Editorial 10.26: Offensive Energie

Wolfgang Timpe, Herausgeber und Chefredakteur der HafenCity Zeitung, über unternehmerische Herausforderungen, die mit positiven Willen gegen den Negativ-Zeitgeist gemeistert werden

Wolfgang Timpe
© Privat

Zwei kurze Sätze können das oft als Last empfundene Realerleben aus Russland-Aggression, Kanzler-Dämmerung, Klimawandel oder AfD- und Berlin-Irrsinn auf den Kopf stellen: „Der Weltuntergang fällt aus. Wir werden das alles lösen“, sagt der Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens. Und, wie kommt er darauf? „Durch Nachdenken.“ Und, wo bitte, ist die Lösung? „Es gibt in der Philosophie den schönen Satz, dass es keine vernünftige Alternative zum Optimismus gibt“, so Steffens. Herrlich. Worte können befreien, die Seele entlasten und den Blick zum Horizont öffnen, wie diese Szene aus der einzigartigen Talkshow „3 nach 9“. Mit positivem Willen und Selbstvertrauen nach vorne schauen – zum Besseren, Guten und Schönen. 
Foto oben: Public-Private-Partnership, Bauherr Kühne Stiftung, Ertüchtigung und Gestaltung des Grundstücks durch die Stadt: Helles Holz, dynamische Treppen- und Geländerlinien sowie meterhohe Glasfronten prägen das neue Opernhauses im Siegerentwurf des Architektenbüros Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen. © BIG & Yanis Amasri Sierra, Madrid, Spain

Wir haben nicht geschaut, was wir nicht haben, sondern was wir haben“, sagte jüngst Jürgen Klopp über seinen Fußball-Assessment-Center Nationalmannschaft mit 44 Kickern. Und was haben Steffens und unser aller Volksfußball-Bundespräsident Kloppo gemeinsam? Energie, Offensive, Mut – und Ausdauer! Das sind auch die Zutaten zum Zaubertrunk des Kraftpakets Obelix, die Unternehmer, Stadt und Kultur im gallischen Dorf HafenCity antreiben. Der Erstbezug von Studentenwohnungen im „Tide“-Quartier, die erfolgreiche Vermarktung des letzten Grundstücks der westlichen HafenCity zwischen Breuninger und „Strandhaus“, das Richtfest vom Null-Emissionshaus „Nova Zero“ (siehe Seite 4) oder die nahende Eröffnung vom UBS Digital Art Museum im Baakenhafen. Bei allen fortdauernden Herausforderungen: Es gibt sie, die Lösungen. 

Und die gerade eröffnete 34. Open-Art-Ausstellung „Kunst vor Anker“ (siehe Seite 6) mit 50 Großbildern von lebendigen Kulturorten und außergewöhnlicher Architektur aus Hamburgs jüngstem Stadtteil dokumentiert: Die HafenCity kann nach 20 Jahren stolz sein auf ihre junge Stadtteil-Kulturentwicklung – und die neue Oper kommt erst noch! Realistischer Optimismus. Wolfgang Timpe

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Wolfgang Timpe lebt seit 2005 in der HafenCity. Mail: timpe@hafencityzeitung.com

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