»Digitales Skelett«

Bund fördert das Hamburg Wireless Innovation Competence Center an der HCU mit 25 Millionen Euro – Standort soll der neu entstehende Stadtteil Grasbrook sein

Nach dem Deutschen Hafenmuseum mit dem Flying P-Liner „Peking“ bekommt der neue Stadtteil Grasbrook schon ein weiteres Ankerprojekt, das Hightech-Infrastruktur und nachhaltige Mobilität erforschen und entwickeln soll. Noch in diesem Jahr soll auf dem Hamburger Grasbrook das Hamburg Wireless Innovation Competence Center (HAWICC) entstehen. Der Bund unterstützt den Aufbau des Innovationszentrums für smarte Infrastrukturen und Mobilität mit 25 Millionen Euro. Das HAWICC soll einer von drei bundesweiten Standorten des vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geplanten „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft“ werden und maßgeblich zu Grundlagenforschung und Technologietransfer im Bereich der kabellosen Digitaltechnologien beitragen.
Foto oben: Zukunftstechnologie auf den Grasbrook geholt: Prof. Jörg-Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und der Hamburger Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse holten 25 Millionen Euro vom Bund für das „Hamburg Wireless Innovation Competence Center“. © HCU

Rüdiger Kruse, CDU-MdB: „Nun hoffen wir, dass auch die Freie und Hansestadt Hamburg sich aktiv mit entsprechenden Mitteln einbringt,“ © CDU
Rüdiger Kruse, CDU-MdB: „Nun hoffen wir, dass auch die Freie und Hansestadt Hamburg sich aktiv mit entsprechenden Mitteln einbringt,“ © CDU

Mobilität und kabellose Digitaltechnologien bestimmen schon heute große Teile der Wirtschaft, zum Beispiel im Rahmen von Industrie 4.0, und werden künftig den Alltag von Bürgerinnen und Bürgern weiterhin stark zunehmend prägen. Eine Art wissenschaftlich-technische Alexa für Industrie 4.0 lässt grüßen.

Bekannte Stichworte sind etwa das autonome Fahren, eine smarte Verkehrssteuerung, die 5G-Technologie oder das Internet of Things (IoT). In Hamburg präsentierten Rüdiger Kruse, Hamburger Mitglied des Bundestages (MdB), und Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU), jetzt erstmals öffentlich ihre Pläne für den neuen Innovationsstandort im Rahmen einer bundesweiten digitalen Pressekonferenz. „Mit dem Fördervolumen in Höhe von 25 Millionen Euro für die Jahre 2021-2024 hat der Bund eine hervorragende Startbasis geschaffen, das HAWICC zu einem Vorzeigezentrum und Leuchtturmprojekt zu machen. Nun hoffen wir, dass auch die Freie und Hansestadt Hamburg sich aktiv mit entsprechenden Mitteln einbringt,“ sagt MdB Kruse. 

Prof. Jörg Müller-Lietzkow ist Präsident der HafenCity 
Universität Hamburg (HCU) und berät die Politik in Berlin bei digitalen Zukunftsfragen. © HCU
Prof. Jörg Müller-Lietzkow, Präsident der HafenCity Universität Hamburg (HCU): „Wireless Technologies werden Energiesysteme, Gebäude und Industriestrukturen verbinden, bestimmten die Mobilität der Zukunft und die digitale Infrastruktur in den modernen Smart Cities. Sie sind zunehmend das digitale Skelett der Städte.“ © HCU

Das HAWICC soll „sowohl im Bereich der Hardware- als auch der Softwareentwicklung forschen, neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entwickeln sowie Fragen der Datensicherheit und Cybersecurity“ behandeln, so die HCU. Wireless Technologies würden Energiesysteme, Gebäude und Industriestrukturen verbinden, bestimmten die Mobilität der Zukunft und die digitale Infrastruktur in den modernen Smart Cities. Sie seien zunehmend, so HCU-Präsident Müller-Lietzkow, das „digitale Skelett der Städte“. Für ihn sind „diese Technologien somit selbst Teil der kritischen Infrastruktur. Es ist entscheidend, sie nicht nur zur Anwendung zu bringen, sondern sie auch selbst zu entwickeln, damit wir sie besser verstehen und beherrschen können“, betont der HCU-Präsident, der das Projekt in seiner Funktion als Professor für Ökonomie und Digitalisierung für die HCU eingeworben hat. 

Die Breuer Nachrichtentechnik gründet auf dem Grasbrook ein Spin-Off.

Kruse und Müller-Lietzkow wünschen sich zudem eine enge Kooperation mit und Unterstützung durch die Freie und Hansestadt Hamburg, insbesondere in Zusammenarbeit mit der HafenCity Hamburg GmbH, die das Quartier auf dem Grasbrook entwickelt, sowie der Wissenschafts- (BWFGB) und Wirtschaftsbehörde (BWI). Ziel sei es, bis zum Ende der ersten Förderperiode mit dem HAWICC sichtbare Erfolge in Form erster Start-ups und Ansiedlungen sowie einen gelungenen Aufbau der Forschungsaktivitäten inklusive der Einrichtung neuer Professuren zu erreichen. Ein erster Erfolg ist bereits zu verzeichnen: Die Breuer Nachrichtentechnik aus Bonn hat als erstes Unternehmen signalisiert, am neuen Standort ein Spin-Off gründen zu wollen. Gerda Schmidt

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