Business. Von Lingen im Emsland an die Elbe in Hamburg-HafenCity: Die Bau- und Projektleitung Exeler hat am 1. Oktober ihren neuen Standort »ElbEins« eröffnet und will die wachsende Stadt in Hamburgs HafenCity, auf dem Grasbrook, am Billebogen und in ganz Hamburg erobern

Neun Jahre nach der Gründung im Emsland setzt das Bau- und Projektentwicklungsunternehmen Exeler den nächsten Meilenstein: Mit der Eröffnung des neuen Büros »ElbEins« in der Hamburger HafenCity bezieht die Unternehmensgruppe ihren ersten Standort außerhalb von Lingen. Lesen Sie mal, warum Geschäftsführer Frank Exeler trotz der Expansion am Stammsitz festhält, wie das Hamburger Team eigenverantwortlich arbeiten soll und weshalb bei der Eröffnungsfeier über 10.000 Euro für ein Hilfsprojekt in Uganda gesammelt wurden.
Foto oben: Das Exeler-Team, neu für die HafenCity: Gesellschafter Gunda und Frank Exeler, Prokuristin/HR und Geschäftsführer, mit Alexandra „Alex“ Michel, komm. Projekt- und Standortleiterin „ElbEins“ in der HafenCity, und Janina Heuer, Leiterin Marketing und Strategie. © Lucas Pretzel
Manchmal beginnt Wachstum nicht mit einem Businessplan, sondern mit einem Raum. Man geht hinein, schaut sich um und weiß ziemlich schnell, hier könnte etwas entstehen. So beschreibt Frank Exeler den Moment, als er erstmals die Fläche sah, die heute der neue Hamburger Standort seines Unternehmens ist. Damals war es dunkel, Wände standen im Weg, viel Fantasie war nötig. Heute ist davon kaum noch etwas zu sehen. Aus der Fläche wurde das „Elb Eins“ und damit der erste Standort von Exeler außerhalb von Lingen.

Geschäftsführer Frank Exeler: „„Heute eröffnen wir nicht einfach nur ein neues Büro. Wir schaffen
einen neuen Ort für Begegnungen, Ideen und gemeinsame Projekte.“ © Lucas Pretzel
Jetzt wurde in der HafenCity Eröffnung gefeiert. Janina Heuer, Leiterin Marketing und Strategie, begrüßte die Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner, Politik (u.a. Bürgerschaftsabgeordneter Arne Platzbecker) Freunde und Wegbegleiter im frisch designten Exeler-Büro von »ElbEins« an der Überseeallee 1 in Hamburg. Viele reisten aus Lingen an, andere aus München. Für Geschäftsführer Frank Exeler war der Abend sichtbar mehr als die Einweihung eines weiteren Büros. „Heute eröffnen wir nicht einfach nur ein neues Büro. Wir schaffen einen neuen Ort für Begegnungen, Ideen und gemeinsame Projekte“, sagte Exeler bei der Eröffnung.
Das Unternehmen hat sich in wenigen Jahren stark entwickelt. 2017 startete Frank Exeler mit seiner Bau und Projektleitung in Lingen. Heute gehören unterschiedliche Kompetenzen rund um Bau, Planung und Projektentwicklung zum Umfeld der Unternehmensgruppe. Exeler begleitet gewerbliche, industrielle und öffentliche Projekte ebenso wie Vorhaben im Gesundheitswesen, Sanierungen und private Bauprojekte.

sowie die Exeler-Ziele fürs »ElbEins«: Standortleiterin Alexandra „Alex“ Michel und
Marketingchefin Janina Heuer. © Lucas Pretzel
Dabei ist Hamburg kein Abschied vom Emsland. Das machte Exeler bei seiner Rede mehrfach deutlich. Lingen bleibt die Heimat und die Basis des Unternehmens. Hamburg soll diese Geschichte erweitern. „Hamburg ersetzt nichts von dem, was wir in Lingen aufgebaut haben. Hamburg ergänzt“, sagte Exeler. Erfahrungen, Wissen und Kontakte sollen künftig zwischen beiden Standorten ausgetauscht werden.
Warum ausgerechnet Hamburg? Die Antwort ist geschäftlich und persönlich zugleich. Exeler bezeichnet die Stadt als seine „Zweitlieblingsstadt“. Er und seine Frau Gunda fühlen sich hier seit Langem wohl. Jetzt wird aus dieser privaten Verbindung auch eine unternehmerische. Der Schritt passt zur bisherigen Entwicklung. Aus der klassischen Bau und Projektleitung sind weitere Geschäftsfelder entstanden. Planung, Projektentwicklung, schlüsselfertiges Bauen, Innenausbau und weitere Fachbereiche greifen zunehmend ineinander. Dahinter steht eine einfache Idee. Ein Bauprojekt soll nicht aus vielen voneinander getrennten Teilen bestehen. Wissen soll gebündelt werden, Entscheidungen sollen schneller fallen und Verantwortung klar bleiben.

Genau darin sieht Exeler eine Stärke seines Unternehmens. „Chancen erkennen, bevor sie offensichtlich werden“, formuliert er seinen Anspruch. Dabei wirkt die Entwicklung von außen schneller, als sie nach seinen Worten tatsächlich ist. Neue Geschäftsfelder und Standorte seien keine spontanen Entscheidungen. Hinter ihnen stünden Planung, Abwägung und eine klare Strategie. Wachstum allein sei nicht das Ziel. Mit jedem neuen Projekt wachse auch die Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden und Partnern.
Dass Verantwortung dabei nicht nur beim Chef liegen soll, zeigt die Besetzung der kommissarischen Exeler-Projekt- und -Standortleitung von »ElbEins« in Hamburg. Die übernimmt Alexandra „Alex“ Michel, 27. Ihre Geschichte im Unternehmen ist bemerkenswert. Sie begann bei Exeler als Werkstudentin. Heute leitet sie den ersten Standort des Unternehmens außerhalb Lingens. Bei der Eröffnung machte Michel deutlich, wie sehr sie sich über das Vertrauen und die neue Aufgabe freut. Für sie ist Hamburg damit auch ein persönlicher Karriereschritt.
Als der Exeler-Chef Alexandra Michel gefragt habe, ob sie sich vorstellen könne, die Hamburger Standortleitung zu übernehmen, habe sie ohne langes Zögern zugesagt. „Das ist genau der Exeler Spirit, den ich sehen will“, sagte er. Und weiter: „Ohne Menschen, die Verantwortung übernehmen, funktionieren solche Schritte nicht.“ Der neue Standort bekommt damit von Beginn an ein Gesicht. „Alex“ soll Exeler in Hamburg vertreten, Kontakte aufbauen und das Büro gemeinsam mit dem Team weiterentwickeln. Ihr eigener Weg zeigt zugleich, dass Entwicklung im Unternehmen auch aus den eigenen Reihen möglich ist.
Diese Haltung zeigt sich auch beim Blick auf das Team. In seiner Rede nahm sich Exeler viel Zeit, Mitarbeitern und Wegbegleitern persönlich zu danken. Besonders seiner Frau Gunda Exeler. Sie begleitet das Unternehmen seit den Anfängen und verantwortet als Prokuristin unter anderem Personal und Rechnungswesen. „Ohne dich wäre ich und wären wir heute nicht hier“, sagte Frank Exeler an seine Frau gerichtet.
Auch der neue Hamburger Standort soll nicht von Lingen aus nebenbei geführt werden. Verantwortung soll direkt vor Ort liegen. Für Exeler ist das entscheidend. „Ohne Menschen, die Verantwortung übernehmen, funktionieren solche Schritte nicht“, sagte er. Diese Mischung aus persönlicher Nähe und professionellem Anspruch prägte den gesamten Eröffnungsabend. Hier präsentierte sich kein anonymer Baukonzern. Viele der Menschen im Raum kennen sich seit Jahren. Einige Mitarbeiter haben den Aufbau des Unternehmens von Beginn an begleitet. Gleichzeitig ist aus dem kleinen Unternehmen längst eine deutlich größere Organisation geworden.
Auch soziales Engagement spielte an diesem Abend eine Rolle. Statt sich nur selbst zu feiern, sammelten Gastgeber und Gäste für die Frank Community School im ugandischen Rakai. Mehr als 10.000 Euro kamen nach Angaben von Exeler rund um die Veranstaltung zusammen. Die Schule zählt inzwischen 216 Schülerinnen und Schüler. Mit dem Geld sollen unter anderem Infrastruktur, ein Brunnen, Spielgeräte und Schlafplätze unterstützt werden. Exelers Ziel ist, dass sich die Schule künftig über das Schulgeld weitgehend selbst finanzieren kann. „Hilfe zur Selbsthilfe“, nennt er das Prinzip.

„Alex“ Michel übergaben symbolisch den Standort an Unternehmenschef Frank Exeler, der an seine Frau Gunda Exeler (l.), Prokuristin und für Personal und Rechnungswesen verantwortlich, die Worte:
„Ohne dich wäre ich und wären wir heute nicht hier.“ © Lucas Pretzel
Am Ende führt an diesem Abend vieles wieder zurück nach Hamburg. Die HafenCity ist für ein Unternehmen, das sich mit Bauen, Planen und Entwickeln beschäftigt, ein passender Ort. Kaum ein Hamburger Stadtteil steht so sichtbar für Veränderung. Hier entstehen Gebäude, Quartiere und neue Nutzungen oft gleichzeitig. Genau in diesem Umfeld will Exeler nun Kontakte aufbauen, Partner finden und Projekte entwickeln. Der Standort soll keine Außenstelle mit einem Firmenschild an der Tür bleiben. Er soll Treffpunkt und Arbeitsort werden und die Verbindung zwischen Hamburg und Lingen herstellen.
Und zur Eröffnung gehörte nicht nur der offizielle Teil. Nach der Begrüßung in den neuen Räumen in der Überseeallee 1 zog die Gesellschaft weiter in die Air Bar 13 des Elements Restaurants. Dort wurde aus der Standorteröffnung eine ausgelassene Feier. Bei Musik vom DJ, Drinks und Essen feierten Mitarbeiter, Kunden, Freunde und Geschäftspartner den Start in Hamburg bis in den Abend hinein.

der Überseeallee 1 zog die Gesellschaft weiter in die Air Bar 13 des »Elemente«– Restaurants
im Westfield-Überseequartier. Bei Musik vom DJ, Drinks und Flying Buffet feierte man ausgelassen
über den Dächern von Hamburg und der HafenCity. MdBH und Kulturausschussvorsitzen der
Hamburgischen Bürgerschaft (v.l.), Arne Platzbecker, Chefredakteur Wolfgang Timpe,
HafenCity Zeitung, und Firmenchef Frank Exeler. © Lucas Pretzel
Neun Jahre nach der Gründung beginnt damit ein neues Kapitel. 2027 steht bereits das zehnjährige Firmenjubiläum an. Frank Exeler wirkt allerdings nicht wie jemand, der lange zurückschauen will. „Wir sind noch nicht fertig. Wir haben noch was vor“, sagte er. Und dann formulierte er es zum Ende seiner Rede noch etwas weniger geschäftsmäßig. Er habe „richtig Bock auf den neuen Laden“.
Vielleicht beschreibt genau dieser Satz das Unternehmen besser als jede Hochglanzbroschüre. Aus einer Idee in Lingen ist in neun Jahren ein wachsendes Unternehmen entstanden. Nun geht es an die Elbe. Mit einem neuen Büro, einem neuen Team und ziemlich vielen Plänen. Jimmy Blum
Info
Mehr Informationen zum neuen Standort »ElbEins« in der HafenCity, Überseeallee 1, 20457 Hamburg, von der Bau- und Projektleitung Exeler unter: ElbEins



