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Balanced Logistics: Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) will bis zum Jahr 2040 komplett klimaneutral sein

Wenn der Hamburger Hafen hustet, leidet die Elbmetropole unter schwerster Grippe. Das gilt für die wirtschaftliche Kraft Hamburgs ebenso wie für die Klimaziele der Freien und Hansestadt, die auch die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) in die Offensive bewegen. Die HHLA plant weitere Anstrengungen für mehr Klimaschutz und Ressourcenschonung. Bis zum Jahr 2040 soll der gesamte Konzern klimaneutral sein. Die bisher bereits begonmnene Nachhaltigkeitsstrategie mit Ökostrom zum Beispiel beim Container Terminal Altenwerder (CTA) soll künftig unter der Marke „Balanced Logistics“ umgesetzt werden. Neben den wirtschaftlichen zielen will man auch soziale und ökologische Verantwortung übernehmen.
Foto oben: Die HHLA setzt auf nachhaltige Technik als Wettbewerbsvorteil: Der Container Termi­nal Altenwerder (CTA) ist als weltweit erster klimaneutraler Containerterminal zertifiziert. © Thomas Hampel

HHLA-Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath: „Wir setzen konkrete Maßnahmen für einen effizienten und nachhaltigeren Containerumschlag sowie klimafreundliche Transportketten von der Kaikante bis ins Hinterland um.“ © HHLA / Nele Martensen
HHLA-Vorstandsvorsitzende Angela Titzrath:
„Wir setzen konkrete Maßnahmen für einen effizienten und nachhaltigeren

Containerumschlag sowie klimafreundliche Transportketten
von der Kaikante bis ins Hinterland um.“ © HHLA / Nele Martensen

„Die Menschen in Hamburg können sich auf die HHLA verlassen. Wir sind uns unserer Verantwortung für den Klimaschutz sehr bewusst und setzen deshalb konkrete Maßnahmen für einen effizienten und nachhaltigeren Containerumschlag sowie klimafreundliche Transportketten um“, so Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzender der HHLA. „Ungeachtet der Dynamik, die die aktuelle Klimaschutzdebatte derzeit entfaltet,“ so Titzrath weiter, „unternimmt die HHLA bereits seit vielen Jahren große Anstrengungen, um die Energieeffizienz ihrer Prozesse zu steigern, Ressourcen zu schonen und Emissionen konsequent zu reduzieren. So haben wir unser selbstgestecktes Ziel einer Senkung der CO2-Emissionen je umschlagenen Container um mindestens 30 Prozent bis 2020 im vergangenen Jahr bereits vorzeitig erreicht. Nun stecken wir uns neue Ziele. Wir arbeiten daran, unsere absoluten CO2-Emissionen bis 2030 gegenüber dem Jahr 2018 zu halbieren. Bis 2040 soll der gesamte HHLA-Konzern klimaneutral sein.“

Frühzeitige Investitionen in klimaschonende Technologien sorgen für Akzeptanz.
Für die HHLA steht grünes Löschen und umweltorientierter Weitertransport (siehe Kasten rechts) auch deshalb auf der -Unternehmens-agenda, weil man intelligente, nachhaltige Lösungen als Chance für neue Geschäftsmodelle und steigende Wertschöpfung begreift. „Wer frühzeitig in innovative, klimaschonende Technologien investiert“, so die HHLA-Chefin, „hat schneller tragfähige Resultate, die bei Shareholdern, Kunden, Mitarbeitern und in der Gesellschaft gleichermaßen Akzeptanz finden.“ Dabei müsse man sich auch neuen Technologien ohne Vorbehalte annähern, um die Herausforderungen der Zukunft konsequent anzugehen. 

„Nur als wettbewerbs­fähi­ges Unternehmen können wir investieren.“

Das neue Leitmotiv „Balanced Logistics“ will diese HHLA-Haltung in den Vordergrund der Kommunikation rücken. „‚Balanced Logistics‘ bedeutet für uns, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg, guten Arbeitsbedingungen, gesellschaftlicher Verantwortung und dem Umwelt- und Klimaschutz zu finden“, erklärte Titzrath Anfang Dezember auf einer Pressekonferenz in Hamburg. „Denn nur als erfolgreiches und wettbewerbsfähiges Unternehmen haben wir die Mittel und Möglichkeiten“, so Titzrath, „nachhaltig in unsere Mitarbeiter zu investieren und unserer Verpflichtung für Gesellschaft und Umwelt nachzukommen.“ Maria Bitter

Info: 

HHLA Container Termi­nal Altenwerder (CTA): Der CTA in Hamburg ist die weltweit erste, zertifiziert klimaneutrale Umschlaganlage für Container. Der Betrieb erfolgt überwiegend elektrifiziert mit Ökostrom. Terminalprozesse, die heute noch CO₂-Emissionen verursachen, werden sukzessive auf elektrifizierten Betrieb umgestellt beziehungsweise die Umstellung wird erprobt. Verbleibende CO₂-Emissionen kompensiert die HHLA durch klimafreundliche Projekte. Dazu gehören: Aufforstung von Regenwald in Panama, Windkraftanlagen in Indien und Reibungsarme Antifouling-Schiffsfarben.

Stückzahlen: Die Containerbrücken be- und entladen jährlich mehr als 500 große sowie rund 1.600 kleinere Containerschiffe, sogenannte Feeder. Hinzu kommen dann ferner mehr als 1.000 Binnenschiffe im Jahr.

Wasserseitiger Umschlag: An der 1.400 Meter langen Wasserseite lasen und löschen 14 eöektrische Containerbrücken – jede rund 2.000 Tonnen schwer – Container in oder aus Schiffen an den vier Liegeplätzen des Container terminals Altenwerder (CTA). Die Kräne arbeiten vollständig mit Ökostrom.  BI
www.hhla.de

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