken? Motorradfahren verbindet Konzentration, Freiheit und unmittelbares Erleben. Man ist vollständig im Moment und nimmt seine Umgebung direkt wahr. Ich fahre gerne längere Strecken. Insgesamt auch eine gute Möglichkeit, abzuschalten und neue Perspektiven zu gewinnen. 

Welches Modell fahren Sie und warum? Eine BMW 1200 RT. Das Motorrad muss zu einem passen. Da geht es für mich weniger um Status oder Leistung, sondern um das Erlebnis: unterwegs sein, die Landschaft wahrnehmen und den Kopf freibekommen. 

Was bedeutet Ihnen ganz persönlich Glück? Glück bedeutet für mich, die richtige Balance zu haben: eine erfüllende Aufgabe, Menschen, denen man vertraut, Gesundheit und Zeit für die Dinge, die einem persönlich wichtig sind. 

Das Gespräch führte Wolfgang Timpe 

Nachrichten von der Hamburger Stadtküste

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